Edeka Nord belohnt Mitarbeiter mit Impf-Prämien

faz.net berich­tet am 13.4.:

»Edeka Nord bie­tet als ers­ter Einzelhändler in Deutschland sei­nen Mitarbeitern eine Prämie an, wenn die­se sich gegen Covid-19 imp­fen las­sen. Das bestä­tig­te das Unternehmen der F.A.Z. am Dienstag. Zunächst hat­ten die „Kieler Nachrichten“ dar­über berich­tet. Edeka Nord ist eine der sie­ben Großhandelsbetriebe des Edeka-Verbundes. Das Unternehmen belie­fert Edeka-Filialen in Norddeutschland mit Waren. Zum Absatzgebiet von Edeka Nord zäh­len rund 670 Märkte.

Die Impf-Prämie besteht aus einem Einkaufsgutschein in Höhe von 50 Euro. „Dies ist ein wei­te­rer Baustein unse­rer Corona-Maßnahmen“, sagt eine Sprecherin von Edeka Nord. Zunächst gilt das Angebot für Mitarbeiter, die zur zwei­ten Prioritätengruppe zäh­len. Darunter fal­len Menschen mit chro­ni­scher Lungenerkrankung oder auch Kontaktpersonen von Schwangeren

Welche Auswirkungen es hat, Menschen für Impfungen zu bezah­len, dar­über gehen die Meinungen aus­ein­an­der. Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Erfurt, die im Februar im Fachmagazin „Journal of Medical Ethhics“ ver­öf­fent­licht wur­de, kam zum Schluss, dass Prämien die Impfbereitschaft nicht erhöhen…

Ganz anders das Ergebnis einer wei­te­ren Untersuchung, die vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ver­öf­fent­licht wur­de: „Ohne Kompensation woll­ten sich 70 Prozent der Menschen imp­fen las­sen“, heißt es in der Studie, bei einer Bezahlung von 100 Dollar sei die­ser Wert um 4,5 Prozentpunkte gestie­gen, bei 500 Dollar sogar um 13,6 Prozentpunkte. Prämien von nur 20 Dollar wür­den die Impfbereitschaft dage­gen um 5 Prozentpunkte sen­ken, womög­lich weil das der mora­li­schen Motivation zuwi­der­lie­fe. Für ihre Studie befrag­ten die Forscherinnen der University of California in San Diego und des Karlsruhe Institute for Technology zwi­schen Dezember und Februar gut 1000 Amerikaner.«

(Hervorhebungen nicht im Original.)

12 Antworten auf „Edeka Nord belohnt Mitarbeiter mit Impf-Prämien“

  1. Meine Erfahrung aus über 50 Lebensjahren: Wer den öffent­lich pro­pa­gier­ten Empfehlungen folgt, wer sich durch (ver­spro­che­ne) Privilegien oder Prämien ködern lässt, ist am Ende immer der Dumme.

  2. Sollen sie doch ein­fach 20x20 Dollars ausloben.
    Dann ist die Bereitschaft auf 100%+ erhöht, nach meiner
    Modellierung auf­grund der Datenlage.

    Sondermeldung: "In den frü­hen Morgenstunden explo­dier­ten in der Berliner Innenstadt 2 Wasserstoffbomben.
    Menschen wur­den dabei nicht verletzt."

  3. Die kla­re Botschaft ist: Nehmt lie­ber jetzt die Prämie, solan­ge die Impfung noch frei­wil­lig ist. So wird doch bei Enteignungen auch immer vorgegangen.
    Aber mal im Ernst: Solche Anreize sind ein Fall für das Antidiskriminierungsgesetz.

    1. @ Henning

      Die Gentherapie bleibt frei­wil­lig, so lan­ge sich nicht genug Menschen haben gen­the­ra­pie­ren las­sen. Zwang kann erst ein­ge­setzt wer­den, wenn die Gruppe der Widerständigen weit genug redu­ziert wur­de. Wo die­se Größenordnung liegt, ist schwer zu sagen und hängt auch von der Gruppenzusammensetzung ab, aber spä­tes­tens ab einem Viertel der erwerbs­tä­ti­gen Bevölkerung dürf­te es kri­tisch werden.

  4. Da kann man also auch nicht mehr ein­kau­fen gehen…

    Wie gut, dasd die Bio-Kisten-Lieferanten inzwi­schen auch Großhandelsware liefern!

  5. Für 50 Euros mal rich­tig lecker fres­sen und dafür sei­ne Gesundheit rui­nie­ren, was für ein gei­ler Deal.
    Wird aber bei der Mehrheit fun­zen. Die Bekloppten sol­len sich alle ent­sor­gen, dann könn­te für die Nazis noch was in den Rentenkassen übrig bleiben.

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