Weiter Besuchseinschränkungen an Krankenhäusern wegen Corona

Auch in die­ser dpa-Meldung mit obi­ger irre­füh­ren­der Überschrift vom 1.8. steht das Wichtigste am Schluß:

»In einer Reihe von Landkreisen lag die Zahl der wöchent­li­chen Corona-Klinikfälle je 100 000 Einwohner zuletzt teils deut­lich über 20. Diese Patienten wür­den der­zeit zumeist nicht ursäch­lich wegen einer Corona-Infektion ein­ge­wie­sen, son­dern wegen ande­rer Erkrankungen, sag­te [der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft] Poniewaß. Die Infektion wer­de dann erst in der Klinik dia­gnos­ti­ziert. Die soge­nann­te Hospitalisierungsinzidenz ist ein Kriterium für die Belastung der Krankenhäuser durch die Pandemie.«

Um so absur­der sind die Vorschriften der thü­rin­gi­schen Landesverordnung und ihre Anwendung:

"… Am Waldklinikum Gera etwa dür­fen Patienten täg­lich höchs­tens drei Besucher emp­fan­gen, die Besuchszeiten sind auf drei Stunden begrenzt. Am Universitätsklinikum Jena, den Thüringen-Kliniken in Saalfeld, den Regiomed-Kliniken in Südthüringen und im Krankenhaus Apolda ist pro Patient in der Regel nur ein Besucher für maxi­mal zwei Stunden erlaubt. Das Haus in Apolda war kürz­lich nach einer zwi­schen­zeit­li­chen Lockerung wie­der zu die­ser Obergrenze zurück­ge­kehrt. Die Besuchszeit ist dort auf zwei Stunden täg­lich begrenzt.

Sollte sich die Corona-Situation ver­schär­fen, «dann wer­den wir auch über eine Verschärfung der Besuchsregelungen nach­den­ken», sag­te eine Sprecherin des Waldklinikums Gera. In den Thüringen-Kliniken soll es bei den bestehen­den Regelungen zunächst blei­ben, wie ein Sprecher
sag­te. Weitere Einschränkungen sei­en vor­erst nicht geplant.

Die Menschen reagier­ten auf die wie­der stren­ge­ren Regelungen «sehr ver­nünf­tig», hat Uwe Koch, Geschäftsführer des Krankenhauses Apolda, beob­ach­tet. In der Corona-Landesverordnung ist gere­gelt, dass Klinikbesucher eine OP- oder FFP2-Maske tra­gen müs­sen. Diese Anordnung füh­re aller­dings bei Besuchern oft zu Widerspruch, sag­te eine Sprecherin des Klinikums Gera…"

7 Antworten auf „Weiter Besuchseinschränkungen an Krankenhäusern wegen Corona“

  1. "täg­lich höchs­tens 3 Besucher" – welch uner­mess­li­cher Luxus. Im Klinikum Worms darf jeder Patient pro Tag genau einen Besucher emp­fan­gen für eine Stunde. Entweder zwi­schen 11 und 13 oder 15 und 17 Uhr.

  2. hen­ning rosenbusch
    @rosenbusch_
    ·
    9h
    „… wie künf­tig eine Risikobewertung bei der Einreise vor­ge­nom­men wer­den könnte

    – auch mit­hil­fe von Facebook und Twitter. 

    Dabei soll ein Algorithmus über die Gefahr ent­schei­den, die von einer Person ausgeht.“

    1/2

    https://web.de/magazine/politik/entscheidet-instagram-darueber-europaeische-union-einreisen-37155238

    http://t.me/Rosenbusch
    https://pbs.twimg.com/media/FZGcA9GXgAEbEVt?format=jpg&name=900x900
    hen­ning rosenbusch
    @rosenbusch_
    2/2 „Wozu führt es, 

    wenn eine Kamera bei der Echtzeit-Verhaltensanalyse 

    Nervosität fest­stellt?

    Wie ver­häng­nis­voll ist es, 

    online Beiträge über Osama Bin Laden oder
    den NSU geteilt oder gelik­ed zu haben?“
    Image
    7:58 PM · Aug 1, 2022
    https://twitter.com/rosenbusch_/status/1554194891919572994

  3. Immer noch nicht wird breit und eben­so hart­nä­ckig auf ande­re Viren getes­tet – weltweit (!)
    Nehmen wir mal an die Testresultate sind kor­rekt. Ist die­se Ding spe­zi­ell oder nicht?
    Wir wis­sen es nicht.

  4. "… zuletzt teils deut­lich über 20. Diese Patienten wür­den der­zeit zumeist nicht ursäch­lich wegen einer Corona-Infektion ein­ge­wie­sen, son­dern wegen ande­rer Erkrankungen, …"

    Echt, tat­säch­lich schon wie­der deut­lich über 20? Ist denn schon Frühherbst? Wie gut, dass die Impfung schützt.

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