Mitherausgeber des "British Medical Journal" skeptisch zu Daten von Pfizer und Moderna

Peter Doshi, Mit­her­aus­ge­ber des renom­mier­ten Fach­blat­tes Bri­tish Medi­cal Jour­nal (BMJ), ver­öf­fent­licht dort am 4.1. einen Bei­trag mit kri­ti­schen Fra­gen zu den neu­en Impf­stof­fen (dort auch die Links zu genann­ten Publikationen).

»Als ich vor fünf Wochen Fra­gen zu den Ergeb­nis­sen der Covid-19-Impf­stoff-Stu­di­en von Pfi­zer und Moder­na auf­ge­wor­fen habe, waren nur die Stu­di­en­pro­to­kol­le und ein paar Pres­se­mit­tei­lun­gen öffent­lich zugäng­lich. Heu­te sind zwei Zeitschriften­veröffentlichungen und etwa 400 Sei­ten zusam­men­ge­fass­ter Daten in Form von meh­re­ren Berich­ten ver­füg­bar, die der FDA vor der Not­fall­zu­las­sung des mRNA-Impf­stoffs der bei­den Unter­neh­men vor­ge­legt wur­den. Wäh­rend eini­ge der zusätz­li­chen Details beru­hi­gend sind, sind eini­ge es nicht. Hier skiz­zie­re ich neue Beden­ken hin­sicht­lich der Ver­trau­ens­wür­dig­keit und Aus­sa­ge­kraft der berich­te­ten Wirksamkeitsergebnisse.

"Verdacht auf Covid-19"

Alle Auf­merk­sam­keit hat sich auf die dra­ma­ti­schen Wirksamkeits­ergebnisse kon­zen­triert: Pfi­zer mel­de­te 170 PCR-bestä­tig­te Covid-19-Fäl­le, die sich mit 8 zu 162 auf die Impf­stoff- und die Pla­ce­bo­grup­pe ver­teil­ten. Aber die­se Zah­len wur­den durch eine Kate­go­rie von Erkran­kun­gen, die "ver­mu­te­tes Covid-19" genannt wird, in den Schat­ten gestellt – jene mit sym­pto­ma­ti­schem Covid-19, die nicht durch PCR bestä­tigt wur­den. Laut dem FDA-Bericht über den Impf­stoff von Pfi­zer gab es "ins­ge­samt 3410 Fäl­le von ver­mu­te­tem, aber unbe­stä­tig­tem Covid-19 in der gesam­ten Stu­di­en­po­pu­la­ti­on, 1594 tra­ten in der Impf­stoff­grup­pe gegen­über 1816 in der Pla­ce­bo­grup­pe auf."

Mit 20-mal mehr Ver­dachts­fäl­len als bestä­tig­ten Fäl­len kann die­se Kate­go­rie von Erkran­kun­gen nicht ein­fach igno­riert wer­den, nur weil es kein posi­ti­ves PCR-Test­ergeb­nis gab. Umso dring­li­cher ist es, sie zu ver­ste­hen. Eine gro­be Schät­zung der Wirk­sam­keit des Impf­stoffs gegen die Ent­wick­lung von Covid-19-Sym­pto­men, mit oder ohne posi­ti­ves PCR-Test­ergeb­nis, wäre eine rela­ti­ve Risi­ko­re­duk­ti­on von 19 % (sie­he Fuß­no­te) – weit unter der von den Auf­sichts­be­hör­den fest­ge­leg­ten Wirk­sam­keits­schwel­le von 50 % für die Zulas­sung. Selbst nach Abzug der Fäl­le, die inner­halb von 7 Tagen nach der Imp­fung auf­tra­ten (409 bei Pfi­zer-Impf­stoff vs. 287 bei Pla­ce­bo), was die Mehr­zahl der Sym­pto­me auf­grund kurz­fris­ti­ger Reak­to­ge­ni­tät des Impf­stoffs ein­schlie­ßen soll­te, bleibt die Wirk­sam­keit des Impf­stoffs gering: 29% (sie­he Fußnote).

Wenn vie­le oder die meis­ten die­ser Ver­dachts­fäl­le bei Per­so­nen auf­tra­ten, die ein falsch nega­ti­ves PCR-Test­ergeb­nis hat­ten, wür­de dies die Wirk­sam­keit des Impf­stoffs dras­tisch ver­rin­gern. Aber wenn man bedenkt, dass grip­pe­ähn­li­che Erkran­kun­gen schon immer unzäh­li­ge Ursa­chen hat­ten – Rhi­no­vi­ren, Influ­en­za­vi­ren, ande­re Coro­na­vi­ren, Ade­no­vi­ren, respi­ra­to­ri­sche Syn­zy­ti­al­vi­ren usw. – könn­ten eini­ge oder vie­le der ver­mu­te­ten Covid-19-Fäl­le auf einen ande­ren Erre­ger zurück­zu­füh­ren sein.

Aber war­um soll­te die Ätio­lo­gie eine Rol­le spie­len? Wenn die Pati­en­ten mit "ver­mu­te­tem Covid-19" im Wesent­li­chen den glei­chen kli­ni­schen Ver­lauf haben wie die mit bestä­tig­tem Covid-19, dann könn­te "ver­mu­te­tes plus bestä­tig­tes Covid-19" ein kli­nisch sinn­vol­le­rer End­punkt sein als nur bestä­tig­tes Covid-19.

Wenn jedoch bestä­tig­tes Covid-19 im Durch­schnitt schwer­wie­gen­der ist als ver­mu­te­tes Covid-19, müs­sen wir immer noch beden­ken, dass am Ende des Tages nicht der durch­schnitt­li­che kli­ni­sche Schwe­re­grad von Bedeu­tung ist, son­dern die Inzi­denz der schwe­ren Erkran­kung, die die Kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen beein­flusst. Da es 20-mal mehr Ver­dachts­fäl­le als bestä­tig­te Fäl­le von Covid-19 gibt und die Stu­di­en nicht dar­auf aus­ge­legt sind, zu beur­tei­len, ob die Impf­stof­fe die Virus­über­tra­gung unter­bre­chen kön­nen, scheint eine Ana­ly­se der schwe­ren Erkran­kun­gen unab­hän­gig vom ätio­lo­gi­schen Erre­ger – d. h. der Raten von Kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen, Fäl­len auf der Inten­siv­sta­ti­on und Todes­fäl­len unter den Stu­di­en­teil­neh­mern – gerecht­fer­tigt und ist die ein­zi­ge Mög­lich­keit, die tat­säch­li­che Fähig­keit der Impf­stof­fe zu beur­tei­len, die Pan­de­mie einzudämmen.

Es gibt einen kla­ren Bedarf an Daten, um die­se Fra­gen zu beant­wor­ten, aber der 92-sei­ti­ge Bericht von Pfi­zer erwähn­te nicht die 3410 "ver­mu­te­ten Covid-19"-Fälle. Auch nicht in der Ver­öf­fent­li­chung im New Eng­land Jour­nal of Medi­ci­ne. Auch nicht in einem der Berich­te über den Impf­stoff von Moder­na. Die ein­zi­ge Quel­le, die dar­über berich­tet zu haben scheint, ist der Bericht der FDA über den Impf­stoff von Pfizer.

Die 371 Personen, die von der Pfizer-Impfstoff-Wirksamkeitsanalyse ausgeschlossen wurden

Ein wei­te­rer Grund, war­um wir mehr Daten benö­ti­gen, ist die Ana­ly­se eines uner­klär­li­chen Details, das in einer Tabel­le der FDA-Über­prü­fung des Impf­stoffs von Pfi­zer gefun­den wur­de: 371 Per­so­nen, die wegen "wich­ti­ger Pro­to­koll­ab­wei­chun­gen am oder vor dem 7. Tag nach Dosis 2" von der Wirk­sam­keits­ana­ly­se aus­ge­schlos­sen wur­den. Beun­ru­hi­gend ist das Ungleich­ge­wicht zwi­schen den ran­do­mi­sier­ten Grup­pen bei der Anzahl die­ser aus­ge­schlos­se­nen Per­so­nen: 311 aus der Impf­stoff­grup­pe gegen­über 60 unter Pla­ce­bo. (Im Gegen­satz dazu wur­den in der Moder­na-Stu­die nur 36 Teil­neh­mer wegen "schwer­wie­gen­der Pro­to­koll­ab­wei­chung" von der Wirk­sam­keits­ana­ly­se aus­ge­schlos­sen – 12 in der Impf­stoff­grup­pe gegen­über 24 in der Placebogruppe).

Was waren die­se Pro­to­koll­ab­wei­chun­gen in der Stu­die von Pfi­zer, und war­um wur­den in der Impf­stoff­grup­pe fünf­mal mehr Teil­neh­mer aus­ge­schlos­sen? Der FDA-Bericht sagt es nicht, und die­se Aus­schlüs­se sind selbst in Pfi­zers Bericht und der Zeit­schrif­ten­ver­öf­fent­li­chung schwer zu erkennen.

Fieber- und Schmerzmedikamente, Entblindung und Komitees zur Beurteilung von Primärereignissen

Letz­ten Monat habe ich mei­ne Besorg­nis über die poten­zi­ell ver­wir­ren­de Rol­le von Schmerz- und Fie­ber­me­di­ka­men­ten zur Behand­lung von Sym­pto­men zum Aus­druck gebracht. Ich pos­tu­lier­te, dass sol­che Medi­ka­men­te Sym­pto­me mas­kie­ren könn­ten, was zu einer Unte­r­er­fas­sung von Covid-19-Fäl­len füh­ren könn­te, mög­li­cher­wei­se in grö­ße­rer Zahl bei Per­so­nen, die den Impf­stoff in dem Bemü­hen erhal­ten haben, uner­wünsch­te Ereig­nis­se zu ver­hin­dern oder zu behan­deln. Es scheint jedoch, dass ihr Poten­zi­al, die Ergeb­nis­se zu ver­fäl­schen, ziem­lich begrenzt war: Obwohl die Ergeb­nis­se dar­auf hin­deu­ten, dass die­se Medi­ka­men­te bei Impf­stoff­emp­fän­gern im Ver­gleich zu Pla­ce­bo­emp­fän­gern etwa 3–4 mal häu­fi­ger ein­ge­nom­men wur­den (zumin­dest für den Impf­stoff von Pfi­zer – Moder­na mach­te kei­ne so ein­deu­ti­gen Anga­ben), kon­zen­trier­te sich ihr Ein­satz ver­mut­lich auf die ers­te Woche nach der Imp­fung, um loka­le und sys­te­mi­sche Neben­wir­kun­gen nach der Injek­ti­on zu lin­dern. Aber die kumu­la­ti­ven Inzi­denz­kur­ven deu­ten auf eine ziem­lich kon­stan­te Rate an bestä­tig­ten Covid-19-Fäl­len im Lau­fe der Zeit hin, wobei sich die Daten des Sym­ptom­be­ginns weit über eine Woche nach der Ver­ab­rei­chung hin­aus erstrecken.

Abge­se­hen davon gibt die höhe­re Rate der Medi­ka­men­ten­ein­nah­me im Impf­stoff­arm einen wei­te­ren Grund zur Sor­ge über eine inof­fi­zi­el­le Ent­blin­dung. Ange­sichts der Reak­to­ge­ni­tät der Impf­stof­fe ist es schwer vor­stell­bar, dass Teil­neh­mer und Prüf­ärz­te kei­ne Ver­mu­tun­gen anstel­len könn­ten, in wel­cher Grup­pe sie sich befin­den. Der pri­mä­re End­punkt in den Stu­di­en ist rela­tiv sub­jek­tiv, was die Ent­blin­dung zu einem wich­ti­gen Anlie­gen macht. Den­noch schei­nen weder die FDA noch die Unter­neh­men die Zuver­läs­sig­keit des Ver­blin­dungs­ver­fah­rens und sei­ne Aus­wir­kun­gen auf die berich­te­ten Ergeb­nis­se for­mell unter­sucht zu haben.

Wir wis­sen auch nicht genug über die Abläu­fe in den Komi­tees zur Beur­tei­lung von Pri­mär­ereig­nis­sen, die die Covid-19-Fäl­le zähl­ten. Waren sie ver­blin­det gegen­über Anti­kör­per­da­ten und Infor­ma­tio­nen über die Sym­pto­me der Pati­en­ten in der ers­ten Woche nach der Imp­fung? Wel­che Kri­te­ri­en haben sie ange­wandt, und war­um war ein sol­ches Komi­tee bei einem pri­mä­ren Ereig­nis, das aus einem vom Pati­en­ten berich­te­ten Ergeb­nis (Covid-19-Sym­pto­me) und einem PCR-Test­ergeb­nis besteht, über­haupt not­wen­dig? Es ist auch wich­tig zu ver­ste­hen, wer in die­sen Komi­tees saß. Wäh­rend Moder­na sein vier­köp­fi­ges Ent­schei­dungs­ko­mi­tee benannt hat – alles Ärz­te, die der Uni­ver­si­tät ange­hö­ren – sagt das Pro­to­koll von Pfi­zer, dass drei Pfi­zer-Mit­ar­bei­ter die Arbeit gemacht haben. Ja, Mit­ar­bei­ter von Pfizer.

Wirksamkeit des Impfstoffs bei Menschen, die bereits Covid hatten?

Per­so­nen mit einer bekann­ten SARS-CoV-2-Infek­ti­on oder einer frü­he­ren Dia­gno­se von Covid-19 wur­den von den Stu­di­en von Moder­na und Pfi­zer aus­ge­schlos­sen. Den­noch wur­den 1125 (3,0 %) bzw. 675 (2,2 %) der Teil­neh­mer an den Stu­di­en von Pfi­zer und Moder­na als posi­tiv für SARS-CoV‑2 bei Stu­di­en­be­ginn eingestuft.

Die Sicher­heit und Wirk­sam­keit des Impf­stoffs bei die­sen Emp­fän­gern wur­de bis­her nicht beson­ders beach­tet, aber da immer grö­ße­re Tei­le der Bevöl­ke­rung vie­ler Län­der "post-Covid" sein könn­ten, schei­nen die­se Daten wich­tig zu sein – und das umso mehr, als die US-ame­ri­ka­ni­sche CDC emp­fiehlt, den Impf­stoff "unab­hän­gig von einer vor­he­ri­gen sym­pto­ma­ti­schen oder asym­pto­ma­ti­schen SARS-CoV-2-Infek­ti­on" anzu­bie­ten. Dies folgt auf die Schluss­fol­ge­run­gen der Behör­de bezüg­lich des Impf­stoffs von Pfi­zer, dass die­ser eine ≥92%ige Wirk­sam­keit und "kei­ne spe­zi­fi­schen Sicher­heits­be­den­ken" bei Men­schen mit vor­he­ri­ger SARS-CoV-2-Infek­ti­on aufweist.

Nach mei­ner Zäh­lung mel­de­te Pfi­zer offen­bar 8 Fäl­le von bestä­tig­ten, sym­pto­ma­ti­schen Covid-19 bei Per­so­nen, die zu Beginn der Stu­die posi­tiv für SARS-CoV‑2 waren (1 in der Impf­stoff­grup­pe, 7 in der Pla­ce­bo­grup­pe, unter Ver­wen­dung der Unter­schie­de zwi­schen den Tabel­len 9 und 10) und Moder­na, 1 Fall (Pla­ce­bo­grup­pe; Tabel­le 12).

Aber wie konn­te es bei welt­weit nur etwa vier bis 31 doku­men­tier­ten Reinfek­tio­nen in Stu­di­en mit Zehn­tau­sen­den mit einer media­nen Nach­be­ob­ach­tungs­zeit von zwei Mona­ten zu neun bestä­tig­ten Covid-19-Fäl­len unter den­je­ni­gen mit SARS-CoV-2-Infek­ti­on zu Stu­di­en­be­ginn kom­men? Ist dies reprä­sen­ta­tiv für eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Wirk­sam­keit des Impf­stoffs, wie es die CDC anschei­nend befür­wor­tet hat? Oder könn­te es etwas ande­res sein, wie die Ver­hin­de­rung von Covid-19-Sym­pto­men, mög­li­cher­wei­se durch den Impf­stoff oder durch die Ver­wen­dung von Medi­ka­men­ten, die die Sym­pto­me unter­drü­cken, und nichts mit der Reinfek­ti­on zu tun haben?

Wir brauchen die Rohdaten

Um die vie­len offe­nen Fra­gen zu die­sen Stu­di­en zu klä­ren, benö­ti­gen wir Zugang zu den Roh­da­ten der Stu­di­en. Aber kei­ne Fir­ma scheint zu die­sem Zeit­punkt Daten mit Drit­ten geteilt zu haben.

Pfi­zer sagt, dass es die Daten "auf Anfra­ge und vor­be­halt­lich der Über­prü­fung" zur Ver­fü­gung stellt. Das ist weit davon ent­fernt, die Daten öffent­lich zugäng­lich zu machen, lässt aber zumin­dest die Tür offen. Wie offen, ist unklar, da das Stu­di­en­pro­to­koll besagt, dass Pfi­zer die Daten erst 24 Mona­te nach Abschluss der Stu­die zur Ver­fü­gung stel­len wird.

Die Erklä­rung von Moder­na zur gemein­sa­men Nut­zung von Daten besagt, dass die Daten "auf Anfra­ge ver­füg­bar sein kön­nen, sobald die Stu­die abge­schlos­sen ist". Dies bedeu­tet, dass die Daten irgend­wann Mit­te bis Ende 2022 zur Ver­fü­gung ste­hen wer­den, da die Nach­be­ob­ach­tung für 2 Jah­re geplant ist.

Die Din­ge könn­ten für den Impf­stoff von Oxford/AstraZeneca nicht anders sein, der Daten auf Pati­en­ten­ebe­ne ver­spro­chen hat, "wenn die Stu­die abge­schlos­sen ist". Und der ClinicalTrials.gov-Eintrag für den rus­si­schen Impf­stoff Sput­nik V besagt, dass es kei­ne Plä­ne gibt, indi­vi­du­el­le Teil­neh­mer­da­ten zu teilen.

Die Euro­päi­sche Arz­nei­mit­tel­be­hör­de (EMA) und die kana­di­sche Gesund­heits­be­hör­de (Health Cana­da) wer­den die Daten für alle zuge­las­se­nen Impf­stof­fe jedoch mög­li­cher­wei­se schon viel frü­her ver­öf­fent­li­chen. Die EMA hat bereits zuge­sagt, die von Pfi­zer ein­ge­reich­ten Daten "zu gege­be­ner Zeit" auf ihrer Web­site zu ver­öf­fent­li­chen, eben­so wie Health Canada.

Peter Doshi, Mit­her­aus­ge­ber, The BMJ

Kon­kur­rie­ren­de Inter­es­sen: Ich set­ze mich für die Ver­öf­fent­li­chung von Pro­to­kol­len zu Impf­stoff­stu­di­en ein und habe offe­ne Brie­fe mit­un­ter­zeich­net, in denen Unab­hän­gig­keit und Trans­pa­renz bei der Ent­schei­dungs­fin­dung in Bezug auf Covid-19-Impf­stof­fe gefor­dert werden.

Fuß­no­te

Die Berech­nun­gen in die­sem Arti­kel sind wie folgt: 19% = 1 – (8+1594)/(162+1816); 29% = 1 – (8 + 1594 – 409)/(162 + 1816 – 287). Die Nen­ner habe ich igno­riert, da sie zwi­schen den Grup­pen ähn­lich sind.«

Über­setzt mit www​.DeepL​.com/​T​r​a​n​s​l​a​tor (kos­ten­lo­se Version)

12 Antworten auf „Mitherausgeber des "British Medical Journal" skeptisch zu Daten von Pfizer und Moderna“

  1. Was genau sind 3410 "ver­mu­te­te Covid-Fälle" ?
    Mit wel­chem PCR Test­pro­to­koll wur­den die Nach­wei­se geführt ?
    Wel­che Gen­se­quen­zen mit wie­viel Zyklen wur­den amplifiziert ?
    War­um wur­den 371 Per­so­nen aus der Stu­die ausgeschlossen ?
    Pass­ten die Daten nicht zum gewünsch­ten Ergebnis ?
    Stimmt es, das als Pla­ce­bo der neben­wir­kungs­rei­che Menin­go­kok­ken­impf­stoff ver­ab­reicht wurde ?
    War­um wur­den die Stu­di­en­teil­neh­mer mit Par­acet­amol zugedröhnt ?

  2. Und das bedeu­tet, dass der Impf­stoff von Pfi­zer dann nur zu 29% oder auch nur 19% wirk­sam wäre, des­we­gen gar nicht zuge­las­sen wer­den dürf­te, und das erfah­ren wir dann erst 2022?

  3. Na hol­la die Waldfee.
    Man hat zwar das Bedürf­nis mög­lichst „tech­nisch“ auf die­sen Bei­trag zu reagie­ren, aber am Ende bleibt dann doch nur das blan­ke Staunen.
    Was zum Hen­ker wird da eigent­lich verimpft? 

    Nehmt mich beim Wort. Die imp­fen jetzt was das Zeug her gibt und ver­mel­den im Frühjahr/Frühsommer den „tota­len Erfolg“.
    Lei­der spie­len offen­sicht­lich nicht alle so mit wie erwar­tet. 1/3 im Per­so­nal und 2/3 bei den Bewoh­nern von Heimen.

  4. Die hier durch Doshi krass nach unten kor­ri­gier­te "nach­ge­wie­se­ne Wirk­sam­keit" ist ohne­hin nur ein Zufalls­er­geb­nis, bestimmt von der zufäl­li­gen Anwesenheit/Abwesenheit des Virus in den bei­den Stu­di­en­grup­pen. Damit sind die Stu­di­en­ergeb­nis­se fast kom­plett wert­los. Komisch dass das nie the­ma­ti­siert wird.
    Es ist eine Groteske.

  5. Was WIRKLICH völ­lig fas­sungs­los macht ist die Skru­pel­lo­sig­keit mit der Mer­kel u. Co. die­ses Zeug Mil­lio­nen Men­schen blitz­schnell in den Kör­per sprit­zen wollen.

    1. Ja, die­se Skru­pel­lo­sig­keit macht mich auch fas­sungs­los und ver­ängs­tigt mich. Für mich geht es nicht um den Effekt, irgend­ei­ne schwer­wie­gen­de COVID-Erkran­kung ein­zu­däm­men, es geht für mich um die Nano­par­ti­kel, sie wol­len uns mit einem „Betriebs­sys­tem“ beimp­fen, und das im Men­schen­ver­such im Gross­mass­stab, soll hei­ßen, für alle gedacht, des­we­gen auch die Gleich­mä­ßig­keit über vie­le Staa­ten hin­weg, was für ein Menschenbild

  6. CORONA
    Impf­stoff: Betrug im Kleingedruckten?
    Zah­len-Zau­be­rei bei Studie
    VERÖFFENTLICHT AM 26. DEZEMBER 2020
    Ein Gast­bei­trag von Zacha­ri­as Fögen

    In der Stu­die „Safe­ty and Effi­ca­cy of the BNT162b2 mRNA Covid-19 Vac­ci­ne“ zum Biontech-Impf­stoff (sie­he hier, hier und hier) haben die Autoren ein­deu­ti­ge Falsch­aus­sa­gen getrof­fen und das eige­ne Stu­di­en­pro­to­koll gebro­chen. Die­ses ist so wich­tig, weil man vor Erhalt der Ergeb­nis­se die Maß­stä­be fest­set­zen muss – denn es darf nicht sein, dass man dies nach­träg­lich tut, damit sie zu den erhal­te­nen Ergeb­nis­sen pas­sen und man sich das gewünsch­te Resul­tat zurecht­biegt. Genau dies ist aber bei der Stu­die zum Biontech-Impf­stoff geschehen.

    https://​reit​schus​ter​.de/​p​o​s​t​/​i​m​p​f​s​t​o​f​f​-​b​e​t​r​u​g​-​i​m​-​k​l​e​i​n​g​e​d​r​u​c​k​t​en/

    Hin­weis: die in den Text ein­ge­füg­ten Gra­fi­ken sind als her­un­ter­ge­la­de­ne Bil­der bes­ser lesbar

  7. 31. Dezem­ber 2020
    Wirk­sam­keit und Ver­träg­lich­keit des Moderna-Impfstoffs
    Detail­lier­te Daten über einen wei­te­ren COVID-19-Impf­stoff wur­den im NEJM publiziert.1 Der Impf­stoff mRNA-1273 der Fir­ma Moder­na ist sehr ähn­lich kon­zi­piert, wie die Vak­zi­ne von BioNTech / Pfi­zer. Die Men­ge an mRNA pro Dosis ist jedoch höher (100 vs 30 µg) und die Lipidna­no­par­ti­kel sind etwas anders zusam­men­ge­setzt. Unter­schie­de gibt es auch bei der Lage­rung. Der Moder­na-Impf­stoff wird bei minus 20 Grad Cel­si­us gela­gert und kann nach dem Auf­tau­en bei Kühl­schrank­tem­pe­ra­tur einen Monat lang auf­be­wahrt werden.2 Bei­de Impf­stof­fe besit­zen eine iden­ti­sche, uner­war­tet hohe Schutz­wir­kung von ca. 95% und ver­ur­sa­chen ähn­li­che uner­wünsch­te Wir­kun­gen. Ob es Unter­schie­de bei all­er­gi­schen Reak­tio­nen und ande­ren sehr sel­te­nen Neben­wir­kun­gen gibt, kann zur­zeit noch nicht beur­teilt werden."
    1. Baden LRet al., COVE Stu­dy Group. Effi­ca­cy and Safe­ty of the mRNA-1273 SARS-CoV‑2 Vac­ci­ne. N Engl J Med. 2020 Dec 30. Epub ahead of print, Free full text
    2. FDA Brie­fing Docu­ment, Moder­na COVID-19 Vac­ci­ne, Decem­ber 17, 2020 PDF Datei
    3. Cas­tells MC, Phil­lips EJ. Main­tai­ning Safe­ty with SARS-CoV‑2 Vac­ci­nes. N Engl J Med. 2020 Dec 30. Epub ahead of print, Free Full Text
    https://​www​.infek​tio​.de/

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