Washington D.C: Schulverbot für "ungeimpfte" Kinder trifft vor allem Schwarze

Das ist am 31.7. zu lesen auf washingtonpost.com:

»Schüler in D.C., die 12 Jahre und älter sind, müs­sen gegen das Coronavirus geimpft sein, um im kom­men­den Schuljahr die Schule besu­chen zu können.

Die Impfpflicht für Jugendliche in D.C. gehört nach Ansicht von Gesundheitsexperten zu den strengs­ten im gan­zen Land und wird in einer Stadt ein­ge­führt, in der die Impfraten zwi­schen wei­ßen und schwar­zen Kindern sehr unter­schied­lich sind. Insgesamt sind etwa 85 Prozent der Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren gegen das Virus geimpft, aber bei den schwar­zen Kindern in die­ser Altersgruppe sinkt die Rate auf 60 Prozent.

Wenn die Stadt die­se Lücke nicht schließt, son­dern die Impfpflicht in die­sem Herbst strikt durch­setzt, könn­ten far­bi­ge Schüler – die wäh­rend der Pandemie unver­hält­nis­mä­ßig gro­ße aka­de­mi­sche Rückschläge erlit­ten – im nächs­ten Schuljahr in gro­ßer Zahl zu Hause bleiben.

"Unser Ziel ist es, dass kein Kind auch nur einen ein­zi­gen Schultag ver­passt", sag­te Asad Bandealy, Leiter des Health Care Access Bureau des Gesundheitsministeriums von Washington, auf einer Pressekonferenz die­se Woche im Mary's Center, einer kom­mu­na­len Gesundheitsklinik, in der Kinder geimpft wer­den kön­nen. "Und das bedeu­tet, dass wir jetzt damit anfan­gen müssen".

Die Schule beginnt am 29. August im D.C. System…

Einige der größ­ten Schulbezirke des Landes emp­feh­len die Impfung der Kinder, schrei­ben sie aber nicht vor. Die Schüler der öffent­li­chen Schulen in New York City müs­sen nur dann gegen das Coronavirus geimpft wer­den, wenn sie an bestimm­ten Sportarten, Musiktheateraufführungen oder ande­ren Aktivitäten teil­neh­men, die der Bezirk als "risi­ko­reich" einstuft…

Inzwischen sind lan­des­weit nur noch 31 Prozent der Kinder zwi­schen 5 und 11 Jahren voll­stän­dig geimpft. Anne Liu, Ärztin für Infektionskrankheiten und kli­ni­sche Professorin an der Stanford University, sag­te, dass die Gesundheitsbehörden die­se Zahl erhö­hen wollen.

"Ich den­ke, es ist zum Vorteil der Kinder, der Lehrer und des Personals in den Schulen und der übri­gen Stadt", sag­te Liu über die Coronavirus-Impfpflicht in Washington und füg­te hin­zu, dass sol­che Vorschriften eine "posi­ti­ve Sache sind, auf die man hin­ar­bei­ten sollte".

Dennoch ist Washington seit lan­gem dafür bekannt, dass es die Impfvorschriften in den Schulen nicht durch­setzt. Die Behörden sagen jedoch, dass dies die­ses Jahr anders sein wird und dass sie einen drin­gen­den Plan haben, um die Schüler in die­sem Sommer zu imp­fen. Sie ver­schi­cken Flugblätter, schal­ten Anzeigen an Busbahnhöfen, schi­cken mobi­le Impfwagen in die Gemeinden und rufen Tausende von Eltern an, deren Kinder nicht mehr geimpft sind. Die Gesundheitskliniken geben jede Woche Hunderte von Terminen für die Impfung von Jugendlichen frei…

In ande­ren Bereichen des Schullebens hat das Schulsystem von D.C. im Vergleich zu ande­ren regio­na­len Schulsystemen stren­ge­re Covid-Protokolle ein­ge­führt. Der Schulbezirk behielt die Maskenpflicht bei, wäh­rend ande­re Schulsysteme die­se aufgaben«

8 Antworten auf „Washington D.C: Schulverbot für "ungeimpfte" Kinder trifft vor allem Schwarze“

  1. auch aus dem Artikel:
    …"Andernorts im Land hat das öffent­li­che Schulsystem von New Orleans im Februar den Impfstoff gegen das Coronavirus in die Liste der vor­ge­schrie­be­nen Impfungen für Kinder ab 5 Jahren auf­ge­nom­men. Der Rest des Bundesstaates woll­te dies für das kom­men­de Schuljahr eben­falls tun, änder­te aber im Mai den Kurs, da die Impfstoffe noch nicht voll­stän­dig von der Food and Drug Administration für Kinder unter 16 Jahren zuge­las­sen waren. Die vol­le Zulassung für den Impfstoff für 12- bis 15-Jährige wur­de Anfang Juli erteilt."..

    ebda

    1. ".…Tausende von Eltern an, deren Kinder nicht mehr geimpft sind" 

      i. ori­gi­nal. "…thousands of par­ents who­se children’s vac­ci­na­ti­ons are out of date."

      Ich bin dar­über gestol­pert, denn wie kann Mensch "nicht mehr geimpft sein" und woll­te es nicht glau­ben. Doch es ist wohl so, daß die Impfungen veraltet/ungültig wer­den kön­nen oder wie auch immer man out of date über­set­zen mag. 

      Was bedeu­tet das wohl? Am Ende nichts ande­res, als die Einführung eines Dauerabos auch für die Kinder. Und das die Behörden Listen haben von den Kindern.

      Bedenket, daß das meis­te, was in den USA gemacht wird, auch bei uns ankommt. Auch hier wird "unge­impft" sozia­len Randgruppen zuge­schrie­ben (auch wenn es nicht stimmt).

  2. "Schulverbot für "unge­impf­te" Kinder trifft vor allem Schwarze"

    Bei uns wären es vor­wie­gen Migranten …

    Nur deut­sche Deppen ren­nen zur Impfung wie zum end­lich erschie­ne­nen Heiligen Gral.

  3. Schwarze haben immer zu recht den Regierungen und auch dem Gesundheitssystem in den USA misstraut.

    Im Januar waren noch gro­ße Proteste gegen die Impfungen und Maßnahmen; jetzt fin­de ich nix

    Wie bei uns war die Masern-Impfung der Türöffner
    Da war Trump der­je­ni­ge, der "Sie haben sich imp­fen zu lassen"
    gefor­dert hat

    Ob in den USA oder hier, die Methoden ähneln sich

    https://corona-blog.net/2022/08/02/stiko-empfiehlt-aktuell-bis-zum-15-lebensmonat-31-imfungen-war-das-schon-immer-so/

    Und da soll jetzt , wenn irgend­wie mög­lich, noch die Covid-Impfung dazu kommen

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