Mutante wird immer tödlicher. Wirklich?

»Studie: Britische Mutante zu 64 Prozent töd­li­cher als frü­he­re Varianten
Die zuerst in Großbritannien ent­deck­te Corona-Mutante B.1.1.7 ist einer neu­en Studie zufol­ge zu 64 Prozent töd­li­cher als frü­he­re Varianten des Virus. In 4,1 von tau­send Fällen füh­re eine Infektion mit B.1.1.7 zum Tod, heißt es in der Fachzeitschrift BMJ ver­öf­fent­lich­ten Studie von Forschern der bri­ti­schen Universität Exeter. Bei frü­he­ren Coronavirus-Varianten liegt die Sterberate bei 2,5 von tau­send Fällen.«

Das hält am 10.3. die "Welt" für eine Information. Was hat die Studie wirk­lich erge­ben (das Blatt ver­linkt sie bes­ser nicht)? Zunächst ein­mal ist zu bemer­ken, daß die Probanden recht will­kür­lich zusam­men­ge­stellt wurden:

»Für die Studie kamen Personen in Frage, die älter als 30 Jahre waren und zwi­schen dem 1. Oktober 2020 und dem 29. Januar 2021 ein ein­zel­nes posi­ti­ves Testergebnis für Covid-19 hat­ten. Wir beschränk­ten unse­re Stichprobe auf Testergebnisse, die einen PCR-Zyklus-Schwellenwert mel­de­ten. Antigen-Abstrich-Tests wer­den in Großbritannien auf zwei Wegen durch­ge­führt: Säule 1 reprä­sen­tiert Tests des National Health Service für Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Personen mit kli­ni­schem Bedarf, und Säule 2 reprä­sen­tiert Tests in der Gemeinschaft für Personen mit Symptomen…Wir berück­sich­ti­gen nur die Teilmenge der Säule-2-Tests, 

die in den Lighthouse-Laboren mit hohem Durchsatz bear­bei­tet wur­den, die den Thermo TaqPath covid-19-Multiplex-PCR-Assay ver­wen­den, der die offe­ne Leseraster 1a/b‑Kreuzung (ORF1ab) sowie das N- und S‑Gen von SARS-CoV‑2 ampli­fi­ziert. Wir schlos­sen Personen mit einem ein­zi­gen posi­ti­ven PCR-Test unter Verwendung des TaqPath-Assays und mit ver­füg­ba­ren PCR-Zyklus-Schwellenwerten für die S‑, N- und ORF1ab-Komponenten von SARS-CoV‑2 ein.«

Immerhin wur­den die Schwellwerte auf 30 beschränkt:

»Wir klas­si­fi­zier­ten SARS-CoV‑2 posi­ti­ve Testergebnisse als S‑Gen-posi­tiv (kom­pa­ti­bel mit frü­he­ren Varianten), wenn die Zyklusschwellenwerte waren: S‑Gen <30, N‑Gen <30, und ORF1ab-Gen <30. Wir klas­si­fi­zier­ten Testergebnisse als S‑Gen-nega­tiv (kom­pa­ti­bel mit VOC-202012/1), wenn die Zyklusschwellenwerte waren: S‑Gen nicht erkannt, N‑Gen <30, und ORF1ab-Gen <30. Andere Kombinationen bekann­ter Zyklusschwellenwerte wur­den als mehr­deu­tig ein­ge­stuft und von der wei­te­ren Analyse ausgeschlossen.«

Allerdings gehen die AutorInnen auch hier aus von

»… einem Todesfall bei einer Person mit einem im Labor bestä­tig­ten posi­ti­ven Covid-19-Test, die inner­halb von (gleich oder weni­ger als) 28 Tagen nach dem ers­ten posi­ti­ven Probendatum ver­stor­ben ist…

Die Liste der Todesfälle wird aus meh­re­ren Quellen erstellt und gilt als Goldstandard-Liste der Covid-19-beding­ten Sterblichkeit in England. Diese Liste umfasst letzt­lich alle Todesfälle, bei denen covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde.«

Wie bekannt, wer­den bei der Ermittlung von Todesfällen nach Impfungen ande­re Kriterien angelegt.

Irritierend klingt die­se Bemerkung, die ich aber nicht ein­ord­nen kann:

»Einige Patienten, die S‑Gen-nega­tiv waren, stimm­ten mit meh­re­ren Personen über­ein, die S‑Gen-posi­tiv waren und umge­kehrt. Daher haben wir die Teilnehmer inner­halb unse­res Rahmens nach dem Zufallsprinzip aus­ge­wählt, um 50 Replikate zu gene­rie­ren und sicher­zu­stel­len, dass kein S‑Gen-nega­ti­ver oder S‑Gen-posi­ti­ver Teilnehmer mehr als ein­mal in jedem Replikat vor­han­den war.«

0,3 Prozent der positiv Getesteten verstarben

»Ergebnisse
Insgesamt hat­ten 941 518 Patienten, die älter als 30 Jahre waren, zwi­schen dem 1. Oktober 2020 und dem 28. Januar 2021 ein ein­zel­nes posi­ti­ves TaqPath-Testergebnis . Von die­sen wur­den 214 082 Personen iden­ti­fi­ziert, die mit min­des­tens einer ande­ren Person hin­sicht­lich Alter, Datum der Probenentnahme, Geschlecht, eth­ni­scher Zugehörigkeit, geo­gra­fi­scher Lage und Index der mul­ti­plen Deprivation über­ein­stimm­ten und sich nur durch den S‑Gen-Status unter­schie­den. Die Stichprobenziehung die­ser Paare, um sicher­zu­stel­len, dass sie ein­zig­ar­ti­ge Personen reprä­sen­tie­ren, ergab 50 Replikate mit durch­schnitt­lich 54 906 S‑Gen-posi­ti­ven Personen und 54 906 S‑Gen-nega­ti­ven Personen in jedem Replikat. Jede Person wur­de für min­des­tens 14 Tage nach ihrem ers­ten posi­ti­ven Testergebnis nach­be­ob­ach­tet, und mehr als 85 % der Fälle wur­den über den gesam­ten Zeitraum von 28 Tagen nach­be­ob­ach­tet (sie­he ergän­zen­de Datei für wei­te­re Details). Von die­sen 109 812 Teilnehmern star­ben 367 (gemit­telt über die 50 Replikate) inner­halb von 28 Tagen nach einem posi­ti­ven Covid-19-Testergebnis (0,3%)…«

Von die­sen 367 Verstorbenen ent­fie­len 227 auf die Mutation (S‑Gen-nega­tiv). Die AutorInnen geben zu bedenken:

»Die höhe­re Mortalität könn­te mit der höhe­ren Viruslast bei S‑Gen-nega­ti­ven Teilnehmern auf­grund der intrinsi­schen Eigenschaften der VOC202012/1‑Mutation zusam­men­hän­gen. Alternativ könn­te es ein Hinweis auf den Zeitpunkt der Testung sein, wobei Personen, die S‑Gen-nega­tiv waren, aus einem noch unbe­kann­ten Grund zum Zeitpunkt der höchs­ten Infektiosität erschie­nen. Somit könn­ten die Zyklus-Schwellenwerte für das N‑Gen ent­we­der als Hinweis auf eine Verzerrung oder als Merkmal einer S‑Gen-nega­ti­ven Infektion ange­se­hen werden. «

»Diskussion
Infektionen mit der neu­en Variante VOC-202012/1 (gemes­sen an der S‑Gen-Negativität) waren mit einem erhöh­ten Sterberisiko (P<0,001) bei Personen ver­bun­den, die posi­tiv auf Covid-19 in der Gemeinschaft getes­tet wur­den. Die erhöh­te Hazard Ratio zwi­schen 1,32 und 2,04, die höher ist als bei den ande­ren Varianten, ent­spricht einem um 32% bis 104% erhöh­ten Sterberisiko, wobei die wahr­schein­lichs­te Hazard Ratio-Schätzung bei 1,64 liegt, was einem um 64% erhöh­ten Sterberisiko ent­spricht. Das abso­lu­te Sterberisiko in die­ser Gruppe von gemein­schaft­lich iden­ti­fi­zier­ten Teilnehmern bleibt jedoch rela­tiv nied­rig und steigt von 2,5 auf 4,1 Todesfälle pro 1000 Fälle.«

Es wer­den mög­li­che Verzerrungen erwähnt und dazu auf eine Studie ver­wie­sen, die wenig über­ra­schend eine erhöh­te Sterblichkeit nach­weist, wenn wie im Studienzeitraum (1. Oktober 2020 bis 12. Februar 2021) eine Verschlechterung der Versorgung in den Krankenhäusern zu ver­zeich­nen ist.

Weitere Einschränkung wer­den vermerkt:

»Der Tod bleibt ein ver­gleichs­wei­se sel­te­nes Ergebnis bei Patienten, die in der Gemeinde ent­deckt wur­den, ver­gli­chen mit iden­ti­fi­zier­ten Todesfällen im Krankenhaus. Unsere Studie umfasst nur etwa 8 % der gesam­ten Todesfälle, die wäh­rend des Studienzeitraums auf­tra­ten. Von allen Coronavirus-Todesfällen tra­ten etwa 26 % bei Patienten auf, die in der Gemeinde iden­ti­fi­ziert wur­den, und Daten zum S‑Gen-Status waren nur für 30 % ver­füg­bar. Ob der Anstieg der Sterblichkeit durch gemein­de­ba­sier­te Tests auch bei älte­ren Patienten oder bei Patienten, die ins Krankenhaus ein­ge­lie­fert wur­den, beob­ach­tet wird, bleibt abzuwarten.

Wir kön­nen eine Selektionsverzerrung nicht aus­schlie­ßen. Die Tests in der Gemeinschaft sind größ­ten­teils selbst­se­lek­tiert oder wer­den durch Kontaktverfolgung ange­trie­ben. Eine mög­li­che Verzerrung bleibt, wenn ein höhe­rer Anteil von Patienten mit S‑Gen-nega­ti­ven Infektionen ohne Symptome unent­deckt blieb als Patienten mit S‑Gen-posi­ti­ven Infektionen. In die­sem Fall könn­ten sich Patienten, die mit VOC-202012/1 infi­ziert sind, in einem fort­ge­schrit­te­ne­ren Krankheitsstadium befin­den, wenn sie iden­ti­fi­ziert wer­den und eine höhe­re schein­ba­re Sterblichkeit auf­wei­sen. Dies könn­te mit den nied­ri­ge­ren N‑Gen-Zyklus-Schwellenwerten über­ein­stim­men, die bei S‑Gen-nega­ti­ven Teilnehmern beob­ach­tet wur­den. Unsere Analyse oder jede retro­spek­ti­ve Studie, die auf Patienten mit Symptomen basiert, wäre nicht in der Lage, dies zu erken­nen; jedoch deu­ten frü­he Umfragedaten dar­auf hin, dass Personen mit S‑Gen-nega­ti­ven Infektionen, wenn über­haupt, eher zum Test erschei­nen. Der Umgang mit die­ser poten­zi­el­len Verzerrung erfor­dert ein Studiendesign, das in der Lage ist, asym­pto­ma­ti­sche Infektionen bei Teilnehmern, die nega­tiv oder posi­tiv für das S‑Gen sind, zu erkennen.

Ein Teil des erhöh­ten Risikos könn­te durch Komorbiditäten erklärt wer­den. In den von uns ana­ly­sier­ten Daten waren kei­ne Informationen über Komorbiditäten ver­füg­bar, obwohl dies teil­wei­se durch den Abgleich von Alter, eth­ni­scher Zugehörigkeit und Index der mul­ti­plen Deprivation kon­trol­liert wer­den wür­de. Derzeit gibt es kei­ne Hinweise auf einen mecha­nis­ti­schen Grund, war­um Menschen mit bestimm­ten Komorbiditäten mit einer Variante infi­ziert wer­den und mit einer ande­ren nicht. Es ist jedoch mög­lich, dass Menschen mit bestimm­ten Komorbiditäten ein höhe­res Risiko für eine Infektion mit VOC-202012/1 haben und eine höhe­re Sterblichkeitsrate auf­wei­sen. Dies wür­de die Hazard Ratio, die auf VOC-202012/1 allein zurück­zu­füh­ren ist, ten­den­zi­ell reduzieren…

Schlussfolgerungen
Die besorg­nis­er­re­gen­de Variante ist nicht nur leich­ter über­trag­bar, son­dern scheint auch töd­li­cher zu sein…«

Wie die Ergebnisse sich interessant veränderten

Die Studie wur­de bereits am 15.2. erstellt. Im Original war noch die Rede von 272 Toten (anstatt von 367), davon 171 mit Mutante. Die Gruppe der Probanden umfaß­te anstatt 54.906 Personen in jeder Gruppe 54.773. Vielleicht spiel­te bei den Änderungen die Empfehlung der Redaktion eine Rolle:

    • »Wir haben dis­ku­tiert, wie man die Ergebnisse am bes­ten in den Kontext setzt. Obwohl die HR von 1,7 alar­mie­rend erscheint, blei­ben die abso­lu­ten Risiken nied­rig und eine erhöh­te Übertragbarkeit könn­te besorg­nis­er­re­gen­der sein als ein Anstieg der Mortalität mit der neu­en Variante. Vielleicht könn­ten Sie dies dis­ku­tie­ren. Könnten Sie hier auf die abso­lu­ten Risiken hin­wei­sen, um den Lesern zu hel­fen, die Ergebnisse zu rela­ti­vie­ren? Die abso­lu­ten Risiken sind gering (0,18% in der S+ Gruppe), und das ohne die <30 Jährigen Fraktion. Vielleicht soll­ten die­se Zahlen im Abstract ste­hen. Obwohl Sie 109.545 Patienten ein­ge­schlos­sen haben, sind nur 272 gestor­ben.
    • Könnten Sie auch dar­auf hin­wei­sen, dass eine erhöh­te Übertragbarkeit bei die­ser Variante besorg­nis­er­re­gen­der sein könn­te als ein Anstieg der Sterblichkeit? Es ist die Verbreitung, die das Hauptproblem bei die­ser VOC ist. Ein gerin­ger Anstieg der Sterblichkeit könn­te auf Bevölkerungsebene als "Lärm" betrach­tet wer­den.
    • In der Literatur wird eine Sterblichkeitsrate zwi­schen 0,8 und 1,2 % ange­ge­ben, abhän­gig von der Krankenhauskapazität. Aber hier in einer Stichprobe von Erwachsenen ab 30 Jahren scheint die Sterblichkeitsrate (inner­halb von 28 Tagen) 0,24 % zu betra­gen, 0,31 % in der S‑Gen-nega­ti­ven Gruppe und 0,18 % in der S‑Gen-posi­ti­ven Gruppe.
      Da Sie 28 Tage nach dem posi­ti­ven Test unter­su­chen und es irgend­wo zwi­schen 5 und 10 Tagen dau­ert, bis Symptome auf­tre­ten, ist die Nachbeobachtungszeit viel­leicht zu kurz? Wir wis­sen auch nicht, ob ihre Krankheit schwe­rer war, was die Notwendigkeit einer Akutbehandlung/Krankenhauseinweisung usw. betrifft.
    • Die Testberechtigung galt bis zum 29. Januar. Bedeutet das, dass eini­ge Personen nur weni­ge Tage lang nach­ver­folgt wur­den (oder sogar über­haupt kei­ne Nachverfolgung)? Dies kann poten­zi­ell recht pro­ble­ma­tisch sein.«

In der Antwort der AutorInnen heißt es:

»Wir haben die Analyse aktua­li­siert, um spä­ter ver­füg­ba­re Daten ein­zu­be­zie­hen und die Fälle bis zum 12. Februar 2021 zu ver­fol­gen, so dass wir min­des­tens 14 Tage Follow-up pro Person haben. Dies führ­te zu einer Erhöhung der Anzahl der über­ein­stim­men­den Paare und zu weni­ger Fällen, die auf­grund von Datenqualitätsproblemen abge­lehnt wur­den. Die zusätz­li­che Nachverfolgung umfasst nun auch mehr Todesfälle in der Stichprobe und weni­ger zen­sier­te Fälle. Abbildung S3 im ergän­zen­den Material zeigt die Länge der Nachverfolgung pro Fall, die zeigt, dass 85 % der Fälle für die vol­len 28 Tage nach­ver­folgt werden.«

(Hervorhebungen nicht im Original.)
(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator (kos­ten­lo­se Version)

14 Antworten auf „Mutante wird immer tödlicher. Wirklich?“

  1. Der Fisch stinkt vom Kopfe her; es macht den Eindruck einer im Auftrag erstell­ten Gefälligkeitsstudie, bei der das Ergebnis vor­her fest­steht und wei­ter Panik stif­ten soll.

  2. Schon an allein der CFR für GB lässt sich erken­nen, das hier etwas ganz und gar nicht stim­men kann.

    Die CFR lag im April 2020 bei 15, 2 %, am 1. Oktober bei 9,1 % und am 9. März 2021 bei 2,9 %. Im unten ange­führ­ten Link lässt sich auch bereits seit April 2020 eine mas­si­ve Abwärtsdynamik dahin­ge­hend beobachten. 

    Das also eine ver­stärk­te Verbreitung der im Artikel benann­ten Mutation(en) auch mit einer Erhöhung der Sterblichkeit ein­her­geht, lässt sich auf einen viel grö­ße­ren Ausschnitt bezo­gen in keins­ter Weise erklä­ren oder gar bestätigen.

    Den Link bei Bedarf bit­te VOLLSTÄNDIG in die Browseradressleiste ein­fü­gen, da der dort ent­hal­te­ne "Punkt" sonst zum Scheitern beim Aufrufen der Webadresse führt.

    >>> https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=earliest..latest&country=~GBR&region=World&cfrMetric=true&interval=daily&hideControls=true&perCapita=true&smoothing=0&pickerMetric=location&pickerSort=asc

  3. Ich kann D.D. nur zustim­men. Die jetzt schon seit zwei Monaten absicht­lich plat­zier­ten Fake-News über die "supert­öd­li­che" Variante, den erschre­ckend wach­sen­den Anteil die­ser Variante und was sich sonst noch so unse­re Politiker hier­zu aus allen mög­li­chen Körperöffnungen her­aus­drü­cken, ist uner­träg­lich. Die Variante(n) sind nicht töd­li­cher, drum­her­um ver­blö­den vie­le Menschen nur immer wesent­lich schnel­ler und schlu­cken alles, was man ihnen vorsetzt.

    Wenn von heu­te auf mor­gen alle Diktatur-Maßnahmen des mani­schen Impfwahns unse­rer Regierung auf­ge­ho­ben wür­den, es geschä­he über­haupt nichts. Wir könn­ten alle wie­der einem nor­ma­len Leben nach­ge­hen – aber so kann man halt weder Impfungen an alle ver­ab­rei­chen, geschwei­ge denn den jetzt schon nur noch als Ausverkauf des Datenschutzes zu bezeich­nen­den Plan der Einführung des digi­ta­len Impfnachweises, ‑pas­ses oder wie auch immer genannt, durchsetzen.

    Ich bin gespannt, was man sich in Berlin ein­fal­len lässt, wenn nach Ostern die Infizierten nach­e­zu aus­schließ­lich von den Mutationen befal­len wer­den. Vielleicht för­dert dann ja das Sonnenlicht in Verbindung mit Wassermangel die Wahrscheinlichkeit einer schwe­ren Erkrankung mit Todesfolge – den Politikern ist jedes Mittel recht, damit auch zukünf­tig Panik betrie­ben wer­den kann. Anzeichen hier­für sind die letz­ten Äußerungen unse­rer Möchtegernkaiserin.

    Es gibt immer noch zu vie­le Angstbürger, die zwei und zwei nicht zusam­men­zäh­len kön­nen und sich daher lie­ber von der Regierung regel­recht an der Nase her­um­füh­ren las­sen. Schlimm ist nur die mei­ner Meinung nach nicht ganz unbe­rech­tig­te Befürchtung, dass nach der Bundestagswahl wei­ter­hin auch die Idioten und Geisteskranken das Sagen haben könnten.

    1. @some 1

      Wie Sie ver­mut­lich wis­sen, schätz­te ich Ihre Beiträge hier sehr -
      des­halb erlau­be ich mir drei ket­ze­ri­sche Anmerkungen zur Horrorvision von Vanden Bossche:

      1. Er geht davon aus, dass wir uns in einer "Pandemie" befinden,
      die durch einen neu­ar­ti­gen Erreger ("Sars-CoV‑2") ver­ur­sacht wur­de. Aber wo sind die Nachweise zur Neuartigkeit und ins­be­son­de­re zur Kausalität? (Ich weiß, Fachleuten reicht, dass RNA-Fragmente mit Krankheit asso­ziert werden,
      aber mich als Laien über­zeugt das nicht ;))

      2. Seine zwei­te (zen­tra­le) Prämisse ist jene der asym­pto­ma­ti­schen Infektion und Weitergabe die­ses mut­maß­li­chen Erregers.
      Auch hier wäre mei­ne Frage: wo ist die Evidenz für die­sen Mythos?

      3. Und sei­ne Lösung – für sein Horrorszenario -
      sind wei­te­re (spe­zi­ell ange­pass­te) "Impfungen"?
      Das klingt mir doch sehr nach einer wei­te­ren PR-Kampagne
      für die Pharmaindustrie…

      Womöglich irre ich mich gewal­tig, aber mich über­zeugt das nicht.
      Nichts für ungut und bes­te Grüße an Sie 🙂

      1. Eine (ver­spä­te­te) Korrektur zum obi­gen Beitrag:
        es soll­te natür­lich "schät­ze" hei­ßen, nicht "schätz­te" -
        nur dass kei­ne Missverständnisse entstehen 🙂

  4. Ach, wenn es 'nur' die Muh-tan­te wäre. Irgendwo muß es eine Corona-Maßnahmen beding­te Massentierhaltung geben. Denn viel­leicht läßt sich auch schon wie­der eine neue Sau bli­cken im Dorf. Und alle Berufsgruppen dür­fen mal Viehtreiber spie­len. Jetzt sind die Allergologen dran und erklä­ren die Allergiker zur neu­en Risikogruppe.
    https://www.welt.de/vermischtes/video227922407/Allergiker-aufgepasst-Pollen-koennen-Corona-Infektionsrate-erhoehen.html
    Wenn man gugelt (stu­die pol­len all­er­gi­ker coro­na) kann man fest­stel­len, das lief vor/gestern auf allen Kanälen. Nur die erwähn­te Studie, die die­se Verbindung her­stel­len soll, konn­te ich bis­lang nicht auftreiben.
    Hatten wir vor einem Jahr nicht auch Frühjahr?

    1. Pollen tref­fen auf ein untrai­nier­tes Immunsystem. Das dreht dann auf und rich­tet sich gegen die eigent­lich harm­lo­sen Pollen. 

      Das zeigt mal wie­der, dass ein ein­zel­ner sozi­al und kör­per­lich distan­zier­ter Mensch nicht gut leben kann und will.

      Wir sind nicht lebens­fä­hig ohne Mikroorganismen und Panik vor Viren erzeugt auch Panik vor Pollen. 

      Dabei hängt "eigent­lich" alles mit allem zusam­men. Trennung ist nur eine Idee.

  5. Respekt @aa!
    Die "Empfehlung der Redaktion" ist ein beson­ders schö­nes Fundstück!
    Ich hat­te "nur" das Original der "Studie" auf dem Radar:
    https://www.bmj.com/content/372/bmj.n579

    Wenn bereits im "abs­tract" unter "con­clu­si­on" steht:
    (deepl-über­set­zung leicht korrigiert):
    "Die Planung von Gesundheitskapazitäten und die natio­na­le und inter­na­tio­na­le Kontrollpolitik wer­den von die­sem Ergebnis beein­flusst, wobei die erhöh­te Sterblichkeit dem Argument Gewicht ver­leiht, dass wei­te­re koor­di­nier­te und stren­ge Maßnahmen gerecht­fer­tigt sind, um die Todesfälle durch SARS-CoV‑2 zu reduzieren."

    Eine "Studie" in deren Schlussfolgerung bereits von einer völ­lig unbe­wie­se­nen (schon gar nicht von die­ser "Studie") Kausalität aus­ge­gan­gen wird? Dass "koor­di­nier­te und stren­ge Maßnahmen" GEEIGNET "sind um die Todesfälle durch SARS-CoV‑2 zu reduzieren"? 

    Darf man in einer "wis­sen­schaft­li­chen Studie" zur Übervölkerung schluss­fol­gern, dass es gerecht­fer­tigt ist, Storchennester auszuräuchern?

    Und im letz­ten Satz:
    "Provenance and peer review: Not com­mis­sio­ned; extern­al­ly peer reviewed." 

    Geliefert wie ("extern­al­ly") bestellt (?).

  6. Alles albern. Gestern war ich beim Zahnarzt (60+) – wo man bekannt­lich auf dem Folterstuhl auch leicht mal panisch zu hächeln beginnt – ohne Maske beim Zahnziehen natür­lich. Danach an der "Rezeption" für neu­en Termin leg­te ich einen Stift zurück auf den Stapel der Stifte. Das war mein Fehler. Die Dame ras­te­te fast aus. Jetzt müß­te sie alle des­in­fi­zie­ren (6 Stück) und über­haupt hät­ten sie bis jetzt noch kei­nen ein­zi­gen Corona Fall hier gehabt weil sie alle Maßnahmen so streng befol­gen. Meine Antwort: Ich auch nicht obwohl ich die Maßnahmen gar­nicht befolge.

  7. Die Studie kann man in der Pfeife rau­chen. Ist es Dummheit oder Absicht?

    Am ehes­ten sagt sie aus, dass die gesam­te Infektionssterblichkeit sta­tis­tisch rele­vant bei 0.3% lag, wun­der­schön zwi­schen Ioannidis und Heinsberg. Aber die Dunkelziffer an Infektionen ist sowie­so nicht berück­sich­tigt, d.h. die rea­le Sterblichkeit liegt Faktor 2–30 tiefer.

    Aber dass sich das Virusgeschehen zu einer neu­en Variante hin ver­schiebt sagt nichts über deren Tödlichkeit. In 2 Monaten haben 99% der gestor­be­nen Infizierten die neue Variante, dann wer­den die­se "Wissenschaftler" sagen, die­se sei 99 mal töd­li­cher als die alte!

  8. Vergleichsstudien ste­hen und fal­len mit der Vergleichbarkeit der Gruppen, die man ver­gleicht. Hier lässt man aus­ge­rech­net die Komorbiditäten weg­fal­len, die nach allem was man weiß einen wesent­lich höhe­ren Einfluss als Geschlecht oder Wohnort haben.

    Das macht die Studie viel­leicht für Wissenschaftler inter­es­sant, wel­che eine ver­tie­fen­de Datenanalyse vor­neh­men möch­ten. Als objek­ti­ve Hilfe bei der Einordnung der Varianten taugt das Ergebnis aber nicht, zumal noch eine Reihe ande­rer Beschränkunegn dazu kommen.

    Nur eines kann man able­sen: die Sterblichkeit ist weder in der Basisversion noch in der Variante son­der­lich hoch. Das wuss­te man eigent­lich schon vorher…

  9. 'Zuletzt kon­sta­tier­te ein füh­ren­der Schweizer Epidemiologe, dass die neu­en Coronavirus-Varianten trotz etwas höhe­rer Übertragbarkeit bis­her kei­nen bestim­men­den Einfluss auf die Infektions­zahlen haben: In Genf liegt der Anteil der “bri­ti­schen Variante” inzwi­schen bei über 90%, was indes kei­ne Auswirkungen auf die Infektionszahlen hat­te; in ande­ren Regionen stie­gen die Infektionszahlen trotz deut­lich gerin­ge­rem Anteil der Variante inzwi­schen leicht an.'

    https://swprs.org/corona-in-der-schweiz-marz-update/

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