"Man trifft einen Infizierten und man hat Sorge ums Aerosol"

Die Aussagen des Chef-Virologen zum Thema Mundgeruch sind hier nur in den arg ver­kürz­ten Darstellungen von Stern und Zeit zitiert wor­den. Die Erkenntnisse sol­len nun voll­stän­dig zur Kenntnis gebracht wer­den. Denn sie sind nach Ansicht von CD "etwas, dass die­je­ni­gen, die Zweifel haben an der Wirksamkeit von Alltagsmasken, sich viel­leicht auch als Alltagsbeispiel mit nach Hause neh­men soll­ten".

»Also nach einer Stunde ist die gan­ze Luft blau, wenn ich die gan­ze Zeit rau­che, das ist klar. Da kann man auch mit einer Maske nichts mehr machen. Da atme ich auf jeden Fall Zigarettenrauch ein. Wenn ich mir aber vor­stel­le, ich kom­me in eine Situation, sagen wir mal in einem Supermarkt oder irgend­wo sonst, wo man sich nicht so per­ma­nent in einem Raum zusam­men auf­hält, son­dern man trifft einen Infizierten und man hat Sorge ums Aerosol.

Da ist ein Aerosol mit einer lokal hohen Konzentration um die­sen Menschen her­um und die Frage ist: Kriege ich die ab oder nicht? Wenn der eine Maske anhat und ich auch, dann geht das Aerosol an der Maske vor­bei. Aber es trifft mich nicht direkt. Also ich kann dem nicht den Zigarettenrauch ins Gesicht bla­sen. Und das ist auch eine Überlegung, die man sich machen muss, dass die­ser Zigarettenrauch, das ist eine hohe loka­le Konzentration und die­se hohe loka­le Konzentration möch­te ich nicht abkrie­gen, denn da ist die hohe Viruskonzentration drin, die ist infek­ti­ös.

Ich will noch ein ande­res Beispiel sagen. Ich glau­be, vie­le von uns ken­nen das aus Zeiten vor der Pandemie, als es noch üblich war, sich zu tref­fen. Zum Beispiel bei Arbeitsbesprechungen, sagen wir mal am Pausentisch, in einer Veranstaltung, da redet man mit jeman­dem. Man hat kei­ne Maske auf und man stellt fest, der hat Mundgeruch. Dieser Mundgeruch, das sind Aerosole. Da sind auch Gase dabei – das sind nicht nur Dämpfe, nicht nur klei­ne Flüssigkeitströpfchen – aber jetzt für unse­re ver­ein­fach­te Diskussion reicht es, wenn man sich das so vor­stellt. Können Sie sich vor­stel­len, die­sel­be Situation, Sie ste­hen an dem­sel­ben Kuchenbuffet und spre­chen in der­sel­ben Entfernung mit jeman­dem, aber bei­de haben Masken auf. Können Sie sich vor­stel­len, dass Sie noch bemer­ken, dass die­ser Gesprächspartner Mundgeruch hat?

Korinna Hennig
Oder Knoblauch geges­sen.
Christian Drosten
Genau, das wer­den Sie nicht mehr bemer­ken. Und die­ses Nicht-mehr-Bemerken, das kön­nen wir auch über­set­zen als "Da wer­de ich mich eher nicht mehr so schnell infi­zie­ren". Und das ist etwas, dass die­je­ni­gen, die Zweifel haben an der Wirksamkeit von Alltagsmasken, sich viel­leicht auch als Alltagsbeispiel mit nach Hause neh­men soll­ten.«

Für sol­cher­art Wissensvermittlung bekommt man hier­zu­lan­de einen Kommunikationspreis nach dem ande­ren. Schön blöd von CD, wenn er nicht so wei­ter­ma­chen wür­de.

(Hervorhebungen nicht in den Originalen.)

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