Drosten-Dissertation unter Verschluß?

An den wis­sen­schaft­li­chen Werdegang von Prof. Drosten las­sen sich Fragen stel­len. Mitverantwortlich dafür ist auch er selbst, da von ihm unter­schied­li­che Darstellungen gege­ben wur­den.

Verschiedene Lebensläufe

Ein Lebenslauf aus dem Jahre 2017 stellt die bis­he­ri­ge Vita so dar:

Er ist auf einer Internetseite der Bundesärztekammer ver­öf­fent­licht.

Ein älte­res, wohl auch von ihm ver­faß­tes Dokument weicht davon ab:

Es stammt von der Internetseite des European Network for Diagnostics of "Imported" Viral Diseases (ENIVD), bei dem er 2015 als Mitglied in sei­ner Eigenschaft als Prof. in Bonn auf­ge­führt wird.

Hier wird die Promotion in das Jahr 2000 vor­ver­legt. Als Thema wird genannt "expe­ri­men­tal the­sis in Transfusion Virology (blood donor scree­ning)". Auf der Seite des "Forschungslabors Drosten" der Charité nennt er es "Aufbau der ers­ten Testsysteme für HIV‑1 und HBV im Hochdurchsatzverfahren". Dort ver­brei­tet er auch die Version von sich als allei­ni­gem Entdecker von SARS im Jahr 2003.

In der Tat leg­te Christian Drosten 2001 an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main eine Dissertation "Aus dem Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie des DRK Hessen" vor. Sie trägt den Titel "Etablierung von Hochdurchsatz-PCR-Testsystemen für HIV‑1 und HBV zur Blutspendertestung". Zu die­sem Zeitpunkt arbei­te­te Drosten bereits am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg. Welche Verbindung er zum DRK Hessen hat­te, wird nicht deut­lich.

In den Medien gehen die Daten wild durch­ein­an­der. Danach pro­mo­vier­te er 2000 oder 2003 beim DRK oder an der Universität Frankfurt. Auch Wikipedia zitiert falsch mit Quellen, die kei­ne sind. Den Vogel schießt der öster­rei­chi­sche "Standard" ab, der in einem Jubel-Artikel sinn­frei mit­teilt:

»Der 47-jäh­ri­ge Arzt ist renom­mier­ter Experte, hat 2003 das Sars-Virus mit­ent­deckt, da er sich in sei­ner Habilitation an der Universität Frankfurt mit Nachweistests befasst hatt­te.«

Wo ist die Dissertation?

In der Frankfurter UB fin­det man ledig­lich ein Inhaltsverzeichnis der Schrift. Recht unge­wöhn­lich ist, daß sie nur im Lesesaal ein­ge­se­hen wer­den kann. Dummerweise ist das ein­zi­ge Exemplar für die nächs­ten Wochen aus­ge­lie­hen:

Dumm auch des­halb, weil der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek für die Jahre 2000–2003 kei­nen Eintrag für Christian Drosten auf­führt. Bei der DNB sind alle Hochschulschriften zu mel­den.

Vorerst scheint es des­halb schwie­rig, der Dissertation Verfahrensweisen und Kooperationspartner zu ent­neh­men. Denn auch Google kennt sie nicht.


Dabei wäre ein Vergleich zu den Vorarbeiten von Prof. Dr. med. W. Kurt Roth loh­nend, der in einem CDU-Dokument als Drostens Doktorvater genannt wird:

Über ihn berich­te­te 2000 das Ärzteblatt:

»Forschungspreis "Sicherheit von Blutpräparaten durch PCR-Testung" – ver­lie­hen anläß­lich der 32. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V., Dotation: 20 000 DM, zu glei­chen Teilen ver­lie­hen an die Forschergruppe Dr. Tobias J. Legler, Privatdozent Dipl.-Chem. Dr. med. KlausHinrich Heermann und an Prof. Dr. med. Michael Köhler, Universität Göttingen, in Anerkennung ihrer Arbeit mit dem Titel "High-through­put extrac­tion, ampli­fi­ca­ti­on and detec­tion (HEAD) of HCV-RNA in indi­vi­du­al blood dona­ti­ons", sowie an die Forschergruppe Prof. Dr. med. Willi Kurt Roth, Dr. rer. nat. Marijke Weber und Prof. Dr. med. Erhard Seifried, DRK-Blutspendedienst Hessen, Institut für Transfusionsmedizin in Frankfurt am Main, in Anerkennung ihrer Arbeit mit dem Titel "Feasibility and effi­cacy of rou­ti­ne PCR scree­ning of blood dona­ti­ons for hepa­ti­tis C virus, hepa­ti­tis B virus and HIV‑1 in a blood-bank set­ting". Die Göttinger Arbeitsgruppe wur­de vom Bundesministerium für Gesundheit mit ins­ge­samt 369 000 DM geför­dert. Die Frankfurter Arbeit wur­de vom Blutspendedienst Hessen des Deutschen Roten Kreuzes geför­dert und in "The Lancet" ori­gi­nal publi­ziert. «

Der Artikel in "The Lancet" kann hier ein­ge­se­hen wer­den. Die Arbeit wur­de auch in der National Library of Medicine ver­öf­fent­licht. Sucht man dort mit den Stichworten "Drosten" und "HIV‑1", fin­det man 9 Publikationen. Die Doktorarbeit ist nicht dabei, auch nicht unter den 10 Werken, die sich mit "HBV" beschäf­ti­gen.


Dem "Forschungsbericht 2001/2002 des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg – Hessen gGmbH" ist zu ent­neh­men:

»Der vor­lie­gen­de Forschungsbericht des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg –Hessen umfasst die Kalenderjahre 2001 und 2002. Er ist Teil des wis­sen­schaft­li­chen Berichtswesens.«

Offenbar umfaßt er alle wis­sen­schaft­li­chen Veröffentlichungen die­ser Jahre. Es wer­den 3 Arbeiten unter Mitwirkung von Drosten auf­ge­lis­tet, eine aus dem Jahr 2001, zwei für 2002. Auch hier wird die Doktorarbeit nicht erwähnt.


Siehe auch den Beitrag Drosten-Dissertation


Da sich die Diskussion in den Kommentaren zuneh­mend vom Thema des Beitrags ent­fernt, wird die Kommentar-Funktion hier been­det.

97 Antworten auf „Drosten-Dissertation unter Verschluß?“

  1. Nun, er macht doch genau das was von ihm erwar­tet wird.
    Das päde­sti­niert ihn zum Top-Berater der lin­ken Bürlün Polit-Schikeria. Das Gegentum davon mach­te der Abtltr. im BMI und wur­de des­halb auch kalt gestellt. So arbei­tet nun mal poli­ti­sche
    Shitholität. Was aber der Abt.ltr. im BMI ver­gaß:

    Aus dem Mittelalter weit ver­brei­te­ter Spruch:

    Gehe nie zu dei­nem Ferscht
    wenn du icht geru­fen werscht.

      1. Liebe Mitlesende,
        es ist schön, wenn Ihr recher­chiert! Aber der Link auf das Inhaltsverzeichnis der Arbeit steht schon im Beitrag.

  2. Seriöse Wissenschaftler las­sen sich i.d.R. auch nicht so ein­fach vor einen poli­ti­schen Karren span­nen. Das im übri­gen unter deut­schen Abgeordneten fal­sche und in betrü­ge­ri­scher Absicht aus­schließ­lich für die poli­ti­schen Karriere ein­ge­reich­te Dissertationen kei­ne Seltenheit sind, ist lei­der bekannt.

  3. Wer ist Dr. Drosten… ein Gott. Seine Macht wird täg­lich grö­ßer und eine Pandemie gab es nicht, die Wirtschaft geht den Bach run­ter und ande­re Experten wer­den dis­kre­di­tiert. Unsere poli­ti­sche Elite sichert nur noch ihre Pfründe und das Volk ist nur noch zum mel­ken da. Wir leben in einer Diktatur. Ich fin­de es sehr scha­de das noch immer Menschen un ‑auf­ge­klärt die­sem Mann glaubt. Doch die Angst kann hier gut ein­ge­setzt wer­den um ein "dum­mes Volk" zu mani­pu­lie­ren. Ich habe nur einen Realschulabschluss, aber einen Geist der über den Rand sehen kann und Widersprüche schnell erkennt.

    1. Meine Meinung: Die Pandemie weg­zu­de­fi­nie­ren, führt zu nichts. Fragen nach dem Umgang damit, wer pro­fi­tiert und wer ver­liert, wer die Medien war­um mit wel­chem Interesse beein­flus­sen kann, fin­de ich viel span­nen­der. Auch weil es Handlungsmöglichkeiten eröff­net. Das sorg­lo­se Hantieren mit dem Diktatur-Begriff führt gewollt oder unge­wollt zur Verniedlichung wirk­li­cher Diktataturen. Ja, hier wur­den Freiheitsrechte unglaub­lich ein­ge­schränkt, bis auf den heu­ti­gen Tag wer­den Verordnungen von Kanzlerin und Ministerpräsidentinnen ohne jeg­li­che par­la­men­ta­ri­sche Beteiligung erlas­sen. De fac­to gilt ein Notstandsrecht. Das ist aber noch kei­ne Diktatur. Weder sit­zen die Kritiker in Knästen noch wer­den sie ermor­det.

        1. Rufmord ist kein Kavaliersdelikt – schon gar nicht, wenn er aus Regierungskreisen kommt mit ganz kla­ren poli­ti­schen Zielen.

      1. In die­ser unse­rer heu­ti­gen Scheindemokratie, die tat­säch­lich nicht als Diktatur bezeich­net wer­den kann, muß nie­mand ein­ge­sperrt oder ermor­det wer­den, kri­ti­sche Stimmen wer­den im bes­ten Fall ein­fach igno­riert. In der Regel aber wer­den Kritiker atta­ckiert, ver­un­glimpft, beruf­lich und gesell­schaft­lich kalt gestellt. Wer dem „ver­kün­de­ten“ Mainstream nicht folgt, wird denun­ziert, ver­liert eben sei­nen Job, manch­mal auch sein Konto, wird aus Vereine gedrängt usw. – Nein Diktatur ist das nicht, aber um wie viel bes­ser, muß jeder selbst ent­schei­den.

        1. Unter einer Demokratie ver­steht man die Mitwirkung des Volkes. Wo die Mitwirkung des Volkes ver­bo­ten ist, nennt man das Diktatur.
          Auch eine reprä­sen­ta­ti­ve par­la­men­ta­ri­sche
          Demokratie ist kei­ne Demokratie, wenn die Repräsentanten das Volk bekämp­fen. Parlamentarier haben die Aufgabe die Interessen des Volkes zu ver­tre­ten, dafür wer­den sie vom Volk bezahlt.

        2. Wer sich in obsku­ren Kanälen wie tele­gram oder auch öffent­lich bei einer sog. Demo auf übels­te Weise anti­se­mi­tisch, homo­phob äußert, der hat nichts ande­res ver­dient. Man kann durch­aus ande­re Meinungen ver­tre­ten, aber bit­te nicht im Stil von 1933. Hitler als Segen für Deutschland zu bezeich­nen ist zumin­dest für mich das letz­te und durch nichts zu recht­fer­ti­gen.

          1. Können Sie bit­te bele­gen, *wer* das *wo* getan hat?
            Oder geht es hier mal wie­der nach dem Motto: Irgendwas wird schon hän­gen blei­ben?

          2. @Rita
            Zu die­sem merk­wür­di­gen Nebenstrang der Diskussion erlau­be ich mir, die Kommentierung zu been­den.

      2. Ich erin­ne­re noch an die Rechtsanwältin Beate Bahner, die für eini­ge Zeit in die Psychatrie ein­ge­wie­sen wur­de.

        1. Nun, es gab in den letz­ten Jahren und Jahrzehnten schon sehr merk­wür­di­ge Todesfälle von pro­mi­nen­ten Kritikern/Journalisten, nicht wahr?!

      3. Aber sie wer­den mund­tot gemacht, dis­kre­di­tiert und ver­lie­ren ihren Job, falls sie nicht unab­hän­gig arbei­ten.
        Die Medien sind zur Staatspropaganda umfunk­tio­niert wor­den, bis hin­un­ter zu den Kinderkanälen. Diese Homepage hier wird mit Warnhinweisen ver­se­hen, die davon abhal­ten sol­len, die­se anzu­kli­cken. Beiträge wer­den gelöscht und zen­siert . ..
        Wo bit­te siehst du kei­ne Diktatur?

      4. Naja, Rufmord, öffent­li­che Medienhinrichtung,
        mas­si­ve Schikane, Löschung von öffent­li­chen Stellungnahmen und fak­ti­sches Berufsverbot, etc., zäh­len nicht?

      5. Nein, sie wer­den in Psychiatrien ein­ge­lie­fert, mit Kontaktsperre und Zwangsmedikametierung. In Rheinland-Pfalz ent­ging eine Kinderärztin die­sem Schicksal durch die Anwesenheit von Anwälten und Androhung von Verfahren gegen die Beteiligten. Zuerst kam die Überprüfung wegen Hygienemängel, nega­tiv und dann stand schon das Greifkommando mit der Zwangsjacke in der Tür. In Bade Württemberg ken­nen alle das Schicksal der Anwältin, die es wag­te die Rechtmäßigkeit Merkels Zwang Ermächtigung juris­tisch zu über­prü­fen. Wurde schon 2 mal ein­ge­lie­fert.

      6. Na ja, bei uns läuft es anders. Soziale Ausgrenzung und Einkommensverlust sind die Folgen. Wesentliche Elemente einer Demokratie gehen bei uns schon ver­lo­ren. Das ist erkenn­bar. Der Meinungskorridor wird immer enger und die auto­chtho­ne Mehrheitsgesellschaft wird in die Ecke gestellt.

      7. Richtig: bis­her gab es auch noch kei­ne poli­ti­schen Morde. Aber sol­len wir war­ten bis das wie­der der faff ist? Bisher gab es nur Zwangseinweisungen in die Psychatrie wie im Fall Beate Bahnert.

        Und unse­re Verfassung wird (seit eh und je) mit Füßen getre­ten: So ver­langt der Artikel 19 aus­drück­lich die Unantastbarkeit von Grundrechten (und zwar allen) und wenn ein grund­recht durch Gesetz ein­ge­schränkt wird MUSS es mit Namen und Artikel genannt wer­den. Das ist aber nir­gends der Fall.

        Es zeigt, daß abso­lut kein Abgeordneter unse­re Verfassung jemals gele­sen hat! Wer lesen kann, soll­te sich mal am Artikel 19 üben!

      8. Ich möch­te die­je­ni­gen bit­ten, die sich mit der wich­ti­gen Frage Demokratie/Diktatur beschäf­ti­gen, die Diskussion an ande­ren Stellen zu füh­ren.
        Hier möch­te ich die Kommentierung dazu been­den.

    2. Der Schulabschluss sagt nichts über die Intelligenz eines Menschen aus. Durch dei­nen Kommentar hast du bewie­sen dass du intel­li­gen­ter bist als die aller­meis­ten der deut­schen. Halte durch:)

  4. Gute Arbeit/Recherche!
    Hier stinkt was mäch­tig gewal­tig.
    Wäre es eine Möglichkeit, an den soge­nann­ten Doktorvater Prof. Dr. med. W. Kurt Roth her­an­zu­tre­ten? Über den fin­det man eini­ges in goog­le, auch ein kur­zes Vimeo-Video, in dem er kurz sich und sei­ne Arbeit vor­stellt.
    Schöne Grüße

    1. Hallo AnnieB,
      kannst Du was zu Deinem Logo/Avatar sagen? Lese ich da rich­tig 88?
      Wenn es das bedeu­tet, was ich ver­mu­te, muß ich Dich hier raus­schmei­ßen. Dieser Blog ist nazi­frei.
      Wenn ich mich irre, bit­te ich um Entschuldigung

      1. Wenn Sie die Möglichkeit eines Irrtums nicht aus­schlie­ßen kön­nen, war­um stel­len Sie Ihre kurio­se Frage nicht per PN?

      2. Da gibt’s nichts zu ent­schul­di­gen. Ihre Vorsicht in Ehren, aber das ist offen­bar ein Troll. Das Avatar ist eine unver­schäm­te Provokation.

    2. Prof. Dr. sc. nat. Kurt Roth – Fakultät für Physik und Astronomiewww.physik.uni-heidelberg.de › per­so­nen › lsf
      Name, Prof. Dr. sc. nat. Kurt Roth. E‑Mail, kurt.roth@iup.uni-heidelberg.de. Telefon, 06221–546352. Raum, Im Neuenheimer Feld 229, 69120 Heidelberg.

      Soweit die Info von Google.
      Ich habe lei­der nicht das erfor­der­li­che Wissen über die Promotionsprozeduren. Insofern soll­te jemand anders dort anru­fen, emai­len oder vor­bei­schau­en.

  5. Heute kann man auch die Doktorwürde erlan­gen, indem man, statt eine Monographie zu schrei­ben, eine Reihe von Papers publi­ziert. Ob das 2003 auch schon so war, weiß ich nicht. Aber immer­hin denk­bar wäre, dass ihm ein Teil der genann­ten 55 Papers zum Doktortiel ver­hol­fen haben. Aber auch das müss­te klar und trans­pa­rent nach­voll­zieh­bar öffent­lich nach­zu­voll­zie­hen sein. Sieht man sich die 55 Papers an, von denen ich spon­tan nicht alle fin­den konn­te, es waren also weni­ger, wird klar, dass sich der Mann schon seit fast 20 Jahren an Coronaviren "fest­beißt". Für mich ist sowas kein Expertentum, son­dern Schmalspurwissen bis hin zum Fanatismus.

    1. Mir als Autor des Beitrags geht es nicht dar­um, die Qualifikation von Prof. Drosten in Frage zu stel­len. Mir erscheint ledig­lich der Unmgang mit der Dissertation merk­wür­dig.

      1. Es kann ver­schie­de­ne Gründe geben war­um die Inaugural-Dissertation sich nicht in der Deutschen Nationalbibliothek befin­det. um die Jahrtausendwende her­um haben vie­le Universitäten die Promotionsordnungen der Mediziner geän­dert. In eigent­lich allen Fakultäten müs­sen Doktorarbeiten in einer Mindestauflage von 10 Exemplaren abge­ge­ben wer­den, sie wer­den dann an wiss. Bibliotheken gege­ben. Bei den Medizinern dür­fen oft nur 3 Exemplare ein­ge­reicht wer­den (oft nur auf "Mikrofiche" und nicht gedruckt). Grund: Während in eigent­lich allen Studiengängen nur die bes­ten Absolventen und weni­ger als 10 % der Absolventen pro­mo­vie­ren, sind es bei Medizinern mehr als die Hälfte. Diese Mediziner lie­fern zu 80 % eine Arbeit ab, die eher eine Bachelorarbeit und wis­sen­schaft­lich rela­tiv wert­los ist. Würde man alles Dissertationen von Medizinern in Bibliotheken stel­len, wür­den sie "plat­zen". Insofern: Ein Blick in die Promotionsordnung der Uni Frankfurt auf dem Jahr 2003 könn­te das Rätsel lösen! Vielleicht muss­te die Arbeit nur 2 x auf Mikrofiche abge­ge­ben wer­den!?

    2. Ich habe selbst basie­rend auf 3 Publikationen eine soge­nann­te kumu­la­ti­ve Dissertation ver­fasst. Diese muss wie eine Normale Doktorarbeit ver­öf­fent­licht wer­den. Meine fin­det man so auch in der DNB. Selbst wenn Christian Drosten eine sol­che Arbeit geschrie­ben hat, müss­te man sie fin­den.

      1. Müsste, ja. Gibt ein hal­bes Dutzend mög­li­che Erklärungen, war­um sie das nicht ist. Vielleicht hat Frankfurt ver­säumt, sie dort zu mel­den, oder die DNB hat ver­säumt, sie dort ein­zu­tra­gen, oder sie wur­de falsch ein­ge­tra­gen, was weiß ich. Die unwahr­schein­lichs­ten Erklärungen sind, dass sie auf Anweisung von Herrn Drosten aus dem Katalog genom­men wur­de, oder dass das Promotionsverfahren nicht ord­nungs­ge­mäß abge­lau­fen ist.

        Das ist eine Promotion an einer ordent­li­chen deut­schen Uni im Jahr 2001, nicht eine Arbeit aus der DDR und auch nicht eine an der Universität Hinterburgistan im ehe­ma­li­gen Ostblock. Und es ist auch nicht die Arbeit eines Politikers oder Unternehmensberaters, der hin­ter­her nie wie­der was mit Wissenschaft zu tun hat, son­dern eines Wissenschaftlers, der seit­her min­des­tens zwei Rufe an ordent­li­che deut­sche Universitäten erhal­ten hat und stän­dig öffent­li­che Projektförderungen erhält. Ich kann mir ja man­ches vor­stel­len, aber nicht, dass 20 Jahre lang kei­ner merkt, dass des­sen Promotion nicht ord­nungs­ge­mäß abge­lau­fen ist.

        1. >>Ich kann mir ja man­ches vor­stel­len, aber nicht, dass 20 Jahre lang kei­ner merkt, dass des­sen Promotion nicht ord­nungs­ge­mäß abge­lau­fen ist.<<

          Keiner schaut sich die Dissertation noch ein­mal an wenn der Kandidat aus (aka­de­misch) gutem Hause stammt. Vor Allem nicht in die­sem Feld, in dem die Halbwertzeit von Erkenntnissen eher kurz ist.

          1. Was genau der Grund ist, war­um von sol­chen Arbeiten nur ein Exemplar im Lesesaal steht.

            Hier geht's aber nicht drum, "die Dissertation noch­mal anzu­schau­en", son­dern es wird zumin­dest impli­zit in Frage gestellt, ob über­haupt eine exis­tiert bzw. ver­öf­fent­licht wor­den ist. Dass ein aka­de­misch gutes Haus, wie Sie es so schön nen­nen, wie die Uni Frankfurt eine Promotionsurkunde aus­stel­len wür­de, wenn die Doktorarbeit nicht exis­tiert oder nicht ord­nungs­ge­mäß ver­öf­fent­licht wur­de, glau­be ich nicht. (Dass sie die Arbeit im eige­nen Bibliothekskatalog ein­trägt, die Eintragung im DNB-Katalog aber ver­säumt / das aus i'welchen Gründen nicht von der einen Datenbank in die ande­re über­tra­gen wur­de, kann ich mir schon eher vor­stel­len, zumal da sie sel­ber der zustän­di­ge DNB-Standort ist.)

          2. Janet, viel­leicht wur­de in einem Kommentar ange­zwei­felt, ob es die Dissertation gibt. Ich als Autor des Beitrags habe das nicht getan. Mich inter­es­siert der Inhalt, ins­be­son­de­re die Frage, ob es bereits damals Hinweise auf die spä­ter beleg­ba­re Zusammenarbeit mit Unternehmen gab, die die Ergebnisse wirt­schaft­lich ver­wer­te­ten.

        2. Frage: ein Praktikum bis zur Approbation als Arzt beträgt 18 Monate. Jetzt gibt es kei­ne Monate, nur Jahre die ange­ge­ben
          sind. Nehmen wir an,sein Praktikum star­tet im Januar 2000.
          Approbation wäre August 2002. Schon 2003 Promoviert er
          mit suma cum lau­dum und November 2004 erhält schon den Postdoktoranten Preis des RKI.
          Fakt ist,promovieren kann nur,wer eine Dissertation ein­ge­reicht hat. Ist eine Wissenschaftliche Arbeit durch einen Dekan angenommen,dauert eine sol­che Arbeit,4–5 Jahre. Belegt 4,8 Jahre.
          Zwischen 2003 und 2004 hat Drosten eine Dissertation geschrieben,eine Wissenschaftliche Promotion, einen neu­en Virus ent­deckt, einen PCR Test ent­wi­ckelt. In den Forschungen des DRK ist ein Professor,der hat­te auf dem sel­ben Gebiet über Viren,8 jah­re geforscht.

          Wann hat Drosten das alles voll­bracht? 24/7 geforscht und geschrie­ben? Komprimiert auf 2 Jahre? Wann fand denn die Disputation statt und wel­che Kommision hat begut­ach­tet und bewer­tet? Der Dr. Titel darf nur getra­gen werden,wenn min­des­tens eine Druckversion und auf dem Uni-Server in elek­tro­ni­scher Form zur Verfügung steht.

          1. Doktorarbeit in 3 bis 5 Jahren .. ja in allen wis­sen­schaft­li­chen Disziplinen .. nicht bei Medizinern. In allen wis­sen­schaft­li­chen Disziplinen brauch man um zur Promotion zuge­las­sen zu wer­den ein abge­schlos­se­nes (Master-)Studium und min­des­tens die Note "gut"; dann hat man etwa 4 Jahre mit 25–30 Stunden pro Woche Arbeit an Dissertation vor sich. Nicht bei Medizinern: Note im Studium egal und anfan­gen kann man im 5 Semester. Zwei Freunde von mir (Ärzte) waren neben­bei und ohne gro­ßen Aufwand in 12 Monaten fer­tig. Eine mit einer Arbeit um die 40 Seiten (inkl. vie­ler Abbildungen), die einer Bachelorarbeit gleicht. Es geht vie­len Medizinern nur um den Titel, nicht um Wissenschaft. …

        3. Soweit ich mich erin­ne­re gab es schon Prozesse, bei denen Ärzte, die ohne die erfor­der­li­che Ausbildung, in öffent­li­chen Krankenhäusern Operationen durch­ge­führt haben, und dies erst nach Jahren fest­ge­stellt wur­de, als die Person einen Fehler gemacht hat.
          Warum kön­nen Sie sich nicht vor­stel­len bei einem Wissenschaftler, der kei­ne Operationen durch­führt und nur im Labor tätig ist?
          Da die Schweinegrippe ohne Lockdowns in der Versenkung ver­schwand, hat man damals dazu lei­der nicht nach­ge­fragt. Vielleicht wäre uns man­ches erspart geblie­ben.

        1. Jeder Verlag, der ein Buch her­aus­bringt, muss 2 Exemplare an die DNB abge­ge­ben (Frankfurt/M und Leipzig). Das hat aber nichts mit der Abgabe von Inauguraldissertationen zu tun. Die sind bei der Universität abzu­ge­ben.

          1. Es geht hier drum, dass die Diss nicht im DNB-Katalog ist. Unibib Frankfurt=DNB-Standort. Eintrag im Katalog der Unibib Frankfurt liegt vor, Eintrag im DNB-Katalog nicht.

  6. In inter­na­tio­na­len Peer-review-Publikations-Datenbanken wer­den kei­ne deut­schen Doktorarbeiten auf­ge­führt.
    Und dass die Unis die Dissertationen als pdf online stell­ten ist auch erst seit den frü­hen 2000ern üblich.
    Dass Drostens Diss, nicht im Internet zu fin­den ist, hat also gar nix zu sagen.
    Ich mag ihn und sei­ne ein­sei­ti­gen ten­den­tiö­sen Interpretationen der Coronalage zwar über­haupt nicht.
    In die­sem Artikel spielt aber offen­sicht­li­che Unkenntnis des Autors eine zen­tra­le Rolle, dass er eine sinist­re betrü­ge­ri­sche Verschleierung von Drostens Werdegang arg­wöhnt.
    Sry, nix für ungut.

    1. Hallo Pitty Platsch, habe sel­ber mal so ne Diss schrei­ben und ver­öf­fent­li­chen dür­fen. Mag sein, daß Mediziner sich ande­re Regeln geben. Ich blei­be bei mei­ner Meinung, daß es der wis­sen­schaft­li­chen Community mög­lich sein muß, Forschungsergebnisse nach­zu­le­sen. Da kann es nicht sein, daß eine sol­che Arbeit noch nicht ein­mal für die Fernleihe zur Verfügung steht, son­dern nur an einem ein­zi­gen Ort der Welt ein­ge­se­hen wer­den kann.

      1. Wenn sie nur im Lesesaal der Nationalbibliothek ein­ge­se­hen wer­den kann, war­um ist sie dann bis 22.07.2020 ver­lie­hen? Das geht doch gar nicht!!!

        1. Im Lesesaal der Unibibliothek Frankfurt, nicht der Nationalbibliothek! Lehrstuhlmitarbeiter der Uni dür­fen Lesesaal-Exemplare aus­lei­hen, solan­ge die Bücher den Campus nicht ver­las­sen. Ist über­all so.

        2. Ja das geht schon. Mein Prof hat­te damals regel­mä­ßig Bücher aus dem Lesesaal in sei­nem Büro ste­hen. Er durf­te die näm­lich anfor­dern als Prof. Ähem, und hat das manch­mal auch für uns Hiwis gemacht…

  7. Medizinische Abschlussarbeit und Doktorarbeit sind 2 ver­schie­de­ne Sachen.
    DNB SOLLTE alle Dok-Arbeiten im Kat haben. WENN sie gemel­det sind. Mag-Arbeiten usw eher NICHT.
    "Offenbar umfaßt er alle wis­sen­schaft­li­chen Veröffentlichungen die­ser Jahre. Es wer­den 3 Arbeiten unter Mitwirkung von Drosten auf­ge­lis­tet, eine aus dem Jahr 2001, zwei für 2002. Auch hier wird die Doktorarbeit nicht erwähnt."
    Kann sie auch nicht sein, wenn sie zu dem Zeitpunkt nocht nicht mal erschie­nen ist.
    Hier fin­det mann ver­mutl aus sei­ner ers­ten Abschlussarbeit abge­hen­de Veröffentlichungen:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10864995/
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11724836/
    Was die eigentl Doktorarbeit angeht, habe ich aller­dings bis­her auch noch KEINEN Nachweis gefun­den.

    1. Doch, einen Beleg gibt es bei der Uni Frankfurt (sie­he ent­spre­chen­den Link im Betrag).
      Die Links zu pub­med soll­ten sich mal Fachleute anse­hen und mit dem hof­fent­lich bald ver­füg­ba­ren Text der Diss abglei­chen. Sie soll ja neue und selbst­stän­dig erar­bei­te­te Erkenntniss behan­deln.

        1. Aus dem öffent­lich ein­seh­ba­ren Inhaltsverzeichnis scheint her­vor­zu­ge­hen, daß es sich um kei­ne kumu­la­ti­ve Dissertation han­delt.
          Und doch, ich habe selbst ein Promotionsverfahren durch­lau­fen…

          1. Ist dann wahr­schein­lich län­ger her und/oder in einem Fachbereich, der nichts mit Naturwissenschaften oder Medizin zu tun hat … gra­de nach­ge­se­hen: Historiker?

            Ich weiß nicht, wie das bei Historikern abläuft oder vor 30 Jahren ablief. Aber noch­mal: Dass Teile einer Diss nach deren Einreichung als Journal-Artikel publi­ziert wer­den, ist nicht nur nor­mal, son­dern Post-docs wer­den in der Regel dazu gedrängt. Ebenso nor­mal ist es, dass Einzelexemplare nur im Lesesaal der Unibibliothek ste­hen. Das ein­zig "Unnormale" (wobei ich nicht weiß, wie oft das vor­kommt) ist der feh­len­de Ausweis im DNB-Katalog, wofür aber nicht der Autor ver­ant­wort­lich ist (ich zumin­dest habe mich dar­um nie geküm­mert und hät­te es auch nicht mit­be­kom­men, wenn mei­ne Arbeit dort nicht gelis­tet wäre).

            Ich weiß echt nicht, was das Ganze hier soll; wol­len Sie ernst­haft bezwei­feln, dass das Promotionsverfahren ord­nungs­ge­mäß abge­lau­fen ist? Oder wol­len Sie nach­zäh­len, ob vor 20 Jahren viel­leicht ein paar Fußnoten falsch gesetzt wur­den? Das ist doch lächer­lich. Aber immer­hin gibt's ja Applaus von den übli­chen Verdächtigen. Kann mir nur nicht so recht vor­stel­len, dass es das war, was Sie beab­sich­tigt haben.

          2. Der Beitrag unter­stellt nie­man­dem etwas. Es wer­den Fragen for­mu­liert.
            Es geht auch nicht um Veröffentlichungen nach der Diss. Problematisch wäre es, wenn zuvor ver­öf­fent­lich­te Ergebnisse den Hauptgegenstand einer Doktorarbeit aus­mach­ten. Einschränkung: So ist das in der Geisteswissenschaft; mög­li­cher­wei­se hand­ha­ben das MedizinerInnen anders.

          3. Die Artikel sind aber nicht nach der Einreichung der Diss erschie­nen. Die Diss wur­de 2001 ein­ge­reicht, die von Ihnen erwähn­ten Artikel sind 2001 und 2002 erschie­nen.

            Es muss nicht die münd­li­che Prüfung oder Veröffentlichung der Diss abge­war­tet wer­den; das kann je nach Gutachter eine hal­be Ewigkeit dau­ern (ich kann davon ein Lied sin­gen!). Bis das rum ist, sind im Zweifelsfall die Ergebnisse nicht mehr ver­wert­bar, weil ver­al­tet.

  8. Seine der­art zwei­fel­haf­te Vitae hin­dert die Bundesregierung jeden­falls nicht dar­an, ihn wei­ter­hin als Covid-19-Experten dar­zu­stel­len, und mit sehr weit­rei­chen­den Befugnissen aus­ge­stat­tet die öffent­li­che Meinungsbildung in ihrem Sinn und Geist mani­pu­lie­ren zu las­sen. Anders weder als Manipulation, kön­nen die Ausführungen eines Pseudoexperten wohl kaum ver­stan­den wer­den. Damit reiht nun auch er sich naht­los in die Phallanx der deut­schen Politiker/innen ein, wel­che ihre tat­säch­li­chen Qualifikationen deut­lich und ehr­los geschönt haben.

    1. Fast 600 Veröffentlichungen in refe­rier­ten Journals, zahl­rei­che davon in den abso­lu­ten Top-Zeitschriften, >40k mal zitiert. H‑Index 76 bei Scopus. "Pseudo-Experte", klar.

  9. Welches Problem haben Sie jetzt eigent­lich? Die Dissertation ist im Lesesaal der Uni Frankfurt. Das ist nicht "unge­wöhn­lich", son­dern die Regel bei Einzelexemplaren. Ausleihbar sind nor­ma­ler­wei­se nur Bücher der Lehrbuchsammlung.

    https://hds.hebis.de/ubffm/Record/HEB465078648

    Da steht "Buch" und "122 Seiten". Also ist ein Buch mit 122 Seiten dort und nicht nur das Inhaltsverzeichnis. Das ist unter "Hinweise zum Inhalt" abruf­bar. Inwiefern ist also die Arbeit "unter Verschluss"? Dass so ein Buch gele­gent­lich mal von einem Lehrstuhlmitarbeiter aus­ge­lie­hen wird, kommt auch vor (das sind die ein­zi­gen, die das aus­lei­hen dür­fen, unter der Maßgabe, dass das Buch den Campus nicht ver­lässt, und es beweist übri­gens, dass dort tat­säch­lich ein Buch im Lesesaal vor­liegt; war­um soll­te denn jemand ein online abruf­ba­res Inhaltsverzeichnis aus­lei­hen?).

    Da steht zudem auch "Goethe-Universität Frankfurt am Main (Grad-ver­lei­hen­de Institution)" – was auch völ­lig klar ist, denn das DRK kann nie­man­den pro­mo­vie­ren, das kann nur eine Universität.

    Im Übrigen hat, wie man in jeder Promotionsordnung nach­le­sen kann, ein Autor sei­ner Veröffentlichungspflicht Genüge getan, wenn er die vor­ge­schrie­be­ne Anzahl von Pflichtexemplaren bei der Unibibliothek sei­ner Uni abge­lie­fert hat. Das ist offen­kun­dig gesche­hen, denn sonst hät­te die Uni das Exemplar ja nicht. Alles wei­te­re wie Meldung an die DNB ist Sache der Unibibliothek. Der Autor hat damit nichts zu tun.

    An den CV-Daten ist auch nichts Geheimnisvolles. 2000 drit­tes Staatsexamen und damit Abschluss des Medizinstudiums (ers­ter aka­de­mi­scher Grad), 2001 Dissertation vor­ge­legt, 2003 münd­li­che Prüfung zum Doktorat und Veröffentlichung der Doktorarbeit. Der Dr.med steht halt an jener Stelle, weil es sonst kein Feld dafür gibt.

    1. Der Link zum Inhaltsverzeichnis der Diss. fin­det sich im Beitrag.
      Eine wis­sen­schaft­li­che Arbeit, die in einem ein­zi­gen Exemplar nur zur Einsicht vor­han­den ist, soll­te Fragen pro­vo­zie­ren. Mehr als das, Informationen zu lie­fern und eine Frage an sie zu stel­len, macht der Beitrag nicht.
      Jeder Lebenslauf für sich ist in Ordnung. Irritierend ist, wenn es unter­schied­li­che Auspräfungen davon gibt.

      1. "Eine wis­sen­schaft­li­che Arbeit, die in einem ein­zi­gen Exemplar nur zur Einsicht vor­han­den ist, soll­te Fragen pro­vo­zie­ren."

        Das ist völ­lig nor­mal, zumal bei Medizinern, von denen so gut wie kei­ner die Arbeit über einen Verlag ver­öf­fent­licht. Da wer­den die Pflichtexemplare bei der Universitätsbibliothek abge­ge­ben und fer­tig.

          1. super Feststellung – die Frage nach der Anzahl der Pflichtexemplare lag mir auch auf der Zunge. Und ich bin weder Mediziner, noch pro­mo­viert, Ingenieur mit 2 Fachabschlüssen in E‑Technik und Nachdiplomierung (ehem. DDR). Anbei – sehr inter­es­san­te Diskussionsrunde. Ich freue mich auf wei­te­re Informationen.

          2. Die nicht zwin­gend alle drei im Lesesaal ste­hen müs­sen. Warum soll­ten sie das auch? Eine 20 Jahre alte Mediziner-Dissertation inter­es­siert in der Regel kei­nen.

    2. so schaut es aus. Habe damals auch 3 gedruck­te Exemplare abge­ben müs­sen. Und auch das die Dissertation in Hamburg 2001 erstellt wur­de und er dann in Frankfurt 2003 sei­ne "Doktorarbeit ver­tei­digt" hat, ist im medi­zi­ni­schen Bereich wohl auch nicht unge­wöhn­lich.
      Fair soll­ten wir auf jeden Fall blei­ben.

  10. Ich war von Beginn der Märchenstunde an der fes­ten Überzeugung, dass es sich bei Drosten NICHT um einen Wissenschaftlicher han­deln kann. Vermutung: Schauspieler. Die Begründung: Viele Berufsstände ent­wi­ckeln eine eige­ne Sprache, sehr spe­zi­ell z. B. bei Ärzten, Juristen oder Ingenieuren.
    Drosten sprach in sei­nen Auftritten von "da muss man auch mal einen Impfstoff brin­gen, der zuvor nicht aus­pro­biert wur­de…"
    Nun – "aus­pro­bie­ren, dass macht unser jüngs­ter Sohn mit 9 Jahren! Wir Ingenieure benut­zen Begriffe wie "vali­die­ren", "zer­ti­fi­zie­ren", "absi­chern" usw. Alleine die Sprache Drostens ist für mich siche­rer Beweis dafür, dass er weder eine wis­sen­schaft­lich Laufbahn beschrit­ten hat, noch wis­sen­schaft­lich spricht oder gar denkt.

    1. Masken brin­gen nichts,wir kön­nen spä­ter noch­mal dar­über reden, aber die zah­len dafür sind nicht gut. (Zitat Drosten)
      Eine Wissenschaftliche Antwort auf eine ein­fa­che Frage?

    2. Kann ich nur bei­pflich­ten. Mir kam sei­ne Ausdrucksweise auch gleich sehr unwis­sen­schaft­lich vor.
      Nicht, das da ein neu­er Hochstapler sein Unwesen treibt?

  11. https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiMtoW8x6rqAhVHDOwKHbJJC2gQFjATegQIDBAB&url=https%3A%2F%2Fwww.robert-koch-stiftung.de%2Fdownload.php%3Ff%3D2004_laudatio_fleckenstein_auf_postdocs_2.pdf&usg=AOvVaw20EVI83yKUDFFKDSyAz8mX

    hier ist eine lau­da­tio auf Drosten vom 15. November 2004 im Roten Rathaus in Berlin, die fol­gen­der­ma­ßen beginnt:
    Christian Heinrich Maria Drosten, 1972 in Lingen gebo­ren, stu­dier­te ab 1992 Chemietechnik und Biologie in Dortmund und Münster, um von 1994 bis 2000 Medizin an der Universität Frankfurt zu stu­die­ren. Er schloss im Mai 2000 das Medizinische Staatsexamen mit aus­ge­zeich­ne­ter Wertung ab. Seine Promotionsarbeit am Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie des DRK Hessen über die Etablierung eines Hochdurchsatz-PCR-Testsystems für Immundefizienz-Viren und Hepatitis-B-Virus zur Testung von Blutspendern wur­de mit sum­ma cum lau­de bewer­tet. Im Juni 2000 ging er als Arzt im Praktikum an die Abteilung für Virologie des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg unter Leitung von Prof. Herbert Schmitz. Zwischenzeitlich lei­tet er dort die Laborgruppe Molekulare Diagnostik; er eta­blier­te ein Forschungsprogramm zur mole­ku­la­ren Diagnostik tro­pi­scher Viruskrankheiten.

  12. Jede deut­sche Doktorarbeit ist ein öffent­li­ches Dokument und muß all­ge­mein zugäng­lich sein. Das Verfahren für die Veröffentlichung ist klar gere­gelt. Ohne Veröffentlichungsnachweis bekommt man kei­ne Promotionsurkunde. Ohne Promotionsurkunde darf man kei­nen Doktortitel füh­ren.

    1. Ich ver­ste­he nicht, war­um Herr Drosten nur noch zer­pflückt wird. Er ist kein Hellseher und kann sei­ne Ansichten und Erkenntnisse nur stän­dig eva­lu­ie­ren und kor­ri­gie­ren. Man muss ihn nicht mögen, aber man soll­te sei­ne Arbeit auch respek­tie­ren. Deutschland hat in der aktu­el­len Lage ange­mes­sen reagiert und Schlimmeres abge­wen­det. Andere Länder haben durch­aus stär­ke­re Sanktionen erlas­sen. Wo es zunächst kaum Sanktionen gab (sie­he USA und Brasilien) gerät die Pandemie außer Kontrolle. Wacht end­lich auf! Covid 19 ist real! Hätte Deutschland nichts unter­nom­men, wäre das Geschrei jetzt noch grö­ßer. Der Herr Drosten macht sei­nen Job, mit oder ohne auf­find­ba­ren Titel.

      1. Drosten wird zer­pflückt, weil er als Virologe maß­geb­lich für das welt­wei­te Desaster ver­ant­wort­lich ist. Von ihm stammt der Test der die Pandemie am Laufen hält. Er hält die Massen in Deutschland in Angst dank sei­nes Podcasts. Er hat, mei­ner Meinung nach, sehr viel Schuld auf sich gela­den.

        1. Es gibt nicht "den Test". Es sind mitt­ler­wei­le min­des­tens ein Dutzend PCR-Tests ver­schie­dens­ter Gesundheitsbehörden und Medizintechnik-Unternehmen im Umlauf, die auch z.T. nach ande­ren Verfahren arbei­ten.

  13. Die Kritik an der gan­zen Handhabung der Corona Krise ist wich­tig, aber es muss nun auch die Frage ange­gan­gen wer­den, war­um das gan­ze geschieht.

    Aus mei­ner Sicht will die Bundesregierung Zeit gewin­nen und zieht die Pandemie unter faden­schei­ni­gen Gründen in die Länge.

    Von Anfang an ging das Gerücht um, dass im Schatten der Corona Krise vie­le Weichen gestellt wür­den. Und es gibt tat­säch­lich vie­le Hinweise, dass es welt­weit Bestrebungen gibt, auch in demo­kra­tisch geführ­ten Ländern tota­li­tä­re Strukturen zu eta­blie­ren. Von Anfang an beob­ach­te­te ich – dort noch kopf­schüt­telnd – auch Aussagen, dass das Thema 5G, aber auch die vie­len neu­en Satelliten, die Elon Musk in den Himmel schießt, eine Schlüsselrolle spie­len könn­ten.

    Wir soll­ten die­se bei­den Dinge drin­gend im Auge behal­ten. Denn der Ausbau des 5G Netzes erfolgt unter Einbezug der Technik von Huawai. Diese Frage war poli­tisch noch gar nicht abschlie­ßend geklärt. Es gibt Wissenschaftler, die behaup­ten, 5G könn­te als Energiewaffe gegen Personen ver­wen­det wer­den. Solche Waffen gibt es tat­säch­lich schon lan­ge. Das klingt absurd, aber was ist heu­te schon undenk­bar, wo Weltbilder zer­bre­chen?

    Noch im April monier­te die SPD einen schnel­len Ausbau des 5G Netzes in Deutschland:
    https://www.tagesschau.de/inland/5g-ausbau-corona-101.html

    Es ist nur ein Baugefühl, aber genau die­ses hat­te mich von Anfang an der Situation zwei­feln las­sen.

    Was meint Ihr?

    Liebe Grüße
    Stephan

  14. Im Mittelalter sag­te der Fürst über sei­ne Untertanen zu sei­nem Pfaffen: "Halt' sie dumm, ich halt' sie arm." Heute sagt das Gleiche jeder "Landesfürst" zu sei­nem Kultusminister. In der Historie z.B. heißt es heu­te: "Die Geschichte ist die Summe jener Lügen, die zu glau­ben man sich geei­nigt hat." Was ist nur aus den bahn­bre­chen­den Wissenschaften des 19. und 20Jh. mit Beginn des 21. Jahrhunderts gewor­den? Eine Ideologie wird zur herr­schen­den und bean­sprucht alle Bereiche des mensch­li­chen Lebens. Wilkommen im vom Palaver-Pluralismus gepräg­ten Teuschland.
    G. Schmidt (Staatsrechtler)

  15. Ist ja krass jetzt wird schon ganz öffent­lich hier MIT nazi hate sym­bols gear­bei­tet. Armes Deutschland..

  16. Egal wel­cher, die über­di­men­sio­nal vie­len Falsch Positiven hat sys­tem­be­dingt jeder Test. Und dies von Anfang an. Wenn der Söder jetzt alle tes­ten las­sen will, dann gute Nacht. Die Positiv-Meldungen bei gleich­zei­tig aus­blei­ben­den Krankenfällen wer­den in die Höhe schnel­len. Siehe Trossingen, Göttingen und ande­re. Hura… die zwei­te Welle kommt.

    Wenn es nur ein Kritikpunkt wäre, aber es gibt ein­fach viel zu vie­le.

    Fehlerhafte Tests, ver­schwei­gen der Test-Kreuzreaktionen bei Toennies, fal­sche Darstellung der RKI Zahlen, fal­sche Darstellung der Situation in den Hotspot-Ländern, Hydroxychloroquin als Waffe gegen die Menschen, was auch immer, such es Dir aus. Es ist doch schon lan­ge kei­ne Frage mehr, ob wir betro­gen wer­den, son­dern nur, wann end­lich eine gro­ße Zeitung umfällt und den gan­zen Sumpf durch­fors­tet.

    Und bit­te erzähl mir kei­ner, ein Drosten oder Wieler wüss­ten das nicht. Das sind doch Pandemie Profis allei­ne aus ihrer Geschichte und den ver­ant­wort­li­chen Positionen her­aus.

    Stephan

  17. Hallo, und vorweg…ich bin für eine objek­ti­ve Betrachtungsweise Bisheriges Ergebnis:
    In Wikipedia kann man unter Autorendaten mit der GNB Nr. direkt auf die BND zugrei­fen. Für C.Drosten ist es die Nr. GND: 109635994 …voi­la ist man auf der DNB.
    Es wur­de aller­dings bei Wiki am 12.04. 2020 die vor­he­ri­ge GND Nr. gelöscht (GND: 108492532x ). In der BND wird da auch der Datensatz Christian Drosten ange­zeigt, aller­dings nur Name, Vorname ohne wei­te­re Publikationshinweise.
    Es kann also gut sein das 2 Autoren-Datensätze von Drosten in der BND ange­legt waren, die zusam­men­ge­fasst wur­den. Warum aber die Dissertation nicht dort zu fin­den ist, kann ich auch nicht sagen. Zu fin­den ist die Dis. als Buchfassung (was 2003 nor­mal war) in der Zentralbibliothek Universität Frankfurt und im Verbundkatalog HeBis (http://cbsopac.rz.uni-frankfurt.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=465078648)
    Zur wei­te­ren Information über die Einreichung einer Dissertation emp­feh­le ich: https://de.wikipedia.org/wiki/Dissertation#:~:text=Eine%20Dissertation%20(kurz%20Diss.),einer%20Wissenschaftlichen%20Hochschule%20mit%20Promotionsrecht.
    Hier: Zugang zu Dissertationen in Bibliotheken
    "… Dissertationen, die im Selbstverlag erschie­nen sind, über­gibt die Hochschulbibliothek der Nationalbibliothek. Dennoch kommt es bis­wei­len vor, dass bei der Deutschen Nationalbibliothek kein Exemplar der jewei­li­gen Dissertation vor­han­den bzw. nach­ge­wie­sen ist.
    Durch die­se Vorgehensweise soll sicher­ge­stellt wer­den, dass dau­er­haft Exemplare der Dissertation in min­des­tens zwei Bibliotheken auf­be­wahrt wer­den und zugäng­lich sind. Immer wie­der kur­sie­ren­de Gerüchte, bestimm­te pro­mi­nen­te Personen hät­ten ihre Dissertationen „sper­ren las­sen“ oder Anweisung gege­ben, sie aus allen Bibliotheken zu ent­fer­nen, sind nicht zutref­fend, wie im Einzelfall durch Recherche in einem Verbundkatalog leicht ermit­telt wer­den kann…"

    Die Dissertation ist der­zeit in der Zentralbibliothek Uni Frankfurt für die Benutzung im Lesesaal erhält­lich (Stand 02.07.2020)

    1. Kannst Du mal erklä­ren, wie Dein Verfahren mit GNB, BND, GND und DNB bei Wikipedia funk­tio­niert?
      Mit dem Link kommt man auch nur zu der Information, daß es die Dissertation von 2001 in der UB Frankfurt gibt – also die Info, die im Beitrag gege­ben wird.
      Interessant ist, daß hier – anders als auf der Webseite der UB Frankfurt – der Beitrag als "in Teilen als Kopie bestell­bar" gemel­det wird. Auch das scheint mir ein in wis­sen­schaft­li­chen Kreisen unüb­li­ches Verfahren zu sein.
      Bei Deinem Link zu Wikipedia hät­test Du auch zitie­ren kön­nen: Eine Dissertation ist "eine eigen­stän­di­ge wis­sen­schaft­li­che Arbeit, die in der Regel einen for­schungs­ba­sier­ten Wissenszuwachs ent­hal­ten soll… Sie soll im Regelfall neue Erkenntnisse zu dem gewähl­ten Gegenstand ent­hal­ten…" Dort ste­hen auch wei­ter­füh­ren­de Angaben zur Art und Anzahl der Veröffentlichungen.
      Aufschlußreich sind hier auch die "Grundsätze für die Veröffentlichung von Dissertationen" der Kultusministerkonferenz.

  18. Kann es nicht ein­fach sein, dass man bewusst die Exemplare hat ver­schwin­den las­sen, um etwas Abtraegliches zu ver­heim­li­chen?

  19. Bei der Habilitierung müss­te doch die Dissertation und kor­rek­te Promovierung ein­be­zo­gen und gepru­eft wor­den sein! WER KANN DAZU BEITRAGEN?

    1. Meinen bis­he­ri­gen Recherchen zufol­ge hat sich Prof. Drosten nicht habi­li­tiert. Er erwähnt in sei­nen Lebensläufen kei­ne Habilitation, eine ent­spre­chen­de aka­de­mi­sche Schrift war bis­lang nicht auf­find­bar.

  20. Das ist ein und wäre doch in der aka­de­mi­schen, wis­sen­schaft­li­chen Welt mehr als ver­wun­der­lich! Ein Desaster ala dem Hochstapler Gerhard Postel der sich als Psychiater aus­ge­ben h.at und Gutachten abge­ge­ben hat!

  21. "Dabei wäre ein Vergleich zu den Vorarbeiten von Prof. Dr. med. W. Kurt Roth loh­nend, der in einem CDU-Dokument als Drostens Doktorvater genannt wird:"
    Doktorvater als Erfinder und Anmelder/Inhaber zusam­men.
    W. Kurt Roth und Drosten Christian haben zusam­men Patent ange­mel­det (Erfinder: Drosten, Christian, 60486 Frankfurt, DE ; Roth, W. Kurt, Priv.-Doz. Dr.med., 65185 Wiesbaden, DE, Anmelder/Inhaber: Drosten, Christian, 60486 Frankfurt, DE ; Roth, W. Kurt, Priv.-Doz. Dr.med., 65185 Wiesbaden, DE)
    Anmeldedatum: 07.08.1998
    Dokument DE000019835856A1
    https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=bibdat&docid=DE000019835856A1
    Weitere Patent Anmeldungen Drosten, Christian, 20535 Hamburg, DE und Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, 20359 Hamburg, DE.
    https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?window=1&space=main&content=treffer&action=treffer&so=asc&sf=vn&firstdoc=1&selitem=DE000019835856A1
    https://worldwide.espacenet.com/searchResults?submitted=true&locale=de_EP&DB=EPODOC&ST=singleline&query=Christian+Drosten&Submit=SUCHEN

  22. DR, Dorsten führt den Titel Professor. Liegt nun die Habilitation vor? Auch wenn sie merk­wür­di­ger­wei­se nicht im Lebenslauf auf­ge­führt ist!

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