SARS-CoV-2-Exposition bei wildlebenden Weißwedelhirschen (Odocoileus virginianus)

In einem ent­schie­den zu wenig beach­te­ten Preprint vom 29.7. unter obi­gem Titel wird belegt, daß trotz Infektionen durch Menschen Weißwedelhirsche in vier US-Bundesstaaten fast eine Herdenimmunität erreicht haben. Ohne jeg­li­che "Impfung".

»Zusammenfassung: Weit ver­brei­te­te SARS-CoV-2-Infektionen beim Menschen in Verbindung mit Interaktionen zwi­schen Mensch und Wildtieren ber­gen das Potenzial für eine umge­kehr­te Zoonose vom Menschen auf Wildtiere. 

Wir haben gezielt Weißwedelhirsche (Odocoileus vir­gi­nia­nus) für die Serosurveillance aus­ge­wählt, da die­se Hirsche nach­weis­lich ACE2-Rezeptoren mit hoher Affinität für SARS-CoV‑2 besit­zen, für eine Infektion emp­fäng­lich sind, eine anhal­ten­de Virusausscheidung auf­wei­sen, auf Artgenossen über­tra­gen wer­den kön­nen und in der Nähe von städ­ti­schen Zentren häu­fig vorkommen.
Wir unter­such­ten 624 Serumproben von Wildhirschen aus vier US-Bundesstaaten vor und nach der Pandemie auf eine SARS-CoV-2-Exposition. In 152 Proben (40 %) aus dem Jahr 2021 wur­den mit einem Surrogat-Virusneutralisationstest Antikörper nach­ge­wie­sen. Eine Teilmenge der Proben wur­de mit einem SARS-CoV-2-Virusneutralisationstest mit hoher Übereinstimmung zwi­schen den Tests getes­tet. Diese Daten deu­ten dar­auf hin, dass Weißwedelhirsche in den unter­such­ten Populationen mit SARS-CoV‑2 in Kontakt gekom­men sind.

Zusammenfassung in einem Satz: Antikörper gegen SARS-CoV‑2 wur­den bei 40 % der wild­le­ben­den Weißwedelhirsche nach­ge­wie­sen, die 2021 in vier US-Bundesstaaten beprobt wurden. «

13 Antworten auf „SARS-CoV-2-Exposition bei wildlebenden Weißwedelhirschen (Odocoileus virginianus)“

  1. Siehe Dr. Wodarg z.B.
    https://​www​.wodarg​.com/​2​0​2​0​/​0​5​/​0​4​/​c​o​r​o​n​a​-​w​a​s​-​a​l​w​a​y​s​-​h​e​re/
    https://​www​.wodarg​.com/​2​0​2​0​/​0​3​/​3​1​/​p​h​y​l​o​g​e​n​e​t​i​s​c​h​e​-​s​p​e​k​u​l​a​t​i​o​n​e​n​-​u​n​d​-​d​i​e​-​k​u​r​z​s​i​c​h​t​i​g​k​e​i​t​-​v​o​n​-​s​p​e​z​i​a​l​i​s​t​en/
    Also die Sache ist die:
    Die simp­len linea­ren Denkansätze mit einem ange­nom­me­nen Ausgangspunkt Wuhan sind viel ein­fäl­ti­ger als das Leben.

    Einen Versuch dar­über wag­te einst auch schon R.E.M. mit 'Loosing my Religion'…'Uh, das Leben ist grös­ser als Du…' Aber der Experte = Intellektuelle = Hirni redu­ziert alles und die gan­ze Evolution auf ein paar linea­re Denkprozesse in einem Teil sei­nes Gehirns.
    'Jede wache Stunde wäh­le ich mei­ne Konfessionen'…Corona-Pro.

    Also, um nicht mit der Ursuppe anzu­fan­gen, der Mensch ist ein Säugetier. Englisch: mam­mal. Glaub von latei­nisch Mamma=Brust. Merkhilfe: Lied von Bloodhound Gang 'The bad touch': 'Hey baby you and me are not­hing but mam­mals, so lets do it like they do on dis­co­very channel.'

    Wie also Wodarg sagt, a pro­pos 'Zoonose': der Mensch ist genau­so ein Säugetier wie z.B. der Hirsch…

    …und Coronaviren sind rekombinant…nur ein­fäl­ti­ge 'line­ar only' Hirnis kön­nen Dinge nur maxi­mal auf die sprich­wört­li­che Reihe brin­gen, das Leben ist aber grös­ser und ist nicht der­art limitiert…

    1. Nö, denn was die Studie ver­schweigt: das Gebiet, in dem die Untersuchungen gemacht wur­den, zählt auch zum Verbreitungsgebiet des Nordamerikanischen Mausohrs (Myotis sept­en­tr­io­na­lis), einer Fledermausart.
      Wie Christian der Pfosten nicht müde wird zu behaup­ten, kommt das Virus von Fledermäusen, und wer wür­de an Seinen Heiligen Worten zwei­feln? Die Weißwedelhirsche haben sich daher nicht bei Menschen, son­dern bei den Mausohren angesteckt.
      Das sieht man übri­gens auch dar­an, dass die meis­ten der betrof­fe­nen Counties außer­halb der urba­nen Regionen lie­gen. Weitergehende Studien wer­den sicher zei­gen, dass jeweils Mausohr-Höhlen in der Nähe der infi­zier­ten Hirschpopulationen liegen 😀

  2. Ja, die­se Studie soll­te unbe­dingt viel mehr Beachtung fin­den. Alle Virologen soll­ten sich von nun an dar­auf kon­zen­trie­ren, die Seroprävalenz bei Bartagamen, Spitzmäusen und Fischottern zu ergründen.

  3. ot
    War es nicht mal extra kein gene­ti­sches Experiment? Puh, jetzt ist es etwas voll­kom­men ande­res, viel bes­se­res, und zum Glück gene­ti­sche Experiment?
    "Indien erteilt Notfallzulassung für welt­weit ers­ten DNA-Impfstoff namens ZyCoV‑D
    5 Sep. 2021 20:47 Uhr"
    https://​de​.rt​.com/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​/​1​2​3​5​9​8​-​i​n​d​i​e​n​-​e​r​t​e​i​l​t​-​n​o​t​f​a​l​l​z​u​l​a​s​s​u​n​g​-​f​u​r​-​w​e​l​t​w​e​it/

    "DBT-BIRAC sup­por­ted ZyCoV‑D deve­lo­ped by Zydus Cadila Receives Emergency Use Authorization
    World’s First COVID-19 DNA vac­ci­ne deve­lo­ped in part­ners­hip with
    DBT-BIRAC under Mission COVID Suraksha
    Posted On: 20 AUG 2021 7:04PM by PIB Delhi"
    https://​www​.pib​.gov​.in/​P​r​e​s​s​R​e​l​e​a​s​e​P​a​g​e​.​a​s​p​x​?​P​R​I​D​=​1​7​4​7​669

    Wie lan­ge dau­ert ein Not-fall? Jedenfalls lan­ge genug, um zu ler­nen, dass es prak­ti­scher ist, gleich ab 12 Jahren zuzulassen.

    1. Wie lan­ge einNotfall andau­ert? Na solan­ge, bis jeder Pharma-Konzern der sei­ne "Lobby-Beitraege" gezahlt hat auch die Chance erhielt, sei­ne "Impfstoff-Ploerre" not­fall­zu­ge­las­sen zu bekom­men. Wieviele Impfstoffe ware­nin der Entwicklung? Zwischen 150 und 200?Na dann kann es ja noch dauern…

  4. Kalle! Komm' mal her! Es geht um Weißwedelhirsche! Du bist doch da Experte, oder? Es gibt da eine Studie …

    Übrigens, Kalle, man hört, dass ein Herr Ministerpräsident fra­gen lässt, ob auch Wolpertinger bzw. Wolperdinger gefähr­det sind. Sofern ja, ob du FFP2-Masken für Wolpertinger/ Wolperdinger emp­fiehlst und wie die Sanktionierung bei Nichteinhaltung der AHA-Regeln sei. Für Wolpertinger bzw. Wolperdinger. Könnest du das Thema nicht mal bei der nächs­ten Talkshow auf­grei­fen und aus­gie­big erör­tern? Auch vor dem Hintergrund, dass Delta ansteht und der Bestand die­ser net­ten Exemplare doch gefähr­det sein könnte.

  5. "In einem ent­schie­den zu wenig beach­te­ten Preprint"

    DANKE, @aa. Lache schon hier laut­hals. Danke mal wie­der auch für alles!

  6. Der Weißwedelhirsch ist gene­tisch von uns Menschen so weit ent­fernt als daß jedes Enzym anders auf­ge­baut ist.

    Also auch Transkriptase und Polymerase, inso­fern ist es völ­lig irrele­vant wel­che Viren bei die­ser Spezie patho­gen sind und wel­che Immunglobuline die spe­zi­fi­sche Abwehr hervorbringt.

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