Labor Berlin – innovativ bis zum Umkippen

Die Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH, „Europas größ­tes Krankenhauslabor“ ist 10 Jahre alt gewor­den und fei­ert sich selbst:

„Wir sind ein Bindeglied zwi­schen Wissenschaft, Krankenversorgung und Industrie. Neben der Versorgung von Charité und Vivantes ist es durch den ein­zig­ar­ti­gen Zusammenschluss und die Weiterentwicklung der Labore unter dem Dach von Labor Berlin gelun­gen, die Möglichkeiten uni­ver­si­tä­rer Spitzenmedizin und das brei­te dia­gnos­ti­sche Angebot des größ­ten kom­mu­na­len Klinikkonzerns für vie­le wei­te­re Kliniken und Einsender und ganz beson­ders für deren Patienten ver­füg­bar zu machen.
‚Wenn zwei star­ke Partner zusam­men­ge­hen, kön­nen sich Kompetenzen und Perspektiven addie­ren. Sie kön­nen sich sogar potenzieren.‘
Als ers­tes gemein­sa­mes Tochterunternehmen von Charité – Universitätsmedizin Berlin und Vivantes – Netzwerk für Gesundheit haben wir genau dies geschafft. Labor Berlin ist eine Erfolgsgeschichte in öffent­li­cher Hand.“ [1]

So viel Kompetenz, Perspektive und Spitzenmedizin benö­tigt einen Innovationsbeirat, denn der „berät die Geschäftsführung in der Etablierung von neu­en Tätigkeits- und Diagnostikfeldern, dis­ku­tiert lau­fen­de und zukünf­ti­ge Projekte und ent­wi­ckelt gemein­sam mit der Geschäftsführung Strategien.“ [2]

Die frü­hes­ten digi­ta­len Spuren des Innovationsbeirats sind im November 2012 zu fin­den. [3]

Von die­sen Mitgliedern sind aktu­ell noch Frank Heppner und Peter Kaspar dabei. Heppner ist Medizinprofessor an der Charité und Mitglied der Leopoldina. [4] Der Biochemiker Kaspar war seit 1980 bei Boehringer Mannheim und nach der Übernahme der Firma durch Roche bei Roche Diagnostics in Deutschland, Lateinamerika und den USA; seit 2006 ist er bei bioMérieux. [5] Dieses fran­zö­si­sche Unternehmen stellt Reagenzien und Geräte rund um die Labordiagnostik her und ver­leiht den bioMérieux-Diagnostikpreis. 2004 wur­de Christian Drosten, Direktor des Virologischen Instituts der Charité und Leiter der Virusdiagnostik beim Labor Berlin, damit aus­ge­zeich­net. [6]

Im Laufe der Jahre hat sich im Innovationsbeirat nicht viel geän­dert, das Design blieb gleich und auch beim Personal gab es bis zum April 2020 wenig Fluktuation. [7]

Dazu gekom­men waren der Jurist Christian Dierks, der Mediziner Christian Scholz, der Biochemiker Jürgen Schulze und Michael Weickert, der von der Ärzte- und Apothekerbank als Kundenberater für den Standort Berlin aus­ge­wie­sen wird. [8] Schulze ist Vorstandsmitglied vom Verein der Diagnostica-Industrie, Präsident der European Diagnostic Manufacturers Association (EDMA) und Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbandes der euro­päi­schen Medizintechnikindustrie (MedTech Europe). [9] Dierks „stellt sich den juris­ti­schen Herausforderungen an der Schnittstelle zwi­schen Medizin, Recht und Informationstechnologie. […] Die neue Einheit kon­zen­triert sich auf die Beratung von Arzneimittel‑, Diagnostika- und Medizinprodukteherstellern sowie auf Anbieter digi­ta­ler Gesundheitsdienstleistungen bei allen Themen rund um Entwicklung, Produkteinführung, Kostenerstattung und Vertrieb.“ [10] Diese vier Männer gehö­ren immer noch dem Innovationsbeirat an.

Danach ver­lo­ren sich die Spuren im Sommer [11] – bis jetzt. Er ist wie­der da, der Innovationsbeirat und das Warten hat sich nicht nur des neu­en Designs wegen gelohnt. [2]

Ein Neuzugang ist der KI-Forscher Martin Hirsch, Mitbegründer der Ada Health GmbH, die die Ada Health App unter die Leute brin­gen will: „Kaum eine Woche ver­geht, ohne dass ein neu­er Datenskandal im Gesundheitsbereich auf­fliegt. Zuletzt deck­ten der Sicherheitsexperte Mike Kuketz und c’t auf, dass die App der Ada Health GmbH Krankheitssymptome und den Namen der Krankenkasse an Tracking-Firmen wie Facebook und Amplitude über­mit­tel­te. Das hat inzwi­schen auch der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in einer unab­hän­gi­gen Untersuchung bestä­tigt. Nachdem die Ada Health GmbH die Vorwürfe zunächst bestritt, sieht sie nun das Problem bei unter­schied­li­chen Maßstäben, die an den Datenschutz ange­legt wer­den: 'Wir sind mit unse­rer App in acht Verfahren zer­ti­fi­ziert, und trotz­dem scheint das nicht zu rei­chen, wenn man sich in der Presse umschaut', erklär­te Dr. Martin Christian Hirsch, Chief Scientific Officer und Mitbegründer der Ada Health GmbH, auf einer Podiumsdiskussion der Bundesärztekammer in Berlin, bei der auch c’t anwe­send war.“ [12]

Der Pharmakologe Heyo Kroemer wur­de am 1. September 2019 Vorstandsvorsitzender der Charité. Bestellt wur­de er vom Aufsichtsrat der Charité, des­sen Vorsitzender Michael Müller (bes­ser bekannt als Regierender Bürgermeister von Berlin und beson­ders aggres­si­ver Verfechter der Regierungslinie in der „Corona-Krise“) die Wahl bekanntgab. [13] Kroemer ist Mitglied der Leopol­di­na und war an deren Papier im Dezember betei­ligt, das „selbst ein­fachs­ten Standards“ nicht genügt, aber die Repressalien wei­ter eska­lier­te: „Der Schaden, den die Wissenschaftsfunktionäre anrich­ten, ist immens.“ [14]

Karl Lauterbach hat offen­bar noch kein Foto gefun­den und sich auch immer noch nicht für einen Leitspruch ent­schie­den. Ersatzweise soll hier ein Zitat sei­ner Ex-Frau Angela Spelsberg ste­hen: „Er stellt in der Öffentlichkeit immer sein sozia­les Gewissen in den Vordergrund. Privat habe ich ihn aller­dings von einer ganz ande­ren Seite ken­nen­ge­lernt. Ich hal­te es für bedenk­lich, was in sei­nem Kopf vor­geht.“ [15] Dies ist ein kur­zer Blick in sei­nen Kopf, von Google aus gesehen:

Thomas Schinecker ist schon lan­ge beim Schweizer Pharmariesen Roche und seit August 2019 CEO von Roche Diagnostics. [16] Damit steht er Drosten und dem Berliner Biotech-Unternehmer Olfert Landt sehr nah, die im Januar 2020 den „Drosten-Test“ ent­wi­ckel­ten und ihr Testprotokoll auf unor­tho­do­xen Wegen sowohl bei der Weltgesundheitsorganisation WHO als auch bei Eurosurveillance, dem Publikationsorgan der für Infektionskrankheiten in Europa zustän­di­gen Behörde European Center for Disease Control and Prevention unter­brach­ten. [17] Dies geschah in einem so extre­men Tempo, dass eine Begutachtung zeit­lich aus­ge­schlos­sen war, was dem Protokoll ange­sichts zahl­rei­cher metho­di­scher Fehler anzu­mer­ken ist. Ende November 2020 wur­de die Forderung nach der Zurücknahme des Eurosurveillance-Artikels von einer Gruppe von Wissenschaftlern erho­ben [18], aber jetzt lässt sich die Zeitschrift erheb­lich mehr Zeit mit der Entscheidung.

Die Forderung nach Zurücknahme des Artikels wur­de außer­dem mit nicht offen geleg­ten Interessenkonflikten begrün­det. Konkret geht es um Drosten und Victor Corman (den Erstautor des Protokolls, das offi­zi­ell mit „Corman et al.“ zitiert wird), die bei­de ihre Tätigkeit für das kom­mer­zi­el­le Labor Berlin ver­schwie­gen und kei­nen Interessenkonflikt dekla­riert haben. Ursprünglich waren auch Landt und ein Angestellter von ihm als Mitautoren zwar mit sei­ner Firma TIB Molbiol genannt wor­den, aber ohne Angabe eines Interessenkonfliktes. Dies wur­de im Sommer wider­wil­lig und erst nach Intervention von außen nach­ge­holt, außer­dem wur­de die Firmenzugehörigkeit des Angestellten kor­ri­giert: er arbei­tet bei GenExpress, einer wei­te­ren Firma von Landt. [17] Für die kor­rek­te Angabe von Zugehörigkeit und Interessenkonflikten ist der kor­re­spon­die­ren­de Autor ver­ant­wort­lich [19], also Drosten.

Landt war schon mit Boehringer Mannheim über deren LightCycler ver­bun­den, das ist ein Gerät zur Durchführung der weit ver­brei­te­ten Realtime-PCR. Nach Aufkauf der Firma mit­samt LightCycler-Patent durch Roche in den 1990ern ent­wi­ckel­te Landt die pas­sen­den LightMix-Kits, das sind Reagenzien für die PCR auf diver­se Viren und Bakterien. Auf die­se Weise begeg­ne­ten sich auch Drosten und er 2003 bei SARS, dem Vorgänger unse­rer aktu­el­len Pandemie und Grund für den bioMérieux-Diagnostikpreis an Drosten. Es folg­te eine Reihe gemein­sam ent­wi­ckel­ter Tests wie für die Schweinegrippe, MERS und jetzt COVID-19: Drosten agiert von sei­nem öffent­lich geför­der­ten Labor und sei­nem wach­sen­den Netzwerk aus und über­nimmt die Außendarstellung mit wis­sen­schaft­li­chem Anstrich, wäh­rend Landt die Testkits pro­du­ziert und sie zusam­men mit Roche ver­treibt. [20] So auch jetzt, und es funk­tio­niert bes­ser denn je: Roche ver­dient Milliarden, Landt Millionen und Drosten wird mit Preisen behängt.

Durch COVID-19 ist Drosten welt­weit bekannt gewor­den. Beim genaue­ren Hinsehen nimmt man auch Landt wahr, der im ver­gan­ge­nen Jahr in beschei­de­nem Ausmaß mit eini­gen Homestories und Interviews medi­al ver­tre­ten war. Wenn man nicht nur genau hin­sieht, son­dern auch einen Schritt zurück­tritt, um das Gesamtbild bes­ser zu erken­nen, erscheint Roche als ein sehr gewich­ti­ger Protagonist bei der Entstehung des „Drosten-Tests“:

„Der Schweizer Pharmakonzern Roche Holding AG hat ange­kün­digt, den ers­ten kom­mer­zi­el­len Test für das Wuhan-Coronavirus ein­zu­füh­ren, der dazu bei­tra­gen könn­te, die Bemühungen zur Überwachung der Ausbreitung der Krankheit zu beschleunigen.
Das phar­ma­zeu­ti­sche Unternehmen sag­te, dass es die Produktion von High-Tech-Maschinen, die für die Verwendung des Tools benö­tigt wer­den, hochfährt. […]
‚Es gibt einen Engpass‘, sag­te Thomas Schinecker, Leiter der Diagnostiksparte von Roche, am Donnerstag in einem Interview am Hauptsitz des Unternehmens in Basel. ‚Es ist wirk­lich nicht bekannt, wie vie­le Menschen das Virus im Moment haben, und mit unse­ren Systemen kön­nen wir hel­fen, die Tests viel brei­ter zu machen.‘ […]
Das Notfallteam aus Molekulardiagnostikern von Roche in San Francisco trat vor eini­gen Wochen in Aktion, als die Nachricht vom Wuhan-Virus auf­tauch­te. In Zusammenarbeit mit Partnern, dar­un­ter Tib-Molbiol in Berlin, ent­wi­ckel­ten sie einen Test, der die Krankheit in einem aus­rei­chend besetz­ten Labor inner­halb weni­ger Stunden dia­gnos­ti­zie­ren kann. […]
Die Nachfrage nach dem Test ist groß. Roche hat die chi­ne­si­schen Behörden letz­te Woche dar­über infor­miert, dass der Test ver­füg­bar ist, und erfah­ren, dass das Land min­des­tens 150 Geräte benö­tigt, so Schinecker. Auch ande­re Länder bestel­len die­se Geräte, da sie einen Anstieg von Coronavirus-Patienten inner­halb ihrer eige­nen Grenzen erwarten. […]
Hürden sind auf­ge­taucht. Die Entscheidung Chinas, gan­ze Städte abzu­rie­geln, um die Ausbreitung der Krankheit ein­zu­däm­men, erschwert die Lieferung von Roche-Geräten an die Krankenhäuser in den Krisengebieten, sag­te Severin Schwan, Chief Executive Officer von Roche, am Donnerstag vor Reportern. Roche arbei­te mit den chi­ne­si­schen Behörden zusam­men, um die Lieferungen so schnell wie mög­lich zu ermög­li­chen, so Schwan. […]
Da der Test von Roche kei­ne behörd­li­chen Hürden genom­men hat, müs­sen Krankenhäuser, die das Gerät vor­erst ein­set­zen, die Ergebnisse mit ande­ren Tests vali­die­ren, so Schinecker. […]
Wenn ver­gan­ge­ne Ausbrüche ein Indikator sind, wird der Nachfrageschub für die Maschinen von Roche nicht all­zu viel zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei­tra­gen, der 2019 61,5 Milliarden Franken (63,4 Milliarden Dollar) errei­chen wird.
‚Im gro­ßen Kontext, in Bezug auf den Umsatz, ist es nicht super hoch‘, sag­te Schinecker. ‚Aber der Einfluss, den man auf das Gesundheitssystem hat, ist sehr wich­tig.‘“ [21]

Sollte die­se Version so stim­men, kann man sich hin­sicht­lich des „Drosten-Tests“ fra­gen: Wer hat‘s erfun­den? Die Schweizer?!

Zur Vorstellung des Halbjahreshaushalts konn­te Schinecker zufrie­den auf die Molekulardiagnostik ver­wei­sen, die dank der PCR auf COVID-19 die Verluste der ande­ren Diagnostik-Sparten kom­pen­sier­te. [22]


Und das war erst die ers­te Jahreshälfte 2020, als noch ver­gleichs­wei­se wenig getes­tet wur­de. Ende Januar wird der Jahresbericht für das gan­ze Haushaltsjahr fäl­lig, da könn­ten die Zahlen dann doch „super hoch“ werden.

Letzter Neuzugang ist der Betriebswirt Enno Spillner, der Manager die­ser Firma ist: „Die Evotec SE mit Sitz in Hamburg ist ein Wirkstoffforschungs- und ‑ent­wick­lungs­un­ter­neh­men, das in Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen Ansätze zur Entwicklung neu­er phar­ma­zeu­ti­scher Produkte gene­riert. […] Im Oktober 2020 erhielt Evotec eine Finanzspritze von der Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates für die Entwicklung eines Corona-Medikaments in den USA. Über die Höhe der Förderung, die Evotec im Rahmen einer soge­nann­ten ‚COVID-19 Therapeutic Accelerator Initiative‘ erhält, ist bis­lang nichts bekannt.“ [23]

Neu hin­zu­ge­kom­men sind also Big Business und Hardliner, teil­wei­se in Personalunion. Für die Ausrichtung lässt das Schlimmstes befürch­ten und wenn ein Virologe wie Drosten dazu­kommt, kann die Mischung explo­siv wer­den. Die nächs­te Innovation ist auch schon in Planung: „Der Virologe Christian Drosten will sich um ein neu­es Virus küm­mern. Im Blick hat er das Mers-Virus. Das sei schließ­lich der nächs­te Kandidat für eine Pandemie. Das sag­te er der Zeitschrift ‚Capital‘. Was ist das für ein Virus und wie gefähr­lich ist es?“ [24] Und wie viel bringt es ein?

Hervorhebungen in blau von mir

[1] https://www.laborberlin.com/10jahre/

[2] https://www.laborberlin.com/ueber-uns/innovationsanspruch/

[3] http://web.archive.org/web/20121109112426/http://www.laborberlin.com/labor-berlin/innovationsbeirat.html

[4] https://www.leopoldina.org/fileadmin/redaktion/Mitglieder/CV_Heppner_Frank_D.pdf

[5] https://www.biomerieux.com/en/appointment-dr-peter-kaspar-vice-president-biomerieux-research-et-development

[6] Wirtschaftliche Interessen des Prof. Drosten
https://www.corodok.de/wirtschaftliche-interessen-des-prof-drosten/

[7] http://web.archive.org/web/20200428164559/http://www.laborberlin.com/labor-berlin/innovationsbeirat.html

[8] https://www.apobank.de/firmenkunden/ansprechpartner/ansprechpartner-nord-ost

[9] https://www.vdgh.de/veranstaltungen-und-infoboerse/tagungsberichte/dr-juergen-schulze-neuer-vorsitzender-von-medtech-europe

[10] Aktuelles Interview: Christian Dierks, CEO und Gründer von Dierks+Company (12.8.2018)
https://www.healthcapital.de/news/artikel/aktuelles-interview-christian-dierks-ceo-und-gruender-von-dierks-company/

[11] Nina Beikert von Labor Berlin mit dem „Thieme Management Award“ ausgezeichnet
https://www.corodok.de/nina-beikert-von-labor-berlin-mit-dem-thieme-management-award-ausgezeichnet/

[12] Hartmut Gieselmann: Die Folgen des Ada-Datenschutzskandals (c‘t 25.10.2019)
https://www.heise.de/ct/artikel/Die-Folgen-des-Ada-Datenschutzskandals-4567809.html

[13] Charité-Aufsichtsrat bestellt Prof. Dr. Heyo Kroemer zum nächs­ten Vorstandsvorsitzenden (Pressemitteilung 17.12.2018)
https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/charite_aufsichtsrat_bestellt_prof_dr_heyo_kroemer_zum_naechsten_vorstandsvorsitzenden/

[14] Angela Merkel und das Leopoldina-Desaster
https://www.corodok.de/angela-merkel-leopoldina/

[15] Ex-Frau von Lauterbach: „Hoffentlich wird er nicht Minister!“ (Kurier 1.11.2013)
https://kurier.at/politik/ausland/ex-frau-von-spd-politiker-lauterbach-hoffentlich-wird-er-nicht-minister/33.547.492

[16] https://www.roche.com/de/about/governance/executive_committee/thomas-schinecker.htm

[17] Der „Drosten-Test“: Wie alles anfing
https://www.corodok.de/der-drosten-test/

[18] Pieter Borger et al.: Review report Corman-Drosten et al. Eurosurveillance 2020 (27.11.2020)
https://cormandrostenreview.com/report/

[19] https://twitter.com/goddeketal/status/1346110742924308482

[20] PCR-Technologie zwi­schen Pharmaindustrie und Virologie
https://www.corodok.de/pcr-technologie-pharmaindustrie/

[21] Ron Leuty: How Roche Molecular Solutions moved at 'light­ning speed' to build a test for COVID-19 (San Francisco Business Times 13.3.2020)
https://www.bizjournals.com/sanfrancisco/news/2020/03/13/how-roche-molecular-solutions-moved-at-lightning.html

[22] https://www.roche.com/dam/jcr:8bebccf3-811b-4036-bc30-aaaf7ca1f5ec/en/20200723_bmk_hy20.pdf

[23] https://de.wikipedia.org/wiki/Evotec

[24] Mers-Virus – die nächs­te Pandemie? (mdr 4.12.2020)
https://www.mdr.de/wissen/mers-naechste-pandemie-100.html

15 Antworten auf „Labor Berlin – innovativ bis zum Umkippen“

  1. "Über die Höhe der Förderung, die Evotec im Rahmen einer soge­nann­ten ‚COVID-19 Therapeutic Accelerator Initiative‘ erhält, ist bis­lang nichts bekannt.“ [23]"

    Ich neh­me an, dass es dar­um gehen könnte:
    Just-Evotec Biologics, Inc.
    Date: September 2020
    Purpose: to enab­le the opti­miz­a­ti­on of anti-SARS-CoV‑2 mAb can­di­da­tes for deve­lo­pa­bi­li­ty and lowest cost of goods to pro­du­ce a mAb pro­duct for the pre­ven­ti­on of seve­re COVID-19 in vul­nerable popu­la­ti­ons in low and midd­le inco­me countries
    Amount: $1,944,053
    Term: 27
    Topic: Discovery and Translational Sciences
    Program: Global Health
    Grantee Location: Seattle, Washington
    Grantee Website: http://www.justbiotherapeutics.com/

    Quelle:https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2020/09/INV-006135

      1. @Illa
        Muss ich auch mal sagen: Ihre Untersuchungen sind immer wie­der sehr span­nend und gut gemacht, dan­ke dafür! Ist auch nicht schlimm, wenn man mal was ergän­zen kann, im Gegenteil: Teamwork;-)

  2. Ein aso­zia­ler, des­po­ti­scher Auswuchs in unse­ren Gesellschaften. Wir brau­chen statt­des­sen gesun­de Luft, Glück, Gesundheit, gute Arbeit und Teilhabe. Den Despoten die­ser Welt geht es nur um ihre per­sön­li­che Bereicherung, am bes­ten zum Multi-Milliardär, von Trump, Putin, Xi bis hin zu die­sen ein­fluss­rei­chen Piefkes aus der 1. Reihe der Medizin. Ihnen gehört sofort das Handwerk gelegt.

  3. @Illa
    16. Januar 2021 um 18:37 Uhr
    Frage an den Spezialisten: hat sich beim alten Problem „Test auf nur das E‑Gen“ was getan? Gibt es neue­re Forschungsarbeiten dazu wel­che Coronaviren damit detek­tiert wer­den können?
    Diese „Tabelle 2“ der Drosten-Veröffentlichung erschien ja mehr von der Art quick-and-dir­ty gewe­sen zu sein.
    Wie beur­tei­len Sie per­sön­lich die Kritik der Fachwissenschaftler an die­sem Drosten-Paper bei EuroSurveillance?

    1. Falls nicht bekannt hier eini­ges zum Test (Michael Fiedler ist Biologe und hat einen Interviewpartner, der sol­che Tetst durchführt):

      http://wikihausen.de/2021/01/06/corona-pcr-test-absichtlich-fehlerhaft-gestaltet-von-drosten-et-al-wikihausen-im-interview/

      Sehr inter­es­sant dort: es wer­den kei­ner­lei Kontrollen durch­ge­führt. Damit kön­nen auch ganz ande­re Genstücke als so genann­te Amplifikate ver­viel­fäl­tigt wer­den. Noch ein scheu­nen­gro­ßes Einfalltor für Falschpositiv-Ergebnisse.

      Dieser Test ist eine Schande für die gan­ze Wissenschaft.

    2. Ich hat­te ja gehofft, daß sich viel­leicht noch jemand fin­det, der bes­ser Bescheid weiß. Für mich ist das, was ich geschrie­ben habe, immer noch mein aktu­el­ler Kenntnisstand.

      Mit Tabelle 2 mei­nen Sie die aus Eurosurveillance, die Drosten immer wie­der als "sehr gro­ße Validierungsstudie" bezeich­net hat? Zum einen wur­de da ja auch geschum­melt: "In total, this tes­ting yiel­ded no fal­se posi­ti­ve out­co­mes. In four indi­vi­du­al test reac­tions, weak initi­al reac­ti­vi­ty was seen but they were nega­ti­ve upon retes­ting with the same assay." Zum ande­ren wur­de damit nur die ana­ly­ti­sche Spezifität unter Laborbedingungen unter­sucht, die sich von der dia­gnos­ti­schen Spezifität in der Praxis unter­schei­det, die ist höher. Und letz­te­re wur­de von Anfang an ver­heim­licht, der hohen Zahlen wegen. Alles in der Tat sehr "quick and dirty". 

      Der "Retraction Letter" der Wissenschaftler gehört zum Wichtigsten, was der­zeit an Gegenwehr statt­fin­det. Er kon­zen­triert sich auf den Kern des Ganzen – den Test – und macht das auf sehr plau­si­ble Weise, soweit ich das beur­tei­len kann. Würde es tat­säch­lich um die Fakten geben, müß­te danach der Artikel mit­samt den bei­den WHO-Protokollen zurück­ge­zo­gen wer­den, aber so wie die Machtverhältnisse sind, kön­nen sie es nicht machen, weil den Verantwortlichen dann alles um die Ohren flie­gen wür­de. Sie wer­den es wohl mit einem fau­len Kompromiss ver­su­chen – was schwer schief gehen kann. Ich den­ke, daß die­se Aktion frü­her oder spä­ter eine gro­ße Wirkung haben wird, hof­fent­lich früher.

  4. @Illa
    Ich schrei­be gera­de an einem „Papier“, um Nichtbiologen ver­ständ­lich zu machen dass das Ganze ein Riesenschwindel ist und eben die­ser Test das Kernstück des Schwindels. Wenn es fer­tig ist wer­de ich das per Mailanhang an @aa schi­cken, der es dann bit­te an Sie wei­ter­lei­ten kann.
    Kernpunkte:
    – wenn ich einen Test so mache dass ich auf Bedarf nicht zwi­schen CoV‑2 und Corona-Allerlei unter­schei­den kann
    – Zyklenzahlen über 25 zuge­las­sen sind
    – die­se Kerndetails der Tests nicht mit­ge­teilt und öffentlch gemacht wer­den müssen
    – dann kann ich mit die­sem Test belie­bi­ge Panik erzie­len weil ich fast belie­big hohe Zahlen pro­du­zie­ren kann.
    Wenn man genau hin­schaut weiß heu­te nie­mand, auch das RKI nicht (!), wo wir eigent­lich ste­hen. Diese „Maßnahmen“ grei­fen nir­gend­wo auf der Welt zurei­chend. Einen wirk­li­chen Lockdown kann sich Europa nicht leisten.
    Das ist alles künst­lich gemach­te Massenhysterie um erst­ma­lig im gro­ßen Maßstab die Anwendung von Gentechnik zu erzwin­gen. Man hat gese­hen dass dies in demo­kra­ti­schen Gesellschaften mit legi­ti­men Mitteln nicht geht.
    Die Frankfurte Neue Presse ahnt da was und baut heu­te schon vor:
    https://www.fnp.de/wirtschaft/verbraucher/corona-covid-19-coronavirus-erkaeltung-impfung-krank-immun-forscher-kassel-hna-zr-90169423.html
    Im Klartext: Rückwärtsverteidigung bevor der ers­te Angriff über­haupt so recht los­rollt. Für eine Corona-Impfung die im Ergebnis so wack­lig und unvoll­kom­men ist wie die Grippe-Impfung braucht man weder Gentechnik noch Impfzwang.
    PS. Tabelle 2 – ja, die mein­te ich. Italiener haben im Juni vie­le kom­mer­zi­el­le Test getes­tet – das E‑Gen lie­fer­te dabei kei­ne mis­mat­ches, kann also defi­ni­tiv CoV‑2 von 'Corona-Allerlei unterscheiden.

  5. Äh, Mist:
    „…das E‑Gen lie­fer­te dabei kei­ne mis­mat­ches, kann also defi­ni­tiv nicht CoV‑2 von 'Corona-Allerlei unterscheiden.“
    @Illa: gesagt, getan.

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