MV stellt 120 AlltagslüfterInnen für 120 Schulen ein

»MV sucht 120 Alltagshelfer für Schulen

Für 120 aus­ge­wähl­te Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wer­den ab sofort 120 Alltagshelferinnen und Alltagshelfer gesucht. Sie sol­len die Lehrer ent­las­ten und zum Beispiel lüf­ten, mit dar­auf ach­ten, dass die Hygienemaßnahmen ein­ge­hal­ten wer­den, bei Corona-Tests unter­stüt­zen, Material für den Unterricht bereit­le­gen und auf­räu­men, wie das Bildungsministerium am Mittwoch mit­teil­te. Wenn sie Lust haben, kön­nen sie auch die Klasse bei Schulausflügen beglei­ten. Die Alltagshelfer sol­len in den Klassen 1 bis 6 ein­ge­setzt werden.

Die Beschäftigung ist den Angaben zufol­ge auf die­ses Schuljahr begrenzt. Eine for­ma­le Qualifikation sei nicht nötig. Der Beschäftigungsumfang betra­ge maxi­mal 25 Stunden pro Woche. Bezahlt wer­den die Alltagshelfer den Angaben zufol­ge gemäß Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes. Der Bund stel­le dafür 3,6 Millionen Euro bereit. "Damit reagie­ren wir auf die beson­de­ren Herausforderungen durch Corona an den Schulen", erklär­te Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke).«
ndr​.de (17.8.)

Unklar ist noch, ob sie dem Lehrpersonal auch bei den Krankschreibungen zur Hand gehen sol­len. Anscheinend ori­en­tiert sich das Bundesland an den Empfehlungen der Bundesbildungsministerin:

5‑Punkte-Plan zur Entlastung der Schulen in der Corona-Pandemie

Update: Ein Kommentar kri­ti­siert, daß hier die Berufsgruppe der LehrerInnen pau­schal beur­teilt wird, es hin­ge­gen Ausnahmen gibt. Ich hal­te das einer­seits für berech­tigt. An ver­schie­de­nen Stellen habe ich mei­ne Hochachtung für die­se Menschen geäu­ßert. Sie sind die Mutigen und Standhaften, mit mei­nem Blog gehe ich dage­gen kein Risiko ein. Auf der ande­ren Seite fällt mir kei­ne Berufsgruppe ein, die ohne Not so bereit­wil­lig an der Drangsalierung Anderer, zumal Schutzbefohlener, mit­ar­bei­tet. Es ist nicht leicht, hier eine Balance bei der Bewertung zu finden.

18 Antworten auf „MV stellt 120 AlltagslüfterInnen für 120 Schulen ein“

  1. Himmel, dan­ke. dass Sie das aus­ge­bud­delt haben.

    Ich hof­fe doch sehr, dass die­se Alltagshelfer aus­schließ­lich geimpf­ten Lehrern dienst­bar sein wer­den. Wenn die Ungeimpften Fenster selbst öff­nen müs­sen, dann wer­den sie schon zur Spritze krie­chen, harharhar!
    Wie sieht denn die Dienstkleidung aus? Dreiteiliger Anzug mit Seidenweste und wei­ßer Fliege (Modell bri­ti­scher Valet)? Oder rote Uniformjacke mit brei­ten Schulterpolstern und gol­de­nen Epauletten, dazu schwar­ze Hosen mit gel­ben Streifen (Modell Hotelpage)? Oder doch Hemd und Hose in, öhem, gedeck­ter Farbe, mit Koppelschloss (Aufschrift: "Dummheit siegt immer!") und Schaftstiefeln

  2. Es geht übri­gens noch absur­der. Das RKI soll Abrechnungsbetrug bei den Abrechnungen der Schnelltests auf­de­cken, es gibt jetzt einen Referentenentwurf:

    "Demnach soll das RKI künf­tig die Abrechnungsdaten ana­ly­sie­ren, "sta­tis­ti­sche Ausreißer" iden­ti­fi­zie­ren, die Gründe für einen Gratis-Test eben­so prü­fen wie die Positivrate der Schnelltests. "

    Wer sich fragt, was denn das RKI um Himmels wil­len von sta­tis­ti­scher Analyse ver­steht, den beru­higt die Behörde:

    "Offiziell teilt die RKI-Pressestelle mit, dass sie "Expertise in Statistik und Mathematik" habe und Anomalien ent­de­cken könne."

    Das ist fast rich­tig, das RKI hat gro­ße Expertise dar­in, Anomalien bei der Betrachtung von Daten zu erzeu­gen. Dass man aller­dings in der Lage wäre, sta­tis­ti­sche Normalität zu erken­nen und Abweichungen zu iden­ti­fi­zie­ren, konn­te man bis­her nicht nachweisen.
    Ohnehin dürf­te das Interesse des RKI vor allem wegen einer Sache gering sein:
    "In dem Entwurf aus dem Hause Lauterbach steht zwar, dass beim RKI für die Abrechnungsprüfung Kosten "in nicht quan­ti­fi­zier­ba­rer Höhe" ent­ste­hen, doch Geld soll das RKI kei­nes für die neue Aufgabe bekommen. "
    Mehrarbeit für eine Behörde, ohne zusätz­li­ches Geld und Posten? So ein Kardinalfehler ist selbst für Karl überdurchschnittlich.

    Es gibt natür­lich Behörden, die so etwas stän­dig machen, zum Beispiel den Bundesrechnungshof. Die haben aus Klabauterbachs Sicht ver­mut­lich aber einen ent­schei­den­den Nachteil: er hat ihnen gegen­über kein direk­tes Weisungsrecht, kann also auf die Ergebnisse bzw. deren Präsentation kei­nen direk­ten Einfluss nehmen. 

    "Der größ­te Trottel hier im Land hat immer ein Regierungsamt" scheint mitt­ler­wei­le zum Standard der Bundesrepublik gewor­den zu sein.

    https://​www​.tages​schau​.de/​i​n​v​e​s​t​i​g​a​t​i​v​/​n​d​r​-​w​d​r​/​c​o​r​o​n​a​-​t​e​s​t​z​e​n​t​r​e​n​-​1​0​7​.​h​tml

  3. Ok, ich hat­te das eigent­lich für den nächs­ten sati­ri­schen Beitrag
    gehalten…
    Ok, für die Lüftung wür­de ich Palmwedel vor­schla­gen, ange­sichts der all­ge­mei­nen Dekadenz. Und für die Hygiene wür­de ich die Uschi
    von den Laien ein­stel­len, die ist doch Fachkraft für's Händewaschen.
    "Eine for­ma­le Qualifikation sei nicht nötig."
    Warum auch, die ist ja bei den MdBs und im sogenannten
    'Bildungsministerium' (der Witz ist wirk­lich gut) auch nicht vorhanden.
    Avanti Dilettanti !

  4. "Unklar ist noch, ob sie dem Lehrpersonal auch bei den Krankschreibungen zur Hand gehen sollen."
    Als Lehrkraft ohne x- fache Impfung erfah­re ich im Job schon genug Ausgrenzung und unhalt­ba­re Zuschreibungen. Ich wür­de mir sehr wün­schen, wenn hier nicht per­ma­nent eine gan­ze Berufsgruppe an den Pranger gestellt wür­de. Wir wis­sen doch alle zu gut, wie sich das anfühlt. Schließlich sind wir doch alle "Corona-Leugner" und "Rechtsextremisten".
    Also, bit­te nicht pau­schal ein alter­na­ti­ves Feindbild auf­bau­en. Das soll­ten wir im Blick behal­ten. Die Lehrkräfte sind nicht alle immer einer Meinung und schon gar nicht einer Meinung mit ihren Vorgesetzten.
    Es gibt auch dort die Guten… und die haben es inner­halb des Systems schwer genug.
    Das muss­te ein­fach mal raus da ich hier auf dem Blog die letz­ten zwei Jahre eigent­lich immer gehofft hat­te, eine mora­li­sche Heimat gefun­den zu haben.
    Liebe Grüße aus dem desa­trö­sen deut­schen Bildungssysten

      1. ich schä­me mich inzwi­schen, irgend­wo mei­nen Beruf zu nen­nen. GEW, Philologenverband usw. las­sen wirk­lich kei­ne Peinlichkeit aus. Viele sind hys­te­risch (geboos­tert, infi­ziert, danach mit FFP2), ängst­lich, obrig­keits­hö­rig, stre­ber­haft, vie­le sind auch gleich­gül­tig ("Was regst Du Dich auf? Wer sagt, dass Deine Sterbezahlen rich­tig sind? Ich bemer­ke die Maske gar nicht! Ist doch egal, dass die Tests bei Asymptomatischen nicht wir­ken, ist nicht das ers­te Sinnlose, was wir machen" usw. )
        Andererseits fal­len mir schon ande­re Berufsgruppen ein, die ähn­lich ent­täu­schen : Ärzte, Politiker, Journalisten, Juristen, Philosophieprofessoren!

    1. Ja und es ist gut und wich­tig immer wie­der dar­auf hin zu wei­sen. Wie haben Sie die­se Zeit aus­ge­hal­ten? Ich bekam schon beim Anblick der mas­kier­ten Menschen immer eine depri­mier­te Stimmung, beson­ders wenn ich mas­kier­te Kinder sehe. Wie haben Sie den Spagat gemangt? Haben Sie den Kindern erlaubt, die Masken abzu­neh­men? Ich hät­te mich auch gewei­gert, das Testen mit­zu­tra­gen, da ich hier­für aus­schließ­lich medi­zi­ni­sches Personal zustän­dig fin­de, wenn es über­haupt je einen Sinn hat­te. Schon gar­nicht gehö­ren die­se Dinge in die Verantowortung von Kindern in der gan­zen Klasse. Ich glau­be ich wäre ent­we­der aus­ge­ras­tet oder zusam­men­ge­bro­chen, zumal die "guten" ziem­lich allein auf wei­ter Flur stan­den und sich womög­lich noch Vorhaltungen zu hören bekamen.

  5. Warum kom­men mir dazu die Religionswächter im Iran bloß in den Sinn? 

    Achso ja, ich dach­te über ein Synonym für Alltagslüfter nach und fand Hygienewächter ziem­lich passend.

  6. Genau. Die neu­en Lehrer brau­chen gar kein Studium. Weil der gan­ze ver­kom­me­ne Staat kei­ne intel­li­gen­ten Menschen gebrau­chen kann.

  7. "…mit dar­auf ach­ten, dass die Hygienemaßnahmen ein­ge­hal­ten werden…"

    Corona-Blockwarte. Gibts dem­nächst auch im Altersheim
    Die sol­len nur dafür sor­gen, dass Schüler und Alte wei­ter­hin in Angst und Panik verbleiben.

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