Woran wir merken, daß die Pandemie zu Ende ist

Der Phi­lo­soph Juli­an Nida-Rüme­lin stellt die­se Fra­ge in einem Kom­men­tar auf welt​.de am 20.5. (Bezahl­schran­ke). Er schreibt u.a.:

»… Eine ers­te Ant­wort auf die Fra­ge, wann die­se Pan­de­mie zu Ende ist, könn­te also lau­ten: wenn die Bevöl­ke­run­gen erschöpft und nicht mehr bereit sind, mas­si­ve Ein­schrän­kun­gen ihrer pri­va­ten und beruf­li­chen Akti­vi­tä­ten hin­zu­neh­men. Dabei genügt es, wenn ein hin­rei­chen­der Anteil der Bevöl­ke­rung so reagiert, denn dies ist aus­rei­chend, um die Kon­trol­le des Infek­ti­ons­ge­sche­hens zu unterlaufen.

Mög­li­cher­wei­se hat die Tsche­chi­sche Repu­blik dies in den ver­gan­ge­nen Mona­ten schon erlebt. Auch in ande­ren Tei­len der Welt, etwa in Russ­land, scheint dies der Fall zu sein…

Da eine Con­tain­ment-Stra­te­gie in ganz Euro­pa nicht ernst­haft unter­nom­men wur­de, wie man sie in Ost­asi­en erfolg­reich prak­ti­zier­te, und da eine auf die ver­schie­de­nen Risi­ko­grup­pen aus­ge­rich­te­te Stra­te­gie abge­lehnt wur­de, blieb nur die Hoff­nung auf eine rasche Imp­fung. Es ist unser aller Glück, dass die­se Hoff­nung in Erfül­lung gegan­gen ist, sonst wäre Euro­pa in den nächs­ten Mona­ten und Jah­ren gezwun­gen, sich von Lock­down zu Lock­down zu han­geln und immer gra­vie­ren­de­re öko­no­mi­sche, sozia­le und kul­tu­rel­le Schä­den in Kauf zu nehmen…

Her­den­im­mu­ni­tät stellt sich ein, wenn in einer Her­de (der Begriff kommt aus der Tier­me­di­zin) die Zahl der immu­nen Indi­vi­du­en hoch genug ist, um die Aus­brei­tung der Infek­ti­ons­krank­heit in die­ser Her­de abklin­gen zu las­sen. Bil­den die in Deutsch­land Leben­den eine Her­de? Wie stark muss die inter­na­tio­na­le Mobi­li­tät ein­ge­schränkt sein, um die­sen Begriff aus der Tier­me­di­zin auf die Men­schen in einer glo­ba­li­sier­ten Öko­no­mie mit hoher Mobi­li­tät zu übertragen?

Die Indi­vi­du­en einer Schaf­her­de wech­seln nicht bestän­dig in ande­re Her­den und keh­ren in ihre ursprüng­li­che zurück oder gesel­len sich dau­er­haft zur neu­en Her­de. Aber ange­nom­men, wir kön­nen die­se beson­de­re Situa­ti­on mensch­li­cher „Her­den“ außer Acht las­sen, stellt sich die Fra­ge, ob die unter­des­sen für not­wen­dig erach­te­te Mar­ke von 80 Pro­zent Immu­ni­sie­rung durch Imp­fun­gen und vor­aus­ge­gan­ge­ne Infek­tio­nen in Deutsch­land über­haupt erreich­bar ist.

Dies hängt davon ab, ob die Kin­der und Jugend­li­chen geimpft wer­den kön­nen und wie groß die Zahl der­je­ni­gen ist, die sich nicht imp­fen las­sen kön­nen oder wol­len. In Län­dern wie Frank­reich oder Russ­land, wo der Pro­zent­satz der Impf­ver­wei­ge­rer weit höher ist als in Deutsch­land, scheint schon heu­te die­ses Ziel (Her­den­im­mu­ni­tät durch Imp­fun­gen) uner­reich­bar gewor­den zu sein…

Plau­si­bler scheint mir ein ande­res Kri­te­ri­um zu sein, näm­lich das der Mor­ta­li­tät und Mor­bi­di­tät von Covid-19 (und jeder ande­ren even­tu­ell neu auf­tre­ten­den Infek­ti­ons­krank­heit). Sobald sich durch Imp­fun­gen und durch­ge­mach­te Infek­tio­nen die Gesund­heits­schä­den auf ein Niveau absen­ken, das deut­lich unter dem einer schwe­ren sai­so­na­len Grip­pe­wel­le ist, las­sen sich all­ge­mei­ne Lock­down- und Shut­down-Maß­nah­men nicht mehr recht­fer­ti­gen. Denn wenn die­se dann immer noch auf­recht­erhal­ten wer­den, müss­ten wir kon­se­quen­ter­wei­se bei der nächs­ten schwe­ren Grip­pe­wel­le eben­falls zu Lock­down- und Shut­down-Maß­nah­men greifen.

Wir haben dies in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten, ja Jahr­hun­der­ten aus guten Grün­den unter­las­sen, und wir soll­ten an die­ser Pra­xis, so mei­ne ich, auch unter dem Schock die­ser Pan­de­mie nichts ändern. Selbst das Münch­ner Okto­ber­fest fand jähr­lich statt, obwohl es in einen Zeit­raum fällt, in dem es mit Sicher­heit zur Ver­stär­kung des Influ­en­za-Infek­ti­ons­ge­sche­hens nicht nur in Mün­chen und Umge­bung, son­dern wohl auf der gan­zen Welt, einen Bei­trag geleis­tet hat.

Schauen wir bei den Inzidenzen genauer hin

Statt sich jedoch an Mor­ta­li­tät und Mor­bi­di­tät zu ori­en­tie­ren und Inzi­den­zen als Indi­ka­tor der Dyna­mik des Infek­ti­ons­ge­sche­hens im Auge zu behal­ten, ist die Poli­tik in Deutsch­land, anders als in den meis­ten Nach­bar­staa­ten, bis­lang auf Inzi­denz als Kri­te­ri­um fixiert, wobei die Inzi­denz ver­stan­den wird als die Zahl der regis­trier­ten (Neu-)Infizierten und nicht als die Zahl der tat­säch­lich Infizierten.

Die­sem Kri­te­ri­um wird viel Kri­tik sowohl in der Bür­ger­schaft als auch in der Wis­sen­schaft ent­ge­gen­ge­bracht, zumal sei­tens der Risi­ko­for­schung und der Epi­de­mio­lo­gie. Die Poli­tik ist jedoch auf­fäl­lig stur bei die­sem Kri­te­ri­um geblie­ben, wohl auch des­we­gen, weil es rela­tiv ein­fach zu hand­ha­ben ist: Es erge­ben sich jeden­falls ein­deu­ti­ge Zah­len, obwohl die­se durch die unzu­ver­läs­si­ge Mel­de­pra­xis der Gesund­heits­äm­ter im Wochen­rhyth­mus und nach Fei­er­ta­gen und Urlaubs­zei­ten mas­si­ven Schwan­kun­gen unter­wor­fen sind. In der End­pha­se die­ser Pan­de­mie stellt sich aber zuneh­mend die Fra­ge nach der Sinn­haf­tig­keit die­ses allei­ni­gen Kriteriums…

So sind in Deutsch­land bis Mit­te Mai rund 85.000 Men­schen an Covid-19 ver­stor­ben. Davon waren ledig­lich 19 Per­so­nen unter 20 Jah­re alt, das ist etwa ein Vier­tau­sends­tel. Damit bewegt sich das Risi­ko einer Per­son unter 20 Jah­re, an Covid-19 zu ver­ster­ben, in einer ver­gleich­ba­ren Grö­ßen­ord­nung wie das Risi­ko einer Per­son, durch Imp­fung etwa mit Astra­Ze­ne­ca zu ver­ster­ben. Bei­de Risi­ken sind im Ver­gleich mit ande­ren all­ge­mei­nen Lebens­ri­si­ken und erst recht dem Risi­ko einer Infek­ti­on mit Covid-19 für Älte­re oder Vor­er­krank­te minimal.

Kin­der und Jugend­li­che sind in beson­de­rem Maße von den Ein­schrän­kun­gen für die Pan­de­mie­be­kämp­fung betrof­fen. Sie sind stär­ker ange­wie­sen auf die Kon­tak­te mit Gleich­alt­ri­gen als älte­re Jahr­gän­ge, sie ver­lie­ren in die­sen Mona­ten wert­vol­le Zeit ihrer Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und ihrer Bil­dung, und psy­cho­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen zei­gen, dass die Insta­bi­li­tät der jün­ge­ren Jahr­gän­ge höher ist als die von älte­ren. Depres­sio­nen, Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten neh­men mas­siv zu.

Wir haben von Kin­dern und Jugend­li­chen erwar­tet, dass sie sich in der Coro­na-Kri­se soli­da­risch ver­hal­ten, dass sie sich – obwohl sie ein gerin­ges Gesund­heits­ri­si­ko durch Infek­ti­on mit Covid-19 tra­gen – so ver­hal­ten, dass sie sich nicht infi­zie­ren, um „ihre Groß­el­tern nicht zu gefähr­den“. Die Recht­fer­ti­gung, die­se Soli­da­ri­tät ein­zu­for­dern, sinkt mit dem Fort­schritt der Impf­kam­pa­gne. Wenn alle Groß­el­tern, um in die­sem Bild zu blei­ben, geimpft sind, müs­sen die Kin­der und Jugend­li­chen sich um mög­li­che Infek­tio­nen der Älte­ren immer weni­ger Sor­gen machen…

Ihr Gesund­heits­ri­si­ko ist so gering, dass es die­se mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen für Kin­der und Jugend­li­che nicht recht­fer­tigt. Wir haben die­ser Gene­ra­ti­on beson­ders viel abver­langt, wir schüt­zen die Ältes­ten und Vor­er­krank­ten und ent­las­sen sie in die Frei­heit. Wir soll­ten nun die Kin­der und Jugend­li­chen eben­falls in die Frei­heit ent­las­sen. Dann endet jeden­falls für die­se, wie für die Geimpf­ten und Gene­se­nen, die Pan­de­mie.«

47 Antworten auf „Woran wir merken, daß die Pandemie zu Ende ist“

  1. Her­den­im­mu­ni­tät – das Schlag­wort für einen neu­en tota­li­tä­ren Kol­lek­ti­vis­mus, der Men­schen so behan­delt als wären sie eine Rin­der­her­de. Dort gehö­ren Imp­fun­gen und pro­phy­lak­ti­sche medi­ka­men­tö­se The­ra­pien zum All­tag, um die Tie­re nicht art­ge­recht in Mas­se hal­ten zu kön­nen. Das ist wohl also die Ant­wort der füh­ren­den west­li­chen Eli­ten auf die Pro­ble­me, die ein Sys­tem ver­ur­sacht, an dem sie profitieren.

  2. Der war mal Minis­ter im Bay­ri­schen Land­tag. Sowas brau­chen wir wie­der, statt dem far­ben­über­grei­fen­den (@aa: auch räum­li­cher Anord­nung) kor­rup­tem Narzisstenpack!

    Ein Licht­blick, auch wenn die dunk­le Sei­te der Macht den Shit­s­torm ent­fa­chen wird.

    1. Dan­ke für den Link zum Arvay-Update! Hät­ten doch bloß sach­lich und fun­diert argu­men­tie­ren­de Wis­sen­schaft­ler wie er mehr Einfluss!

  3. Das Pro­blem mit Herrn Nida-Rüme­lin ist, daß er fast noch bes­ser pran­telt als Herr Prantl selbst. Das ist nicht ganz neu und ein Grund­pro­blem unse­rer "geis­ti­gen Eli­ten". https://​sai​lers​blog​.de/​2​0​2​1​/​0​5​/​1​6​/​p​e​r​i​p​h​e​r​e​-​n​o​t​a​t​e​-​k​e​i​n​e​-​z​u​k​u​n​f​t​-​o​h​n​e​-​k​o​e​r​p​e​r​v​e​r​l​e​t​z​u​ng/

  4. Nida-Rüme­lin – hier in Mün­chen hat­te er den Spitz­na­men "bestan­ge­zo­ge­nes Stück Sei­fe" (Hab Dank, Die­ter Dorn!!!). Seit Mai 2020 ist er stell­ver­tre­ten­der Vorit­zen­de des deut­chen "Ethik­ra­tes", also Stell­ver­tre­ter von unse­rer all­seits belieb­ten Ale­na Buyx – und seit zwei Wochen (!) mel­det er sich kri­tisch und den­kend zu Wort. Ich wür­de mal sagen, er ist die bestan­ge­zo­gens­te Rat­te, die das Schiff verläßt.
    Und wenn er auch manch´ Wahr­heit spricht
    ich trau dir nicht, du Seifenwicht!

  5. Im letz­ten Jahr, wur­de Her­den­im­mu­ni­tät als Ziel noch kate­go­risch aus­ge­schlos­sen. Nun ist es das Ziel, kos­te es, was es wol­le. Die Leu­te sind irre.

    Habe ich schon erzählt, wie mein Team die Regeln Seit Mit­te Febru­ar immer wie­der ver­letzt, indem wir unse­re Sport­art so betrei­ben, wie sie erdacht wur­de. Wir wer­den nun auch immer dreister.

  6. https://​www​.bun​des​re​gie​rung​.de/​b​r​e​g​-​d​e​/​t​h​e​m​e​n​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​p​a​n​d​e​m​i​s​c​h​e​-​l​a​g​e​-​v​e​r​l​a​e​n​g​e​r​t​-​1​8​7​2​464

    "Die Fest­stel­lung einer epi­de­mi­schen Lage von natio­na­ler Trag­wei­te gilt künf­tig als auf­ge­ho­ben, sofern der Deut­sche Bun­des­tag nicht spä­tes­tens drei Mona­te nach deren Fest­stel­lung das Fort­be­stehen fest­stellt. Bis­her befris­te­te pan­de­mie­be­ding­te Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gun­gen, Rechts­ver­ord­nun­gen und die Ent­schä­di­gungs­re­ge­lung für erwerbs­tä­ti­ge Eltern knüp­fen künf­tig nur noch an die Fest­stel­lung die­ser epi­de­mi­schen Lage an – sie tre­ten nicht mehr zu bestimm­ten Ter­mi­nen außer Kraft."

    Vom 26. März. Mei­ner Rech­nung nach Ende Juni. Wo wol­len sie dann die Infek­ti­ons­zah­len und die Inten­siv­bet­ten­be­le­gung herbekommen?

    1. "Wo wol­len sie dann die Infek­ti­ons­zah­len und die Inten­siv­bet­ten­be­le­gung herbekommen?"

      Die brau­chen "sie" gar nicht! , Herr B.M.Bürger, denn:
      "Die Fest­stel­lung einer epi­de­mi­schen Lage von natio­na­ler Trag­wei­te" hat KEINE sach­li­chen oder objek­ti­ven Voraussetzungen. 

      Zur "Fest­stel­lung" reicht der Mehr­heits­be­schluss des BT, eine sol­che fest­zu­stel­len. Das war so 2020, das blieb so bis heu­te. Zusätz­lich ange­füg­tes Wort­ge­klin­gel ändert dar­an nichts, denn was "erheb­lich" wäre, dafür gibt es KEINE Kriterien.
      https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​E​p​i​d​e​m​i​s​c​h​e​_​L​a​g​e​_​v​o​n​_​n​a​t​i​o​n​a​l​e​r​_​T​r​a​g​w​e​i​t​e​#​A​u​s​l​e​g​ung

    2. Die epi­de­mi­sche Lage MUSS wei­ter fort­ge­führt wer­den, denn ansons­ten darf nach deut­schem Recht nicht mehr wei­ter mit einem not­fall­zu­ge­las­se­nen Impf­stoff geimpft wer­den! Ich glau­be, ges­tern las ich etwas von einer see­ehr gefähr­li­chen malay­ischen Mutante! 😉

  7. Ursu­la von der Ley­en twittert:

    "Unser neu­er Ver­trag unter der Flag­ge der Euro­päi­schen Uni­on 2021–2023 mit @BioNTech_Group
    @Pfizer
    ist nun unterzeichnet.

    Er garan­tiert bis zu 1,8 Mil­li­ar­den Dosen für unse­ren Kampf gegen COVID und sei­ne Varianten.

    Ver­trä­ge mit ande­ren Unter­neh­men kön­nen fol­gen, um Euro­pa und die Welt lang­fris­tig zu schüt­zen. " (Über­set­zer)

    https://t.me/peoplestruth/773

  8. Nach der Logik Nida-Rüme­lins, Bru­der im Ungeist eines Eigen­lob-Pudel­wohl, ist also bei jeder (schwe­re­ren) Grip­pe­wel­le mit einem ähn­lich faschis­to­iden und ver­fas­sungs­wid­ri­gen Ver­fah­ren zu rech­nen? Will er sich wie­der andie­nen oder ist es schlicht galop­pie­ren­de Verblödung?

  9. Wenn man z.B. mal 'end of pan­de­mic' in goog­le ein­tippt (oder duck­duck­go oder), dann gibt es da vie­le Arti­kel von März bis Jetzt, die vie­le Aehn­lich­kei­ten haben.

    Da kommt immer wie­der vor, mit leicht ande­ren For­mu­lie­run­gen oder Metha­phern, das wäre nicht aprupt 'auf einem Schlag', das wür­de qua­si in Wel­len­be­we­gun­gen auf- und zurück­ge­hen, wobei die Gesamt­wel­le abnimmt.

    Dann sind man­che dadurch geprägt, die Leser wei­ter zu den Mass­nah­men zu ani­mie­ren, 'nicht durch die bis­he­ri­gen Imfun­gen zu glau­ben, 'es sei jetzt vorbei'.

    Ande­re haben eher den Hin­ter­grund, dass sie auf Fol­ge­imp­fun­gen auch in der Zukunft, evtl. Mass­nah­men oder ande­re Behand­lun­gen vor­be­rei­ten wol­len wohl.

    Aber:

    Alle bewe­gen sich inner­halb der 'off­zi­el­len Nar­ra­ti­ve' und Ihrer wesent­li­chen Bau­stei­ne. Kei­ner hin­ter­frägt z.B. PCR Tests und wie die­se ange­wen­det wer­den oder wie sich die Anwen­dungs­vor­schrif­ten ändern. Kei­ner hin­ter­frägt, ob die Krank­heits­zah­len oder Mor­ta­li­täts­zah­len 'stim­men'.

    Den Arit­kel von Nida-Rüme­lin ord­ne ich auch in die­se Rei­he von Arti­keln ein, die nun zu die­sem The­ma erschei­nen und wel­che sich im Rah­men der 'offi­zi­el­len Nar­ra­ti­ve' bewegen.

    Den Unter­schied sehe ich dar­in, dass er im Rah­men des­sen schein­bar kon­kre­te, ggf. auch mit den bestehen­den Prak­ti­ken mess­ba­re, Zah­len, Umstän­de, Zustän­de dar­stellt, wel­che ein Ende der Pan­de­mie bedeuten.

    Also kei­ne lan­ge Per­p­etu­ie­rung, nicht wei­ter vage oder im Ermes­sen weni­ger, nicht durch ande­re Sicht­wei­se auf das bis­her Gesche­he­ne und Gesagte/Berichtete, nicht durch ein Umden­ken oder ande­re Sicht­wei­se und sei es im Rah­men neu­er wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se, son­dern 'Anzei­chen' wel­che auch im Rah­men der offi­zi­el­len Nar­ra­ti­ve einen Kon­sens über das Ende der Pan­de­mie erlauben.

  10. "Sobald sich durch Imp­fun­gen und durch­ge­mach­te Infek­tio­nen die Gesund­heits­schä­den auf ein Niveau absen­ken, das deut­lich unter dem einer schwe­ren sai­so­na­len Grip­pe­wel­le ist, las­sen sich all­ge­mei­ne Lock­down- und Shut­down-Maß­nah­men nicht mehr rechtfertigen."

    Falsch!
    Nicht "Niveau deut­lich unter", son­dern "Niveau gleich" müss­te gel­ten, denn sonst, da schließt Herr N‑R. richtig, 

    "müss­ten wir kon­se­quen­ter­wei­se bei der nächs­ten schwe­ren Grip­pe­wel­le eben­falls zu Lock­down- und Shut­down-Maß­nah­men greifen."

  11. In Frank­reich dürf­te ich ohne Test einen Kaf­fee trin­ken. In Eng­land dürf­te mein Kind ohne Mas­ke in die Schu­le gehen, hier wenn über­haupt nur mit Test und FFP2 Mas­ke. Deutsch­land hat ver­mut­lich mit die rigi­des­ten Mit­tel zur Knech­tung und Neu­ro­ti­sie­rung auf die lan­ge Dauer.

  12. Die "P(l)andemie" wird nie zu Ende sein. Denn "Mut­ti" fan­ta­siert ja öfters mal von "Pan­de­mie in der Pan­de­mie" oder der "neu­en Pan­de­mie". Es scheint sich also zu bewahr­hei­ten, dass sich eine anfäng­lich als Aus­nah­me­zu­stand gel­ten­de Situa­ti­on nur in der Tat zur "neu­en Nor­ma­li­tät" ent­wi­ckelt hat. Die dau­er­haf­te Maul­korb­pflicht ist ja nur ein Bei­spiel für eine der ent­wür­di­gen­den und ernied­ri­gen­den Maß­nah­men, mit denen das Volk gegän­gelt und gegei­ßelt wird.

    1. Außer­dem hat Mut­ti bei ihren vie­len Kon­tak­ten mit Bill Gates offen­bar die Direk­ti­ve die­ses pseu­do­phil­an­thro­pi­schen Spin­ners über­nom­men. Sie sag­te: "die Pan­de­mie ist been­det, wenn alle Men­schen geimpft sind!".
      Von wegen Her­den­im­mu­ni­tät. Tota­le Immu­ni­tät ist angesagt.

  13. Mein Blick auf die Stra­ßen und in den Super­markt lässt mich lei­der befürch­ten, vie­le wer­den von allei­ne über­haupt nicht mer­ken, dass die Pan­de­mie zuen­de ist. Sie wer­den es auch nicht glau­ben, wenn es ihnen jemand sagt. Sie sind der­art in ihrer Angst gefan­gen, dass sie sich ohne Mas­ke nicht mehr aus dem Haus trau­en und sich dau­er­haft vor der Nähe ande­rer Men­schen fürch­ten. Sie haben die Abstands­re­geln und die all­ge­gen­wär­ti­ge Des­in­fek­ti­on ver­in­ner­licht. Es wird sozu­sa­gen eine neue Gehirn­wä­sche brau­chen, um die­se Prä­gung wie­der zu löschen.

    1. @Ulla: Im gro­ßen, gro­ßen Ber­lin erle­be ich das anders, jeden­falls da, wo ich unter­wegs bin. Mas­ke trägt man hier, wo es gar nicht anders geht, sonst nir­gends. Klar gibt es ver­ein­zel­te Leu­te, die auch auf der Stra­ße ver­mummt rum­lau­fen, die sind aber extrem in der Min­der­heit. Heu­te "durf­te" in Ber­lin die Außen­gas­tro­no­mie auf­ma­chen, mit Test, Nach­ver­fol­gung etc. In mei­ner Gegend wur­de die­ses Ange­bot höchst ver­hal­ten ange­nom­men. Ich habe viel mehr Men­schen neben den Cafés in Grup­pen zusam­men­ste­hen sehen als an den Tischen sitzend.

      1. @aa: das ist beru­hi­gend zu lesen, viel­leicht gibt es doch noch Hoff­nung. Das Merk­wür­di­ge ist, dass die­se Angst bei uns (nord­deut­sche Groß­stadt) quer durch alle Alters- und Bil­dungs­schich­ten zu gehen scheint, lei­der auch in mei­nem Bekann­ten­kreis. Viel­fach, aber nicht nur, auch gera­de bei Leu­ten, die sonst viel Wert auf natür­li­che Ernäh­rung legen und auf Homöo­pa­thie schwö­ren. Die gie­ren jetzt nach der "Imp­fung". Alles sehr selt­sam, bei denen hät­te ich am ehes­ten etwas mehr Skep­sis erwartet.
        Naja, wenigs­tens habe ich bis jetzt noch nie­man­den allein im Auto mit Mas­ke gese­hen, wenigs­tens was.

  14. Wiki­pe­dia zum Ende der "Schwei­negrip­pe", "(H1N1) 2009-Influ­en­za (Neue Grippe)". 

    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​S​c​h​w​e​i​n​e​g​r​i​p​p​e​-​I​m​p​f​ung

    Inter­es­sant unter ande­rem auch die Anga­be zu den jähr­li­chen Todes­fäl­len bei der Influenza:

    »Die Pan­de­mie wur­de im August 2010 für been­det erklärt.[85]

    Das Impf­pro­gramm kos­te­te in Groß­bri­tan­ni­en unge­fähr 1,3 Mil­li­ar­den Euro und in Frank­reich 990 Mil­lio­nen Euro. Eine durch­schnitt­li­che Grip­pe­sai­son ver­ur­sacht Kos­ten in Höhe von 87 Mil­lio­nen Euro.[86] Da für die Imp­fung nicht wie anfangs ange­nom­men zwei Dosen benö­tigt wur­den, son­dern nur eine und wegen der nied­ri­gen Impf­be­reit­schaft blie­ben in Deutsch­land unge­fähr 29 Mil­lio­nen Impf­do­sen unge­nutzt. Die Kran­ken­kas­sen über­nah­men nur die Kos­ten für die tat­säch­lich ver­impf­ten Dosen, daher ent­stand den Bun­des­län­dern ein finan­zi­el­ler Scha­den von 245 Mil­lio­nen Euro.[87] Das Halt­bar­keits­da­tum des Impf­stoffs lief Ende 2011 ab und er konn­te nicht mehr ver­wen­det wer­den. Aus die­sem Grund ver­nich­te­ten die Län­der unge­fähr 12,7 Mil­lio­nen Impf­do­sen in Eigen­re­gie. Wei­te­re 16 Mil­lio­nen Dosen, die zen­tral gela­gert wur­den, wur­den verbrannt.[88]

    Die Schweiz ver­kauf­te bereits Anfang 2010 750.000 Dosen Cel­tu­ra an den Iran, 150.000 wei­te­re Dosen gab sie kos­ten­los ab. Außer­dem ver­schenk­te sie rund ein Zehn­tel ihrer Pan­dem­rix-Bestel­lung an die WHO.[89] 2,5 Mil­lio­nen Impf­do­sen waren gebraucht wor­den, 8,7 Mil­lio­nen Impf­do­sen im Wert von 56 Mil­lio­nen Fran­ken wur­den bis Ende 2011 vernichtet.[90]

    In der Sai­son 2009/2010 star­ben in Euro­pa 2.900 Men­schen an einer H1N1-Infek­ti­on, wäh­rend man sonst in einer mode­ra­ten Grip­pe-Sai­son durch­schnitt­lich unge­fähr 40.000 Tote erwartet.[86] Man nimmt an, dass von April bis ein­schließ­lich Dezem­ber 2009 welt­weit 123.000 bis 203.000 Todes­fäl­le durch H1N1 ver­ur­sacht wur­den, davon wur­den 18.400 Todes­fäl­le durch Labor­tests belegt.[85][91]

    Seit Ende der Pan­de­mie sind kei­ne Pan­de­mie-Impf­stof­fe mehr im Ein­satz. Seit 2010 wird mit der Imp­fung gegen die sai­so­na­le Grip­pe auch ein Schutz gegen A/California/7/2009 (H1N1) gewährleistet.[92]

    Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal for­der­te Ende 2011 eine umfas­sen­de Unter­su­chung der Vor­gän­ge rund um die Impf­stoff­be­schaf­fung und die Fol­gen der Pan­de­mie­war­nung für Bund, Län­der und Krankenkassen.[93]

    In Euro­pa soll die Impf­stoff­be­schaf­fung zukünf­tig bes­ser koor­di­niert wer­den. Außer­dem soll die Mög­lich­keit geschaf­fen wer­den, die pan­de­mi­sche Bedro­hung unab­hän­gig von einer WHO-Beur­tei­lung selbst ein­zu­schät­zen. Im Zuge von Not­vor­schrif­ten könn­te die Rei­se­frei­heit ein­ge­schränkt und die Unter­su­chung von Rei­sen­den auf Krank­heits­sym­pto­me ange­ord­net werden.[94] «

  15. Ein Virus will leben!
    Er sucht einen Wirt, in die­sem Fall der Mensch, es ent­spricht, des Virus eige­ner Natur, im Wirt wei­ter­zu­le­ben, nicht zu töten, geschieht dies den­noch, wird er in der Regel solan­ge mutie­ren, so dass der Mensch, als Wirt, zwar etwas dage­gen unter­nimmt, das ein frem­des Virus bei ihm ein­dringt, sei­ne Fress­zel­len los schickt, den Virus zu ent­sor­gen, was nicht immer gelingt und in der Regel erst­mal schwer erkrankt, ähn­lich einer Influ­en­za, jedoch jetzt nach ca. 30 Muta­tio­nen hat sich der Virus so ver­än­dert und ist zu Omi­kron mutiert. Ich bin mir so gut wie sicher, dass dies die letz­te Muta­ti­on gewe­sen ist.
    Covid-19 bricht in sich zusam­men, Omi­kron die letz­te Muta­ti­on, wird sei­nen Wirt nicht töten, wie anfäng­lich erwähnt, ein Virus will über­le­ben und nicht töten.
    Zur Erin­ne­rung: die Spa­ni­sche Grip­pe kos­te­te Mil­lio­nen Men­schen das Leben, sie mutier­te so lan­ge, das immer noch vie­le Men­schen an der Influ­en­za ster­ben, doch jeder kann sich heu­te imp­fen las­sen und zwar freiwillig

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