0,05 Prozent der Antigen-Tests waren positiv. Minister: Toller Erfolg

swr​.de (7.7.)

Die Fra­ge nach den Kos­ten für die­se Aus­beu­te wird eben­so wenig gestellt wie die nach der Zuver­läs­sig­keit des bestä­ti­gen­den PCR-Tests. Der grü­ne baden-würt­tem­ber­gi­sche Sozi­al­mi­nis­ter Man­fred Lucha meint dazu:

»Man muss den Anwen­dungs­be­reich berück­sich­ti­gen, so Lucha. Es sei nicht so über­ra­schend, dass die Anti­gen­tests eine gerin­ge­re Posi­tiv­ra­te hät­ten als die PCR-Tests: "Weil wir set­zen die ja ganz breit ohne Hin­wei­se ein." Die Anti­gen­tests die­nen dazu, breit­flä­chig in der Bevöl­ke­rung zu tes­ten, um auch die Coro­na-Infi­zier­ten auf­zu­spü­ren, die selbst nichts davon wis­sen, zum Bei­spiel weil sie kei­ne sym­pto­ma­ti­schen Anzei­chen einer Infek­ti­on ent­wi­ckelt haben.«

Wie sag­te der "Ver­hal­tens­öko­nom" Ger­hard Fehr (s. "Wir müs­sen 35 Pro­zent der Bevöl­ke­rung dis­kri­mi­nie­ren")?

»Nie­mand wür­de in ein Flug­zeug stei­gen, wenn das Absturz­ri­si­ko bei einem hal­ben Pro­zent läge.«

Aber Mil­lio­nen Bun­des­bür­ge­rIn­nen machen einen Test, des­sen Erfolgs­aus­sicht bei einem Zehn­tel davon liegt.

11 Antworten auf „0,05 Prozent der Antigen-Tests waren positiv. Minister: Toller Erfolg“

  1. Das ist doch Stoff für lus­ti­ge Zahlenspiele:

    Also in BaWü etwas über 8 Mil­lio­nen Schnell­tests kos­ten viel­leicht 150 Mil­lio­nen Euro­nen, in 100€ Schei­nen sind das etwa 1,5 Ton­nen Papier.

    Dem ste­hen viel­leicht 20 Ton­nen Son­der­müll gegenüber.

    Oder aber: um einen Posi­ti­ven zu fin­den, müs­sen wir bloss cir­ca 38000€ ausgeben.

    Viel­leicht erklärt das die momen­tan immer ver­krampf­te­ren Impf­be­mü­hun­gen unse­res Spahnkassenministers.

    1. Dan­ke, ein sehr schö­nes Rechenbeispiel.
      Dazu kom­men dann noch 5 kg Sondermüll/positiver Nase.

      Das belegt den gan­zen Irrsinn.

      Und die Grü­nen sagen dazu: nichts. Stimmt, wir ret­ten ja Men­schen­le­ben. Dass die Men­schen aber nicht mehr 'leben' inter­es­siert kei­ne S…

  2. Wann hat die Absur­di­tät das Maxi­mum erreicht?!?
    Einer, der sol­che gequirl­te Sch…. (sor­ry) erzählt, soll­te umge­hend in die geschlos­se­ne oder ggf. JVA ver­bracht werden.

  3. "Es sei nicht so über­ra­schend, dass die Anti­gen­tests eine gerin­ge­re Posi­tiv­ra­te hät­ten als die PCR-Tests."
    Viel­leicht hät­te der Herr Lucha die Sta­tis­tik zumin­dest mal anschau­en sol­len, bevor er los­plap­pert. Dann wäre ihm auf­ge­fal­len, daß da steht: "nur posi­ti­ve Fäl­le mit erfolg­ter PCR-Bestätigung".

  4. Hm.
    Der sym­pa­thi­sche "Man­ne" kennt sich ja aus mit "Manage­ment im Sozi­al- und Gesundheitswesen"
    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​M​a​n​f​r​e​d​_​L​u​cha
    8,5 Mil­lio­nen Schnell­tests (@ 18 EUR) allein im Mai? – macht gut 150 Mio. EUR
    Sagen wir: ähn­lich vie­le im April und Juni? 450 Mio EUR.
    Das sind mehr als ein Drit­tel des Haus­halts sei­nes gesam­ten Verantwortungsbereichs!
    "Gesund­heit, Umwelt, Sport und Erholung"
    1 191,1 Mio EUR (und das bin­nen eines Vierteljahres!)
    Quelle:
    https://fm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m‑fm/intern/Dateien_Downloads/Haushalt_Finanzen/Grafik-Ausgaben_nach_dem_Staatshaushaltsplan_2020_21.pdf

    In D hat­te in den letz­ten 16 Mona­ten nie­mand Geld für eine zuver­läs­si­ge Kohor­ten­stu­die – was den Bruch­teil eines Monats­bud­gets (von "Manne"s Bun­des­land) für Schnell­tests gekos­tet hätte.

    Wie­vie­le "Men­schen­le­ben" er dadurch geret­tet haben will, dass er pro Monat ein paar tau­send (wohl weit über­wie­gend sym­ptom­lo­se) Leu­te in 2 Wochen Qua­ran­tä­ne geschickt hat? Wahr­schein­lich wür­de er dies (wegen des dadurch ver­hin­der­ten "expo­nen­ti­el­len Wachs­tums") in einen ein­stel­li­gen Pro­zent­satz der Gesamt­be­völ­ke­rung sei­nes Spren­gels ein­stu­fen. Sagen wir: 300000?
    Das wäre nicht wei­ter schlimm, wenn kein Steu­er­zah­ler jemals dafür auf­kom­men müss­te – und es nicht sehr vie­le Recht­gläu­bi­ge gäbe, die tat­säch­lich glau­ben, dass hier jemand kei­ne Kos­ten und Mühen scheut um sie zu "schüt­zen".

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