Wenn WissenschaftlerInnen wahnsinnig werden: Zonengrenzen, aber kein Intershop

Die ProfessorInnen Menno Bau‑, Melanie Brink‑, Dirk Brock‑, Michael Meyer-Hermann sowie zehn wei­te­re haben ihr zwei­tes Papier "Eine neue pro­ak­ti­ve Zielsetzung für Deutschland zur Bekämpfung von SARS-CoV‑2", dies­mal mit dem Untertitel "Handlungsoptionen", vor­ge­legt. Zwei von ihnen sind Vertreter des neo­li­be­ra­len Münchner Ifo-Instituts, auf des­sen Server bezeich­nen­der­wei­se das Papier gela­gert wird.

welt.de faßt unter der Überschrift »Kein Besuch aus der „roten Zone“ erlaubt – Wissenschaftler legen Konzept vor« am 10.2. zusam­men. Grüne Zonen sind dem­nach die Gebiete in Europa,

»…wo die Pandemie unter Kontrolle ist und es 14 Tage lang kei­ne Neuinfektionen unbe­kann­ten Ursprungs gibt. Damit gemeint sind Corona-Fälle, die kei­ner vor­her schon ent­deck­ten und iso­lier­ten Infektionskette zuge­ord­net wer­den können.

Die „grü­nen Zonen“ sol­len durch dras­ti­sche Reisebeschränkungen geschützt wer­den: Menschen aus „roten Zonen“, in denen es loka­le Infektionen außer­halb von Quarantäne oder Isolation gibt, sol­len „grü­ne Zonen“ nicht besu­chen dürfen.

Die der Corona-Einschränkungen müden Bürger sol­len durch die Aussicht auf „grü­ne Zonen“ moti­viert wer­den, sich an die Regeln zu hal­ten. Pendler zwi­schen „grü­nen“ und „roten Zonen“ und ihre Arbeitgeber sol­len beson­de­ren Kontrollen und Auflagen unter­lie­gen, etwa Tests und Quarantänemaßnahmen. Auch die Einrichtung spe­zi­ell geschütz­ter Tankstellen zum Reisen zwi­schen zwei „grü­nen Zonen“ schla­gen die Autoren vor.«

Passierscheine wird es wohl geben müs­sen, über Todesstreifen zwi­schen den Zonen wird aller­dings nicht gespro­chen. "Dein Päckchen nach drü­ben" wird wie­der eine belieb­te Aktion wer­den für die Brüder und Schwestern hin­ter dem Stacheldraht.

Die AutorInnen rech­nen rea­lis­ti­scher­wei­se nicht damit, daß ihr Konzept euro­pa­weit umsetz­bar ist und sehen deshalb

»… eine pan­eu­ro­päi­sche „No Covid“-Partnerschaft [vor], um das Zonenmodell über Ländergrenzen hin­aus umset­zen zu kön­nen. Das könn­te nach Einschätzung der Wissenschaftler auch gelin­gen, sofern sich genü­gend gleich gesinn­te Kommunen fin­den – auch wenn nicht alle Regierungen mitmachen.«

Proaktive lokale Eliminationsstrategie

So wird das Konzept – Zitate ab jetzt aus dem Papier – unge­schminkt genannt.

»No-COVID beinhal­tet, dass wir als Gesellschaft nicht mit dem Virus leben wol­len und kön­nen, son­dern sei­ne unkon­trol­lier­te Weiterverbreitung voll­stän­dig und nach­hal­tig been­den wol­len. Dies gilt für jede Gemeinde, jedes Bundesland, für Deutschland, Europa und welt­weit. Die zen­tra­len Instrumente hier­für sind, eine oder meh­re­re Grüne Zone(n) zu schaf­fen und die­se Grüne(n) Zone(n) suk­zes­si­ve über Deutschland und Europa aus­zu­wei­ten. Wie ande­re Länder wol­len wir durch sol­che gemein­sa­men Anstrengungen der Bürger*innen und des Staates alle ver­blei­ben­den SARS-CoV2-Infektionen kom­plett kon­trol­lie­ren. Wir wol­len vor das Infektionsgeschehen kom­men, statt von ihm über­holt und abge­hängt zu werden.«

Pardon wird nicht gege­ben. Ausrottung geht aber auch nicht.

»Die Gegenden, in denen kei­ne uner­klär­ten loka­len Übertragungen statt­fin­den, wer­den zur Grünen Zone erklärt. Diese kön­nen dann in ihrem Gebiet weit­ge­hend zu einer Normalität zurück­keh­ren. Lokale Einträge und even­tu­el­le Ausbrüche kön­nen und sol­len lokal bekämpft wer­den kön­nen, wäh­rend woan­ders die wie­der­ge­won­ne­nen Freiheiten auf­recht­erhal­ten wer­den kön­nen. Das mit­tel­fris­ti­ge Ziel ist eine

Verbindung ver­schie­de­ner Grüner Zonen und damit eine suk­zes­si­ve Erweiterung der Mobilität und des Aktionsradius. Wir for­mu­lie­ren kei­ne Vision der abso­lu­ten Eradikation des Virus – das Ziel in einer glo­ba­li­sier­ten Welt muss daher sein, eine loka­le Kontrolle jedes Ausbruchs unter Minimierung von Schäden für die Gesellschaft zu ermöglichen.«

»Eradikation (von latei­nisch era­di­ca­re, ‚mit der Wurzel aus­rei­ßen, aus­rot­ten, aus­ra­die­ren, völ­lig zum Verschwinden brin­gen, von Grund auf hei­len‘; von ex „her­aus“ und radix „Wurzel“), auch Keimeliminierung genannt, heißt in der Medizin die voll­stän­di­ge Eliminierung eines Krankheitserregers aus dem Körper oder aus einer Population.«
https://de.wikipedia.org/wiki/Eradikation

https://www.ifo.de/DocDL/Fuest_etal_2021_proaktive_Bekaempfung_SARS-CoV-2_Handlungsoptionen.pdf

»Klarheit in der Kommunikation: … Das Ziel No-COVID bedeu­tet, dass ein­deu­ti­ge epi­de­mio­lo­gi­sche Kennwerte (Inzidenz von maxi­mal 10 Infektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen sowie Risikoinzidenz von null, defi­niert als „kei­ne loka­len Übertragungen unbe­kann­ten Ursprungs“) aus­schlag­ge­bend sind. So wird die Selbstwirksamkeit gestärkt; Unsicherheiten und damit der psy­chi­sche und wirt­schaft­li­che Druck auf die Gesellschaft als Ganzes und ihre ein­zel­nen Mitglieder ver­rin­gert. Der No-COVID-Ansatz erfor­dert das Verständnis, die Unterstützung und die Teilhabe der gesam­ten Bevölkerung. Daher regen wir eine deutsch­land­wei­te und lokal getra­ge­ne Kommunikations- und Motivationskampagne an. Sie soll die neue Zielsetzung ver­mit­teln und bot­tom-up- Unterstützungsaktivitäten ermög­li­chen. Die Erfolge wer­den täg­lich kommuniziert.«

"Sei auch Du eine grü­ne Null!" könn­te ein Motto sein.

»Reflexion: Als Wissenschaftler*innen sind wir uns der Möglichkeit des Irrtums beson­ders bewusst. So ist es zum Beispiel denk­bar, dass unse­re Zielsetzung, eine Niedriginzidenz von unter 10 zu errei­chen, ver­fehlt wer­den könn­te, wenn sich dafür kein gesell­schaft­li­cher Konsens her­stel­len lässt. Für ein Transitland wie Deutschland könn­te es durch die Mobilitätsanforderungen schwie­ri­ger sein, eine Niedriginzidenz lang­fris­tig zu hal­ten. Mit die­sen Möglichkeiten des Scheiterns haben auch wir uns als Team aus­ein­an­der­ge­setzt. Jedoch geben uns ver­schie­de­ne Aspekte Anlass zur Hoffnung, dass unser Vorschlag erfolg­reich umge­setzt wer­den kann: die tech­no­lo­gi­schen Innovationen (Impfung, bes­se­re Testverfahren, digi­ta­le Tracing-Technologien) und die von uns gefor­der­te höhe­re Effizienz von Maßnahmen der Pandemiebekämpfung…«

Was soll kon­kret passieren?

»Kurzzusammenfassung der Toolboxen 

Grüne Zonen: Das Konzept der Grünen Zonen beinhal­tet, dass fle­xi­bel defi­nier­ba­re geo­gra­phi­sche Gebiete unter Verwendung der loka­len Ressourcen und unter der Verantwortung der kom­mu­na­len poli­ti­schen Entscheider ver­su­chen, einen Zustand nied­rigs­ter Inzidenz, im Optimalfall null, zu errei­chen und zu hal­ten. In den Grünen Zonen kön­nen die bestehen­den Einschränkungen der Freiheiten des indi­vi­du­el­len, gesell­schaft­li­chen, und wirt­schaft­li­chen Lebens in plan­ba­ren Schritten völ­lig zurück­ge­nom­men werden…«

Nun wird es heikel.

»Europäische Lösungen: Der euro­päi­sche Kontinent ist nicht nur poli­tisch, sozi­al und öko­no­misch eng ver­floch­ten – Europa ist auch ein epi­de­mio­lo­gi­scher Raum. Entsprechend schwie­rig ist es für ein­zel­ne Länder, die Pandemie im Alleingang effek­tiv zu kon­trol­lie­ren. Daher wäre ein gemein­sa­mes Vorgehen der EU-Mitglieder wün­schens­wert. Das von uns vor­ge­schla­ge­ne Grüne-Zonen-Modell bie­tet für zwei zen­tra­le Herausforderungen des Pandemiemanagements, näm­lich die gesamt­eu­ro­päi­sche Kooperation und den gleich­zei­ti­gen Erhalt der Freizügigkeit im Schengen-Raum, Lösungsansätze. Es kann dezen­tral durch sub­staat­li­che Institutionen in den EU-Ländern umge­setzt wer­den. Unterbleibt eine Einigung der euro­päi­schen Regierungen, kön­nen Grüne Zonen den­noch in gleich­ge­sinn­ten Regionen oder Ländern ent­ste­hen und aus­ge­wei­tet wer­den. Anstelle von län­ge­ren Grenzschließungen schla­gen wir smar­te Mobilitätseinschränkungen vor, die sich an poli­ti­schen, sozia­len und öko­no­mi­schen Lebensrealitäten orientieren.«

Da haben wir zunächst das Konstrukt von Europa als "einem epi­de­mio­lo­gi­scher Raum". Im geo­gra­fi­schen Sinne gehö­ren dazu ein Viertel Rußlands, aber auch Teile der Türkei und sogar klei­ne Gebiete Kasachstans, Georgiens und Aserbaidschan. Dann ist die Rede von "den EU-Ländern" und wie­der anders vom "Schengen-Raum". Hier sol­len sich also "gleich­ge­sinn­te Regionen" fin­den, was ein glei­ches Corona-Regime meint.

»Test-Trace-Isolate (TTI): Unter dem Begriff TTI wer­den Maßnahmen zusam­men­ge­fasst, die die Weiterverbreitung des Virus durch ziel­ge­nau­es Erkennen und Isolieren von Infizierten und deren Kontakten unter­bin­den. Sie sind ent­schei­den­de Instrumente der No-COVID-Strategie zur Pandemiebekämpfung. Um das Infektionsgeschehen effi­zi­ent ein­zu­däm­men, müs­sen alle erdenk­li­chen Anstrengungen unter­nom­men wer­den, um die Zeit zwi­schen der Infektion und der Isolation der Infizierten zu ver­kür­zen. Drei Schritte bestim­men die Geschwindigkeit ent­schei­dend mit: das schnel­le und groß­zü­gi­ge Testen von poten­ti­ell Infizierten (“test”); die schnel­le und umfas­sen­de Kontaktnachverfolgung (“trace”); die sofor­ti­ge und kon­se­quen­te Isolation sowohl von Infizierten als auch von Verdachtsfällen (“iso­la­te”). Eine Beschleunigung die­ser Schritte in Kombination mit effi­zi­en­ten Quarantänemaßnahmen ist ein zen­tra­les Werkzeug, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.«

Zu "poten­ti­ell Infizierten" kön­nen mit den vor­lie­gen­den Tests wie bis­her Menschen belie­big erklärt wer­den. Selbst Verdachtsfälle wer­den dann zügig und kon­se­quent "iso­liert".


Nun wird man nicht davon aus­ge­hen kön­nen, daß die­ses Wahnsinnsprojekt euro­pa­weit ver­wirk­licht wird. Das wer­den allein die wirt­schaft­li­chen Implikationen für die Länder und Regionen ver­hin­dern. Laut "Welt" hat selbst Jens Spahn abge­wun­ken. Nicht unter­schätzt wer­den soll­te aber das Destruktionspotential von Besessenen, die über Macht und Einfluß ver­fü­gen. Laut Tacitus soll Nero den Brand Roms sich selbst auf einer Lyra beglei­tend besun­gen haben. Vier Jahre spä­ter beging er Selbstmord, nach­dem der römi­sche Senat ihn zum Feind des Volkes erklärt hat­te. So weit soll­te es dies­mal nicht kommen.

Siehe auch „ZeroCovid“ und der Tanz um den Schweizer Käse.

35 Antworten auf „Wenn WissenschaftlerInnen wahnsinnig werden: Zonengrenzen, aber kein Intershop“

  1. … und Caesar trug den Lorbeerkranz, weil er eine Glatze hat­te, berich­te­te Sueton. Jetzt ist die Zeit, da wird bezahlt, was man ver­braucht. Keiner oder Alle!

  2. So ist das, wenn intel­lek­tu­el­les Mittelmaß auf mora­li­sche Verkommenheit trifft. "Elfenbeinturm" ist gar kein Ausdruck dafür, wie welt- und wirk­lich­keitfremd die­se Pseudowissenschaft ist; gefähr­lich ist sie auch.

    1. Liebe Anne,
      ich ver­su­che mich von die­sen Kriegsschauplätzen inner­lich zu distan­zie­ren und posi­ti­ve Visionen für de Zukunft zu ent­wer­fen. Den ewig Eindimensionalen beim Bauen ihrer irren Fantasien zuzu­schau­en ist schon viel zu viel Aufmerksamkeit. Die Konstrukteure des Wahnsinns müs­sen erken­nen, das wir kein unmün­di­ges Menschenmaterial sind , son­dern fähig und wil­lens für neue Zukunftsvisionen …

  3. Es ist erschüt­ternd, dass sol­che "Gestalten" als Einflüsterer für die dik­ta­to­ri­sche mer­kel, söder und die rest­li­chen 16 Zwerge sind. Bei der bekann­ten deut­schen Verordnungs- und Regulierungswut dau­ert es wahr­schein­lich nicht lan­ge, bis die­se "Konzepte" umge­setzt sind.
    Inzwischen hal­te ich Sars-Cov19 nicht mehr für eine Atemwegserkrankung, denn sie führt in 1. Linie zu Zerstörung der Gehirnzellen bei den selbst­er­nann­ten Eliten. Die Verstorbenen an oder mit Covid, hat­ten wahr­schein­lich doch nur eine hund­ge­wöhn­li­che seit vie­len Jahrzehnten bekann­te Influenza.

  4. Die mei­nen sicher den Passagierschein A 38 

    Für die Zeit nach der Plandemie plä­die­re ich dafür ALLEN die­sen Professoren ihre Titel abzuerkennen.

  5. Beim Lesen von "Kein Besuch aus der „roten Zone“ erlaubt" hat­te ich plötz­lich die Assoziation zum Kessel von Stalingrad. Vermutlich wegen des aus­ge­präg­ten Kampfeswillen bis zum Endsieg dem Virus entgegenzutreten.

  6. All die­se ‑män­ner und männerInnen gehö­ren einer Art pseu­do­re­li­ö­sen Sekte an.
    Sie sind wahr­haft tief von ihrem sub­jek­ti­vem Glaubenssystem überzeugt.
    Wissenschaft setzt gewis­sen­haf­te und objek­tiv über­prüf­ba­re Evidenzermittlung sowie die Möglichkeit kon­tro­ver­ser Erörterung von Standpunkten und Ergebnissen voraus.

    Das sind kei­ne Wissenschafter/innen/Innen, es han­delt sich um Sektierer(I…),
    die sich nur noch inner­halb ihrer eige­nen Informationsblase bewe­gen können.

    Beängstigender Rückfall in eine vor­wis­sen­schaft­li­che Zeit.

  7. Das erin­nert mich an den SciFi-Streifen Code 46. Die Privilegierten leben und arbei­ten in städ­ti­schen (siche­ren) Zonen. Ihr gan­zes Leben ist einem straf­fen Regime unterworfen.
    Außerhalb der Zonen müs­sen sich die Unterprivilegierten selbst durchschlagen.
    Irre! Was täten wir nur ohne sol­che "Wissenschaftler"?

  8. Dieser Corona-Wahn hat mir vor­ge­führt, dass selbst "ange­se­he­ne Wissenschaftler" ähn­lich durch­ge­knallt sein kön­nen wie Insassen einer geschlos­se­nen Anstalt.

    Es fängt schon damit an dass "Inzidenz" nichts bedeutet.
    Und dass "test+trace" aus­sichts­los ist, weil die unent­deck­te Dunkelziffer seit 1 Jahr schon 10 mal höher ist. Beides wird kom­plett igno­riert, unter fleis­si­ger Mithilfe der "Qualitãtspresse".

  9. Die genann­ten Personen und jeder wei­te­re Anhänger oder Interessent die­ser Maßnahmen soll­te sich umge­hend nach China bege­ben. Auf per­sön­li­che Freiheit und garan­tier­te Grundrechte (außer viel­leicht der "Gesundheit") wird offen­sicht­lich kein Wert gelegt. Daher macht es dann auch kei­nen prin­zi­pi­el­len Unterschied, ob man in Deutschland oder in China ein­ge­sperrt ist. Sofern der Weg nach China nicht ange­tre­ten wer­den soll­te, müss­te abge­wo­gen wer­den, ob eine Isolierung von Personen mit die­sen extre­men, bedro­hen­den und ver­fas­sungs­recht­lich bedenk­li­chen Einstellungen für die Bürgerinnen und Bürger in geschlos­se­nen Einrichtungen mit ent­spre­chen­der psy­cho­lo­gi­scher Hilfestellung erfor­der­lich sein könnte.

  10. Die Verlagerung des Denkens ins "Selbstgemachte" ohne Erdung ist ja nicht neu. Es war lan­ge schon der Traum vie­ler, die glaub­ten, wenn sie der Erde ihre Gesetze auf­zwin­gen könn­ten, wür­de sie "bes­ser" wer­den, ein Hort des Guten. Man hat die­se Leute doch all die Zeit und von Klein auf dar­in bestärkt, in ihren Spielzimmern die Welt neu zu erfin­den. Pueyo erfand ein lus­ti­ges Spiel, Hammer und Dance, und nun spie­len sie es und arbei­ten emsig an der Umsetzung der Grenzen, die nicht mehr Nationen, son­dern die Guten von den Bösen tren­nen sol­len. Sind sie denn gut? Sie sind es so wenig wie jeder, aber sie wäh­nen sich unschul­dig und daher berech­tigt, das Böse neu zu den­ken. Das Spielzimmer hat die Macht ergrif­fen, rei­ne Beliebigkeit, zur Verfügung gestellt von kah­len Großvätern, die freund­lich und nun auch offen für die Neue Welt wer­ben und für den Weg dort­hin. Entsetzlich ist es, über­ra­schend jedoch nicht.

  11. Als wenn sich die Bundesländer je dar­auf eini­gen wür­den. Dann müss­ten ein­zel­ne Ministerpräsidenten und Politiker ja zuge­ben, dass ihr Bundesland in der Pandemie ver­sagt hät­te. Das wird NIE pas­sie­ren. Diese Wissenschaftler sind illu­sio­när und glau­ben Menschen hiel­ten sich an irgend­et­was. Sieht man doch schon hier in den Kommentaren wie­viel Bla da drin ist.

  12. Da bekommt die umwelt­freund­li­che Aufforderung: "kauft regio­nal" eine völ­lig neue Bedeutung.
    Mein Vorschlag wäre auch, in Zukunft alle Politiker vom Bürgermeister auf­wärts vor Amtsantritt auf psy­chi­sche Gesundheit von min­des­tens 3 unab­hän­gi­gen Ärzten unter­su­chen zu lassen.

  13. Entschuldigung, ich habe es nicht geschafft, das Pamphlet der Zonenwissenschaftler – Innen (sagt man ja jetzt) bis zuen­de durch­zu­le­sen. Das geht über mei­ne Kräfte. Wie weit ist der Irrsinn fort­ge­schrit­ten? Wo kom­men die­se Leute her, was haben sie frü­her gemacht und gedacht, leb­ten sie vor Corona im fal­schen Leben und kön­nen sie sich jetzt end­lich ent­fal­ten? Auf jeden Fall schei­nen sie grö­ßen­wahn­sin­nig zu sein, wenn sie glau­ben, Viren aus­rot­ten zu kön­nen – genau wie Billyboy gebär­den sie sich gott­gleich. Ich kom­me nicht mehr mit der Welt und den Menschen zurecht. Leider sehe ich kei­ne Fluchtmöglichkeit.

  14. Die Grüne Zone

    „Hans läuft mit einer Sprühpistole durch sein Dorf in Deutschland und ver­sprüht eine Flüssigkeit auf die Straßen, auf die Häuser, auf die Felder, auf die Gärten.
    Die Anwohner wun­dern sich und rufen die Polizei. Die Polizei fragt über­rascht: "Sagen sie mal, was ver­sprü­hen sie denn da!?"

    Hans ant­wor­tet: "Ich ver­sprü­he etwas gegen Krokodile."
    Polizei: "Aber hier gibt es doch gar kei­ne Krokodile?!"
    Hans: "Ja natür­lich gibt es hier kei­ne Krokodile, weil ich ja auch etwas gegen Krokodile versprühe!"
    Polizei: "Das ist ja toll, dann wer­den wir dafür sor­gen, dass es zur Pflicht wird, dass jeder die­se Substanz ver­sprüht, denn wir möch­ten nicht, dass Krokodile hier Einzug neh­men und unse­re Kinder fressen!"

    Es ver­ging ein wenig Zeit, bis alle Menschen im Umkreis vol­ler Angst waren, Hans die Substanz abkauf­ten und alles kreuz und quer versprühten.
    Hans wur­de zum reichs­ten Mann der gan­zen Umgebung und bekam sogar eine Auszeichung, weil er sich für die Sicherheit unse­rer Kinder einsetzte.
    Sogar am Eingang sei­nes Dorfes wur­de ein Schild auf­ge­stellt: ‚Hans‘ Dorf, Freund der Kinder‘.

    Die Substanz hat­te ver­schie­de­ne Auswirkungen auf die Menschen und ihre Tiere. Einigen ging die Maisernte zunich­te, bei ande­ren ver­en­de­ten die Kühe qual­voll und Kinder beka­men Hautausschläge und schreck­li­che Krankheiten.

    Aber das alles ist doch weit weni­ger schlimm als die Tatsache, dass ein Krokodil unse­re Kinder hät­te auf­fres­sen können.
    Niemand trau­te sich, nach dem „Warum“ zu fra­gen oder geschwei­ge denn, an Hans ver­sprüh­ter Substanz zu zwei­feln, denn Fakt ist:
    Seit Hans im Dorf sprüht, wur­de kein Krokodil gesichtet!!!“

    Verfasser unbe­kannt.

  15. Es ist sehr beängs­ti­gend in wel­che Richtung die Gedanken die­ser Autoren sich ent­fal­ten. Solche Vorschläge kön­nen mMn erstellt wer­den aus­schließ­lich von Personen die sowohl empa­thie­los sind, aber auch wis­sen­schaft­lich unter­ent­wi­ckelt und kurz­sich­tig. Als ob ein Wettbewerb gera­de lau­fen wür­de mit dem Thema „Vorschläge der wei­te­ren Maßnahmen: je unmensch­li­cher, umso bes­ser“, wenn man sich eini­ge Aussagen der letz­ten Tage anhört. Bei der Ausarbeitung die­ses Vorschlages haben die Autoren es wohl außer Acht gelas­sen, dass hin­ter den „roten und grü­nen Punkten/Zonen am Bildschirm“ die Menschen und das mensch­li­che Leben ste­hen. Ein Entzug der Titel wäre aus mei­ner Sicht eine zu mil­de Strafe für einen sol­chen „Entwurf“.

  16. Vielleicht noch zur Unterscheidung.

    NoCovid und ZeroCovid sind unter­schied­li­che Spielszenarien

    ZeroCovid ist das, was wir gera­de haben: so lan­ge Lockdown, bis alles flä­chen­de­ckend unter 50 ist und das Spiel irgend­wann von neu­em los­ge­hen kann.

    NoCovid ist das, was hier beschrie­ben wird und hat Priesemann, Brinkmann, Fuest, Peich und den bis­lang über­se­he­nen Soziologen Heinz Bude als Fürsprecher. Bude ist einer der Autoren des Strategiepapiers mit den Panikempfehlungen und m.E. min­des­tens so trei­ben­de Kraft wie ein ver­gleichs­wei­se wenig deko­rier­ter "Kölbl".

    Der Unterschied ist nach­zu­le­sen hier:
    https://www.deutschlandfunk.de/eindaemmung-der-corona-pandemie-zero-covid-no-covid-wo.2897.de.html?dram:article_id=490928

    Relativ aktu­ell ist das wegen einer Pressekonferenz, die Reitschuster heu­te auf bewähr­te Art berich­tet: dort fiel aus Wielers Mund wie­der mal eini­ges an sorg­lo­ser Spielfreude, hier­für rele­vant der Satz: Sie wis­sen, dass wir das unter­schrie­ben haben, die Publikation von Frau Priesemann, da steht drin­nen eine Inzidenz von zehn, das wäre eine coo­le Zahl, weil wir davon aus­ge­hen, wenn wir zehn haben, dann haben wir 830 Fälle ja pro Tag, und ich hat­te schon im Frühjahr gesagt, dass das ne Zahl ist, wo wir wirk­lich gut regu­lie­ren kön­nen und das Geschehen kon­trol­lie­ren kön­nen, und da hat sich mei­ne Einschätzung nicht geändert. 
    https://reitschuster.de/post/rki-chef-wieler-entlarvt-corona-versagen-der-regierung-und-keiner-merkt-es/

    Das Zonenkonzept wird also umge­setzt wer­den nach dem sel­ben Prinzip, das Wieler im Oktober auch für dem Impfstoff nann­te: Wir wis­sen nicht, was er bewirkt, wie und wie gut er wirkt, aber er wird zuge­las­sen..
    https://www1.wdr.de/av/phoenix/phoenix-persoenlich/video-alfred-schier-im-gespraech-mit-lothar-h-wieler-100.html
    (Die besag­te Äußerung fin­det sich am Schluss des Interviews)

    Ohne Kompass und Sicht ist immer doof, sym­pa­thisch an Wieler ist mir lang­sam die Sorglosigkeit, mit der er sol­che Dinge plap­pert, als wärs ein Puppenspiel, wo man mal sei­ne Ideen aus­pro­bie­ren kann.

  17. Aber es ist doch ein Spiel. Die einen machen immer neue Regeln und die ande­ren sind irgend­wann tot. Wir sind die Hasen. Sie sind die Igel. Vielleicht soll­ten wir auf­hö­ren zu laufen…

  18. 15.2.21, Interview von Flavio Pasquino mit dem Neurologen Jan Bonte aus Dalsen (Niederlande) über Mundschutz sei­ne Kolumne "Über den gro­ßen Corona-Schlumpf und den Eisberg der Torheit" (in nie­der­län­di­scher Sprache).
    "… Der Neurologe Jan Bonte aus Dalsen konn­te sei­ne Arbeit als Neurologe im Rotterdamer Ikazia-Krankenhaus, in dem er arbei­te­te, nicht fort­set­zen. Dies auf­grund der Tatsache, dass er sich wei­ger­te, einen Mundschutz zu tragen.
    "Irgendwann setz­te ich mir einen Mundschutz auf und schnitt alle Löcher hin­ein. Dann sprach mich ein Kollege an und sag­te, dass es nicht funk­tio­niert. Als ich ihn dar­auf hin­wies, dass ein nor­ma­ler Mundschutz kei­nen Schutz bie­tet, schau­te er mich komisch an", sagt Jan Bonte, der unter dem Pseudonym Jan B. Hommel durchs Leben geht. Bonte schreibt auf sei­nem Blog https://janbhommel.com regel­mä­ßig über die Corona-Krise, von erns­ten medi­zi­ni­schen Themen bis hin zu humor­vol­len Kolumnen. "Kürzlich fiel mir eine humor­voll geschrie­be­ne Kolumne auf, die ich in eine Videokolumne umset­zen woll­te. Also rief ich spon­tan Jan an und frag­te ihn, ob er mich zu sei­nem Jobverlust inter­view­en und die Kolumne vor­tra­gen möch­te", erzählt ein begeis­ter­ter Flavio Pasquino. "Bonte ist ein beson­de­rer Vogel und stand schon län­ger auf mei­ner Liste, um ihn ken­nen­zu­ler­nen, und nun ergab sich die Gelegenheit.
    Die Kolumne von Jan Bonte trägt den Titel; "Über den gro­ßen Corona-Schlumpf und den Eisberg der Torheit". Die Kolumne wur­de für die Videoversion gekürzt, aber wenn Sie trotz­dem die kom­plet­te Version sehen wol­len, kön­nen Sie das tun, indem Sie die­sem Link folgen:"
    https://www.janbhommel.com/post/over-grote-corona-smurf-en-de-ijsberg-der-zotheid
    https://www.youtube.com/watch?v=Ss47p-rCiRI
    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kos­ten­lo­se Version)

  19. .

    06.03.2021 WeLT

    Immunologe und Physiker Michael Meyer-Hermann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig 

    Meyer-Hermann emp­fiehlt, Menschen für die Impfungen gegen das Virus nach der Menge ihrer Kontakte zu prio­ri­sie­ren: Menschen mit vie­len Kontakten zuerst zu imp­fen „hät­te eine viel grö­ße­re Wirkung“, als wei­ter nach Alter vor­zu­ge­hen. „Die älte­re Bevölkerung ist die Gruppe mit den wenigs­ten Kontakten“, durch deren Impfung sei die Todesrate deut­lich gesenkt wor­den, aber „eine epi­de­mi­sche Wirkung“ sei dadurch nicht zu erwar­ten. Die jetzt neu­en Schnelltests sieht Meyer-Hermann als wich­ti­ge Hilfe, um Ansteckungen zu redu­zie­ren, die sonst uner­kannt erfol­gen würden. 

    welt.de/vermischtes/live221095606/Corona-live-Immunologe-fordert-neue-Impfreihenfolge.html

    06.03.2021 ntv

    Michael Meyer-Hermann (…) emp­fiehlt, Menschen für die Impfungen gegen das Virus nach der Menge ihrer Kontakte zu prio­ri­sie­ren: Menschen mit vie­len Kontakten zuerst zu imp­fen "hät­te eine viel grö­ße­re Wirkung" 

    n‑tv.de/panorama/Immunologe-schlaegt-neue-Priorisierung-vor-article22407657.html

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    Infektionsforschung @Helmholtz_HZI

    Studien zufol­ge könn­te eine SARS-CoV-2-Infektion in der Nase ver­wei­len, auch wenn sie in der Lunge bereits besiegt wur­de, d. h. es wäre mög­lich, das Virus auch nach einer Impfung zu ver­brei­ten. Intranasale Impfstoffe könn­ten dem entgegenwirken. 

    twitter.com/Helmholtz_HZI/status/1366718431979048968

    01.03.2021 Scientific American 

    To Beat COVID, We May Need a Good Shot in the Nose

    Intranasal vac­ci­nes might stop the spread of the coro­na­vi­rus more effec­tively than need­les in arms 

    Daniel P. Oran, Eric Topol 

    scientificamerican.com/article/to-beat-covid-we-may-need-a-good-shot-in-the-nose/

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