Neue tolle "Arbeitshypothese" von Christian Drosten

Ist dies der Grund, war­um heu­te in den Medien der Weltgesundheitsgipfel weit­ge­hend tot­ge­schwie­gen wur­de? aerzteblatt.de berich­tet aber tap­fer über den Mann, vor dem man selbst ein Mikrofon schüt­zen muß:

»Deutschland habe hin­sicht­lich Infektionszahlen und Todesfällen noch lan­ge von der früh­zei­ti­gen Etablierung von Tests und dem Lockdown im Frühjahr zeh­ren kön­nen, berich­te­te Drosten. [also von ihm, AA]

Doch inzwi­schen kommt der Öffentliche Gesundheitsdienst zuneh­mend an sei­ne Grenzen. In mehr und mehr Regionen kön­nen Kontakte von Infizierten nicht mehr voll­stän­dig und zeit­nah werden.

Eine neue Strategie könn­te der Einsatz von Antigentests bei Patienten mit bestä­tig­ter COVID-19-Erkrankung sein. Drosten bezog sich mit sei­ner "Arbeitshypothese" auf meh­re­re Studien, die mitt­ler­wei­le gezeigt haben, dass es bei COVID-19 eine Korrelation zwi­schen dem Symptombeginn und der Virus-Isolationsrate in Zellkultur gibt.

Test auf Nicht-Infektiosität – statt auf Infektion
"Am Ende der ers­ten Woche sinkt der Isolationserfolg auf unter 20 Prozent", berich­te­te der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin. "Dies könn­te der Punkt sein, ab dem die Patienten nicht mehr infek­ti­ös sind."

Die Abwesenheit von Infektiosität nach­zu­wei­sen, sei eine der wich­tigs­ten Erwartungen, die man aus Public-Health-Perspektive an Diagnostika haben kön­ne, so der Virologe. Sollte sich bestä­ti­gen, dass ein nega­ti­ves Resultat bei einem Antigentest bedeu­tet, dass der Getestete nicht mehr infek­ti­ös ist, könn­te sich dies als "game chan­ger" erwei­sen.«

Neben Pharmafirmen sol­len auf dem Kongreß eini­ge Wissenschaftler ver­tre­ten sein. Sie konn­ten eine beson­de­re Erfahrung in Fremdschämen erleben.

3 Antworten auf „Neue tolle "Arbeitshypothese" von Christian Drosten“

  1. Auf sol­chen Kongressen sind genau zwei Arten von Menschen:

    - Menschen die Geld ver­tei­len, (Pharma-Lobbyisten)

    und

    - Menschen die Geld ein­sam­meln (Drittmittel-Wissenschaftler)

    Die Drittmittel-Wissenschaft ist die heu­te am meis­ten prak­ti­zier­te Wissenschaft. Leider wird sie an den Unis noch nicht aus­rei­chend häu­fig gelehrt. Doktoranden müs­sen des­halb in Learning-by-Doing-Seminaren die Methoden und Mittel direkt von arri­vier­ten Alt-Akademikern übernehmen.

    - Identifikation von Geldgebern
    – Anträge schreiben
    – die Forschung in die aus­sichts­rei­che Richtung treiben
    – Moden und Trends früh­zei­tig erkennen
    – stra­te­gi­sche Kooperationen pla­nen und ein­ge­hen (zB für EU-Mittel Kooperation mit Forschern in ande­rem EU-Land)
    – völ­lig unnüt­ze Forschung in Papers als unheim­lich erfolg­reich und wei­ter­füh­rungs­wür­dig darstellen
    – Folge-Anträge schreiben

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