Warum wird ein ganzes Hochhaus in Dresden unter Quarantäne gestellt?

Als offi­zi­el­ler Grund wird dies angegeben:

»Nach der Quarantäne-Anordnung für ein Dresdner Hochhaus haben die Corona-Tests bei den Bewohnern begon­nen. Seit dem Morgen wur­den 170 Menschen getes­tet, teil­te die Stadt mit. "Es kommt nicht häu­fig vor, dass man ein kom­plet­tes Wohnhaus unter Quarantäne stellt", sag­te der Leiter des Gesundheitsamtes, Frank Bauer. Schnelles Handeln sei erfor­der­lich gewe­sen. Ein jun­ger Mann war nach einer Indien-Reise an Covid-19 erkrankt und inner­halb kur­zer Zeit gestorben.

Verstorbener seit Ende April aus Indien zurück

Laut Bauer stamm­te er aus Indien und war Student in Dresden. In dem Studentenwohnheim nahe des Campus leb­te er in einer Wohngemeinschaft mit fünf Personen. Den Angaben zufol­ge war der Student bereits Ende April aus Bangalore in Indien zurück­kehrt und hat­te sich zunächst in Quarantäne bege­ben. Auch ein Schnelltest vor der Einreise war nega­tiv. Am 25. Mai wur­de der Mann in ein Krankenhaus gebracht und starb am 1. Juni.

Der Stadt zufol­ge haben Ermittlungen erge­ben, dass es im Umfeld des Verstorbenen einen posi­ti­ven Fall mit drin­gen­dem Verdacht auf die indi­sche Mutation (Delta-Variante) gab. Ob er sich in Dresden ange­steckt habe oder die Krankheit mit Verzögerung aus­ge­bro­chen sei, sei der­zeit noch unklar, hieß es. Stadtsprecher Kai Schulz sag­te MDR SACHSEN, es sol­le auch unter­sucht wer­den, ob der Mann eine ande­re Erkrankung hat­te, die mög­li­cher­wei­se zu dem schwe­ren Verlauf der Covid-19-Erkrankung führ­te. Eine Vorerkrankung sei nicht bekannt gewesen.

Gesundheitsamt vermutet Ansteckung mit hochansteckender Virusvariante

Bislang besteht nach Angaben des Gesundheitsamtes der Verdacht auf eine Infektion mit einer Virusvariante. Das Ergebnis der Untersuchung steht aber noch aus. Am spä­ten Freitagnachmittag waren die Tests der Bewohnerinnen und Bewohner gegen 17 Uhr abge­schlos­sen. Am Wochenende wer­den die Ergebnisse erwar­tet. Durch die Tests sol­len Infektionsketten auf­ge­deckt und mög­li­che Virusvarianten ermit­telt wer­den. Außerdem wer­den die Kontakte des Mannes nachverfolgt.

Das Gesundheitsamt hat­te das Wohnhaus am Donnerstag mit mehr als 200 Wohnungen unter Quarantäne gestellt. Nach Angaben der Behörde dür­fen alle Bewohnerinnen und Bewohner bis ein­schließ­lich 8. Juni das Gebäude nicht ver­las­sen. Dies sei not­wen­dig, da bis dahin mög­li­che Virusvarianten bei den Bewohnerinnen und Bewohnern ermit­telt wer­den sol­len. In Abhängigkeit von den Ergebnissen sei­en unter Umständen wei­te­re Maßnahmen erforderlich.

Großeinsatz von Gesundheitsamt und Sicherheitskräften

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wer­den die Nasen-Rachen-Abstriche mit Unterstützung der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei, DKMS, durch­ge­führt. Dazu sei­en drei Teststellen ein­ge­rich­tet wor­den, an denen die Bewohnerinnen und Bewohner eta­gen­wei­se getes­tet wer­den. Insgesamt sind den Angaben zufol­ge zehn Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und sechs Beschäftigte der DKMS betei­ligt. Auch Dolmetscher stün­den zur Verfügung. Das Gebäude wird von Einsatzkräften der Polizei gesi­chert. "Wir leis­ten Amtshilfe", sag­te ein Sprecher der Dresdner Polizei. Bisher habe es kei­ne beson­de­ren Vorkommnisse gegeben.

Versorgung der Bewohner mit Grundnahrungsmitteln durch Katastrophenschutz

Die Versorgung der Bewohnerschaft mit Grundnahrungsmitteln und Medikamenten wird nach Angaben der Stadt vom Brand- und Katastrophenschutzamt orga­ni­siert. Angedacht sei die Versorgung je Wohnung, da ein Zugang durch hel­fen­de Hände auf­grund der für das gesam­te Objekt bestehen­den Quarantäne nicht mög­lich sei, hieß es. Wie Robert Lehmann vom Studierendenrat Dresden sag­te, unter­stüt­zen den­noch Freiwillige die Arbeit der Feuerwehr, da in dem Studentenwohnheim vie­le Nationalitäten unter­ge­bracht sind. Ein Standard-Versorgungspaket für alle sei nicht mög­lich. Es wer­de ver­sucht, auf die unter­schied­li­chen Bedürfnisse der Studierenden ein­zu­ge­hen.«
mdr.de (4.6.)

(Hervorhebungen nicht im Original.)

25 Antworten auf „Warum wird ein ganzes Hochhaus in Dresden unter Quarantäne gestellt?“

  1. Toll. Wir haben wie­der ein­ma­li­ge Katastrophenbilder. In Vollschutzausrüstung lebens­mit­tel­lie­fern­der Katastrophenschutz. So muss Pandemie sein. Vielleicht kann man das noch stei­gern. Zum Beispiel mit Bildern, wie durch PPE in extre­mer Weise geschütz­te Katastrophenhelfer und Ärzte das Haus durch­imp­fen. Vielleicht auch die Wohnungstüren auf­bre­chend, es ist ja Gefahr im Verzug. So eine epi­de­mi­sche Lage von natio­na­ler Tragweite ist schon etwas, das gibt die sogen­an­te Politik nicht ger­ne auf.

    1. "…das gibt die sogen­an­te Politik nicht ger­ne auf."

      Daran wird sie sich noch lan­ge festhalten. 

      Die müs­sen uns doch die­se Pandemie, an die inzwi­schen kaum noch einer glaubt, immer wie­der durch sol­che Horrorszenen ins Gedächtnis rufen, denn der Durchschnittsdeutsche ver­fügt nur über ein Kurzzeitgedächnis.

      Er könn­te ja den­ken, die Pandemie ist vorbei.

      Denken Sie nur an die Wahlen.

  2. @AA: Wenn die Hervorhebungen nicht im Original vor­kom­men, woher kom­men sie dann tat­säch­lich und wel­che Bedeutung kommt ihnen zu?

    Viele Grüße.
    Walter (Der Ösi)

    1. @Der Ösi: Man kann es Lesehilfe nen­nen. Ich gebe zu, daß da die Gefahr der Manipulation gege­ben ist. Die Hervorhebungen kom­men von mir. Sollte ich künf­tig dar­auf verzichten?

      1. @AA: Na passt schon so wenn die Infos gesi­chert sind. Ein biß­chen komisch wirkt, dass anschei­nend Halbsätze im Original vor­kom­men wie: 

        Den Angaben zufol­ge war der Student…
        Der Stadt zufol­ge haben Ermittlungen erge­ben, dass es…
        Bislang besteht nach Angaben des Gesundheitsamtes der…
        Das Gesundheitsamt hat­te das Wohnhaus am Donnerstag mit … unter Quarantäne gestellt. 

        Diese Satzteile z.B. hast Du nicht her­vor­ge­ho­ben. Stehen die so unfer­tig im Original?

        Viele Grüße,
        Der Ösi

          1. @AA: Ahaaa ich Doofkopp, jetzt ver­ste­he ich erst. Der Hinweis "Hervorhebungen nicht im Original." betrifft nicht den Inhalt des Textes (der ver­meint­lich durch Dich als Info hin­zu­ge­fügt wur­de), son­dern die rei­ne Tatsache, dass der Text her­vor­ge­ho­ben (durch Dich) wur­de! *Über mich Kopf schüttle*

            So gese­hen sind die­se Hervorhebungen eine super Sache 🙂

            Viele Grüße,
            Walter (Der Ösi)

          1. @aa, "Sagen wir mal, an die Schnell-Lesenden, die einen Überblick haben wol­len": Also an Leser wie mich. Gerne die blau­en Hervorhebungen bei­be­hal­ten, sind unmit­tel­bar ver­ständ­lich und sehr hilfreich.

      2. @aa Auf gar kei­nen Fall auf die Hervorhebungen ver­zich­ten. Ich lese seit, nach anfäng­li­cher Panik zu Beginn von Corona, auch viel zwi­schen den Zeilen raus. Da fin­det sich viel Selbstentlarvung, wie in die­sem Fall. Da wird aus "kurz nach der Rückkehr", auf ein­mal ein Zeitraum von einem Monat.
        Oder als Drosten in sei­nem Podcast im März 2020 davon sprach, dass Asthmatiker ihr Cortisonspray nicht wei­ter neh­men sol­len, auf­grund der immun­su­pres­si­ven Wirkung des Cortisons. Das es nur lokal in der Lunge wirkt und die dadurch ver­bes­ser­te Atmung, das Immunsystem schützt, geschenkt. Die Aussage war mehr als grob fahr­läs­sig. Ich bin seit Geburt Asthmatiker. Seitdem hab ich mir kei­nen Podcast mehr ange­hört, nur die Transkripte hier, dan­ke dafür. Naja in den Medien kommt man um sein Geschwafel nicht drum rum.
        Diese Woche war noch ein Interview im NDR Rundfunk mit einer Pflegeheimleiterin , zum Thema Gehaltserhöhung, da fiel dann von der Dame, in einem Nebensatz, dass die meis­ten Bewohner, im Durchschnitt, ein Jahr nach dem Einziehen versterben…
        Ab Corona hat sich die Medienlandschaft auf ein­mal für Sterbefälle (mit Corona) in Pflegeheimen inter­es­siert. Nuff said. 

        Daher bit­te die Hervorhebungen beibehalten!

  3. Die sind ernst­haft der Meinung, dass er an der indi­schen Mutante gestor­ben ist? Der wahn­haf­te Glaube der Zeugen Corona's mal wie­der. Schlimm.

  4. War der Mann geimpft? Brauchte man neue Zwangstestungen? Möchte man die Studierenden am gesell­schaft­li­chen Leben hin­dern? Und wie kann ich mir das vor­stel­len: steht vor jeder Wohnungstür auch Polizeiwache, und wird bei Kontakt über Balkone/ Fenster sofort geschossen?

  5. @Clarence:
    > Toll. Wir haben wie­der ein­ma­li­ge Katastrophenbilder.
    Ja, ich glau­be das ist der Hauptgrund für die­sen Quatsch. Und um dem Rest der Bevölkerung unter­schwel­lig zu dro­hen ("Uns geht es ja noch gut").

    Allgemein klingt das wie eine per­fek­te Grundlage für einen Cyberpunk-Film oder eine Dr. Who Episode.
    Schade, dass selbst in den kri­ti­schen Serien und Filmen jedes­mal letz­ten Endes ein ech­tes Virus vorkommt.
    Selbst in Utopia, wo die Plandemie ursprüng­lich durch künst­li­che Vergiftungen ins Rollen gebracht wurde.
    https://www.youtube.com/watch?v=HQ75KN9HkbU

  6. Der Kampf der Corona-Sektarier gegen die frei­en Bürgerinnen und Bürger geht wei­ter. Die Corona-Sektarier sind gehirn­ge­wa­schen und glau­ben, dass sie sich für eine gute Sache ein­set­zen. In Wahrheit sind sie die wil­li­gen Vollstrecker einer Bande geis­ti­ger Terroristen, die die Bevölkerung seit über einem Jahr mit einer bewusst gewähl­ten Panikstrategie in Angst und Schrecken versetzen. 

    Diese Terroristen sind Volksverhetzer nach § 130 StGB: 

    (1) Wer in einer Weise, die geeig­net ist, den öffent­li­chen Frieden zu stören,
    1. gegen eine natio­na­le, ras­si­sche, reli­giö­se oder durch ihre eth­ni­sche Herkunft bestimm­te Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen sei­ner Zugehörigkeit zu einer vor­be­zeich­ne­ten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass auf­sta­chelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auf­for­dert oder
    2. die Menschenwürde ande­rer dadurch angreift, dass er eine vor­be­zeich­ne­te Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen sei­ner Zugehörigkeit zu einer vor­be­zeich­ne­ten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, bös­wil­lig ver­ächt­lich macht oder verleumdet,

    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    1. Aha. Tests abge­schlos­sen und es wer­den ("bis min­des­tens 8.Juni", das geht also ratz-fatz) "mög­li­che Virusvarianten" "ermit­telt".
      Und wenn man kei­ne fin­det? Auch egal. Interessiert eh nie­man­den mehr. "Sicher" war, ist und bleibt sicher.

      Kehrseite der rapi­de fal­len­den "Inzidenzzahlen":
      Die Gesundheizämter haben wie­der vieeel Zeit.
      Jeder Sesselfurzer, der sich dort seit über einem Jahr als (min­des­tens) Dreiviertelgott füh­len darf, der "am Limit" arbei­tet (und/oder "über­mensch­li­ches" geleis­tet hat) wird kei­ne Gelegenheit ver­strei­chen (sic!) las­sen, sei­nen Omnipotenzstatus auf­recht zu erhalten.
      Wurde man nicht bis 2019 von den "ech­ten" (bes­ser bis bes­tens bezahl­ten) "Halbgöttern in weiß" maxi­mal mit­lei­dig belä­chelt (und vom Rest der Bevölkerung, wenn über­haupt, nur als "Nuttenabstreicher" wahrgenommen)?
      Und kann ALLEN seit über einem Jahr zei­gen, was eine Harke ist?

      Insofern war der Übergang vom "Wildtyp" (=Sesselfurzer) zu die­ser Mutante für die Bevölkerung mög­li­cher­wei­se gefähr­li­cher als jedes Virus dies­seits von Ebola.

    1. @JR Naja, wenn mit den PCR-Tests dau­ernd die Nasen- und Rachenschleimhäute ver­letzt wer­den und ver­nar­ben, gäbe es da schon eine Angriffsfläche für den Pilz. Wäre mal inter­es­sant, die­sen mög­li­chen Zusammenhang zu untersuchen.

  7. Quarantäne und nega­ti­ver Test. Ja, soll­te man her­vor­he­ben. Denn 

    1. hat sich der Inder völ­lig kor­rekt verhalten
    2. kann Corona als Ursache aus­ge­schlos­sen sein

    Also ist das was da läuft rei­ne Willkür. Was sonst.

  8. Wir sind ges­tern nach hal­ber Strecke aus einer Fahrraddemo hin­aus­kom­pli­men­tiert wur­den, wegen schwe­ren Maskenvergehens. In der Innenstadt ist die Maskenpflicht auf­ge­ho­ben und alle Leute lau­fen "oben ohne" rum, auf Fahrrädern muss­te man sich hier noch nie mas­kie­ren, die dem­obe­glei­ten­de Polizei war zum Großteil ohne Maske unter­wegs und hat auch nüschd gesagt – aber ein Demoordner!
    Also bewahr­hei­tet sich wie­der: Das höchs­te Ziel des Sklaven ist nicht die Freiheit, son­dern die Aufsicht über die ande­ren Sklaven.
    Mir scheint, dass Maskenfreiheit die neue FKK wird.

  9. @Henning:
    Ja, durch­aus ner­vig wenn die Ordner schlim­mer sind als die Polizei.
    Die sol­len mal chil­len, habe noch nie erlebt, dass eine Demo wegen Maskenvergehen auf­ge­löst wur­de, nur Platzverweise/Verhaftungen.

  10. Wir leben in einem Scheissland, dar­an wird sich auch nichts ändern ,wenn die Leute im Haus das ein­fach so hin­neh­men und kei­ner sich mit den. Eingeknasteten soli­da­ri­siert. Wahrscheinlich haben die auch eine Nachrichtensperre ver­hängt. Ist ja Dresden , wahr­schein­lich wer­den jetzt auch wie­der die Briefe und Pakete der Bewohner von den zustän­di­gen Behörden " über­prüft." Wundern wür­de ich mich nicht.,wenn es tat­säch­lich so wäre. Kann ja aus Indien,oder Schottland kom­men ,oder wo sonst noch ein Mutantenvirus von der Presse ver­mu­tet wird,so ein Paket. Gesundheitsämter und ihre Mitarbeiter , Polizisten und Politiker ,alle Leute im Staatsdienst ., Lehrer .…es fällt mit wirk­lich schwer ,noch dar­an zu glau­ben ,dass es noch gute Menschen in die­sen Berufsgruppen gibt.

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