Lauterbach: Narkolepsie keine gravierende Nebenwirkung

Das hat der "Gesundheitsexperte" nicht wört­lich so gesagt. Doch ange­regt durch die­sen Tweet habe ich mir den Beitrag der "Tagesschau" von 2009 noch ein­mal angesehen.

twit​ter​.com

Worauf bezieht sich der Artikel?

»Während der Grippepandemie 2009 lös­te der Impfstoff Pandemrix bei einem von 55.000 Geimpften die Schlafstörung Narkolepsie aus.«
welt​.de (22.8., Bezahlschranke)

Das betraf ca. 1.300 Menschen, s. Nebenwirkung Vertrauensschwund, ein sehr lesens­wer­ter Artikel des "Spiegel" von 2018).

In einer kla­ren Minute sag­te der Stiko-Chef (s. Radikalisiert Mertens sich?):

»Es gab die Narkolepsie-Fälle nach der Pandemrix-Impfung vor allem in den skan­di­na­vi­schen Ländern. Da kön­nen sich die meis­ten noch gut erin­nern, die Betroffenen lei­den bis heu­te dar­un­ter und das war auch erst Monate nach der Impfung aufgetreten.«

Ähnlich in Der alte Mann und das Leer.


Im Artikel auf tages​schau​.de von 2009 ist das gan­ze heu­ti­ge Procedere durch­ge­spielt: Die EMA läßt Impfstoffe zu, das Paul-Ehrlich-Institut folgt dem, Kritiker wer­den nie­der­ge­macht, Lauterbach pre­digt die Sicherheit der Impfung:

»Nebenwirkungen fürs Volk?

Drei Impfstoffe gegen die Schweinegrippe sind in Europa zuge­las­sen. Größter Unterschied: Die Herstellung. "Celvapan" wird aus kom­plet­ten Virenhüllen pro­du­ziert, "Focetria" und "Pandemrix" aus Bruchteilen. Das hat den Vorteil, dass weni­ger Virenmaterial gezüch­tet wer­den muss, sich also mehr Impfstoff in kür­ze­rer Zeit pro­du­zie­ren lässt. Klaus Vater vom Bundesgesundheitsministerium sagt, das habe den Ausschlag gege­ben, für die Bevölkerung Pandemrix zu besor­gen: "Sie kön­nen damit vier statt nur einen Menschen impfen."

Allerdings: Damit der Impfstoff aus Bruchstücken genau­so wirk­sam ist, muss er ver­stärkt wer­den – mit Zusatzstoffen, über deren Nebenwirkungen seit Tagen gestrit­ten wird. Die Wissenschaftler im bun­des­ei­ge­nen Paul-Ehrlich-Institut sagen: Trotzdem spre­che nichts gegen die Impfung mit Pandemrix. Und auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, der sonst kein Blatt vor den Mund nimmt, bestä­tigt: "Beide Impfstoffe wir­ken, bei­de Impfstoffe sind sicher und bei­de haben kei­ne gra­vie­ren­den Nebenwirkungen."…«

Für Kekulé "nur Spott übrig"

»An Kindern oder Schwangeren wur­de kei­ner der drei zuge­las­se­nen Impfstoffe getes­tet. Der Hallenser Mikrobiologe Alexander Kekulé sag­te den­noch schon vor Tagen, die Bundesländer hät­ten mit "Pandemrix" den fal­schen Impfstoff eingekauft…

Vorwürfe, die völ­lig unbe­rech­tigt sind, sagt die Bundesregierung. Für den Regierungskritiker Kekulé hat Klaus Vater vom Gesundheitsministerium nur Spott übrig: "Wo hat denn Professor Kekulé in den letz­ten sie­ben, acht Jahren gear­bei­tet? Influenzaforschung? Virusforschung? – Sie wer­den kein ein­zi­ges Dokument fin­den, das das belegt. Insofern hab ich gegen­über die­sen Stimmen eine gewis­se Scheu. Dass er sich gut im Fernsehen macht, als eine Mischung aus Einstein und Johnny Depp, da kann er nix für. Deswegen kommt er gern ins Fernsehen."

Die Sorge der Gesundheitsbehörden: Von der Diskussion ver­un­si­chert, wer­den sich weni­ger Menschen imp­fen las­sen als erwar­tet. Laut Klaus Vater hat die befürch­te­te zwei­te Grippewelle in Mexiko bereits begon­nen, in weni­gen Wochen kön­ne sie Europa erreichen.«


Ausführlicher, auch über die Rolle von Christian Drosten:

Wie war das noch… mit der Schweinegrippe?,
Drostens Schweinegrippe,
Drosten hat schon mit Fledermäusen Geld ein­ge­sam­melt,
Für die Vergesslichen,
Hersteller von Schweinegrippe-Impfstoff igno­rier­te Risiken
Hinterher ist man immer schlau­er. Aber nur ganz kurz,
"Wissenschaft durch Pressemitteilung"

14 Antworten auf „Lauterbach: Narkolepsie keine gravierende Nebenwirkung“

  1. Kekulé war damals also auch schon so ein klei­ner Quertreiber. Und die Vorwürfe sind ja immer glei­chen: "Was forscht der eigent­lich?", und "Wie vie­le Publikationen hat er vor­zu­wei­sen?" – Das ist ja ad hominam, um sich dann nicht mehr wei­ter mit sei­ner Kritik aus­ein­an­der­set­zen zu müs­sen. Interessanterweise fragt bei Frau Priesemann auch nie­mand, was die eigent­lich publi­ziert hat. Meiner Erinnerung ist ihr H‑Index in der Größenordnung Kekulés.

    Kekulé galt oder gilt als Hardliner, fand aber immer dann doch dif­fe­ren­ziert und sym­pha­tisch. Das Symphatie-Empfinden ist ja ein Bauchgefühl, aber das soll­te man nicht unter­schät­zen. An der Börse gilt das viel und André Kostolany hat immer auch emp­foh­len, auf das Bauchgefühl zu hören und nicht nur mit Kopf zu handeln.

    Wenn man sieht, wie sich Drosten durch Interviews win­det… Der wür­de in Bewerbungsgesprächen nicht gut ankommen.

    Und natür­lich ist Narkolepsie nichts, was man abtun soll­te. Die Betroffenen sind beraubt um ein nor­ma­les Leben und um vie­le Berufschancen. Überall, wo man ein Fahrzeug füh­ren muss oder ein Skalpell hal­ten muss, ist man raus. Auf Leitern stei­gen… unmög­lich. Selbst die Backstube ist tabu, da die ja ein schla­fen und mit dem Kopf im Sauerteig lan­den könn­ten. Das hört sich jetzt flap­sig und lus­tig an, ist es aber nicht. Es bleibt nicht viel übrig. Verwaltungsbeamter und Politiker könn­ten die noch wer­den, aber auch nicht jeder Verwaltungsjob ist mög­lich. Bleibt nur noch Politiker, aber bei der Ochsentour muss man auch wach sein.

  2. Haben alle ver­ges­sen. Was 2015 noch die Süddeutsche geti­telt hat ("Die Pharmaindustrie ist schlim­mer als die Mafia", https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia‑1.2267631), wagen heu­te selbst die meis­ten Linken nicht mehr zu denken.

    Das Schwinden jeg­li­cher Kritik gegen­über Big Pharma oder über­haupt nur der rudi­men­tärs­ten Spurenelemente einer Skepsis gegen­über dem medi­zi­nisch-indus­tri­el­len Komplex gehört für mich mit zu den grau­en­haf­tes­ten Symptomen jener Corona-Massenpsychose, die wir seit bald 2 Jahren beob­ach­ten müssen.

  3. Habe die Namen aus­ge­tauscht und statt Kekulé 'Lauterbach' eingesetzt:

    "Wo hat denn Professor Lauterbach in den letz­ten sie­ben, acht Jahren gear­bei­tet? Influenzaforschung? Virusforschung? – Sie wer­den kein ein­zi­ges Dokument fin­den, das das belegt. Insofern hab ich gegen­über die­sen Stimmen eine gewis­se Scheu. Dass er sich gut im Fernsehen macht, als eine Mischung aus Fritz Haarmann und Batmans Joker, da kann er nix für. Deswegen kommt er gern ins Fernsehen."

  4. Narkolepsie eine Schlafstörungen zu nen­nen ist getrost als Verharmlosung zu bezeichnen.
    Auf Servus TV kam ein­mal eine Betroffene zu Wort. Sie kommt mit Medikamenten halb­wegs über die Runden, gegen sechs Uhr abends ist der Tag für sie gelaufen.
    Und sie muss­te ewig für die Anerkennung als Impf-Schaden und für eine Mini-EU-Rente klagen.

  5. Kalle ist ein Hardcore Lobbyist. Ein kri­ti­sche Meinung von einem sol­chen zu erwar­ten, ist aber schon sehr viel. 

    Kalle hat sich mit der unend­li­chen Weisheit des gesam­ten Wissens der Welt infi­ziert. Und zwar via Twitter-Überschriften. Schlimm ist nur für ihn, dass ihn eigent­lich kei­ner so rich­tig für voll nimmt. Selbst im Corona-Lager lachen sie doch wahr­schein­lich über den Seuchenpropheten. Ok. Es droht der Minister Kalle. Dies ist dann die ulti­ma­ti­ve Verhöhnung der Intelligenz der Bevölkerung. 

    Kalle! Hau dir den Impfstoff rein! Misch' das Zeug und ab in den Arm! 3 mal täg­lich, min­des­tens. Vor dem Essen, nach dem Essen, imp­fen bit­te nicht ver­ges­sen! Wenn bei dir Narkolepsie auf­tritt, von wel­cher Impfe auch immer: Es gibt genug Aufzeichnungen, die man wie­der­ho­len kann. Die Prophezeiungen kann man auch zusam­men­stopp­len. Wird auch nicht schlech­ter dadurch.

      1. @aa: Ich habe die­sen Kommentar geahnt, aber das mit den 3G-Lachern stimmt nicht – dazu Ludger K. auf sei­ner Homepage:

        Liebes Publikum, lie­be Weggefährten,
        „was soll ich allei­ne denn groß dar­an ändern?“, höre ich zum Thema 2G bevor­zugt von genau jenen Leuten, die sich eine brand­neue ener­gie­spa­ren­de Espresso-Maschine kau­fen, um damit einen Beitrag zur Rettung des Weltklimas zu leis­ten. Machen wir es kurz:
        Ich wer­de grund­sätz­lich unter 2G-Bedingungen nicht auftreten!

        Was heißt „grund­sätz­lich“?
        Ganz ein­fach: Ein öffent­li­cher Auftritt, wel­cher unter Ausschluss von nicht gegen das C‑Virus geimpf­ten Menschen statt­fin­det, kommt für mich – wenn über­haupt – nur dann infra­ge, wenn eine oder meh­re­re der fol­gen­den Punkte greifen:

        - Es gibt lang­fris­ti­ge ver­trag­li­che Vereinbarungen, die ihren Ursprung noch aus der Zeit vor C. haben und deren Auflösung unge­wis­se und viel­leicht ver­hee­ren­de Konsequenzen für bei­de Seiten nach sich zie­hen könnte.

        - Ich kom­me in eine Situation, in der ich Wohl und Weh mei­ner Familie mas­siv in Gefahr sehe und nur durch Zugeständnisse eine zumin­dest vor­über­ge­hen­de Abhilfe schaf­fen kann. So was ist in unse­rem demo­kra­ti­schen Rechtsstaat zum Glück total unrealistisch. 

        Das war’s. Für nicht-öffent­li­che Auftritte / geschlos­se­ne Gesellschaften gel­ten seit je her etwas ande­re Gesetze, jeder darf
        sei­ne eige­nen Zugangsvoraussetzungen schaf­fen, sei­en die­se noch so skur­ril, streng, alt­ba­cken oder was auch immer – ansons­ten hät­te eine geschlos­se­ne Gesellschaft ja gar kei­nen Sinn. Auch Kreuzfahrten stel­len (in beson­de­rer Weise) eine geschlos­se­ne Gesellschaft dar, für sie gab es schon immer eige­ne Zugangsvoraussetzungen und ‑beschrän­kun­gen. Bei Anfragen wer­de ich sorg­sam den jewei­li­gen Einzelfall sehen und dabei auf den Fortbestand gewach­se­ner Verbindungen wert legen, sofern es sich noch gut und rich­tig anfühlt und die Gesamtheit aller Einzelfälle noch immer eine Ausnahme bildet.

        Häufig an mich gerich­te­te Fragen und mei­ne Antworten dazu:
        Weißt du eigent­lich, wie viel Geld dich das kos­ten wird?
        Oh ja! !

        Was sagst du dazu, dass die meis­ten dei­ner Kollegen die Sache nicht so wer­ten wie du, zum Teil sogar mas­siv 2G for­dern und fördern?
        Dazu möch­te ich nichts sagen. Es ist schlimm genug, stän­dig dar­an den­ken zu müssen. !

        Bist du selbst geimpft?
        Mein Name ist Djokovic, Novak Djokovic. Leute, mein eige­ner Status tut doch nix zur Sache, ich posi­tio­nie­re mich hier aus Überzeugung als Liebhaber der Freiheit, ich bin nicht auf medi­zi­ni­scher Mission. Jedem das Seine! 

        Hast du irgend­ei­nen Tipp für Menschen, die dich gern mal live in Aktion sehen wür­den, aber kei­nen Termin in ihrer Nähe finden?
        Hierzu zweierlei: 

        a) Scheuen Sie sich nicht, mir per­sön­lich zu schrei­ben, um gemein­sam Möglichkeiten aus­zu­lo­ten. Oft tre­te ich ohne Hinweis im Tourplan irgend­wo auf unter Menschen, wel­che in Anbetracht der Gesamtlage viel­leicht nichts dage­gen hät­ten, spon­tan Fremde zu Freunden wer­den zu las­sen. Melden Sie sich gern bei mir, ich beant­wor­te auch Spam-Emails. 

        b) es gab Zeiten und die sind noch gar nicht lan­ge her, da konn­te ich allen, die nach für sie per­sön­lich geo­gra­fisch geeig­ne­ten Terminen frag­ten, eine brei­te Wahlmöglichkeit bie­ten für Auftritte in einem Radius von 40 km. Das ist (erst­mal) vor­bei, daher bit­te ich Sie: Fassen Sie sich ein Herz und neh­men Sie auch mal einen unge­wohnt wei­ten Anfahrtsweg in Kauf. Wenn in Nordamerika New York gegen Washington DC spielt (in wel­cher Sportart auch immer) oder Seattle gegen Portland, so gilt das als Lokalderby – HIER erlau­be ich mir mal, die Amis als Vorbilder anzuführen.

        Nur zur Sicherheit: Ein renom­mier­tes Theater, in dem du viel­leicht frü­her schon auf­ge­tre­ten bist, etwa die Berliner Wühlmäuse, möch­te dich heu­ern, aber es gilt 2G für’s Publikum – wirst du dort dann wirk­lich nicht spielen?!
        Ich wer­de dann dort wirk­lich nicht spielen!

        Wie lan­ge wer­den wir dich noch als Künstler auf der Bühne sehen können?
        Tja …!

        Dem Philosophen und poli­ti­schen Aktivisten Ignazio Silone (1900 – 1978) wird fol­gen­des Zitat zugeschrieben: 

        „Der Mensch, der mit sei­nem eige­nen Kopf denkt und des­sen Herz unbe­stech­lich bleibt, ist frei. Der Mensch, der für das kämpft, was er für rich­tig hält, ist frei.“

        (Dass der Max-Otte-Fond das Programm gespon­sert hat, ist mir natür­lich auch aufgefallen.)

  6. Wie ich heu­te, zum ers­ten mal gehört habe, sei KL gar nicht "Gesundheitsexperte der SPD". Leute, seit fast zwei Jahren wird der medi­al genau so vor­ge­stellt und die SPD hat noch nicht ein­mal was gesagt dazu? Soviel Dummheit in einem ein­zi­gen Haufen kann es ja wohl nicht geben?!

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