Tagesspiegel empört über "Corona-Leugner"

Der "Tagesspiegel" gehört neben dem "Handelsblatt" und 50 Prozent der "Zeit" der Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH. Bruder Georg hat­te vor zwei Wochen Christian Drosten und der Podcast-Crew den "Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus" ver­lie­hen (s. Noch Sammler oder schon Messie?).

Das unab­hän­gi­ge Presseorgan berich­tet über die heu­ti­ge Demonstration gegen den "Weltgesundheitsgipfel" u.a.:

»Am Sonntagmittag und ‑nach­mit­tag zogen nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen durch Berlin-Mitte, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren…

Bereits kurz nach Beginn der Demonstration eska­lier­te die Lage. Als der Zug zuerst nicht star­ten durf­te, weil die Teilnehmer kei­ne Masken tru­gen, brach ein Teil der Demonstranten aus der Menge aus und zog ohne poli­zei­li­che Begleitung in Richtung Karl-Marx-Allee.

Dort ver­sam­mel­ten sie sich vor dem "Kosmos", einem ehe­ma­li­gen Kino, in dem ursprüng­lich der Weltgesundheitsgipfel statt­fin­den soll­te. Anhänger von Verschwörungstheorien hat­ten zum Protest gegen das Treffen mobilisiert.

Die Demonstration war mit 2500 Teilnehmern ange­mel­det. Die Polizei hat die Aktion jedoch unter­schätzt und war nach Einschätzung des Tagesspiegels anfangs mit Einsatzkräften im zwei­stel­li­gen Bereich vor Ort, die Lage war chaotisch.

Am frü­hen Nachmittag lief der Protest an der Karl-Marx-Allee etwas ruhi­ger ab, die Polizei hielt sich zurück. Die Einhaltung des Abstands­gebots und der Maskenpflicht wur­de nur ver­ein­zelt kontrolliert…

Auf Anfrage des Tagesspiegels erklärt die Pressestelle der Berliner Polizei, dass sie den Protest als "sehr dyna­misch" ein­schät­ze, man arbei­te aber noch an einer aus­führ­li­che­ren Stellungnahme.

Gegen 15.30 Uhr kipp­te die Stimmung: Um eine Auflösung durch die Polizei zu ver­mei­den, erklär­ten die Veranstalter die Demo für been­det. Nach Angaben einer Polizeisprecherin haben Polizisten anschlie­ßend die Bühne betre­ten und die Lautsprecher der Veranstalter abgestellt.

Die Demonstranten wehr­ten sich jedoch gegen die Aufforderung der Polizei, den Versammlungsort zu ver­las­sen. Es kam zu Ausschreitungen, die Stimmung war ange­spannt. Mehrere Menschen wur­den festgesetzt.

Ein grö­ße­re Gruppe von Demo-Teilnehmern kes­sel­te kurz­zei­tig eini­ge Polizisten ein. Mehrfach wur­de dazu auf­ge­ru­fen, "die Bullen zu umzin­geln". Die Beamten konn­ten sich schließ­lich nur mit gro­ßer Mühe befreien…

Die Versammlung in der Karl-Marx-Allee lös­te sich gegen 18 Uhr auf. In den inter­nen Kanälen der „Querdenker“ wird nach Tagesspiegel-Informationen jedoch dazu auf­ge­ru­fen, zum Landeskriminalamt am Tempelhofer Damm zu fah­ren. Hier soll sich der am Mittag fest­ge­nom­me­ne Markus Haintz, Anwalt der Bewegung, befinden…

Unbekannte war­fen Brandsätze auf Robert-Koch-Institut
Im "Kosmos" soll­te ursprüng­lich der Weltgesundheitsgipfel statt­fin­den, an dem unter ande­rem der Virologe Christian Drosten und Mitglieder des Robert-Koch-Instituts teil­neh­men. Auf letz­te­res wur­de in der Nacht zu Sonntag ein Brandanschlag verübt.

Mehrere Unbekannte war­fen nach Polizeiangaben Brandsätze auf ein Gebäude des Robert-Koch-Instituts in Berlin-Schöneberg. Ein Sicherheitsmitarbeiter bemerk­te den Angriff gegen 2.40 Uhr.

Im "Kosmos" in der Karl-Marx-Alle soll­ten ursprüng­lich Vorträge und Debatten des "World Health Summit" durch­ge­führt wer­den. Auf Anfrage des Tagesspiegels teil­ten die Betreiber des ehe­ma­li­gen Kinos mit, es wer­den kei­ner­lei Programmpunkte der Konferenz in Präsenz statt­fin­den. Wegen der hohen Infektionszahlen wird das Treffen online abgehalten.«

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