Spin-Offs: Wie Wissenschaftler zu Unternehmern werden

In einer Lesprobe eines eBooks unter die­sem Titel fin­det sich Aufschlußreiches (zum Begriff des Spin-Offs s.u.):

»In Deutschland gibt es 383 Hochschulen, davon 103 Universitäten und 176 Fachhochschulen… Obwohl noch eine Reihe von Barrieren für die Realisierung des Wissenstransfers und von Gründungsvorhaben besteht, z. B. restrik­ti­ve Regelungen des Dienstrechts, büro­kra­ti­sche Regelungen bei der Nutzung von Forschungslabors, beschäf­ti­gen sich die Hochschulen doch mehr und mehr mit der Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen…

„Spin-Offs: Wie Wissenschaftler zu Unternehmern wer­den“ wei­ter­le­sen

Der Höhenflug von EVOTEC (mit Hilfe der BMGS)

Anfang des Jahres konn­te man über das Hamburger Unternehmen mit Beteiligung der Bill & Melinda Gates Stiftung lesen:

»EVOTEC-Chef Lanthaler: "Wir legen 2020 sehr stark zu"

"Biopharmazeutika sind der am schnells­ten wach­sen­de Markt in der Pharmabranche", sagt der Vorstand. Bei Biopharmazeutika geht es um Arzneien, die mit­tels gen­tech­nisch ver­än­der­ter Organismen her­ge­stellt wer­den. Die Wachstumsraten lie­gen bei geschätzt sie­ben Prozent pro Jahr…

„Der Höhenflug von EVOTEC (mit Hilfe der BMGS)“ wei­ter­le­sen

Corona und Dialektik

Äußerst ver­ein­facht gesagt beschreibt Dialektik eine Methode, Gegenstände, Prozesse, Phänomene in ihrer Widersprüchlichkeit zu begrei­fen. Ebenso ver­ein­facht kann man den Niedergang der ehe­ma­li­gen sozia­lis­ti­schen Länder damit beschrei­ben, daß ihre füh­ren­den Personen die­ses Denkprinzip nur noch sehr ver­nach­läs­sigt auf ihre Lebenswirklichkeit ange­wandt haben.

Ein ähn­li­cher Prozeß scheint unter dem Eindruck von Corona heu­te wie­der in Gang gesetzt bei vie­len, die sich doch eigent­lich auf den Marxismus und die ihm wesens­ei­ge­ne Dialektik beru­fen. „Corona und Dialektik“ wei­ter­le­sen

Impfstoff: Profit vor Sicherheit?

Mitte der Woche erhielt das Mainzer Unternehmen Biontech vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Genehmigung, einen Anti-Corona-Wirkstoff zu tes­ten. Nach Informationen des SWR soll das Verfahren so lau­fen:

"In der ers­ten Phase wer­de ein mög­li­cher Covid-19-Impfstoff an 200 gesun­den Personen getes­tet, sag­te der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek… Nach Angaben von Biontech-Chef Uğur Şahin [stel­le] ein Impfstoff die ein­zi­ge dau­er­haf­te Lösung gegen die Covid-19-Pandemie dar…

In Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern Pfizer wol­le man einen Impfstoff fin­den, der idea­ler­wei­se welt­weit ein­ge­setzt wer­den kön­ne. Es sei theo­re­tisch mög­lich, schon bis Ende 2020 Millionen von Impfstoffdosen zur Verfügung zu stel­len. Dass bereits in die­sem Jahr ein ers­ter zuge­las­se­ner Impfstoff für die all­ge­mei­ne Bevölkerung bereit steht, hält der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts Cichutek aller­dings für unwahr­schein­lich." Link

Es ist nicht ver­wun­der­lich, daß ein Unternehmen sein Produkt als "ein­zig dau­er­haf­te Lösung" dar­stellt – so läuft PR. Daß es sei­nen Absatzmarkt "idea­ler­wei­se welt­weit" sieht, ist kapi­ta­lis­tisch gese­hen völ­lig logisch.

Einiges aber irri­tiert. „Impfstoff: Profit vor Sicherheit?“ wei­ter­le­sen

Kein Irrsinn, sondern Methode

Manch ein Mensch wird sich gefragt haben, ob die Kanzlerin unter Drogen stand, als sie als eine der ers­ten Lockerungsmaßnahmen aus­ge­rech­net Autohäuser jeder Größe öff­nen ließ. Das mag für alle ande­ren Entscheidungen zutref­fen, nicht aber für die­se.

"Vor Corona" war das wich­tigs­te Thema, das in die­sem Land dis­ku­tiert wur­de, die Umweltkrise. Eine nicht uner­heb­li­che Rolle spiel­ten eben­so die betrü­ge­ri­schen Machenschaften der kom­plet­ten deut­schen Autoindustrie und das unge­nier­te Lobbying des Verkehrsministers für die­sel­be. Das alles führ­te zu einem ordent­li­chen Einbruch der Verkaufszahlen.

Da lag es nahe, daß die Bundesregierung der Branche zur Seite sprin­gen muß­te. Äußerst hilf­reich war bei die­sem Vorhaben die enge Beziehung zur Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie VDA. Bei die­ser Dame han­delt es sich näm­lich um Hildegard Müller. „Kein Irrsinn, son­dern Methode“ wei­ter­le­sen