Einzelmeinung. Bitte nicht ernstnehmen

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Der Schwurbel-Virologe beruft sich auf die "Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO)" beim RKI:

Deren Einschätzung wird auf aerzteblatt.de so zusammengefaßt:

»COVID-19-Pandemie: Schlussfolgerungen aus krankenhaushygienischer Sicht

… Zwei Jahre nach Beginn der Pandemie erscheint es sinn­voll, aus dem Blickwinkel der Erfahrungen der KRINKO-Mitglieder die Lehren in Hinblick auf die lang­fris­ti­ge Vorbereitung medi­zi­ni­scher Einrichtungen auf Epidemien oder Pandemien zusam­men­zu­tra­gen. Die 18 Mitglieder wur­den im August und September 2021 dazu befragt. Die Ergebnisse wur­den zusam­men­ge­stellt, prio­ri­siert und in einem ite­ra­ti­ven Prozess mit allen KRINKO-Mitgliedern abgestimmt…

[Es] muss ent­spre­chend der Struktur der ein­zel­nen medi­zi­ni­schen Einrichtungen fest­ge­legt wer­den, wel­che Einrichtungen vor­ran­gig inten­siv­pflich­ti­ge Patienten und wel­che Einrichtungen nicht­in­ten­siv­pflich­ti­ge Patienten behan­deln sol­len. Dies muss so gesteu­ert wer­den, dass Einrichtungen nicht prio­ri­tär nach wirt­schaft­li­chen Überlegungen Patienten auf­neh­men können.

Es soll­te dafür gesorgt wer­den, dass gene­rel­le Besuchsverbote in medi­zi­ni­schen Einrichtungen ein­schließ­lich sta­tio­nä­rer Pflegeeinrichtungen (zum Beispiel durch Angebote von vali­den Testkonzepten mit aus­rei­chen­der Sensitivität) ver­mie­den wer­den kön­nen. Rehabilitationskliniken soll­ten bestimm­te Behandlungsangebote auch unter den Bedingungen der Pandemie anbie­ten kön­nen, um die reha­bi­li­ta­ti­ve Versorgung der Patienten auf­recht­zu­er­hal­ten«

Teilweise frustran

»Bei Festlegung neu­er Maßnahmen soll­ten die Einrichtungen einen gewis­sen Vorlauf erhal­ten, der bei der Terminsetzung für das Inkrafttreten der Maßnahmen zu beach­ten ist. Vor allem in medi­zi­ni­schen Einrichtungen mit hygie­nisch-infek­tio­lo­gi­schem Fachwissen ist es pro­ble­ma­tisch und teil­wei­se frus­tran, wenn durch not­wen­di­ge poli­ti­sche Abstimmungsprozesse als drin­gend not­wen­dig erkann­te Maßnahmen in ihrer Umsetzung ver­zö­gert wer­den und die nor­ma­ler­wei­se prak­ti­zier­te fach­li­che Eigenverantwortung unter­bun­den wird…

Qualifiziertes Personal

Von ent­schei­den­der Bedeutung ist eine aus­rei­chen­de Ausstattung der medi­zi­ni­schen Einrichtungen mit qua­li­fi­zier­tem Personal. Es müs­sen die Voraussetzungen geschaf­fen wer­den, die im Rahmen einer Pandemie wich­ti­gen Präventionsmaßnahmen in mög­lichst vie­le medi­zi­ni­sche Ausbildungsberufe zu inte­grie­ren, um gege­be­nen­falls vie­le in die­ser Hinsicht kom­pe­ten­te Mitarbeiter ein­set­zen zu können…

Balance zwischen Infektionsschutz und Kollateraleffekten

Generelle Besuchsverbote ins­be­son­de­re in sta­tio­nä­ren Pflegeeinrichtungen soll­ten ver­mie­den wer­den. Rehabilitationseinrichtungen soll­ten nicht geschlos­sen wer­den. Es soll­ten Empfehlungen für ver­schie­de­ne Patientengruppen und Bewohner von sta­tio­nä­ren Pflegeeinrichtungen erar­bei­tet wer­den, unter wel­chen Bedingungen Angehörigenbesuche ermög­licht wer­den kön­nen (zum Beispiel). Die Quantität und Qualität der Kollateraleffekte der Pandemie müs­sen ermit­telt wer­den, um für den Fall neu­er Pandemien ange­mes­se­ne Vorgaben zu machen…

Die Pandemie hat bestä­tigt, dass ein „Null“-Infektionsrisiko in medi­zi­ni­schen Einrichtungen im Rahmen einer Pandemie nicht rea­lis­tisch ist und dass eine Risikoabwägung zwi­schen den Infektionsschutzmaßnahmen und den sozia­len Kollateraleffekten erfol­gen muss. Insbesondere dür­fen Maßnahmen der Infektionsprävention nicht undif­fe­ren­ziert erfol­gen und müs­sen auch ande­re medi­zi­ni­sche, ethi­sche und öko­no­mi­sche Aspekte berücksichtigen.«

Hier wur­den die Punkte aus dem Papier zitiert, die als kri­tisch ange­se­hen wer­den kön­nen. Es gibt ande­re, die mit der gegen­wär­ti­gen Politik nicht über Kreuz lie­gen. Die AutorInnen benen­nen selbst eini­ge Limitationen. Vollständig läßt sich die Arbeit hier nachlesen.

(Hervorhebungen nicht in den Originalen. Auf die Fußnoten des Originals wur­de hier verzichtet.)

14 Antworten auf „Einzelmeinung. Bitte nicht ernstnehmen“

  1. ein "null-infek­ti­ons­ri­si­ko" ist nie­mals rea­lis­tisch, wenn ich an die kran­ken­haus­kei­me denke.
    die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne impf­pflicht schal­tet ein­zig und allein den nicht geimpf­ten men­schen als infek­ti­ons­ri­si­ko aus, weil der sich in einem muta­ti­ons­kreis­lauf mit den vul­nerablen grup­pen befindet.

  2. @ aa:
    "Einzelmeinung. Bitte nicht ernstnehmen …"
    Ich neh­me an, die Überschrift ist Ironie.

    @ Herrn Professor Dr. Jonas Schmidt-Chanasit:
    Es ging und geht auch in Zukunft offen­sicht­lich nie um das "C"-"Virus", son­dern dar­um, die Menschen an einen "Gegen"-"C"-"Ömpf"-Rhythmus zu gewöh­nen. Es soll ein Perpetuum Mobile namens "Pflicht"-"Ömpfung" für die Pharma-Industrie und deren Hilfs-Industrien geschaf­fen werden.
    Siehe https://odysee.com/@infoweltgeschehenradiosendung:5/impf:8

      1. Serdar Somuncu
        Live im Tipi Vol. 2 | Schroeder & Somuncu #76

        https://www.youtube.com/watch?v=Ka4awWGrxVo

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        "Einzelmeinung. Bitte nicht ernstnehmen"

        Genau, wird schon nicht passieren
        Logisches Denken und Vernunft ist in D. seit Jahren und nicht nur bei Covid Mangelware

        Wen inter­es­sie­ren schon die Schlussfolgerungen aus kran­ken­haus­hy­gie­ni­scher Sicht, wenn man sich "bedroht" fühlt?

  3. Wenn ich eine medi­zi­ni­sche Einrichtung betre­te, wer­de ich also auf die­sen einen Erreger getes­tet. Bin ich nega­tiv, darf ich mit allen ande­ren Keimen, die ich in und auf mir tra­ge, aber ein­fach rein­spa­zie­ren. Das macht natür­lich Sinn.

    Außerdem kann ich mir schon vor­stel­len, wie die­se "Besuchskonzepte" dann aus­se­hen, da sol­che von Kliniken hier in der Gegend bereits ange­wen­det wer­den. Da heißt es: Eine fes­te Besuchsperson darf ein­mal am Tag für eine Stunde zu Besuch kom­men. Das ist von einem Besuchsverbot auch nicht mehr weit ent­fernt. Natürlich haben Kliniken oder Heime ein Interesse dar­an, die läs­ti­gen Besucher auf ein Minimum zu redu­zie­ren oder sogar ganz aus­zu­schlie­ßen. Weswegen man sol­che restrik­ti­ven Konzepte bereit­wil­lig mit­tra­gen wird.

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