Worüber Christian Drosten sich freut

Drosten ist inzwi­schen völ­lig in den Verteidigungsmodus übergegangen.

https://twitter.com/c_drosten/status/1334232195586793473

Er lobt einen Artikel auf zeit.de mit dem Titel "Steht den Wissenschaftlern bei!". Er wur­de ver­faßt vom Geschäftsführer der Stiftung Mercator, der Leiterin des Deutschlandbüros des Wellcome Trusts, und dem Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Laut Wikipedia ist "die Stiftung Mercator GmbH… eine gemein­nüt­zi­ge, pri­va­te deut­sche Stiftung," Sie wur­de "von der Handelsfamilie Schmidt-Ruthenbeck aus Duisburg gegrün­det". Die Stiftung ist wich­ti­ger Geldgeber der "Fakten-Checker" von correctiv.org (s. Fakten-Checker – Wer sie finan­ziert). Der Wellcome Trust ist nach der Bill and Melinda Gates Foundation die zweit­größ­te pri­va­te Stiftung der Welt (s. "Global Health“ à la ZIG, GIZ & TIB Molbiol und Einfluß von Konzernen, Banken, Hedgefonds auf "Corona-Hilfen" (II)). Die VolkswagenStiftung arbei­tet mit den Geldern des Volkswagenwerks, das im Zweiten Weltkrieg mit zehn­tau­sen­den ZwangsarbeiterInnen und Rüstungsproduktion enor­me Gewinne machte.

Was schrei­ben die drei Lobbyisten, was Christian Drosten so erfreut?

»Wenn Forscher in Shitstorms gera­ten, dür­fen ihre Institutionen sie nicht alleinlassen.

Die Gesellschaft hat in der Corona-Krise ein gro­ßes Bedürfnis nach Informationen. Wie sind Wissenschaft, Journalismus und Politik die­sem bis­lang gerecht gewor­den? In der Anfangsphase der Pandemie gelang es durch ver­ant­wor­tungs­vol­les Zusammenwirken, die Bevölkerung mit Orientierungswissen zu ver­sor­gen. Allerdings sind in den zurück­lie­gen­den Monaten auch die Erwartungen an die Vermittlungsfähigkeit von Wissenschaft immens gestie­gen. Und zugleich ist die Öffentlichkeit so sehr inter­es­siert wie noch nie an der Wissenschaft, ihren Ergebnissen und Arbeitsweisen. All das sind Erkenntnisse aus vie­len Diskussionen und Fachgesprächen, die wir in den ver­gan­ge­nen Wochen geführt haben.

Diese Entwicklungen bewer­ten wir als Vertreterinnen und Vertreter gro­ßer wis­sen­schafts­för­dern­der Stiftungen posi­tiv. Jetzt gilt es, die­ses Momentum zu ver­stär­ken. Was könn­te sich in Wissenschaft, Wissenschaftsjournalismus und Politikberatung tun?

Impulse für die Wissenschaft: Engagement für Wissenschafts­kommunikation muss sich end­lich loh­nen – als Karrierebaustein, bei Berufungen, in Förderanträgen

Impulse für den Journalismus: … Stiftungen soll­ten Wagniskapital bereit­stel­len, um Journalisten Experimente mit neu­en digi­ta­len Formaten zu ermög­li­chen; auch soll­ten sie die jour­na­lis­ti­sche Ausbildung stär­ker fördern…

Welche Schlüsse kann man aus die­sen Befunden zie­hen? Erstens: Gemeinwohlorientierte Kommunikation ist wich­ti­ger denn je. Wenn Forscher heu­te in die Öffentlichkeit gehen, tun sie das auf eige­nes Risiko. Forscherinnen und Forscher, die sich dem öffent­li­chen Disput stel­len, brau­chen Rückendeckung durch ihre Institutionen; die­se soll­ten sie schüt­zen und ihnen auch bei Shitstorms bei­ste­hen. Zweitens: Die Entscheider in Wissenschaft, Medien und Politik sind auf­ge­ru­fen, das neue Interesse für Wissenschaft aus­drück­lich zu unter­stüt­zen. Als Stiftungen ver­ste­hen wir uns hier als unab­hän­gi­ge Vermittler zwi­schen den Akteursgruppen. Drittens: Wenn wir die zukunfts­ge­stal­ten­de Kraft der Wissenschaft, ihre Freiheit und Unabhängigkeit zum Wohl der Gesellschaft erhal­ten wol­len, brau­chen wir umfas­sen­de Konzepte gegen die Aktivitäten derer, die dis­kre­di­tie­ren, falsch infor­mie­ren und spal­ten. Diese Verantwortung gegen­über der Gesellschaft kön­nen wir nicht wegdelegieren.«

(Hervorhebungen nicht im Original.)

15 Antworten auf „Worüber Christian Drosten sich freut“

  1. Gilt natür­lich nur für die „rich­ti­gen“ Wissenschaftler, die die rich­ti­gen Ergebnisse zeigen.
    .
    Die ande­ren müs­sen natür­lich medi­al ver­nich­tet wer­den, schließ­lich wol­len die nur Kohle machen, mit ihrem kri­ti­schen Denken 😉

  2. Interessant, daß Drosten sich jetzt in der Gesellschaft von "Deutschlands wohl bekann­tes­tem Hochstapler" Gert Postel wohl­fühlt und ihn ret­wee­tet. Ist er schon auf sol­che Unterstützung angewiesen?

    Auf Postels Frage "Warum set­zen Sie sich denn mit so etwas über­haupt aus­ein­an­der?" anwor­tet Drosten: "Weil es seriö­se Kollegen dif­fa­miert. Wir Wissenschaftler haben zu sol­chen Angriffen viel zu lan­ge geschwie­gen. Twitter ist ja nicht deren ein­zi­ger Kanal. Solche Diffamierungen wer­den inzwi­schen direkt an Dekanate, Förderorganisationen, etc. verschickt."

    Postels Hochstapelei war ja noch wirk­lich amü­sant und ein­falls­reich. Er soll auch kei­nen Schaden ange­rich­tet haben. Kann man das von Drosten sagen?

  3. Ich habe mit Virologie nichts am Hut und kann das alles nicht beur­tei­len. Aber: Sollte Drosten der Doktorgrad aberkannt wer­den und der gan­ze Schwindel auf­flie­gen , wird sein Gefolge wei­ter zu ihm ste­hen. Er ist in den Augen sei­ner Jünger gottgleich.
    So eine Verehrung kennt man eigent­lich nur von Boy Bands. Allerdings sehe ich ähn­li­che Tendenzen im eige­nen Lager.

    1. Drosten kommt noch in eine Sondergefängnis in Spandau. Andere Regierungen haben auch ein Interesse, dass so einer ver­schwin­det. Hauptsache, es gibt spä­ter dann kei­ne Pilgerfahrten zu sei­nem Grab.

      Der Typ ist faul und das riecht man 100 m gegen den Wind. Dr. Reiner Füllmich sag­te ja schon, dass Drosten so ver­druckst ist, als dass er jeder­zeit damit rech­nen muss, dass er auf­fliegt. Und den Eindruck habe ich auch. Aber ent­schei­dend ist, was Dr. Füllmichs Gefühl da sagt, schließ­lich hat er beruf­lich viel mit Lügnern und Betrügern zu tun.

    1. 😉

      Ob Herr Drosten auch alles im nach­hin­ein Offenlegen wird wie Herr Postel? 

      Wie Herr Wodarg aber schon damals sag­te, da auch Herr Postel neben 'ein­fa­chen' Scharmuetzel aber eben wohl auch wie­der­li­che Dinge getan hat um Menschen zu scha­den, ist er eine 'Unperson'.

    2. Auch bei Posten hat schon Wodarg fest­ge­stellt, dass Postel nichts tau­ge und nach der Probezeit wur­de nicht ver­län­gert, trotz Personalmangels. Schon bei der Schweinegrippe lag Wodarg rich­tig. Und bei Covid-19 wird man Wodarg spä­ter auch recht geben.

  4. Interessant (Postel, Drosten, ..).

    Mein Bauchgefuehl hat sich schon anfangs gewehrt und gebo­ten bei B. Schiffmann, S. Eckert, R. Ludwig, D. Haberschuss und Querdenken (Ballweg) etc Distanz zu halten. 

    netpolitik.org (Fleissig am Spendensammeln und mit ZDF und Amadeus (sic) Stiftung) kra­ef­tig am Zerreissen die­ser 'Organisation' und fuet­tern natu­er­lich eine Verschwoerungstheorie gegen sel­bi­ge an.
    Was natu­er­lich lei­der rich­tig zu sein _scheint_:
    – Intransparente Geldfluesse und Firmenstrukturen
    – Intransparente Ziele und Organisationen
    – Womoeglich lei­der eine Abzocke(?) 

    Am schlimms­ten aber ist die Diskreditierung aller kri­ti­schen Stimmen bezue­g­lich der Corona Massnahmen durch die­se 'Organisationen'.

    Leider rollt auch netzpolitik.org mit auf die­sem Zug:
    – Nutzt die schein­bar offen­sicht­lich sehr unse­riö­sen Strukturen o.g. Koepfe / Organisationen (die­se offen­zu­le­gen ist aller­dings gut!)
    – und ver­un­glimpft somit alle soge­nann­ten "Pandemie-Leugner"

    Ein Trauerspiel!

    An die­ser stel­le will ich mich ganz klar von netzpolitik.org distan­zie­ren, aber natu­er­lich auch gegen allen Personen und Firmen, wel­che die­se Krise aus­nut­zen um eben ein­fach Profit zu machen (wer auch immer das ist).

    Darum ist es mei­nes Erachtens immer wich­tig, nie­mals (wie­der) blind Personen und Organisationen hin­ter­her­zu­lau­fen – auch nicht die­ser Regierung und 'Affiliierten'. Also immer wach blei­ben und Augen auf.

    Bezueglich der 'Wahrheitsfundung' gel­ten somit auch nur die Quellen, wie so immer.

    1. Ich ken­ne jetzt von denen nur Bodo Schiffmann. Habe eini­ge sei­ner Videos geschaut. Gut find ich, dass er sich die RKI-Zahlen direkt anschaut und sei­nen Senf dazu­gibt. Schlecht fand ich, dass er gleich 'ne Partei grün­den woll­te und mit die­ser Querdenkerbommel anfing. Man kann die Corona-Politik anders kri­ti­sie­ren und auch von einem nicht­me­di­zi­ni­schen Standpunkt. Das gibt es auf der Achse, bei Tichy, bei Reitschuster und auch im Corona-Ausschuss.

  5. Bezüglich mei­nes vor­an­ge­gan­ge­nem Schreiben ..

    Einen habe ich noch: Ich hof­fe, das weder Frau Viviane Fischer noch Dr. Justus P. Hoffmann oder Dr. Reiner Füllmich hier irgend­wel­che Affiliationen zu dubio­sen Aktivitaeten haben. Letzterer (Füllmich) wur­de schon ein­mal bezüg­lich eines nicht trans­pa­ren­ten Aufruf zu Spenden für einer Klage attackiert.

    Dies wae­re wirk­lich scha­de, da der Frau Fischer’s Stiftung Corona Ausschuss bis­her sehr gute und serio­ese Arbeit geleis­tet, diver­se ‘Artifakte’ die­ser Krise zu dokumentieren.
    Auch Herr Dr. Wodarg’s ist recht zurück­hal­tend sich mit irgend­je­man­den zusam­men­zu­schlie­ßen, er kennt das Drama ja schon aus vor­an­ge­gan­ge­nen Tagen (Schweinegrippe, Gerd Postel, ..).

    Na, hof­fen wir auf das bes­te, was auch immer das ist.

    https://jausoft.com/blog/2020/11/27/2019-ncov-notizen-notes/comment-page‑1/#comment-1699

  6. Wer aus­teilt, muss auch ein­ste­cken kön­nen. Wer so her­um­keilt wie Drosten und Fans, der muss sich nicht wun­dern. Und es wird ja neben Häme (z. B. wegen der Frisur, aber das muss er aus­hal­ten) und viel Kritik geäu­ßert, die aber dann als Hetze bezeich­net wird.

    Da lobe ich mir den höf­li­chen Prof. Dr. Bhakdi. Er wird regel­recht ver­un­glimpft und er bleibt so höf­lich. Ob die Leute, an Bhakdi gedacht haben, wenn sie dem­nächst Wissenschaftler vor Shitstorms schüt­zen wollen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.