Nach 13 Monaten: Gesundheitsministerium antwortet auf "Fragen zu Tests auf SARS-CoV‑2"

Auf frag​den​staat​.de ist die­se Story nach­zu­le­sen. Es sei vor­weg­ge­nom­men: Die Antworten sind nichts­sa­gend. Dabei waren die Fragen vom 8.4.2020 recht einfach:

»A. Allgemeine Fragen zum Test SARS-CoV-2-PCR
1. Welche Tests von wel­chen Herstellern wer­den in Deutschland für die medi­zi­ni­schen Diagnostik von SARS-COV‑2 verwendet?
2. Wann und durch wel­che Stelle erfolg­te die Zulassung die­ser Tests für den dia­gnos­ti­schen Gebrauch an Patienten?
3. Wie sind die jewei­li­gen Daten für die Sensitivität und Spezifität die­ser Tests?

B. Spezielle Fragen zu TIB Molbiol/Roche Diagnostics LightMix Modular SARS-CoV‑2 (COVID19) für N‑gene / RdRP-gene / E‑gene:
1. Der hier­zu­lan­de beson­ders häu­fig in den Medien genann­te Test ist der­je­ni­ge, der von der Berliner Firma TIB Molbiol bzw. von TIB Molbiol / Roche her­ge­stellt und ver­trie­ben wird.
Wie ist in Deutschland der Anteil die­ser Tests am Gesamtaufkommen der für die medi­zi­ni­sche Diagnose ver­wen­de­ten Tests?…

3. An der Testentwicklung war Prof. Dr. Drosten, der u.a. hin­sicht­lich der COVID19-Testung eine zen­tra­le Beraterrolle für die Bundesregierung spielt, maß­geb­lich beteiligt.
Ist aus­ge­schlos­sen, dass hier ein Interessenskonflikt besteht?…

E. Labordiagnostischer Nachweis bei feh­len­den Angaben zum kli­ni­schen Bild (nicht ermit­tel­bar oder nicht erhoben).“
Wie hoch ist der Anteil die­ser sym­ptom­lo­sen bzw. kli­nisch unbe­kann­ten oder nicht pas­sen­den test-posi­ti­ven Personen an den erfaß­ten Fallzahlen?
Werden die­se Fälle geson­dert doku­men­tiert, und wo wer­den die Daten publiziert?
Ist die Therapie für die Patienten mit posi­ti­vem Test anders als für die mit nega­ti­vem Test?
Wie ist aus­zu­schlie­ßen, daß es sich bei die­sen Gruppen um falsch-posi­tiv Getestete han­delt?
«

Es bedurf­te meh­re­rer Nachfragen, bevor am 7.5.2021 dies kam:

»… zu A
Die von Ihnen begehr­ten Informationen lie­gen nicht vor, da deutsch­land­weit von den Laboren ver­schie­de­nen PCR Assays und Kits ver­wen­det wer­den. Für die jewei­li­ge Validierung wen­den Sie sich bit­te an das zustän­di­ge Labor bzw. den Anbieter des Tests. In Deutschland kom­men sowohl kom­mer­zi­el­le SARS-CoV-2-Tests als auch in-house-Tests zum direk­ten Erreger-Nachweis von SARS-CoV‑2 zum Einsatz. Eine Übersicht zu den in Deutschland erhält­li­chen kom­mer­zi­el­len Tests fin­det sich hier: https://​www​.dim​di​.de/​d​y​n​a​m​i​c​/​d​e​/​m​e​d​i​zin…

... Für eine labor­dia­gnos­ti­sche Untersuchung zur Klärung des Verdachts auf eine Infektion mit dem SARS-CoV‑2 wur­den PCR-Nachweissysteme ent­wi­ckelt und vali­diert. Sie gel­ten als „Goldstandard“ für die Diagnostik. Nähere Angaben sind über die Weltgesundheitsorganisation (https://​www​.who​.int/​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​n​s​/​i​/​i​tem… ) bzw. die Foundation for Innovative New Diagnostics (https://​www​.euro​sur​veil​lan​ce​.org/​c​o​n​ten… ) verfügbar.

… Zu B 
Es wird auf die Antwort zu A ver­wie­sen…«

Zum Punkt E gibt es gar kei­ne Stellungnahme.

4 Antworten auf „Nach 13 Monaten: Gesundheitsministerium antwortet auf "Fragen zu Tests auf SARS-CoV‑2"“

  1. Ich kom­me gera­de vom Joggen. Überall lie­gen voll­ge­rotz­te FFP2-Masken rum. Wollte man nicht den Dosenpfand ein­füh­ren damit kei­ne Bierdosen mehr rum­lie­gen!? Da hät­te ich näm­lich mal einen Vorschlag 😉

  2. Der Fragesteller war sehr gedul­dig, aber er hat sei­ne Antworten ohne Klage bekom­men. Nach drei Monaten war­ten hät­te er Untätigkeitsklage erhe­ben können.

  3. Gleich noch­mal ein­rei­chen. Mal sehn, wie lang es dies­mal benötgt und ob inzwi­schen ein paar Fragen beant­wor­tet wer­den können.

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