Wenn die Sandra mit dem Ugur…

… eine Studie macht, kommt Ähnliches her­aus, wie wenn Marlboro das Rauchen empfiehlt.

twit​ter​.com (2.4.)

Was lesen wir in der von KL emp­foh­le­nen Studie?

Sie ist über­schrie­ben "Omicron bre­akthrough infec­tion dri­ves cross-vari­ant neu­tra­liz­a­ti­on and memo­ry B cell for­ma­ti­on", ist nicht peer-review­ed und am 1.4. erschie­nen auf bio​r​xiv​.org. Die Erstautorin Jasmin Quandt (hmm) kommt eben­so von Biontech wie fast alle ande­ren VerfasserInnen, dar­un­ter die Biontech-Chefs Tuereci und Sahin. Und eben Sandra Ciesek, die soeben ihren gemein­sam mit Christian Drosten gestal­te­ten NDR-Podcast auf­ge­ge­ben hat.

»Zusammenfassung

Omikron ist die bis­her evo­lu­tio­när am stärks­ten aus­ge­präg­te SARS-CoV-2-Variante (VOC) und weist meh­re­re Aminosäureveränderungen auf, die sich in neu­tra­li­sie­ren­den Antikörperstellen des Spike (S)-Proteins befin­den. Wir berich­ten hier, dass eine Omikron-Durchbruchsinfektion bei BNT162b2-geimpf­ten Personen zu einer star­ken neu­tra­li­sie­ren­den Aktivität nicht nur gegen Omikron, son­dern auch all­ge­mein gegen frü­he­re SARS-CoV-2-VOCs und gegen SARS-CoV‑1 führt. Wir fan­den her­aus, dass eine Omikron-Durchbruchinfektion eine robus­te B‑Zell-Recall-Antwort ver­mit­telt und in ers­ter Linie prä­for­mier­te Gedächtnis-B-Zellen aus­bil­det, die Epitope erken­nen, die von ver­schie­de­nen Varianten gemein­sam genutzt wer­den, anstatt neue B‑Zellen gegen streng Omikron-spe­zi­fi­sche Epitope zu indu­zie­ren. Unsere Daten deu­ten dar­auf hin, dass trotz der Prägung der Immunantwort durch eine vor­an­ge­gan­ge­ne Impfung der vor­ge­form­te B‑Zell-Gedächtnis-Pool über eine aus­rei­chen­de Plastizität ver­fügt, um durch die Exposition gegen­über hete­ro­lo­gem S‑Protein neu fokus­siert und quan­ti­ta­tiv umge­stal­tet zu wer­den, so dass eine wirk­sa­me Neutralisierung von Varianten mög­lich ist, die sich einer zuvor eta­blier­ten neu­tra­li­sie­ren­den Antikörperantwort ent­zie­hen.«

In ein­fa­cher Sprache: (Erst) ein Impfversagen, also eine erneu­te Infektion nach der Spritze, schützt nicht nur gegen Omikron, son­dern gegen alle Varianten und sogar gegen SARS-CoV‑1 (, nicht aber gegen Fußpilz). Das gilt für dop­pelt und drei­fach "Geimpfte".

In der PDF-Datei mit dem Volltext heißt es:

»Einleitung

Die Eindämmung der der­zei­ti­gen COVID-19-Pandemie erfor­dert die Erzeugung einer dau­er­haf­ten und aus­rei­chend brei­ten Immunität, die Schutz gegen zir­ku­lie­ren­de und zukünf­ti­ge Varianten von SARS-CoV‑2 bie­tet. Der Titer neu­tra­li­sie­ren­der Antikörper gegen SARS-CoV‑2 und die Bindung von Antikörpern an das Spike (S)-Glykoprotein und sei­ne rezep­tor­bin­den­de Domäne (RBD) gel­ten als Korrelate für den Schutz vor einer Infektion. Die der­zeit ver­füg­ba­ren Impfstoffe basie­ren auf dem Stamm Wuhan-Hu‑1 und indu­zie­ren Antikörper mit einer neu­tra­li­sie­ren­den Kapazität, die die durch eine Infektion mit dem Wuhan-Stamm oder mit bedenk­li­chen Varianten (VOC) her­vor­ge­ru­fe­ne Breite über­steigt. Die schüt­zen­den Titer neh­men jedoch im Laufe der Zeit ab, und man geht davon aus, dass rou­ti­ne­mä­ßi­ge Auffrischungsimpfungen erfor­der­lich sind, um eine Rückholimmunität aus­zu­lö­sen und die Wirksamkeit gegen neue VOCs zu erhal­ten

Bis heu­te wur­den welt­weit mehr als 1 Milliarde Menschen mit dem mRNA-basier­ten COVID19-Impfstoff BNT162b2 geimpft und haben die pri­mä­re 2‑Dosis-Serie oder wei­te­re Auffrischungen erhal­ten. Dieser Impfstoff trägt in vie­len Regionen wesent­lich zum Muster der Immunität der Bevölkerung bei, auf dem die wei­te­re Bearbeitung des Immunsystems und die Auswirkungen der der­zeit ver­brei­te­ten Varianten auf­bau­en werden. 

Um die Auswirkungen einer Omikron-Durchbruchinfektion auf das Ausmaß und die Breite der neu­tra­li­sie­ren­den Serumaktivität und der BMEM-Zellen zu cha­rak­te­ri­sie­ren, haben wir Blutproben von Personen unter­sucht, die mit BNT162b2 dop­pelt oder drei­fach geimpft waren.
Da das Verständnis des anti­gen­spe­zi­fi­schen B‑Zell-Gedächtnispools ein ent­schei­den­der Faktor für die Fähigkeit eines Individuums ist, auf neu auf­tre­ten­de Varianten zu reagie­ren, wer­den unse­re Daten dazu bei­tra­gen, die künf­ti­ge Impfstoffentwicklung zu steu­ern.

Ergebnisse und Diskussion

Kohorten und Probenahme

Die Blutproben wur­den aus der Bioprobensammlung der BNT162b2-Impfstoffstudien und einer Biobank mit pro­spek­tiv gesam­mel­ten Proben von geimpf­ten Personen mit anschlie­ßen­der SARS-CoV‑2 Omikron-Durchbruchsinfektion ent­nom­men. Die Proben wur­den für die Untersuchung von Biomarkern in vier unab­hän­gi­gen Gruppen aus­ge­wählt, näm­lich Personen, die (i) dop­pelt oder (ii) drei­fach mit BNT162b2 geimpft waren, ohne dass zum Zeitpunkt der Probenentnahme eine Vorinfektion oder eine Durchbruchsinfektion vor­lag (BNT162b22 , BNT162b23 ) und Personen, die (iii) dop­pelt oder (iv) drei­fach mit BNT162b2 geimpft waren und bei denen nach einem Median von etwa 5 Monaten bzw. 4 Wochen eine Durchbruchsinfektion mit der SARS-CoV‑2 Omikron-Variante auftrat…

Omicron-Durchbruchsinfektion von BNT162b2-Doppel- und Dreifachgeimpften indu­ziert eine brei­te Neutralisierung von Omikron BA.1, BA.2 und ande­ren VOCs

Wie bereits berich­tet, waren bei Omikron-nai­ven, dop­pelt geimpf­ten Personen die geo­me­tri­schen mitt­le­ren Titer (GMTs) der Pseudovirusneutralisation (pVN50) von Beta- und Delta-VOCs um 50 % redu­ziert, und die Neutralisation bei­der Omikron-Sublinien war prak­tisch nicht nach­weis­bar. Bei Omikron-nai­ven, drei­fach geimpf­ten Personen waren die pVN50 GMTs gegen alle getes­te­ten VOCs wesent­lich höher, wobei Alpha, Beta und Delta stark neu­tra­li­siert wur­den. Während die GMTs gegen Omikron BA.1 im Vergleich zu Wuhan signi­fi­kant nied­ri­ger waren (GMT 160 vs. 398), waren die Titer gegen Omikron BA.2 mit 211 eben­falls beträcht­lich redu­ziert. Die Dreifachimpfung indu­zier­te also ein ähn­li­ches Maß an Neutralisierung gegen die bei­den Mikron Unterlinien.

Die Omikron-Durchbruchinfektion hat­te einen deut­li­chen Einfluss auf das Ausmaß und die Breite der neu­tra­li­sie­ren­den Antikörperreaktion sowohl bei dop­pelt als auch bei drei­fach geimpf­ten Personen, wobei bei den drei­fach geimpf­ten Personen etwas höhe­re pVN50 GMTs beob­ach­tet wur­den. Die pVN50 GMT von dop­pelt geimpf­ten Personen mit Durchbruchinfektion gegen Omikron BA.1 und BA.2 lag mehr als 100-fach und 35-fach über den GMTs von Omikron-nai­ven dop­pelt geimpf­ten Personen. Immunseren von dop­pelt geimpf­ten Personen mit Durchbruchsinfektion hat­ten eine brei­te neu­tra­li­sie­ren­de Aktivität, mit höhe­ren pVN50 GMTs gegen Beta und Delta als bei Omikron-nai­ven drei­fach geimpf­ten Personen…

Bei BNT162b2-Doppel- und ‑Dreifachgeimpften war die Infektion mit Omikron mit einer stark erhöh­ten Neutralisierungsaktivität gegen Omikron BA.1 ver­bun­den, wobei die GMT-Werte für die 50%ige Virusneutralisierung (VN50) im glei­chen Bereich lagen wie gegen den Wuhan-Stamm. In ähn­li­cher Weise zeig­ten Omicron Rekonvaleszenten, die dop­pelt und drei­fach geimpft waren, ver­gleich­ba­re Neutralisierungswerte gegen ande­re Varianten (z. B. GMT 493 und 729 gegen Beta), was auf eine gro­ße Bandbreite an neu­tra­li­sie­ren­der Aktivität hinweist.«

Durchbruchinfektion ruft bei impfstofferfahrenen Personen eine Neutralisationsaktivität von großer Breite hervor

»Insgesamt zei­gen die­se Daten, dass eine SARS-CoV-2-Omikron-Durchbruchinfektion bei impf­stoff­erfah­re­nen Personen eine Neutralisationsaktivität von gro­ßer Breite her­vor­ruft, was durch die berech­ne­ten Verhältnisse der VN50-GMTs gegen den Wuhan-Stamm und die SARS-CoV-2-VOCs wei­ter unter­stützt wird. Während dop­pelt und in gerin­ge­rem Maße auch drei­fach mit BNT162b2 geimpf­te nai­ve Omikron-Individuen deut­li­che Unterschiede in der Neutralisierungsleistung gegen VOCs auf­wie­sen, war die Neutralisierungsaktivität der Omikron-Rekonvaleszenten gegen alle getes­te­ten Variantenstämme fast gleich hoch.

Ebenso hat­te die Omikron-Durchbruchinfektion eine ähn­lich brei­te Neutralisierung, die die Wirkung bei Personen ver­stärk­te, die mit ande­ren zuge­las­se­nen COVID-19-Impfstoffen oder hete­ro­lo­gen Regimen geimpft wur­den

Doppelt oder drei­fach BNT162b2-geimpf­te Personen mit einer SARS-CoV-2-Omikron-Durchbruchsinfektion wie­sen eine stark erhöh­te Frequenz von BMEM-Zellen auf, die höher war als die von Omikron-nai­ven drei­fach geimpf­ten Personen…

Schlussfolgerungen

SARS-CoV‑2 Omikron ist eine par­ti­el­le Immun-Escape-Variante mit einer noch nie dage­we­se­nen Anzahl von Aminosäureveränderungen im S‑Protein an Stellen, an denen sich neu­tra­li­sie­ren­de Antikörper bin­den, was sie von frü­her berich­te­ten Varianten unter­schei­det. Jüngste Studien zur Kartierung neu­tra­li­sie­ren­der Antikörper und zur mole­ku­la­ren Modellierung bele­gen die funk­tio­nel­le Bedeutung die­ser Veränderungen, und ihre Bedeutung wird durch die Tatsache bestä­tigt, dass dop­pelt geimpf­te Personen kei­ne nach­weis­ba­re neu­tra­li­sie­ren­de Aktivität gegen SARS-CoV‑2 Omikron auf­wei­sen. Unsere Ergebnisse zei­gen, dass eine Omikron-Durchbruchsinfektion bei geimpf­ten Personen nicht nur die neu­tra­li­sie­ren­de Aktivität und die BMEM-Zellen gegen Omikron erhöht, son­dern auch die Immunität gegen ver­schie­de­ne VOCs all­ge­mein verstärkt.

Unsere Studie gibt auch Aufschluss dar­über, wie die­se brei­te Immunität erreicht wird. Unsere Daten deu­ten dar­auf hin, dass die anfäng­li­che Exposition gegen­über dem S‑Protein des Wuhan-Stamms die Bildung von BMEM-Zellen beein­flusst und die Bildung neu­er BMEM-Zellantworten gegen die cha­rak­te­ris­ti­sche­ren Epitope der Omikron-Variante ver­hin­dert haben könn­te. Ähnliche Beobachtungen wur­den bei geimpf­ten Personen gemacht, bei denen es zu Durchbruchsinfektionen mit der Delta-Variante kam. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Durchbruchsinfektion mit Omikron in ers­ter Linie ein brei­tes BMEM-Zellrepertoire gegen kon­ser­vier­te S‑Protein- und RBD-Epitope erwei­tert, anstatt eine beträcht­li­che Anzahl streng Omikron-spe­zi­fi­scher BMEM-Zellen zu induzieren.

Somit führt eine Omikron-Durchbruchinfektion bei dop­pelt geimpf­ten Personen zu einer Vergrößerung des bereits vor­han­de­nen BMEM-Zellpools, ähn­lich wie bei einer drit­ten Dosis einer Auffrischungsimpfung. Es gibt jedoch deut­li­che Unterschiede im Muster der Immunantwort, die durch eine homo­lo­ge Auffrischungsimpfung im Vergleich zu einer Omikron-Durchbruchsinfektion aus­ge­löst wird. Trotz der offen­sicht­li­chen Fokussierung der B‑Zell-Gedächtnisreaktion auf kon­ser­vier­te Epitope führt eine Omikron-Durchbruchinfektion zu einem deut­li­che­ren Anstieg der Antikörper-Neutralisationstiter gegen Omikron sowie zu einer aus­ge­präg­ten Kreuzneutralisation sowohl der ange­stamm­ten als auch der neu­en SARS CoV-2-Varianten. Diese Effekte sind beson­ders auf­fäl­lig bei dop­pelt geimpf­ten Personen.

Drei Befunde deu­ten auf poten­zi­ell kom­ple­men­tä­re und syn­er­gis­ti­sche Mechanismen hin, die für die­se Ergebnisse ver­ant­wort­lich sind:

Erstens, eine all­ge­mei­ne Zunahme der S‑Protein-spe­zi­fi­schen BMEM-Zellen. Omikron-kon­va­les­zen­te dop­pelt geimpf­te Personen haben eine höhe­re Häufigkeit von BMEM-Zellen und höhe­re neu­tra­li­sie­ren­de Antikörpertiter gegen alle VOCs als drei­fach geimpf­te Personen. Die Tatsache, dass eine Durchbruchinfektion bei dop­pelt geimpf­ten Personen eine stär­ke­re neu­tra­li­sie­ren­de Antikörperreaktion aus­löst als die drit­te Impfstoffdosis, geht nicht aus frü­he­ren Studien her­vor, in denen Durchbruchinfektionen mit ande­ren Varianten beschrie­ben wur­den, und lässt sich mög­li­cher­wei­se durch eine schlech­te Neutralisierung der Omikron-Variante in der Anfangsphase der Infektion erklä­ren, die mög­li­cher­wei­se eine grö­ße­re oder län­ge­re Antigenexposition des Immunsystems gegen­über dem ver­än­der­ten S‑Protein verursacht.

Zweitens, eine stär­ke­re Verzerrung der RBD-spe­zi­fi­schen BMEM-Zellantworten. Eine Omikron-Durchbruchsinfektion führt zu einer pro­por­tio­nal stär­ke­ren Verstärkung von RBD-spe­zi­fi­schen BMEM-Zellen als von BMEM-Zellen, die S‑Protein-spe­zi­fi­sche Epitope außer­halb der RBD erken­nen. Daher haben Omikron-infi­zier­te Personen einen signi­fi­kant höhe­ren Anteil an RBD/S‑Protein-spe­zi­fi­schen BMEM-Zellen im Vergleich zu geimpf­ten Omikron-nai­ven Personen. Die RBD ist die Schlüsseldomäne des S‑Proteins, die an den SARS-CoV-2-Rezeptor ACE2 bin­det und meh­re­re neu­tra­li­sie­ren­de Antikörper-Bindungsstellen beher­bergt, dar­un­ter auch eini­ge Regionen, die von Omikron-Veränderungen nicht betrof­fen sind, wie z. B. die an Position 20 L452. Eine ver­stärk­te Fokussierung der Immunantwort auf die­se Domäne könn­te zur Wiederherstellung des Immunschutzes bei­tra­gen, indem BMEM-Zellen sti­mu­liert wer­den, die neu­tra­li­sie­ren­de Antikörper gegen RBD-Epitope pro­du­zie­ren, die in Omikron nicht ver­än­dert wurden.

Drittens: die Induktion von breit neu­tra­li­sie­ren­den Antikörpern. Wir fan­den her­aus, dass die Mehrheit der Seren von Omikron-kon­va­les­zen­ten, aber nicht von Omikron-nai­ven geimpf­ten Personen, SARS-CoV‑1 robust neu­tra­li­sier­ten. Dies könn­te dar­auf hin­deu­ten, dass eine Omikron-Infektion bei geimpf­ten Personen BMEM-Zellen sti­mu­liert, die neu­tra­li­sie­ren­de Antikörper gegen Spike-Protein-Epitope bil­den, die in den SARS-CoV-1- und SARS-CoV-2-Familien kon­ser­viert sind. Kürzlich wur­den breit neu­tra­li­sie­ren­de Antikörper bei SARS-CoV-1-infi­zier­ten Personen beschrie­ben, die mit BNT162b2 geimpft wor­den waren. Es wird ange­nom­men, dass sol­che panSarbecovirus-Immunantworten durch neu­tra­li­sie­ren­de Antikörper gegen hoch­kon­ser­vier­te S‑Protein-Domänen aus­ge­löst wer­den. Der grö­ße­re anti­ge­ne Abstand des Omikron-Spike-Proteins von den ande­ren SARS-Cov-2-Stämmen könn­te die Ausrichtung auf kon­ser­vier­te sub­do­mi­nan­te neu­tra­li­sie­ren­de Epitope för­dern, wie sie kürz­lich im C‑terminalen Teil des Spike-Proteins beschrie­ben wur­den. Zukünftige Studien, in denen mono­k­lo­na­le Antikörper aus Omikron-spe­zi­fi­schen BMEM-Zellen kar­tiert wer­den, wer­den wei­te­re Erkenntnisse über die Relevanz die­ser Befunde liefern.

Insgesamt deu­ten unse­re Ergebnisse dar­auf hin, dass trotz einer mög­li­chen Prägung der Immunantwort durch eine vor­an­ge­gan­ge­ne Impfung der vor­ge­bil­de­te B‑Zell-Gedächtnis-Pool durch die Exposition gegen­über hete­ro­lo­gen S‑Proteinen neu fokus­siert und quan­ti­ta­tiv umge­stal­tet wer­den kann, um die Neutralisierung von Varianten zu ermög­li­chen, die sich einer zuvor eta­blier­ten neu­tra­li­sie­ren­den Antikörperreaktion entziehen.

Eine Einschränkung die­ser Studie besteht dar­in, dass die Daten aus Blutproben gewon­nen wur­den, die eini­ge Wochen nach der Omikron-Infektion ent­nom­men wur­den. Spätere Zeitpunkte könn­ten die Bildung von Gedächtnisreaktionen gegen neue Epitope zei­gen, die noch nicht sicht­bar sind. Außerdem wur­den bei der hier vor­ge­stell­ten Analyse Probensätze aus meh­re­ren Studien mit begrenz­tem Stichprobenumfang, unter­schied­li­chen Entnahmezeitpunkten und Ausgangsdaten oder demo­gra­fi­schen Merkmalen aus­ge­wer­tet. Die Analyse beschränk­te sich auf BMEM-Zellen, wäh­rend lang­le­bi­ge, aus dem Knochenmark stam­men­de Plasmazellen (BMPCs), von denen bekannt ist, dass sie durch BNT162b2-Impfungen indu­ziert wer­den, nicht unter­sucht wer­den konn­ten, da sie nicht kryo­kon­ser­viert wer­den können.

Obwohl die Daten auf Proben von Personen beru­hen, die dem Omikron-S-Protein infol­ge einer Infektion aus­ge­setzt waren, deu­ten unse­re Beobachtungen dar­auf hin, dass ein an das Omikron-S-Protein ange­pass­ter Impfstoff das B‑Zell-Gedächtnisrepertoire in ähn­li­cher Weise umge­stal­ten könn­te und daher mög­li­cher­wei­se vor­teil­haf­ter ist als eine ver­län­ger­te Serie von Auffrischungsimpfungen mit den bestehen­den Impfstoffen auf der Basis von Wuhan-Hu-1-Spike.«

Man könn­te die­se Erkenntnisse als Bankrotterklärung auffassen.

(Hervorhebungen nicht in den Originalen. Die Fußnoten und Verweise des Originals wur­den hier fortgelassen.)

15 Antworten auf „Wenn die Sandra mit dem Ugur…“

  1. Den Rotz habe ich nicht durch­ge­le­sen. Drei Fragen, die alles wei­te­re erüb­ri­gen sollten:
    1. Wurde jetzt nach zwei Jahren Lüge das Virus isoliert?
    2. Welche Mortalität hat die Corinna noch­mal und wie hoch war die Übersterblichkeit in 2020 und 2021 (bei den Impffreien)?
    3. Welcher Test hilft uns bei der Bekämpfung die­ser unbarm­her­zi­gen Seuche? Der PCR kann es ja nicht sein.

    Antworten wird es kei­ne geben. Aber die Vollpsychos wer­den wei­ter die Maske hul­di­gen und jeden Shot mit­neh­men, mei­ne Prognose: 80%. Muss der Irre weni­ger Sondermüll entsorgen.

  2. Das war ein Test von Sahin und Cisek für KL. Der Bundeszerkrankungsminister hat nicht bemerkt, dass es sich um einen Aprilscherz han­delt. Das sind so die Spielchen, die Pharmamafiosi mit­ein­an­der spie­len, der­weil die "Geschlumpften" über die Klippe gehn.

  3. Das ist gemein. Ihr mobbt den Kalle. Jedem halb­wegs logisch Denkenden ist doch inzwi­schen bekannt, dass Kalle gewis­se Probleme mit dem Wort-und Spachverständnis hat. Sonst wäre wäre es ja gelo­gen von Kalle.

  4. So vie­le hüb­sche Buchstaben und Ziffern und nichtssagende
    Fremdwörter…immer wie­der inter­es­sant, für wel­chen Schwachsinn
    Geld da ist. Oder ist das am Ende auch wie­der nur ein Aprilscherz ?
    Wenn die­se Schwchmtn doch nur ein­mal ehr­lich wären :
    Ja, wir machen es für Geld; ja, wir wer­fen dafür auch ger­ne unser
    Gewissen über Bord und nein, wir wol­len kein Ende der Plandemie.
    Läuft seit 2 Jahren viel zu gut, gibt ordent­lich Schotter und
    Aufmerksamkeit und end­lich darf ich arm­se­li­ges Würstchen auch
    mal Macht auskosten.

  5. Hab es nur über­flo­gen. Aber wenn ich das rich­tig sehe, wur­den Ungeimpfte über­haupt nicht mit einbezogen.

    Dass ein Ungeimpfter nach natür­li­cher Infektion mit Omikron womög­lich eine robus­te­re und umfas­sen­de­re Immunität besitzt als jeder Gespritzte, wird natür­lich erst gar nicht untersucht.

    1. @King Nothing
      Sie haben trotz des "Überfliegens" den wesent­li­chen Mangel der Studie erfasst: Der Vergleich mit Ungeimpoften wur­de nicht gemacht. Es wur­de ledig­lich fest­ge­stellt, dass die Impfungen gegen Omikron schlecht wir­ken, denn die Seren von "Naiven" hat­ten kei­ne Antikörper zu bie­ten, son­dern nur die Seren von den nicht mehr Naiven, also von denen mit uber­stan­de­ner Infektion.
      Es ist schon ziem­lich dumm­dreist, aus die­ser Untersuchung einen Vorteil der Impfung herzuleiten.

    2. Klar wur­den nur Blutproben von dop­pelt und drei­fach Geimpften unter­sucht. Es gibt ja kaum noch Ungeimpfte. Und wen inter­es­sie­ren schon die Immunreaktionen die­ser ver­nach­läs­sig­bar klei­nen Randgruppe.

  6. "Insgesamt deu­ten unse­re Ergebnisse dar­auf hin, dass trotz einer mög­li­chen Prägung der Immunantwort durch eine vor­an­ge­gan­ge­ne Impfung der vor­ge­bil­de­te B‑Zell-Gedächtnis-Pool durch die Exposition gegen­über hete­ro­lo­gen S‑Proteinen neu fokus­siert und quan­ti­ta­tiv umge­stal­tet wer­den kann, um die Neutralisierung von Varianten zu ermög­li­chen, die sich einer zuvor eta­blier­ten neu­tra­li­sie­ren­den Antikörperreaktion entziehen."

    Heißt das soviel wie: %Die Biontech-Impfung belas­tet mög­li­cher­wei­se das Immunsystem, weil es ein­sei­tig auf das Wuhan-Virus aus­ge­rich­tet wird. Das macht aber nix, weil nach einer Omikron-Infektion die­se impf­be­ding­te ein­sei­ti­ge Ausrichtung besei­tigt wird.% ?

  7. Entsprechend konn­te die WHO sei­ner­zeit eben­falls nach­wei­sen, dass Rauchen kei­nes­falls schäd­lich ist.

    In "Trust WHO?" wur­de das schön auf­be­rei­tet dargestellt.

  8. Viren kön­nen gar nicht mutieren

    Ebensowenig wie Viren mutie­ren ist es mög­lich Viren mit bestimm­ten Zielen zu ver­än­dern. Der Grund dafür daß dies nicht mög­lich ist, ist die Tatsache daß sich Viren nicht selbst ver­meh­ren. Denn ver­mehrt wer­den nur unver­än­der­te Viren!

  9. Schade, dass Herr Dr. Pürner nicht den eigent­li­chen Inhalt erklärt. Ich ver­ste­he es so, dass die Impfung rela­tiv gut gegen Alpha, Beta und Delta hilft, aber weni­ger gut gegen die bei­den Omikron Varianten, was sich ver­bes­sert, wenn man geimpft an Omikron erkrankt. Die Rede ist von ver­gan­ge­nen und nicht noch kom­men­den Varianten und letzt­end­lich zeigt das ja nur, dass das eige­ne Immunsystem zu einem bes­se­ren Schutz führt als Impfen. Und es wird gesagt, dass ein neu ange­pass­ter Impfstoff bes­ser wäre als wei­te­res Auffrischen mit dem bis­her ver­füg­ba­ren und ver­al­te­ten Impfstoff. 

    Interessant wäre der Vergleich, wie gut dage­gen gänz­lich Ungeimpfte gegen alle Varianten geschützt sind. 

    Meine geimpf­te Kollegin mein­te übri­gens zu mir mit einem völ­lig ent­setz­ten Blick, dass Ihr Onkel geboos­tert ist, aber kei­ne nach­weis­ba­ren Antikörper hätte 😀

  10. Hier eine Aussage von Geert Vanden Bossche zu dem Thema. Er hat­te schon zu Anfang der Impferei gesagt, dass jeder im Studium schon lernt, dass man nicht "in eine Pandemie hin­ein­imp­fen" darf. Er warn­te vor Escape-Varianten – wel­che Omikron zwei­fels­frei eine ist. 

    Wenn er jetzt wie­der Recht haben soll­te, wird es unge­müt­lich für die Geimpften.….

    "Die man­gel­haf­te Wirksamkeit der Covid-Vakzine, die für Virusvarianten ent­wi­ckelt wur­den, die seit Langem nicht mehr zir­ku­lie­ren, könn­te Impflinge noch teu­er zu ste­hen kom­men: Davor warnt der bel­gi­sche Virologe und Impfstoffspezialist Dr. Geert Vanden Bossche in einer aktu­el­len Ausarbeitung. 

    „ICH gehe ERNSTHAFT davon aus, dass eine Reihe neu­er hoch­vi­ru­len­ter und hoch­in­fek­tiö­ser SARS-CoV‑2 (SC‑2)-Varianten jetzt schnell und unab­hän­gig von­ein­an­der in hoch­gra­dig geimpf­ten Ländern auf der gan­zen Welt auf­tau­chen und sich bald mit hoher Geschwindigkeit aus­brei­ten werden."

    https://uploads-ssl.webflow.com/616004c52e87ed08692f5692/6244c3b09ad5701f3ec17765_GVB_s%2Banalysis%2Bof%2BC-19%2Bevolutionary%2Bdynamics.pdf

  11. Danke @aa für die Arbeit.

    Unfassbar bleibt für mich die Frechheit, mit der KL unter­wegs ist. Ist er sich so sicher, dass nie­mals in den "seriö­sen Medien" das getan wer­den wird, was Sie hier leisten?

  12. Ok, also die Empfehlung ist am Ende, einen Omikronimpfstoff zu bau­en, den dann alle bekom­men, die sich nicht damit infi­ziert haben. Das Patent dafür soll­te dann aber frei sein, weil Omikron ja von der Natur erfun­den wur­de. Am bes­ten sprüht man ihn noch in die Nase, um die Infektion best­mög­lich nach­zu­ma­chen, die nun wis­sen­schaft­lich erwie­sen für den bes­ten Immunschutz sorgt.

    Das gin­ge aber auch noch schnel­ler, wenn man sofort alle Maßnahmen been­det und statt Impfpflicht wenn über­haupt eine Pflicht zur Teilnahme an Kuschelparties ver­ord­net oder so. Jetzt schnell alle anste­cken, dann kann der Herbst kommen.

  13. Die Übersetzung von "bre­akthrough infec­tion" mit dem klas­si­schen deut­schen Begriff Impfversagen trägt viel­leicht zum Verständnis die­ser Veröffentlichung bei.

    Es liegt der Verdacht nahe, dass die hier prä­sen­tier­ten Ergebnisse eben­falls für jene Menschen ohne vor­he­ri­ge "Impfung" zutref­fen. Nichts in der Veröffentlichung deu­tet auf das Gegenteil hin. Und so kann man die Überschrift der Veröffentlichung verstehen:
    Die "Impfung" geht da nicht ein.

    Die lus­ti­gen, bun­ten Skizzen in der Veröffentlichung deu­ten dar­auf hin, dass die Funktion und eine ver­meint­li­che Wirkung der "Impfung" nicht gezeigt wer­den kann. Die Skizzen die­nen als Ersatz für die feh­len­den wis­sen­schaft­li­chen Beobachtungen.

    Noch ein Betrag zur Unterhaltung: Die zwangs­fi­nan­zier­te Redaktion der Tagesschau (ARD, Deutschlands Qualitätsmedium par excel­lence) unter­hält eine Sonderabteilung zur Volksverblödung, die von einem Herrn Gensing gelei­tet wird. Laut Wikipedia zeich­net sich Herr Gensing dadurch aus, dass sei­ne Ausbildung auf sat­te 2 Jahre Volontariat beim NDR im Alter von 30 Jahren im wahrs­ten Sinne des Wortes beschränkt ist (der Gesetzgeber in Deutschland erkennt ein "Volontariat" nicht als Ausbildung an). Von sol­chen Faktenfindern der Tagesschau erfah­ren die stau­nen­den Leser:

    fak­ten­fin­der
    Corona-Pandemie
    Gibt es ein gene­rel­les Impfversagen?
    04.11.2021
    Von Patrick Gensing, Redaktion ARD-faktenfinder

    Vielmehr zei­gen inter­na­tio­na­le Daten, dass Staaten mit einer hohen Impfquote – so wie Spanien, Portugal, Italien und die nor­di­schen Länder – der­zeit deut­lich weni­ger Infektionen und schwe­re Covid-Fälle haben als Länder mit einer gerin­gen Impfquote.Das Impfversagen besteht also eher dar­in, vie­le Menschen nicht vom Sinn einer Impfung über­zeugt haben zu kön­nen – sei es für sie selbst und für die Gemeinschaft.
    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​P​a​t​r​i​c​k​_​G​e​n​s​ing
    https://​www​.tages​schau​.de/​f​a​k​t​e​n​f​i​n​d​e​r​/​i​m​p​f​v​e​r​s​a​g​e​n​-​1​0​1​.​h​tml

    "Impfversagen" ist also laut Gensing eine Sache der "Überzeugung".

    Wie es um die vom Oberfaktenerfinder Gensing ohne Quellenangaben beschwo­re­nen "inter­na­tio­na­len Daten" aus­sieht, kön­nen Sie unab­hän­gig von Ihrer "Überzeugung" unter ande­rem im Archiv
    https://​tkp​.at/​a​r​c​h​iv/
    selbst nachlesen.

    PS: Man kann nicht oft genug beto­nen, dass nur ein sehr klei­ner Teil der Bevölkerung ein Problem mit SARS-CoV‑2 hat. Wir ken­nen die Faktoren, die zu den Problemen bei­tra­gen, näm­lich ein gestör­tes Immunsystem, bei­spiels­wei­se durch Mangel an Vitamin D (Sonne). Weitere Faktoren sind Übergewicht und Diabetes, die meist gemein­sam vor­lie­gen. Diese Faktoren sind ins­be­son­de­re mit zuneh­men­dem Alter zu beob­ach­ten. Die kli­ni­schen Befunde bele­gen dies. Es ist daher wenig über­ra­schend, dass der Median des Alters der Opfer von COVID-19 zwi­schen 75 Jahren und 80 Jahren liegt, je nach Lebenserwartung eines Landes (durch Krieg und ande­re unna­tür­li­chen Einflüsse betrof­fe­ne Länder ausgeschlossen).
    Für gesun­de Menschen sehen wir, dass sie nicht erst "geimpft" oder an COVID-19 erkran­ken müs­sen, um gegen SARS-CoV‑2 immun zu sein. Die ange­bo­re­ne Immunität reicht voll­kom­men aus. Wenn dem nicht so wäre, wür­den die meis­ten Menschen dar­an ster­ben. Dem war nie so.

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