Vier Tipps zum Umgang: Was tun, wenn Familie oder Freunde an Impfmythen glauben?

Diese Hilfestellung gibt es auf der Seite der Bundesregierung bundesregierung.de*:

»Wenn Impfglaube in der Familie- oder im Freundeskreis auf­tritt, führt das oft zu Ratlosigkeit oder Unverständnis. Dabei ist das per­sön­li­che Gespräch mit einer ver­trau­ten Person sehr wich­tig, um Impfglaubenanhänger von ihrem Glauben wie­der abzu­brin­gen. Aber wie redet man mit jeman­dem, der an böse Mächte glaubt? Vier Empfehlungen für ein ziel­füh­ren­des Gespräch.

1. Sich selbst gut informieren:  

Bevor man das Gespräch sucht, soll­te man sich zunächst mög­lichst kun­dig machen. Wer die Mechanismen des Impfglaubens ver­steht, ist zudem selbst bes­ser vor ihnen geschützt.

2. Sprechen statt schreiben:

Wichtig ist, ein per­sön­li­ches Gespräch unter vier Augen zu füh­ren. Vor allem zu Beginn des Gesprächs soll­ten Sie mög­lichst eine direk­te Konfrontation ver­mei­den. Denn dadurch könn­ten sich die Fronten ver­här­ten. Hören Sie sich bes­ser die Aussagen und Behauptungen zunächst in Ruhe an.

3. Fragen stellen, Angebote machen:

Die Gedanken des ande­ren als abstrus oder rei­nen Quatsch abzu­tun, ist nicht ziel­füh­rend. Auch mit Logik und Fakten kommt man bei Impftheorien häu­fig nicht wei­ter. Offene Fragen zum Impfglauben füh­ren zumeist eher dazu, dass das Gegenüber sei­ne Gedanken reflektiert.

Empfehlen Sie statt­des­sen bei­spiels­wei­se Literatur, Podcasts oder Filme zum Thema, sodass sich der- oder die­je­ni­ge in Ruhe und allein noch ein­mal mit dem Thema beschäf­ti­gen kann. Das gibt ihm oder ihr die Möglichkeit, Zweifel zuzu­las­sen und gege­be­nen­falls aus dem Impfdenken wie­der her­aus­zu­fin­den. Bei der nächs­ten Gelegenheit kann dann noch ein­mal das Gespräch ange­bo­ten werden.

4. Hilfe holen:

Im Einzelfall kann es rich­tig sein, Hilfe zu holen, bei­spiels­wei­se wenn Menschen sich oder ande­re direkt gefähr­den. Wenden Sie sich dann an Beratungsstellen vor Ort. In eini­gen Bundesländern gibt es dafür spe­zi­el­le Beratungsstellen, wie bei­spiels­wei­se in Baden-WürttembergNordrhein-Westfalen oder in Berlin.

Quellen: Dr. Michael Blume (Antisemitismusbeauftrager des Landes Baden-Württemberg), Bundeszentrale für poli­ti­sche Bildung.«

* "Verschwörungsdenken" und ähn­li­che Begriffe wur­den hier durch "Impfglauben" usw. ersetzt.

26 Antworten auf „Vier Tipps zum Umgang: Was tun, wenn Familie oder Freunde an Impfmythen glauben?“

  1. Jetzt bin ich fast dar­auf reingefallen.
    Bisher bin ich bei den Impfgläubigen oft auf abgrund­tie­fes Unwissen über die ver­wen­de­ten Stoffe oder aggres­si­ves nicht wis­sen wol­len gesto­ßen, nach dem Motto:
    "Als ob du frü­her gefragt hast, was in dei­ner Grippe- Hepatitis- sonst was- Impfung drin ist, wozu jetzt der Aufriss"
    Da muss oft abge­wo­gen wer­den, ob wei­te­res Diskutieren Sinn macht.

    1. Das habe ich auch schon gehört: die Gegenfrage wäre zB, ob man sein Leben lang immer zuviel trin­ken muss, weil man als Jugendlicher wie die meis­ten da ja manch­mal über die Stränge geschla­gen hat und sich da kei­ne Gedanken gemacht hat, ob Alkohol viel­leicht schäd­lich ist. Diskutieren nützt zwar trotz­dem nichts, aber es setzt ja viel­leicht einen Impuls… Ich glau­be, wenn man die Energie nicht fühlt, die bei Filmen wie "Die Welle" mit­schwingt, dann fühlt man auch jetzt nicht den Hass und die Aggression, die in den Aussagen mit­schwingt. Und dann ist es lei­der so, wie jemand Blindem zu erklä­ren, wie die Farbe Blau aus­sieht 🙁 der ande­re will es nicht mit Absicht nicht ver­ste­hen, son­dern KANN es ein­fach nicht ver­ste­hen, so frus­trie­rend das lei­der ist…

  2. corona-in-zahlen.de
    oder
    corona-reframed.de
    ist da nicht hilfreich.
    Es könn­te dazu füh­ren, Zahlen in den rich­ti­gen Kontext zu führen.
    Wenn Menschen z.B. WTC7 oder MS Estonia oder MK Ultra erwäh­nen, bre­chen sie das Gespräch ab!
    Verweisen sie auf wiki­pe­dia oder die tagesschau.
    Bleiben sie uns treu!
    "Thomas, sei nicht ungläu­big, son­dern gläubig!"

      1. @aa:
        Glyphosatleugnen ist natür­lich das klei­ne­re Problem. 

        Die Präferenz bösen Glaubens wider vor­han­de­ner, oder gegen­über feh­len­der Evidenz (Wissenschaftsfeindlichkeit, die sich "wis­sen­schaft­lich" wähnt) in Kombination mit einer "sicher ist sicher"-Haltung hat sich hier aller­dings eben­so fatal durchgesetzt.

        Ein Sicher-sein soll­te sich schon auf Empirie stüt­zen können.

      2. Egal auf jeden Fall Hilfe holen, die­sen armen Menschen muss man wie­der den rech­ten, Verzeihung den rich­ti­gen Weg zeigen.
        Nicht das sie noch ande­re infi­zie­ren, mit ihrem Irrglauben.

    1. @info

      Drunter das Titelbild des "Stern"s lie­ße sich gut auf ein T‑Shirt dru­cken und damit zu einem Sekten-Aufklärungsgespräch bei einer der oben ange­ge­be­nen Seiten gehen.
      Mir wür­de es schwer­fal­len, nicht per­ma­nent zu grinsen. 🙂

  3. Fernsehen bil­det (viel­leicht – viel­leicht auch nicht).

    Doc Caro klärt auf über Impfmythen.
    Doc Caro sag­te bei Anne Will (05.12., am Ende der Sendung), das mit der Impfung muss man erklären.
    Dann sagen die Leute Achso und las­sen sich "imp­fen".
    Die Leute kom­men mit den Risiken. Wenn ich mich imp­fen las­se, gibts die Risiken und wenn ich mich nicht imp­fen las­se, gibts die Risiken nicht.
    Dann sagt Doc Caro: nein, das stimmt so nicht.
    Sie sagt den Leuten, wenn ich mich infi­zie­re ist das Risiko einer Herzmuskelentzündung, einer Thrombose, einer Lungenembolie, um ein Vielfaches höher, als wenn ich mich imp­fen lasse.
    Das muss man ein­fach erklären.
    [Der FDP-Mann nickt ganz begeis­tert und hat bestimmt schon inner­lich zig Likes vergeben.]
    Dann sagen die Leute und dann krieg ich was gespritzt. Doc Caro: nein, du kriegst nichts gespritzt. Du kriegt ein­fach nur einen Code, wo der Körper in der Lage ist, ein Oberflächenprotein herzustellen.
    Und die mRNA, das macht der Körper tau­send­fach pro Tag. Das ist also ein Prozess, der läuft jeden Tag mil­lio­nen­fach in unse­rem Körper ab. 

    Toll!
    So ein­fach ist das alles!
    Einfach phan­tas­tisch wie sau­blöd und schlicht ein mensch­li­cher Körper mit sei­nem Immunsystem ist.
    So gese­hen ist Medizin eigent­lich ganz leicht. Das kann jeder.
    Warum ich eine Code-Spritze im Körper brau­che, wo doch der mRNA-Prozess sowie­so jeden Tag mil­lio­nen­fach in unse­rem Körper abläuft, habe ich nicht ganz verstanden.

  4. Der ist doch mal Herzlich zu mir ein­ge­la­den … der Antisemitismusbeauftrage .… bin gespannt auf die belast­ba­ren Argumente. Ich hab in mei­ner Familie das nicht mehr, also das ich beläs­tigt wer­de mit dem Quark. Ich bin wahr­schein­lich Schuld … des­we­gen hab ich auch so ein T Shirt … ist aber immer sehr lus­tig wenn ich das an habe. Da kommt man mit vie­len ins Gespräch:"woran bist du Schuld?"

  5. Impfgläubige sind die, die an die Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit der "Impfung" glau­ben. Was in die­sem Fall fak­tisch kaum erreicht wird. Aber, dass ist nicht schlimm, wir haben ja Religionsfreiheit. Nur gegen den men­schen­ver­ach­ten­den Vakszinusmus muss man natür­lich was unternehmen.

  6. Machen Sie ihren Familienangehörigen, Freunden, Verwandten und Bekannten das Wesen des Kapitalismus klar. Weder Coronaviren noch Menschen die sich nicht imp­fen las­sen wol­len sind schuld an einem Gesundheitssystem in dem es aus­s­scchließ­lich nur um Profite geht!

  7. Wie wäre es, anlaog zur Zigarettenwerbung, über­all den Impfgläubigen die Bilder der Impfschäden zu zei­gen. Das Regime setzt auf Schock und Panikmache. Da kann ein wenig Realität nicht scha­den. Tote soll­te man nicht zei­gen, ruhig die noch leben­den Impfschäden. Vielleicht mag sich ja der eine oder ande­re Impfgläubige mit einem sol­chen Zustand durch­aus aus Impfsolidarität anfreun­den können.

  8. Auffällig ist, mit wel­cher Verve die Pandemisten einen wegcan­celn. Das ging mir mit einem Nachbarn so, mit dem ich 20 Jahre ein gutes Verhältnis pfleg­te. Der sag­te mir, er wür­de mich "blo­ckie­ren", soll­te ich ihm wei­ter Emails schi­cken. Ähnliches auch in der Familie. Strikt-aggres­si­ve Abwehr von Informationen mit Drohung des Kontaktabbruchs.

    Ich als Kontrollgruppenangehöriger wür­de mich gegen­über Pandemisten nie­mals so ver­hal­ten. Im Gegenteil wäre es mir ein Vergnügen und ich wäre nicht aggres­siv, obwohl die Pandemistenbrut mir rela­tiv viel Ungemach, wenn ich freund­lich for­mu­lie­re, bescher­te und beschert. Sie, die Pandemisten, schei­nen (!) sich nicht im Klaren dar­über zu sein, was sie den Menschen ange­tan haben und antun.

    Ich bin kein Psychologe, aber mir scheint, es han­delt sich um Abwehr und also haben sie, wenn es sich um Abwehr han­delt, ihre Not, die Pandemisten.

    1. @sv

      … Fragen len­ken das Denken, wecken Interesse und füh­ren ein "Gespräch" in die gewünsch­te Richtung …

      Dümmer stel­len funk­tio­niert wunderbar!

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