Spinner: Nur doppelt geboostert zum Oktoberfest

spiegel.de (30.7.)

Der Chief Medical Information Officer (CMIO) am Klinikum rechts der Isar hat­te sich im letz­ten Jahr auf focus.de für Kinder-Impfungen stark gemacht:

Impfversagen keine schlechte Nachricht

Im letz­ten Oktober erklär­te er zum Problem des Impfversagens:

»Die Durchbruchsinfektionen stel­len also kei­nes­wegs die Wirksamkeit oder Sinnhaftigkeit der Impfstoffe in Frage. Impfungen bie­ten „einen sta­tis­tisch signi­fi­kan­ten oder kli­nisch ganz rele­van­ten Schutz“, wie Infektiologe Christoph Spinner FOCUS Online sag­te. „Die Wahrscheinlichkeit schwe­rer Verläufe und Infektionen wird rele­vant reduziert.“

Dass es unter den Geimpften zu Durchbrüchen kom­me, sei aus sei­ner Sicht zudem per se „kei­ne schlech­te Nachricht“. Es bedeu­te nicht, dass Betroffene über­haupt kei­nen Schutz hät­ten. Vielmehr zei­ge es, dass der Großteil der Menschen zumin­dest teil­wei­se geschützt sei. Denn die meis­ten Durchbruchsinfektionen sei­en von deut­lich mil­de­rem Verlauf.«
focus.de (13.10.21)

Dr. Murmeltier

Im November 2021 erzähl­te er bereits ziem­lich genau das, was er auch heu­te erklärt:

»„Entscheidend für den Winter sind aus mei­ner Sicht breit ange­leg­te Booster-Impfungen* bei Menschen, deren Impfung mehr als sechs Monate zurück­liegt“, sag­te Spinner wei­ter. Dadurch lie­ßen sich Studien zufol­ge bis zu 95 Prozent sym­pto­ma­ti­scher Infektionen ver­hin­dern. „Aufgrund der bun­des­weit stei­gen­den Infektionszahlen müs­sen wir hier so schnell wie mög­lich handeln.“

Zu der Frage, ob die Dritt-Impfung für unter 70-Jährige sinn­voll sei, sag­te Spinner, es ver­dich­te­ten sich die Hinweise, dass die Impfungen alters­un­ab­hän­gig bei allen Erwachsenen zusätz­li­chen effek­ti­ven Schutz böten. Vor allem Ältere sei­en aber bes­ser vor Klinikaufnahmen und schwe­ren Verläufen geschützt.

„Auch an Schulen soll­te alles Erdenkliche unter­nom­men wer­den, um die Impfquote, wo immer mög­lich, zu stei­gern“, sag­te Spinner wei­ter. Bis dahin kön­ne die kon­se­quen­te Anwendung der AHA+L‑Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften) das Corona-Risiko redu­zie­ren. „Ohne Impfungen oder kon­se­quen­te AHA+L Regeln muss mit wei­ter stei­gen­den Infektionszahlen in Schulen gerech­net wer­den.“ «
merkur.de (12.11.21)

7 Antworten auf „Spinner: Nur doppelt geboostert zum Oktoberfest“

  1. "Und im direk­ten Vergleich zu den Gesundheitsrisiken durch Substanzen, die Oktoberfestbesucher sonst so zu sich neh­men, dürf­te das Impfrisiko zu ver­nach­läs­si­gen sein."

    Geiles Argument. Zählt das jetzt schon als statt­ge­fun­de Aufklärung vor der Boosterung?

  2. Dr. Spinner passt gut. Man woll­te über Namen kei­ne Witze machen, weiß ich natür­lich, denn ich habe jeden Witz über mei­nen Namen schon min­des­tens 1000 Mal gehört

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