Nena fordert Missachtung des Hygienekonzepts – Konzert abgebrochen

Unter die­sem Titel und der Dachzeile „Holt euch eure Freiheit zurück“ ist am 26.7. auf tagesspiegel.de zu lesen:

»Bei ihrem Open-Air-Konzert in Berlin ruft Nena ihre Fans dazu auf, das Hygienekonzept zu miss­ach­ten. Vor der Zugabe bricht das Ordnungsamt die Veranstaltung ab…

Im Niemandsland hin­ter dem unbe­nutz­ten Terminal 5 haben die Veranstalter der Konzert-Reihe „Unter Freiem Himmel“ aus 15.000 Coca-Cola Kisten so genann­te „Boxen“ in das Zuschauerareal gebaut, als Platzmarkierungen. Man ist stolz auf das Hygienekonzept, das, wie es auf der Homepage heißt, „jedem sei­nen eige­nen klei­nen VIP-Bereich, sei­ne eige­ne Box und aus­rei­chend Platz an der fri­schen Luft“ garantiert.

Innerhalb der cir­ca 60 Zentimeter hohen, offe­nen Markierungen war­ten Liegestühle. Die Fans, gut­ge­laun­te Ü40-Frauen, Freund:innencliquen, Familien, ver­tei­len sich. Um 19 Uhr soll Nena los­le­gen. Doch das kratzt ein Unwetter nicht, das sich über Schönefeld zu wäl­zen droht.

Aus Sicherheitsgründen wird das Gelände geräumt, die Autofahrer:innen sit­zen alles in ihren Vehikeln ab, die ande­ren drü­cken sich im S‑Bahnhof her­um. Vorbehaltlos akzep­tie­ren sowohl Künstler:innen als auch Gäste die­se Vorsichtsmaßnahme. Die Sturmwarnung ist um 20 Uhr auf­ge­ho­ben, die Fans mar­schie­ren zurück.

Kurz dar­auf legt Nena los. Sie ist wie immer: Alterslose 61 Jahre, emo­tio­nal, eso­te­risch, energetisch…

Holt euch eure Freiheit zurück“, sagt Nena vor dem Song, „Nur geträumt“, ein Golden Oldie, der – wie sich zei­gen wird – ers­te musi­ka­li­sche und dra­ma­ti­sche Höhepunkt des Abends. Denn Nena bit­tet die Fans, nach vor­ne zu kom­men, mit ihr zu feiern.

Die Fans kom­men. Das sol­len sie aber nicht, die Ordner:innen schi­cken sie zurück in die „Boxen“, von wegen „aus­rei­chend Platz an der fri­schen Luft“ – die Einhaltung des Hygienekonzepts ist Voraussetzung dafür, dass die­ses, dass ande­re Konzerte statt­fin­den dür­fen. Dass in einer Zeit, in der sich die Covid-Delta-Variante auch bei Freiluftveranstaltungen (sie­he Sportevents) wie bekloppt aus­brei­tet, größt­mög­li­cher Schutz vor Ansteckung herrscht.«

Bekloppt ist ein schö­nes Stichwort, fast so gut wie esoterisch.

»Nena for­dert nichts­des­to­trotz wei­ter alle auf, sich ihr zu nähern, die Fans kom­men wie­der nach vor­ne, dicht­ge­drängt. Als Konsequenz bekommt Nena Ansagen vom Veranstalter: „Mir wird hier gedroht, dass sie die Show abbre­chen“, sagt sie, „weil ihr nicht in eure Boxen geht“. Die Menschen vor­ne buhen. „Ich über­las­se es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht, das darf jeder frei ent­schei­den. Genauso wie sich jeder frei ent­schei­den kann, ob er sich imp­fen lässt oder nicht!“ Ein Teil des Publikums jubelt.

Nena ist auf Krawall gebürs­tet. Sie unter­läuft das Veranstaltungskonzept, ver­hält sich, als ob sie die Hygieneregeln, die sie mit der Zustimmung zu ihrem Auftritt ange­nom­men hat, nicht beach­ten muss, als ob auch die Gäste nicht beach­ten müs­sen, wozu sie – ob sie es nun sinn­voll fin­den oder nicht – mit dem Zutritt auf das Gelände ein­ge­wil­ligt haben.«

Man kann sich Nötigung unter­wer­fen oder es eben sein lassen.

Hygiene ist Naturwissenschaft

»Die Vorsichtsmaßnahme wird, obwohl sie eben­so auf natur­wis­sen­schaft­li­chen Grundsätzen besteht wie Sturmwarnungen, von der Künstlerin und eini­gen Gästen igno­riert. Nena redet über den CSD, da sei­en schließ­lich auch 80 000 Menschen eng neben­ein­an­der auf der Straße gewe­sen. „Also schal­tet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier run­ter – I don’t fuck­ing care! Ich hab‘ die Schnauze voll!“…«

Kurzzeitig "löst sich der Klüngel am Bühnenrand auf", doch dann:

»Vor der Bühne ist es wie­der eng, alle fei­ern, umar­men sich, keine:r ach­tet auf die Ordner:innen, Nena feu­ert sie an. Es wird dun­kel, das macht es noch schwe­rer, den Überblick zu behal­ten. Nena spielt „99 Luftballons“, klei­ne und gro­ße Ballons hüp­fen über Bühne und Zuschauerraum: Der klas­si­sche Höhe- und Abschlusspunkt eines Nena-Konzerts. Eigentlich käme jetzt der Moment, an dem wir von der Bühne gehen, sagt Nena, und ihr uns wie­der herausruft.

Doch das pas­siert nicht. Denn das Ordnungsamt bricht das Konzert ab – wohl­ge­merkt nach dem regu­lä­ren Set, nach­dem es lan­ge ver­sucht hat, auf die Vernunft der Gäste zu set­zen, und alle Augen zuge­drückt hat.«

Das kann die Autorin Jenni Zylka nicht so gut:

»Sie hat sich nicht an Vereinbarungen gehal­ten. Und hat damit die Fakten und die Überzeugung der Gesellschaftsmehrheit, dass die Pandemie eine reel­le Gefahr ist, nicht ernst genom­men. Da kann sie noch so trot­zig „sel­ber den­ken“ for­dern, noch so sehr auf Gemeinschaft pochen: Achtsamkeit sieht anders aus.«

Die Gesellschaftsmehrheit wird an "Impfquoten" gemes­sen und meint, daß sich KonzertbesucherInnen im Freien in Boxen aus Cola-Kisten ein­sper­ren las­sen müs­sen. So sieht Achtsamkeit aus. À pro­pos Mehrheit, nach dem erstaun­li­cher­wei­se bereits jetzt (12:00 Uhr) vor­lie­gen­den RKI-Lagebericht von heu­te liegt die Quote bei 49,1 Prozent.

33 Antworten auf „Nena fordert Missachtung des Hygienekonzepts – Konzert abgebrochen“

    1. @Roswitha Ripke: Wem soll die­ses Gegeneinanderausspielen nüt­zen? Ja, die OrganisatorInnen der CSD-Demos haben das da auch gesagt. Und vie­le haben sich nicht dar­an gehalten.

  1. '»Sie hat sich nicht an Vereinbarungen gehal­ten. Und hat damit die Fakten und die Überzeugung der Gesellschaftsmehrheit, dass die Pandemie eine reel­le Gefahr ist, nicht ernst genommen.'

    Das ist mei­ne ich nicht unbe­dingt falsch. Die Frage ist, war­um so vie­le wie selbst­ver­ständ­lich von den Vorteilen etc einer 'Demokratie' spre­chen, ohne zu hin­ter­fra­gen, was für eine Art von Demokratie, wel­che Voraussetzungen gege­ben sein müs­sen und was das kann und was nicht.

    Und dann wür­de man wohl auch fest­stel­len, es gibt ganz ande­re Faktoren. Frei nach Erich Fried, es kom­me nicht nur dar­auf an dass der Mensch das Richtige tue, son­dern auch dar­auf, dass wer das Richtige tut auch ein Mensch sei: wel­che Voraussetzungen an einen Menschen hät­te denn eine 'erfolg­rei­che mensch­li­che Politik'?

    Wir haben eine Mehrheit von Menschen selbst in DE und Westeuropa, wel­chen Menschenrechte und Grundrechte nichts mehr sagen oder sie bewusst nicht mehr achten.

    Auch nicht gesun­der Menschenverstand. Nicht Aufrichtigkeit, nicht Ehrlichkeit, nicht Furchtlosigkeit, nicht Bildung etc…

    Und jetzt hat man da eine gema­nag­te Demokratie, bei der die 'Manager' genau auf die Furcht und Defizite der Masse spie­len und gleich­zei­tig die Eliten und die Massen obi­ge Defizite aufweisen.

    Mulitpolar schreibt aktu­ell in den Empfehlungen zu ERICH FROMM: '…Nazi-Deutschland war ihm zufol­ge kein Ergebnis Hitlers gros­ser Tücke. Nein, Millionen Menschen gaben frei­wil­lig ihre Freiheit auf, wei­te­re Milliomen star­ben dem gleich­gül­tig gegen­über. Sie schal­te­ten ihr Selbst aus und mach­ten sich zum Werkzeug einer…Macht…Fromms Analysen ver­deut­li­chen nicht nur Ursachen des Verhaltens der Durchschnittsmenschen, son­dern auch der Mächtigen.' https://www.multipolar-magazin.de/

    Zu Wilhelm Reich's 'Massenpsychologie des Faschismus: '„Hitlers Erfolg lässt sich … kei­nes­wegs aus sei­ner objek­ti­ven Rolle in der Geschichte des Kapitalismus erklä­ren, denn die­se hät­te, wäre sie unmit­tel­ba­rer Inhalt der Propaganda gewe­sen, das Gegenteil des Beabsichtigten erzielt. Die Erforschung der mas­sen­psy­cho­lo­gi­schen Wirkung Hitlers, muss von der Voraussetzung aus­ge­hen, dass ein Führer oder auch nur Vertreter einer Idee nur dann Erfolg haben kann…, wenn sei­ne per­sön­li­che Anschauung, sei­ne Ideologie oder sein Programm an die durch­schnitt­li­che Struktur einer brei­ten Schicht von Massenindividuen anklingt. Dann ergibt sich die wei­te­re Frage, wel­cher his­to­ri­schen und sozio­lo­gi­schen Situation die­se Massenstrukturen ver­dan­ken. So ver­legt sich die Frage der Massenpsychologie aus der Metaphysik in die Wirklichkeit des gesell­schaft­li­chen Lebens. Nur dann, wenn die Struktur einer Führerpersönlichkeit mit mas­sen­in­di­vi­du­el­len Strukturen brei­ter Kreise zusam­men­klingt, kann ein ‚Führer‘ Geschichte machen“ (S. 44).' https://www.socialnet.de/rezensionen/26581.php

    Reich'sche Körperpsychoterapie für Alle…oder Vergleichbares…davon war aber ver­schwin­det wenig zu sehen, ob in Europa, den USA oder sonst wo…

    1. Ich war frü­her auch so ein Reich-Verehrer – ohne je was nach­hal­tig von dem gele­sen zu haben. War ein­fach hip über Reich zu labern. Orgasmusreflex, Orgonen-Akkumulator und so.

      Was Sie hier von Reich brin­gen, zeigt mir aber aufs Neue, dass Reich eben ein­fach durch­ge­knallt war. Seine psy­chi­sche Störung brach­te ihn dazu, mit sei­nen völ­lig zusam­men­spinn­ti­sier­ten Theorien (spä­ter wur­de es bei ihm wirk­lich ganz arg) mit völ­li­ger Inbrunst und Überzeugung auf die Menschheit einzudreschen.

      Hitler hat sicher so etwas wie Charisma beses­sen. Aber das hat zuerst ein­mal vor allem die Geldgeber bezau­bert. Und als die erkannt haben, dass sich ihre Pläne mit Hitlers Redner-Begabung sowie sei­nem Weltbild wun­der­bar kom­bi­nie­ren las­sen, ist das Geld nur noch so gespru­delt. Wie sonst hät­ten die Prügelkommandos bezahlt, die not­wen­di­gen Bestechungsgelder auf­ge­bracht wer­den können.

      Dass Hitler spä­ter von sei­nem Leibarzt mit über 10 ver­schie­de­nen psy­cho­ak­ti­ven Drogen gedopt wer­den muss­te, um sei­ne hys­te­ri­sche "Führer"-Rolle wei­ter zu spie­len ist da nur ein Randbemerkung.

      In Kurz: Hitler hät­te noch so viel "mit den Massenstrukturen zusam­me­klin­gen­de Führerpersönlichkeit" haben kön­nen, wenn er nicht von den herr­schen­den, geld­mäch­ti­gen Kreisen mas­siv unter­stüzt wor­den wäre. Reichs gan­ze Faschismus-"Analyse" ist schlicht für den A****.

      Es ist heu­te auch nicht anders als frü­her: war­um sit­zen so vie­le völ­lig durch­ge­knall­te Typen auf Entscheider-Positionen, wer­den im Fernsehen andäch­tig gehört, regeln über unse­rer Köpfe hin­weg unser aller Leben? Weil das Geld dahin­ter steckt! Darum. Und aus kei­nem ande­ren Grund. (mal von dem über­ra­gen­den, begeis­te­rungs­stür­me aus­lö­sen­den Charisma von Typen wie Lauterbach oder Drosten und ande­re Lichtgestalten abgesehen ;-( .)

      1. Lieber Herr Storz,

        Merci für Ihren Kommentar. Ich selbst bin nicht aus der Generation, wo es ggf. mal hip war über Reich zu spre­chen und bin auch kein Reich Verehrer. Habe aber das ein und ande­re Buch von ihm gele­sen und das ein und ande­re über ihn.

        Für mich hat Reich Lebensenergie wie­der ent­deckt, ob über Sexualökonomie, Orgonforschung oder ande­re Themen; https://www.bpv.ch/blog/Ueber-Lebensenergie/ .

        Damit habe ich mich 'aus einer ande­ren Ecke kom­mend' zunächst beschäf­tigt, auch prak­tisch, nicht nur 'theo­re­tisch', bevor ich mich mit Reich beschäf­tigt habe.

        Zur psy­chi­schen Dimension: ein Charisma von Hitler kön­nen wir aus heu­ti­ger Zeit wohl kaum nach­voll­zie­hen. Warum haben die Menschen 'mit­ge­macht'? Weil Hitler durch 'das Geld' an die Macht gekom­men war? Warum macht dann die Masse der Menschen mit? Sehen sie, schon sind wir wie­der bei der Frage der Massenpsychologie des Faschismus. 

        Ich kann­te eine älte­re Dame, schon eini­ge Zeit her. Zur Hitlerzeit noch jung und eine ein­fa­che Frau bemerk­te sie, wie jeder nun mit dem Hitlergruss grüsst. Sie hat­te sich zu der Zeit mit den sog. 'Bibelforschern' beschäf­tigt, spä­ter Zeugen Jehovas genannt. Sie hat­te sich die­sen noch gar nicht ange­schlos­sen, hat­te aber gele­sen in der Bibel, 'es ist in kei­nem ande­ren Heil und kei­nem ande­ren Namen, als in Jesu Christi'. Und das war genug für sie, den Hitlergruss nicht mit­zu­ma­chen, son­dern wei­ter­hin 'Guten Morgen, Guten Tag etc.' zu sagen. Dafür war sie dann in ein Konzentrationslager gekom­men, hat­te aber überlebt.

        Warum hat die Masse der Menschen nicht so oder ähn­lich gehan­delt? Sehen Sie, da sind wir wie­der bei der Massenpsychologie des Faschismus.

        Und wie vie­le spre­chen nun pau­schal von den Zeugen Coronas oder umge­kehrt von Querdenkern? Und alles ist immer nur wegen dem Geld, oder? Wenn so, was bestimmt dann aber, w a s das Geld macht, was es för­dert, in wel­che Richtung es geht? Sehen Sie, da sind wir wie­der bei der Massenpsychologie des Faschismus.

  2. Hat die Autorin je ein ver­nünf­ti­ges Konzert besucht? Wie auch Helge hat Nena voll­kom­men recht. Wenn man auf der Bühne steht und Leute in ein­ge­ferch­ten Boxen sieht, ver­ge­hen Künstlern und Zuschauern die Lust.
    Neben dem Besuch eines ver­nünf­ti­gen Konzerts, wür­de ich der Autorin noch einen Rhetorik-Kurs emp­feh­len. Merken die sel­ber nicht, dass sich die gan­zen Gender-Zeichen voll­kom­men kata­stro­phal lesen las­sen? Ideologie scheint wohl wich­ti­ger zu sein.
    Wann sind aus kri­ti­schen Journalisten, eigent­lich lebens­feind­li­che und staats­treue Schreiber geworden?

    1. Richtig. Man kann kei­ne Kunst machen, wenn Ordnungshüter dazwischenfunken. 

      Alles wird durch­ge­re­gelt, durch­ge­impft, durch­zen­siert, durch­ge­gen­dert. Schaut euch doch nur mal allein das "durch­imp­fen" an. Erinnert sehr stark an tota­li­tä­re Ideologien. 

      Nächstens auch noch bis an den Küchentisch. 

      Keiner will aber wirk­lich sagen, woher der/das Virus denn kommt.
      Obwohl alle Machthaber die­ser Welt dies lan­ge schon wissen!
      Das ist inter­es­sant. Vor allem wegen der bun­ten Vielfalt von Vakzinen, die kei­ner so wirk­lich inhalt­lich kennt und die schein­bar ja auch nicht wir­ken. Man wird schon nachdenklich.

  3. Die Hygienekonzepte für Veranstaltungen beru­hen nicht auf natur­wis­sen­schaft­li­chen Grundsätzen, son­dern auf poli­ti­schen Entscheidungen und wer­den des­halb auch von Hygienikern in Frage gestellt (wenn auch nur von den weni­gen, die sich noch getrau­en, sich auf ihre Fachkompetenz zu beru­fen und nicht ein­fach wider bes­se­res Wissen das von den Behörden ver­ord­ne­te Dogma nachplappern).

  4. Respekt. In der Vor-Corina Zeit hör­te ich gele­gent­lich, dass sie Konzerte abzu­bre­chen droh­te weil im Publikum mit Handys gefilmt wur­de und dass sie eine lau­ni­sche und arro­gan­te Diva sei.
    Hier beweist sich wohl, dass sie tat­säch­lich Eier hat.

  5. @aa "Die Gesellschaftsmehrheit wird an "Impfquoten" gemes­sen und … im Freien in Boxen aus Cola-Kisten .." ein­ge­sperrt .. yup.

    Ja, was wir nicht alle so ger­ne mit und fuer die Mehrheit machen, ein Teil mit sel­bi­ger wer­den. Der Abgrund, soll man nicht so lan­ge hin­un­ter starren.

    Somit wur­de hier schon wie­der ein Plädoyer zur Unterdrückung der Individualität gege­ben – ob Minderheit oder nicht.
    Mit star­ker Hand regie­ren – durch­grei­fen .. oh Nein.

    Hört sich halt so an, wie es ja neu­er­dings gelehrt wird. "Public Health", zum finan­zi­el­len Wohle der (soge­nann­ten) Gemeinschaft.
    Wer braucht da schon noch Ethik?

    Holland ist noch rela­tiv frei, so scheint es.
    Dies inklu­si­ve 'Homeschooling' und Beachtung von reli­giö­sen Begründungen. 

    Schaun wir mal, wel­ches Land am längs­ten frei bleibt.

  6. Liebe wird aus Mut gemacht.

    Ich hof­fe Helge Schneider sieht das und denkt sich: "Wenn ich groß bin, dann möcht ich so sein wie Nena"

    Die Meinung der Autorin erin­nert mich an den Buchtitel:
    "Die Kunst der acht­sa­men Schutzgelderpressung – Was Yogis und Mafiosis von­ein­an­der ler­nen können"

  7. Unerhört ! Jetzt darf die­ses rebel­li­sche Künstlerpack wie­der auf­tre­ten und wie wird es einem gedankt ? So wird das nichts mit Brot und Spielen ! Schon die Eltern und Grosseltern haben uns vor lang­haa­ri­gen Haschrebellen gewarnt.
    Wie konn­te das Konzert nur so eskalieren ?
    Einzelne Besucher haben sogar ihre Käfigboxen ver­las­sen um zu tan­zen das muss man sich mal vor­stel­len. TANZEN ! MITTEN IN CORONA!
    Hoffentlich bege­ben sich jetzt alle Zuhörer sofort für 14 Tage in Quarantäneisolation.
    Und die­se Nina. Da ist noch nicht das letz­te Wort gespro­chen. Zumindest ihre Plattenfirma soll­te den Vertrag aufkündigen.
    Und zehn Corona-Unser soll sie beten. Täglich. Mit Maske.

  8. Nach einem Jahr stil­ler Leser muss ich jetzt mal einen raus hauen.

    "Die Gesellschaftsmehrheit wird an "Impfquoten" gemes­sen". Dabei zählt aus­schließ­lich, wie viel Impfung auf der Welt und in Land xyz ver­spritzt wurde.

    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wie-man-immunitaet-nachweist-125822/seite/alle/

    Dabei lässt sich kei­ne Aussage zum Impferfolg tref­fen. Tappt man tat­säch­lich völ­lig im Dunkeln? Wofür der gan­ze Aufruhr, wenn dabei unklar ist, ob es "viren­mä­ßig" etwas bringt?

    Am bes­ten fin­de ich den letz­ten Absatz in o.g. Artikel: "der­zeit sei­en für Geimpfte kei­ne Korrelate für eine Immunität defi­niert, sodass kein Schwellenwert ange­ge­ben wer­den kön­ne, ab dem ein siche­rer Schutz ange­nom­men wer­de (…) Bei kei­ner Impfung gebe es eine gene­rel­le Empfehlung, den Impferfolg zu überprüfen".

    Man beach­te, es gibt nicht ein­mal die EMPFEHLUNG auf Erfolg zu prü­fen. Weil es zweck­los wäre. 

    Viele Menschen wer­den beruf­lich an bestimm­ten Zahlen, Quoten, usw. gemes­sen. Das Hantieren mit "Impfquoten" erscheint mir wie ein Unternehmen, das Mitarbeiter ein­fach nach den Stunden der Anwesenheit beur­teilt, ohne sich dafür zu inter­es­sie­ren, ob in der Zeit über­haupt etwas pas­siert. Kein Unternehmen kann so bestehen. Beim Impfen wird es so gemacht.

  9. Der Irrsinn galop­piert und bekloppt sind wir bald alle. Bis auf die­je­ni­gen, die das Heft in der Hand behalten.
    Den Irrsinn der schon seit län­ge­rem Bekloppten kann man auch immer wie­der beim Vergleich ver­schie­de­ner Presseorgane fest­stel­len. Hier: wer hat nun recht, die Engländer oder die Deutschen? Kann man dann nach poli­ti­scher Ausrichtung entscheiden.
    https://t.me/freielinke/3392

  10. Man kann von Nena hal­ten, was man will.
    Aber für die Aktion : Respekt.
    Und was Schreiberlinge wie Frau Z. betrifft : abso­lut grün hin­ter den
    Ohren, aber auf jeden Fall mal Haltungs-'Journalismus' betreiben.
    Sie will wis­sen, was Achtsamkeit bedeu­tet und in der 'Gesellschafts-Mehrheit' vor sich geht ? Die pure Arroganz…

  11. "Wir sind die Gesellschaftsmehrheit. Wir las­sen uns erst von einem Quatsch über­zeu­gen, und dann haben wir eine Überzeugung! Denn das ist achtsam!"

    Musikalisch tren­nen uns Welten, aber manch­mal mag ich Nena doch sehr. Von Jenny Zilka tren­nen mich inzwi­schen offen­bar ande­re Welten. Hätte ich nicht gedacht.

  12. Neuer Titelvorschlag für den Tagesspiegel zu sei­nem Artikel: "Autorin Jenni Zylka for­dert dazu auf, auf kei­nen Fall sel­ber zu denken"

    Untertitel: "Selber den­ken und Gemeinschaft zu leben ist viel zu gefähr­lich in Zeiten der Pandemie."

    Fragt sich nur, für wen.

  13. Hä?
    "Sie hat sich nicht an Vereinbarungen gehal­ten. Und hat damit die Fakten und die Überzeugung der Gesellschaftsmehrheit, dass die Pandemie eine reel­le Gefahr ist, nicht ernst genommen."
    War das jetzt eine "Meinung" oder eine Nachricht?
    Ich hab's noch­mal nachgeguckt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichtenregeln#Trennung_von_Nachrichten_und_Kommentaren
    (Bei "Kultur" isses wohl 'ne "Kritik"? Die man so kennzeichnet?) 

    "Fakten"? wel­che? etwa "Inzidenzwerte"? die was genau aussagen? 

    "Überzeugung"? dito?
    (Oder: hach Friedrich … https://www.aphorismen.de/zitat/5810 )

    "Gesellschaftsmehrheit"? ja, stimmt wahr­schein­lich. Aber gab es da nicht unver­äu­ßer­li­che Grundrechte – die über die­ser ste­hen? (jaja, das inter­es­siert nie­man­den, der tat­säch­lich glaubt, dass ein "Schutz" durch ver­meint­lich sinn­vol­le "Maßnahmen" gege­ben sei – wie wär's mit der Wiedereinführung von Prügel- und/oder Todesstrafen, weil das die Bevölkerung "nach­weis­lich" vor einem Übeltäter subi­to "schützt"? Passgenaue "Studien" könn­ten die "Gesellschaftsmehrheit" bereits schon vor dem nächs­ten Mord und der nächs­ten Wahl dazu brin­gen, Politiker zu wäh­len, die das pflicht­schul­digst abnicken)

    "Pandemie"? schö­nes grie­chi­sches Wort, das aktu­ell genau was aus­sagt (wel­che Definition hät­ten­se­denn­je­rn? prä oder post 2008?)

    "reel­le Gefahr"? so reell wie die durch durch­ge­knall­te Minister(präsident)Innen oder ande­re Verantwortungstragende (denen man im güns­tigs­ten Fall eine Art "reel­le Psychose" unter­stel­len kann, statt böser Absichten)? 

    "nicht ernst genom­men"? wie jetzt?! Hat sie doch – und ent­spre­chend reagiert.

    Dass dies von einer Lohnschreiberin genau so "berich­tet" UND "kom­men­tiert" wur­de ,ver­wun­dert nicht.
    Dass der Artikel im Vergleich zur sons­ti­gen, ein­schlä­gi­gen "Berichterstattung" des "Tagesspiegel" fast mode­rat aus­fiel (und ohne all­zu viel Schaum vor dem Mund), schon eher.
    Insofern könn­te man für "Jenni Zylka" (in ihrer Rolle der ent­täusch­ten Supernanny) eher so etwas ähn­li­ches wie Mitleid empfinden.

  14. Eric Clapton hat­te ver­kün­det, dass er sich an kei­nem Konzert betei­li­gen wird, zu dem das Publikum am Einlass einen "Impfpass" vor­wei­sen muss.

    Der Bürger- und Karnevalsverein, in dem ich Mitglied war, hat sich selbst auf­ge­löst. Wir hat­ten ein­stim­mig beschlos­sen, dass wir uns nicht von der Coronapolizei erpres­sen lassen.

    Aus einem Sportverein bin ich im Frühling 2020 aus­ge­tre­ten. Nachdem der Verein vor gut einem Monat den Nachweis eines "Impfpasses" ver­lang­te, sind nun nicht mehr aus­rei­chend vie­le Mitglieder übrig, um die Miete für die Sporthallen und ‑plät­ze zu beglei­chen. Wenn der Verein sein Angebot zusam­men­streicht, wer­den kaum noch Mitglieder übrig­blei­ben. Für eini­ge Sportarten sind schon jetzt nicht mehr genug Leute dabei.

    Die Kinder trifft es am meis­ten. Die brau­chen den Sport und den Zusammenhalt der Gesellschaft. Aber wir Eltern las­sen uns nicht erpres­sen. Die Kinder wer­den nicht "geimpft". Wir unter­neh­men nun mehr Radfahrten, auch wenn die Situation für Radfahrer eigent­lich kata­stro­phal ist.

    1. Finde, das ist ein sehr inter­es­san­ten Kommentar von Ihnen "Mutter".

      Es scheint her­aus, dass durch "Corona" Selbstinitiativen, klei­ne Vereine, nie­der­schwel­li­ge Organisationsformen aus­ge­he­belt, ja, zer­stört wur­den und wer­den. (ganz von den ver­ur­sach­ten Rissen und Zerstörungen abge­se­hen, die bis in Freundes- und Familien-Kreise rei­chen – aber sicher auch Vereine und Initiativen belas­ten – wie ein­fach alles, wo sich Menschen begegnen.)

      Eine Beobachtung von mir ist, dass genau das glei­che schon durch die letz­te "Datenschutzverordnung" pas­siert ist: aus dem Internet sind damals mas­sen­haft Hobby-Plattformen ver­schwun­den, Vereine stöhn­ten unter den Auflagen – oder gaben auf, Kleinbetriebe muss­ten Mitarbeiter auf Schulungen schi­cken und für die Aufgaben als "DatenschutzbeauftragtIn" unpro­duk­tiv abstel­len – oder gleich aufgeben.

      Ja, sogar das "Gendern" belas­tet, und zwar klei­ne­re Einheiten, Betriebe, Vereine weit­aus mehr als Groß-Betriebe und Organisatonen die sowie­so Abteilungen für "Außendarstellung" und "Firmenkommunikation" haben.

      Man kann eine durch­gän­gi­ge Spur in der Politik erken­nen die zum Ziel hat, klei­ne Strukturen und Einheiten zu erdros­seln – und dabei inter­na­tio­na­le Konzerne, "glo­bal Player", "Welt-Unternehmen" (Starbuck, Amazon, Google, Facebook, Tesla, CocaCola, McDonald, …) von Steuern prak­tisch frei­stellt, mit Subventionen zuwirft, und alles tut, damit die ihre Macht und Größe immer noch wei­ter aus­bau­en können.

      Das alles hat ein sehr deut­li­ches System.

      Die Übernahmeschlacht hat begon­nen. Die Großen fres­sen die Kleinen, ent­we­der indem sie die direkt über­neh­men (auf­kau­fen), oder irgend ein Franchise-System der Abhängigkeit auf­bau­en (man den­ke an "Lieferando"). Ziel ist es, bei jeder kleins­ten wirt­schaft­li­chen Aktivität von Menschen einen Obulus für die Finanz-Elite, für irgend wel­che Aktionäre, für irgend­wel­che Fonds und Pools her­aus­zu­schla­gen. Bei jedem kleins­ten Mehrwert, der irgend­wo geschaf­fen wird, soll ein Teil, wenn es auch nur ein klei­ner ist, in die inzwi­schen gewal­ti­ge Finanzblase flie­sen, aus der sich die Mächtigen nähren.

  15. Na, das ist ja mal wie­der ein Prachtstück:

    Überschrift:
    "Nena FORDERT [mei­ne Hervorhebung] Missachtung des Hygienekonzepts"

    Und dann im zitier­ten Text:
    "Denn Nena BITTET [mei­ne Hervorhebung] die Fans, nach vor­ne zu kom­men, mit ihr zu feiern."

    Hat die BLÖD-Zeitung schon ein inter­es­san­tes Angebot an den so über­aus begab­ten Headline-Artisten gemacht?

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