"Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!"

Das soll vor 2300 Jahren König Pyrrhos I. von Epirus gesagt haben, nach­dem er die Römer zunächst in einer gro­ßen Schlacht besiegt hat­te, um anschlie­ßend den gan­zen Pyrrhischen Krieg zu verlieren.

Gestern hat König Jens der Letzte mit dem Umfallen der Stiko einen sol­chen Sieg erkämpft. Es kann gut sein, daß auch er damit sei­ne Truppen so geschwächt hat, daß der "Krieg gegen das Virus", der zuneh­mend zu einem Krieg gegen unge­hor­sa­me Teile der Bevölkerung mutiert, ver­lo­ren geht.

Nicht nur die "Stuttgarter Zeitung" reagier­te ges­tern erschro­cken (s. Impfempfehlung für Kinder: Die Stiko ist beschä­digt). Auch auf berliner-zeitung.de ist am 16.8. in einem Kommentar zu lesen:

»Respekt für die Stiko, so lange widerstanden zu haben

Es ist nicht Job der Politik, die Kommission unter Druck zu set­zen, um eine gene­rel­le Impfempfehlung für Kinder ab zwölf zu errei­chen. Ein skan­da­lö­ser Vorgang.

Berlin – Kompliment, sie haben lan­ge durch­ge­hal­ten, die Experten der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut. Sie haben dem Druck wider­stan­den, den die Politik seit Wochen auf sie aus­übt. Sie haben erst jetzt eine gene­rel­le Empfehlung aus­ge­spro­chen, Heranwachsende von 12 bis 17 Jahren gegen das Coronavirus zu impfen…

Was nach den Debatten abseh­bar und wie eine Randnotiz erscheint, ist ein skan­da­lö­ser Vorgang. Welche Motive auch immer poli­ti­sche Akteure damit ver­folgt haben mögen, aus­ge­rech­net die­se Altersgruppe in den Fokus einer öffent­li­chen Kampagne zu stel­len, wel­che Gründe auch immer die Stiko jetzt zum Einlenken bewo­gen haben – die Koalition von Entscheidungsträgern mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat ihre Kompetenzen ein­deu­tig über­schrit­ten. Aufgabe einer unab­hän­gi­gen Expertenkommission ist eben genau das: Unabhängig zu sein, frei von Lobbyismus, Wahlkampf, Machtkampf; sie hat Risiken und Wirkungen kri­tisch abzu­wä­gen und dabei nur einem ver­pflich­tet zu sein: der Bevölkerung und ihrer Gesundheit…«

Dazu gibt es die­se Lesehinweise:


Die Beschreibung der Stiko ist hier arg idyl­lisch. Sie ist fest in den Händen von PharmalobbyistInnen (s. Wer sitzt in der "Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut"?). Nicht alle aber hän­gen an der Leine von Biontech/Pfizer. Daß selbst deren Kompetenz nach wochen­lan­gem Trommelfeuer nun der­art demon­tiert wird, daß auch wohl­mei­nen­den BetrachterInnen der poli­ti­sche Druck nicht mehr ver­bor­gen blei­ben kann, könn­te tat­säch­lich einen Umschwung her­bei­füh­ren. Das ist nicht aus­ge­macht, aber auch nicht unwahr­schein­lich. Die Unfähigkeit der Bundesregierung auf allen Gebieten, von Afghanistan bis Hochwasser, und ihre damit ver­bun­de­nen Lügen wer­den unwei­ger­lich Auswirkungen auf das Vertrauen in ihre "Impfkampagne" haben.

11 Antworten auf „"Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!"“

      1. Ich bin immer wie­der beein­druckt, wie sie den Überblick behal­ten. Sie haben in die­sem Blog wohl schon gut 5000 Artikel veröffentlicht.

  1. @aa: Wie immer: Ihr Wort in Gottes Gehörgang. Ich selbst bin seit Monaten auf gera­de­zu schi­zo­phre­ne Weise zer­ris­sen zwi­schen gele­gent­lich auf­kei­men­dem Optimismus und tiefs­tem Pessimismus, was den wei­te­ren Lauf der Dinge angeht. Ich las­se mich daher immer wie­der ger­ne von Ihrem Optimismus anste­cken, weiß aber auch, dass schon mor­gen wahr­schein­lich die nächs­te Schweinerei ansteht, die mich wie­der sehr dar­an zwei­feln las­sen wird, dass wir in abseh­ba­rer Zeit aus die­sem Corona-Irrenhaus herauskommen.

    Jedenfalls wün­sche ich Ihnen und uns allen, dass Sie am Ende Recht behalten.

  2. https://corona-transition.org/eine-wirklich-gluckliche-familie-reuters-pfizer-und-das-weltwirtschaftsforum
    (Bericht auf Corona-Transition über einen offen­bar sehr sorg­fäl­tig recher­chier­ten Artikel in "The Defender" – Medienportal der Initiative "Children's Health Defense" – zu bemer­kens­wer­ten per­so­nel­len Verflechtungen zwi­schen Pfizer, Reuters [Medienkonzern und neu­er­dings auch Zensurkonzern] sowie dem WEF vom Herrn Schwab.)

  3. Wenn

    - hun­der­te Milliarden Euro umver­teilt wur­den (eher vie­le Billionen Euro, wenn man die "Rettung" von Konzernen wie Lufthansa oder Boeing hin­zu­rech­net plus Zentralbankengeschäfte) und
    – die Zertifikate eines tota­li­tä­ren Überwachungsstaats bleiben,

    dann haben die kri­mi­nel­len Superreichen die Kontrolle über ihr Diebesgut bewahrt, ihr Ziel erreicht. Und wir haben ver­lo­ren und die Toten zu beklagen.

  4. Jens Spahn ist doch der obers­te Chef des RKI (Bundesbehörde) und damit der STIKO. Und wenn Herr Spahn sagt, es ist sein Wunsch, dass die STIKO grü­nes Licht gibt für die Impfung von Kindern ab 12 Jahren, dann wird grü­nes Licht gege­ben. Dazu hat­te sich Prof. Kekulè geäußert:
    https://www.youtube.com/watch?v=Mi6-BHz0nh8

    Jede Impfung zählt. Jeder, der da mit­macht, ist auch poten­ti­ell bereit, sich den 3., 4., 5. Booster geben zu las­sen, solan­ge die Zahlen (Inzidenzen) stim­men und medi­al die Keule des expo­nen­ti­el­len Wachstums, neu­er, noch infek­tiö­se­rer Mutanten u. a. geschwun­gen wird.

  5. These: das Versagen von Regierungen in aller Welt , führt zu einer Destabilisierung der jet­zi­gen poli­ti­schen Ordnung, der par­la­men­ta­ri­schen Demokratie. Der damit ein­her­ge­hen­de Vertrauensverlust der Bevölkerung in die­ses bestehen­de System begüns­tigt auch eine Abwendung der pro­pa­gier­ten Werte ( Partizipation, Persönliche Freiheitsrechte, Gewaltenteilung) auf dem sich die­ses System beruft. Es sei hier dahin­ge­stellt ,ob die­ses System die­se Werte tat­säch­lich auch " lebt" oder nur für sich in Anspruch nimmt ohne die­se umzu­set­zen. Das ist auch völ­lig uner­heb­lich , solan­ge die Menschen dar­an glau­ben, dass die­ses System sinn­bild­lich für die­se Werte steht. Wird der Vertrauensverlust in die­ses System grö­ßer ,ist es gut mög­lich dass die­ses System frü­her oder spä­ter zer­fällt. In die­sem Machtvakuum kann dann eine neue gesell­schaft­li­che Ordnung den Platz der alten ein­neh­men und auch Recht ein­fach einen neu­en Wertekanon eta­blie­ren. Hier genügt ein Stabilitätsversprechen ,der Propagandisten der neu­en Ordnung. Für die meis­ten Menschen ist eine plan­ba­re Zukunft ,auch wenn sie auf anti­hu­ma­nus­ti­schen Prämissen beruht ,erstre­bens­wer­ter ,,als eine die unvor­her­seh­bar ist.

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