Unrechtmäßig in Quarantäne

»Die Corona-Pandemie bringt vie­le Einschränkungen: Abstandsgebote, Einreisebeschränkungen, sogar die Schließung von Einrichtungen. Die Frage, was recht­mä­ßig ist und wann die Grenzen der Verhältnismäßigkeit über­schrit­ten sind, beschäf­tigt seit Pandemie-Beginn die Gesellschaft. In Mainz gibt es nun einen Fall, bei dem Eltern und Personal gegen eine Quarantäne-Verordnung Widerspruch ein­leg­ten – mit Erfolg…«

Das berich­tet am 1.10. swr.de.

»Hat die zustän­di­ge Kreisverwaltung Mainz-Bingen hier also einen Fehler gemacht? "Die haben es sich ein­fach gemacht – eine pau­scha­le Entscheidung getrof­fen, ohne ein­zel­ne Kontakte nach­zu­ver­fol­gen", sagt Jona-Caspars Vater, der Intensivmediziner Rainer Gatz. Die Erzieherin, die posi­tiv auf das Coronavirus getes­tet wur­de, habe Jona-Caspars Gruppe näm­lich nie betreten…

Jessica Hamed ver­trat eine Erzieherin der Mainzer Kita vor Gericht, die eben­falls zu Unrecht in Quarantäne geschickt wur­de. Sie hat­te nach dem Bekanntwerden der Infektion der Kollegin mit eini­gen Tagen Abstand einen Test gemacht. Als er nega­tiv aus­fiel, wand­te sie sich an den zustän­di­gen Amtsarzt, um die Quarantäne zu ver­kür­zen – ohne eine Rückmeldung zu erhal­ten. Hamed leg­te für sie Widerspruch gegen die Quarantäne-Anordnung ein. "Die Quarantäne war mei­nes Erachtens rechtswidrig."

Die Anwältin hat­te vor dem Verwaltungsgericht Mainz Erfolg: Es hat ent­schie­den, dass ihre Mandantin zu Unrecht als Kontaktperson der Kategorie I ein­ge­stuft wur­de. Sie konn­te ihre Quarantäne vor­zei­tig been­den. Für Hamed ist der Fall "skan­da­lös": Es hand­le sich um eine mas­si­ve Verkennung der Bedeutung von Grundrechten. "Das Gesundheitsamt hat hier feh­ler­haft unter­las­sen, eine indi­vi­du­el­le Risikoermittlung vor­zu­neh­men."«

Eine Antwort auf „Unrechtmäßig in Quarantäne“

  1. Schlimm, doch schaut nach Aurich, da ist's schau­rich. In Schule und Bus. Da wird aus dem Viertklässler gaanz schnell der Kleine Denunziant. Petze, Petze geht nich mehr in'n Laden. Denn der hat wegen Corona zu, drum sitzt im Bus und petzt später.

    Und dann sag­te Mutti doch glas­klar, dass Corona unse­rer Demokratie zumu­tet. Wahrscheinlich, weil Deutschland doch schon immer so eine dämo­kra­ti­sche Replik einer dämo­ni­schen Republik oder so ähnlich.

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