Wir steuern direkt auf den Sozialismus zu? Selten so gelacht! Kommentar.

Das ist am 18.9. auf tkp.at zu lesen:

»„Die NWO ist der feuch­te Traum sozia­lis­ti­scher Machteliten“, „Der Great Reset wird von links-grün-ver­si­ff­ten Politikern kon­se­quent umge­setzt.“ Ähnliches – viel­leicht nicht gar so pole­misch – liest und hört man aktu­ell in der sys­tem­kri­ti­schen Szene immer häu­fi­ger. Meine Antwort dar­auf – also den fol­gen­den Text – woll­te ich auf einer Demonstration in Österreich hal­ten. Die Stimmung ließ es aber nicht zu, so dass er in der vir­tu­el­len Schublade lie­gen blieb.
Von Gastautorin Andrea Drescher

… Wenn ich sol­che Vergleiche hören oder lesen muss, wer­de ich ein­fach wütend. Und das, obwohl ich sicher kei­ne Kommunistin bin, nicht mal eine ordent­li­che Sozialistin, nicht fun­diert ideo­lo­gisch aus­ge­bil­det. Ich wür­de mich als grü­ne-links­li­be­ra­le Antifaschistin ein­ord­nen – aber aus einer Zeit, als die­se Begriffe noch etwas Wert waren…

Hinter dem Great Reset und Klaus Schwab steht wer?

Großkonzerne!

Was scheint deren Ziel zu sein?
Global Governance und die neue Weltordnung!

Durch wen wer­den die­se Ziele vorangetrieben

Durch den Staat?

Nein. Durch Konzerne! Die die über ihre Lobbyorganisationen in Berlin, Brüssel und Washington – drei Städte mit der höchs­ten Lobbydichte der Welt – die Staat prä­gen, wenn nicht gar steu­ern. Wenn Finanzgesetze von Bankmitarbeitern geschrie­ben wer­den, kann man das kaum mehr anders nennen.

Warum reden dann bit­te vie­le – auch wirk­lich intel­li­gen­te und viel bele­se­ne­re Menschen als ich – von Sozialismus der auf uns zukommt?

Klaus Schwab & Co ver­wen­den offen­sicht­lich eine lin­ke und grü­ne Terminologie, die von „Linken“ und „Grünen“ begeis­tert auf­ge­nom­men wird und die die „Rechten“ erschreckt. Die Rechten „hören“ die­se lin­ke bzw. öko­lo­gi­sche Wortwahl, was dazu führt, dass sie den Great Reset kri­ti­sie­ren. Das tun sie in mei­nen Augen auch defi­ni­tiv zu recht – aber aus den völ­lig fal­schen Gründen. Sie kri­ti­sie­ren den Great Reset, weil sie es für einen „lin­ken“ Plan hal­ten. Und das ist – ich kann es lei­der nicht anders aus­drü­cken – ein­fach SCHWACHSINN…

Wer ist denn für das, was gera­de im gro­ßen Stil pas­siert ver­ant­wort­lich? Wer pro­fi­tiert davon? Wer ist in den ver­gan­ge­nen 18 Monaten rei­cher geworden?

Neben Pharmakonzernen sind das die High-Tech-Industrie, die Banken und wei­te­re Großkonzerne.

Wer sonst!?!

Die Anzahl der Milliardäre ist rasant gestiegen.

Das Vermögen der Super-Super-Reichen ist rasant gestiegen.

Jeff Bezos von Amazon wird lt. ver­schie­de­ner Internetquellen zwi­schen 164 bis 191 Milliarden 2021 geschätzt. Der Wert von Riesen wie Blackrock stieg eben­falls rasant. Er betrug im Juli2020 566 Mrd, im Juli 21 916 Mrd. Von Google, MS, Amazon, Pfizer und ande­ren ganz zu schweigen.

Sozialismus steht für Gleichheit – vie­le sagen Gleichmacherei – aber gut, das kann man sehen wie man möch­te. Kapitalismus, Neoliberalismus und der Unternehmensfaschismus ste­hen für Ungleichheit. Und was erle­ben wir gra­de? Rasant zuneh­men­de Ungleichheit…

Wer pro­fi­tiert von dem, was auf uns zukommt?

Werden die Menschen dadurch glei­cher? Wenn über­haupt, dann wird nur die Masse der Armen glei­cher – und sehr sehr viel größer.

Natürlich wird das von Politikern „umge­setzt“. Also macht es vor­der­grün­dig den Eindruck, als ob das eine staat­li­che Aktion wäre. Als „zen­tral sozia­lis­tisch“ gesteuert.

Aber genau die­se Politiker pil­gern seit Jahrzehnten zum WEF, zu den Bilderberger Konferenzen und wer­den von trans­at­lan­ti­schen „NPOs“ geschult und auf ihre Aufgabe im Leben – im poli­ti­schen Leben – vor­be­rei­tet. Dass die­se mas­siv von Konzernen, CIA und Pentagon finan­ziert wer­den … Kleinigkeiten, die man igno­rie­ren kann.

Und dar­aus soll Sozialismus werden?…

Andrea Drescher, Jahrgang 1961, lebt als deut­sche Staatsbürgerin seit Jahren in Oberösterreich. Sie ist Unternehmensberaterin, Informatikerin, Selbstversorgerin, Friedensaktivistin, Schreiberling und Übersetzerin für alter­na­ti­ve Medienprojekte sowie seit ihrer Jugend über­zeug­te Antifaschistin.«

90 Antworten auf „Wir steuern direkt auf den Sozialismus zu? Selten so gelacht! Kommentar.“

  1. die­ses state­ment ver­harm­lost die rol­le des staates.
    der arme geknech­te­te staat. mit sozia­lis­mus ist viel­leicht staats­ka­pi­ta­lis­mus gemeint.
    der staat über­lebt die kon­zer­ne. was ist der staat?

  2. Sozialismus ist ein ism(us)…

    Dog Eat Dog – Isms
    Man sehe selbst nach dem Text, kann grad nicht kopieren…
    https://m.youtube.com/watch?v=z1fGD_gTxTo

    Mir fällt dazu immer ein: in der 5. Klasse war ich in einer Schule, deren Architektur sozi­al­ro­man­ti­sche Ideen umsetz­te. So gab es nur eine offe­ne Garderobe für alle. Meine neu­en Puma Turnschuhe wur­den sofort gestoh­len. Als ich dies dem Klassenlehrer sag­te, war er plötz­lich nicht zustän­dig, obwohl er sonst für alles zustän­dig war…er schick­te mich zum Hausmeister, der mich zu einem Raum mit alten Fundsachen mit­nahm und mit einem Unterton von Missachtung alles Individuellen mir sag­te 'Dann nimm Dir doch wel­che hier, da sind doch genü­gend'. Ich liess ihn ste­hen und bin wort­los gegan­gen und bar­fuss nach Hause gegan­gen. Scheiss Sozialisten.

      1. @aa: ich glau­be nicht, dass die Schuhe gestoh­len wur­den, weil sie jemand tra­gen woll­te der sie sich nicht leis­ten konn­te. Ich glau­be nicht, dass sie über­haupt getra­gen wur­den. Sie wur­den ent­sorgt glau­be ich. Sie muss­ten nur weg, weil sie far­big und 'high ener­gy' und nicht Durchschnitt waren. Die Leute wol­len unte­ren Durchschnitt und alles soll so sein. 'Puma für alle'…wär wie­der ein 'Einheitsturnschuh'…was hat Sie denn geprägt? Und das war in Mittelfranken nicht weit vom Firmensitz von Adidas und Puma, die als Markenhersteller aus der eige­nen Region wahr­ge­nom­men wur­den dort.

  3. Der "Staat" ist doch – ver­ein­facht – nichts ande­res, als eine Verwaltungsorganisation der sich die als "Eliten" bezeich­ne­ten Kreise (NPOs etc.) bedie­nen. Für die­se "Eliten" geht es weni­ger um noch ein paar Milliarden mehr an Dollar oder sons­ti­ger Währung. Diese Finanzeliten mit Anhängseln sind schon Eigentümer der Mehrheit der Ressourcen die­ses Planeten. Wir gehen in die "share eco­no­my". Mieten ist ange­sagt. Das Eigentum bei den selbst­er­nann­ten "Eliten", der Rest muss mie­ten und pach­ten. Dies ist "besitzt nichts und ist glücklich". 

    Es geht um die Absicherung der Macht. Die Verstetigung der Macht auf unbe­grenz­te Zeit. Und dies mög­lichst welt­weit, zumin­dest aber in den "west­li­chen Ländern". Und hier­zu ist abso­lu­te Kontrolle erfor­der­lich. Diese kann auch mit der Drohung und der Angst vor stän­di­ger Überwachung und Repression erzielt wer­den, ohne dass tat­säch­lich jeder stän­dig über­wacht wird. 

    Natürlich will die zwei­te und drit­te Reihe mit Big Pharma, glo­ba­len Konzernen und auch "Politikern" ver­die­nen. Und natür­lich darf Big Pharma sei­nen Menschenversuch durch­füh­ren. Und natür­lich wer­den die die­sem System will­fäh­rig bewusst oder unbe­wusst die­ne­nen­den Politiker und sons­ti­gen Helfer als "Verwaltung" groß­zü­gig entlohnt/ bedacht. 

    Für die Bevölkerung fühlt es sich an wie Sozialismus, es ist aber kei­ner. Es ist auch kein Kapitalismus mehr im bis­he­ri­gen Sinne. Es ist die Finanzoligarchie mit ihren Anhängseln. 

    Ohne Ideologien geht es nicht. Corona ist eine davon. Von allem Besitz ergrei­fend. Jeder Gedanke, jede Handlung.

      1. @ aa: Kapitalismus im bis­he­ri­gen Sinne. Es ist wahr­schein­lich – wie immer – vor allem auch eine Definitionsfrage. Und daher auch, ob und wie man es wahr­nimmt bzw. wahr­neh­men wird. 

        Warten wir ein oder zwei Jahre ab, wenn die­se Veranstaltung wei­ter­geht. Die Planungsaktivität und Steuerung durch die Verwaltungseinheit "Staat" wird zuneh­men. Energiewende ist ein Beispiel. Klimawandel ein wei­te­res. Quotenbesetzung von Stellen statt Qualifikation. Es lässt sich treff­lich dis­ku­tie­ren. Und die Marktwirtschaft mit Wettbewerb wird redu­ziert. Und mit dem "Stakeholder-Kapitalismus" schwin­gen sich die Agenten (Vorstände, Vermögensverwalter) zu Prinzipalen auf. Der ein­zel­ne Aktionär/ Anteilseigner ist irrele­vant, wenn die die Stimmrechte und Kapitalallokation aus­üben­den Vermögensverwalter geschlos­sen und abge­stimmt handeln.

      2. @aa den­ke hier kann man sich den imma­nen­ten Widerspruch zwi­schen Kapital und Lohnarbeit also dem sys­te­mi­schen Widerspruch des Kapitalismus, sozu­sa­gen live und in Farbe bei der Arbeit zuse­hen. D.h der Kapitalismus ist an einem Punkt ange­langt, wo er sich nicht mehr aus­rei­chend durch die Ausbeutung der Lohnarbeit berei­chern, repro­du­zie­ren kann. 

        Also ent­we­der wer­den jetzt mas­siv Nullen gestri­chen ( das wür­de vor allem die gan­zen neu­en und alten Billonäre tref­fen, die übri­gen haben ja nichts, was frü­her oder spä­ter aller­dings wie­der auf das glei­che Ergebnis raus­lau­fen wür­de) oder die Geldinhaber instal­lie­ren eine Art Neofeudalismus ( der rich­ti­ge Begriff für die­se Form von Herrschaft fehlt noch) der eben nicht mehr flä­chen­de­ckend auf der Ausbeutung von Lohnarbeit beruht. Immoment sieht es so aus, als ob die Geldelite(die ja eben nicht nur Geld, son­dern vor allem Eigentümer von fast allen Produktionsmitteln ist) eher der zwei­ten Lösung zuneigt.
        Also:
        1. Marx hat­te recht!
        2. Die man­geln­de Reproduktionsfähigkeit des Kapitals durch Lohnarbeit zeigt, dass hier etwas im argen liegt. Die Installation einer ande­ren Form wür­de das Erkennungszeichen, das wir es mit was anderm als Kapitalismus zu tun haben.
        3. Guter Artikel dazu: https://thephilosophicalsalon.com/a‑self-fulfilling-prophecy-systemic-collapse-and-pandemic-simulation/#_ftn1

      3. @aa: Woran merkst du das du dich im Sozialismus befindest?
        In wel­chem Fall kann man mit Sicherheit sagen, daß eine Politik des Aufbaus des Sozialismus ver­folgt wird? Die Politik des Aufbaus des Sozialismus kann als ver­wirk­licht bezeich­net wer­den, wenn

        ers­tens die poli­ti­sche Macht im Lande der Arbeiterklasse gehört und gestärkt wird (Diktatur des Proletariats),
        zwei­tens der sozia­lis­ti­sche Sektor der Wirtschaft stän­dig wächst und ande­re, nicht-sozia­lis­ti­sche Wirtschaftsformen ste­tig abnehmen,
        drit­tens die Politik der Beteiligung der Arbeiter an der Regierung und der ver­stärk­ten Kontrolle der Regierung durch die Arbeiterklasse ver­wirk­licht wird.

        All die­se Maßnahmen wur­den von den Bolschewiki bis 1953 durch­ge­führt, so dass man von einem kon­se­quen­ten Aufbau des Sozialismus in der UdSSR seit der Oktoberrevolution 1917 bis ein­schließ­lich 1953 spre­chen kann.
        Ab 1953 begann eine Politik der schritt­wei­sen Aushöhlung der sozia­lis­ti­schen Errungenschaften der vor­an­ge­gan­ge­nen Periode. Wie kam es über­haupt zu der Politik, die bis zum Jahr 53 erreich­ten sozia­lis­ti­schen Errungenschaften auf­zu­lö­sen? Die Politik der Auflösung der sozia­lis­ti­schen Errungenschaften mani­fes­tiert sich vor allem in der Abschaffung der Beteiligung der Arbeiter an der Verwaltung des Staates und der Schwächung der Kontrolle aller Regierungsorgane durch die Arbeiterklasse.
        Die glei­che Politik der Verringerung der Kontrolle „von unten“, des Vergessens von Kritik und Selbstkritik, wur­de auch im Apparat der KPdSU ver­folgt. Es war eine Politik der Schwächung der poli­ti­schen Macht der Arbeiterklasse, eine Politik der Schwächung der Diktatur des Proletariats. Infolge die­ser Politik ver­stärk­te sich der Einfluß der Bourgeoisie in der Gesellschaft und in der Partei. Die Gruppen- und Unternehmensinteressen wur­den zum Nachteil der gesell­schaft­li­chen Interessen und damit der sozia­lis­ti­schen Interessen gestärkt. Im wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Leben des Landes ent­stan­den rabia­te, bour­geoi­se und indi­vi­dua­lis­ti­sche Stimmungen.
        Die wie­der­auf­le­ben­de Ideologie des bour­geoi­sen Spießertums begann in die Reihen der Partei ein­zu­drin­gen. Das Fehlen von Kritik und Selbstkritik in den Reihen der Regierungspartei ermög­lich­te die Unterwanderung der Partei durch Doppelzünglern und Konjunkturrittern, die der sozia­lis­ti­schen Lebensweise fremd sind. Infolgedessen begann die Führung des Landes unter dem Druck von deklas­sier­ten mitt­le­ren Partei- und Wirtschaftsleuten, nicht-sozia­lis­ti­sche Formen der Wirtschaftsführung in die sozia­lis­ti­sche Wirtschaft ein­zu­brin­gen, indem sie Marktmechanismen der Verwaltung ein­führ­te und die zen­tra­le Planung der sozia­lis­ti­schen Wirtschaft ins­ge­samt schwächte.
        Bürgerliche Revisionisten zer­stö­ren den Staat

        Vor dem Hintergrund der poli­ti­schen Gleichgültigkeit der Massen, die durch die vor­an­ge­gan­ge­ne Politik des Revisionismus geprägt war, trat im poli­ti­schen Leben ein akti­ves, durch die bür­ger­li­che Weltanschauung und bür­ger­li­che Interessen gepräg­tes Wirtschaftsbündnis auf, das 1991 begann, sei­ne poli­ti­sche Vorherrschaft zu lega­li­sie­ren. Und nach­dem des­sen poli­ti­sche Vorherrschaft lega­li­siert wor­den war, begann die ent­stan­de­ne bour­geoi­se Klasse, ihre wirt­schaft­li­che Vorherrschaft in der Gesellschaft durch­zu­set­zen. Dies war der Verlauf des Zusammenbruchs des sozia­lis­ti­schen Aufbaus, der in einem kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­ren Machtwechsel gip­fel­te. Aber kann man wie die Revisionisten, die die bür­ger­li­che Konterrevolution von ’91 ermög­licht haben, sagen, daß der Sozialismus in der UdSSR seit 1953 auf­ge­hört hat zu exis­tie­ren? Davon kann kei­ne Rede sein.
        Wie lan­ge exis­tier­te der Sozialismus in der UdSSR?

        Die mit dem Eintritt Chruschtschows in den Machtapparat ein­ge­lei­te­te Politik des Revisionismus konn­te die Errungenschaften des Sozialismus kurz­fris­tig nicht zunich­te machen. Eine sol­che Aufgabe hat­te sich die dama­li­ge Partei- und Staatsführung nicht gestellt.

        Die Politik des Revisionismus hat – dem Volke zumeist unbe­wußt – Schritt für Schritt, unter dem Druck völ­lig frem­der bür­ger­li­cher Ideen, die Grundlagen des Sozialismus zer­stört. Aber das Eigentum an den Produktionsmitteln blieb gesell­schaft­lich, d.h. sozia­lis­tisch, und die Aneignung der Ergebnisse der gesell­schaft­li­chen Arbeit blieb sozia­lis­tisch, bis zum Jahr 1991. In der Zeit bis 1991 gab es kei­ne pri­va­te Aneignung der Ergebnisse der gesell­schaft­li­chen Arbeit im volks­wirt­schaft­li­chen Maßstab, obwohl sich bereits ab Ende der 70er Jahre ein­zel­ne Fälle von Veruntreuung zu häu­fen began­nen. Von „geschei­tert“ kann also kei­ne Rede sein.
        К. Kosow
        https://sascha313.wordpress.com/2021/08/28/k‑kosow-ist-die-idee-des-sozialismus-gescheitert/

    1. @ Clarence

      Der Staat ist nicht ein­fach irgend­ei­ne Verwaltungsorganisation, son­dern die Verwaltungsorganisation, die zugleich Träger des Gewaltmonopols ist.

      Es mag unter­schied­li­che Formen des Sozialismus geben, und gera­de zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es Strömungen – gera­de die Saint-Simonisten kom­men da in den Sinn -, die ein auto­ri­tä­res Sozialismusverständnis hat­ten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts setz­te sich als vor­herr­schen­de Formel inner­halb sozia­lis­ti­scher Strömungen aller­dings durch, dass Sozialismus die Kontrolle der Produktionsmittel durch die lohn­ab­hän­gi­ge Arbeiterschaft und damit die Überwindung des Gegensatzes von Lohnarbeit und Kapital sei.

      Die besag­te Finanzoligarchie mit ihren Anhängseln, also der polit-medi­al-finan­zi­el­le Komplex, die Milliardärskaste und ihre Manager und Marionetten, stre­ben zwei­fel­los eine Rückabwicklung der bür­ger­li­chen Gesellschaft an. In der stän­di­schen Gesellschaft ent­stan­den, strebt der Kapitalismus nach Refeudalisierung der gesell­schaft­li­chen Strukturen, wie über­all zu sehen ist: Rechte wer­den zu Privilegien umge­deu­tet; statt Rechtsgleichheit setzt sich zuneh­mend die Ungleichheit im Recht durch (noch nicht durch Geburt); bür­ger­li­che Freiheiten, die ursprüng­lich im Kampf gegen die Feudalordnung ent­stan­den (dar­un­ter etwa auch das Recht auf Freizügigkeit, das sich gegen die Bindung an die Scholle rich­te­te), wer­den nach und nach kas­siert. Und zwar mit dem Ziel, eine neo­feu­da­le Ordnung zu errichten.

    2. @Clarence,

      dan­ke für Dein Statement. Der Staat ist jedoch mehr als nur die Verwaltung. Die Aufgabe des Staates ist es, die Macht der herr­schen­den Klasse zu sichern, Im Kapitalismus wie im Sozialismus. Dazu bedient sich der Staat sei­ner Organe wie Polizei, Justiz, Armee und sei­ner Ämter.

      In sei­ner heu­ti­gen Form des BRD-Staates kommt hin­zu, daß der Staat immer mehr am Kreislauf des Kapitals teil­nimmt, Kapitalanteile hält und sich selbst über eige­ne Kapitalerträge finan­ziert (staats­mo­no­po­lis­ti­scher Kapitalismus, sie­he Lenin).

      Und ja, wir steu­ern auf den Sozialismus zu. Der kommt jedoch nicht von allein, den Kapitalismus müs­sen wir sel­ber abschaffen!

      Schönen Sonntag!

      1. @Erfurt, "Dazu bedient sich der Staat sei­ner Organe wie Polizei, Justiz, Armee und sei­ner Ämter."
        …das ist so nicht ganz korrekt:
        Der Staat ist kein Subjekt für sich ste­hend, son­dern immer ein Instrument in den Händen derer, die die öko­no­mi­sche Macht haben.
        Der Staat bedient also nicht Armee, Polizei oder Justiz, son­dern das machen immer die jewei­li­gen Machthaber inner­halb eines Staates.

  4. "aus einer Zeit, als die­se Begriffe noch etwas Wert waren…"

    Ja, die ist vor­bei, und man­che hal­ten sich für links, die es nicht sind.
    Man möge es allen ver­zei­hen, die­sem Selbstirrtum Glauben geschenkt zu haben.

    1. @ Boris Büche

      Wer hat denn die Deutungshoheit? 😉

      Immer, wenn ich Linke fra­ge, was links ist – wird es ent­we­der sehr schwam­mig oder sehr eigen. Das ist das glei­che mit Christen. Vielleicht gibt es "die" wah­re Ideologie ja nir­gend­wo (außer in ver­staub­ten Büchern) und man fin­det die Wahrheit jedes Einzelnen aus­schließ­lich in deren Kopf? Was auch hei­ßen wür­de, dass es unmög­lich ist, es jedem recht zu machen.

  5. Unsere Bundesomi geht ja nun bald in Rente, aber unse­re Euromama gibt es doch auch noch.
    "2021 Rede von Präsidentin von der Leyen zur Lage der Nation"
    https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/ov/SPEECH_21_4701
    "STÄRKUNG DER SEELE UNSERER GEWERKSCHAFT" (ohne Quatsch, deepls ers­tes Angebot für "Union") GEMEINSCHAFT (eher nach EU)
    "Einleitung

    Herr Präsident!
    ver­ehr­te Abgeordnete,
    vie­le Menschen haben das Gefühl, dass ihr Leben auf Pause steht, wäh­rend die Welt im Schnelldurchlauf läuft.
    Die Geschwindigkeit der Ereignisse und die Größe der Herausforderungen sind manch­mal schwer zu begreifen.
    Dies war auch eine Zeit der Gewissenserforschung. Von der Neubewertung des eige­nen Lebens bis hin zu umfas­sen­de­ren Debatten über die gemein­sa­me Nutzung von Impfstoffen und über gemein­sam­me Interessen."

    "In der größ­ten glo­ba­len Gesundheitskrise seit einem Jahrhundert haben wir uns ent­schie­den, gemein­sam dafür zu sor­gen, dass jeder Teil Europas den glei­chen Zugang zu einem lebens­ret­ten­den Impfstoff erhält.
    In der schwers­ten Weltwirtschaftskrise seit Jahrzehnten haben wir uns ent­schie­den, mit NextGenerationEU gemein­sam zu handeln.
    Und in der schwers­ten pla­ne­ta­ri­schen Krise aller Zeiten haben wir uns mit dem Europäischen Green Deal erneut für ein gemein­sa­mes Vorgehen entschieden.
    Wir haben das gemein­sam getan, als Kommission, als Parlament, als 27 Mitgliedstaaten. Als ein Europa. Und wir kön­nen stolz dar­auf sein."

    "Aber die Zeit der Corona ist noch nicht vorbei.
    Es gibt immer noch viel Sorge in unse­rer Gesellschaft, da die Pandemie noch nicht über­wun­den ist. Es gibt Herzen, die wir nie­mals hei­len kön­nen, Lebensgeschichten, die wir nie­mals zu Ende brin­gen kön­nen, und Zeit, die wir unse­rer Jugend nie­mals zurück­ge­ben kön­nen. Wir ste­hen vor neu­en und dau­er­haf­ten Herausforderungen in einer Welt, die sich erholt – und zer­bricht – ungleichmäßig."

    "Es steht also außer Frage: Das nächs­te Jahr wird eine wei­te­re Bewährungsprobe für unse­ren Charakter sein.
    Aber ich glau­be, dass der Geist – die Seele – erst dann wirk­lich zum Vorschein kommt, wenn man auf die Probe gestellt wird.
    Wenn ich auf unse­re Union bli­cke, weiß ich, dass Europa die­se Prüfung bestehen wird.
    Und was mir die­se Zuversicht gibt, ist die Inspiration, die wir von den jun­gen Menschen in Europa erhal­ten können.
    Denn unse­re Jugend gibt Empathie und Solidarität einen Sinn.
    Sie glau­ben, dass wir eine Verantwortung gegen­über unse­rem Planeten haben."

    "Und obwohl sie sich Sorgen um die Zukunft machen, sind sie ent­schlos­sen, sie zu verbessern.
    Unsere Union wird stär­ker sein, wenn sie mehr wie unse­re nächs­te Generation ist: nach­denk­lich, ent­schlos­sen und für­sorg­lich. Verwurzelt in Werten und mutig im Handeln.
    Dieser Geist wird in den nächs­ten zwölf Monaten wich­ti­ger denn je sein. Dies ist die Botschaft der Absichtserklärung, die ich heu­te Morgen an Präsident Sassoli und Premierminister Janša geschickt habe, um unse­re Prioritäten für das kom­men­de Jahr zu umreißen."

    (An die­ser Stelle, an die­ser Stelle, …
    Ein paar Redewendungen, die auch im osdeut­schen Sozilismus ihren Anklang gefun­den hät­ten, hat die Wirstschaftsfrau auch drauf. Wer war zuerst da, die Henne oder das Ei?
    "Es steht also außer Frage: Das nächs­te Jahr wird eine wei­te­re Bewährungsprobe für unse­ren Charakter sein.
    Aber ich glau­be, dass der Geist – die Seele – erst dann wirk­lich zum Vorschein kommt, wenn man auf die Probe gestellt wird.
    Wenn ich auf unse­re (Genossen) bli­cke, weiß ich, dass (diedeut­sche­de­mo­kra­tisch­re­pu­blik) die­se Prüfung bestehen wird.
    Und was mir die­se Zuversicht gibt, ist die Inspiration (die passt nicht. Treue, Gehorsam, Ergebenheit …) die wir von den jun­gen Menschen in (der­deut­sche­de­mo­kra­tisch­re­pu­blik) erhal­ten können.
    Denn unse­re Jugend gibt Empathie (die passt auch nicht. Treue, Gehorsam, Ergebenheit …) und Solidarität einen Sinn.
    Sie glau­ben, dass wir eine Verantwortung gegen­über unse­rem (Staatsratsvorsitzenden) haben.")
    Es gibt doch nur eine begrenz­te Anzahl von Wörtern. 🙂

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kos­ten­lo­se Version)

    In dem Stile gehts dann auch wei­ter. Bischen Mamamäßig und mit aus­rei­chend Pathos, ein bischen nett ver­pack­te Selbstbeweihräucherung von aller­lei "Kann nie­mand sagen, es wur­de etwas ver­heim­licht". Spritzenwerbung, Steuerverschwendung, Überwachung, Demokratieabbau, …, je nach Blickwinkel.

  6. Die Neue Weltordnung des Club of Rome hat vie­le Zutaten und den Anspruch, uni­ver­sal zu sein. Es ist das Verdienst des Klaus Schwab, dass er im Lauf von über 50 Jahren alle, wirk­lich alle gesell­schaft­li­chen Strömungen nach Davos rief und ihnen zuhör­te mit dem Ziel, mög­lichst (!) ALLE dort vor­ge­brach­ten Interessen in die­ser Weltordnung zu berück­sich­ti­gen. Petra Kelly und Arthur Scargill waren dort 1983 eingeladen:

    Petra Kelly, Leader of the German Greens, and Arthur Scargill, President of the National Union of Mineworkers in Britain, had been invi­ted to sub­mit the views of the other side, as is only right at a forum. For Petra Kelly, peop­le are beco­m­ing hel­pless objects of the eco­no­mic com­ple­xes they have crea­ted, ins­tead of being acti­ve sub­jects, using them to satisfy their needs.
    She pain­ted a grim pic­tu­re of the cur­rent situa­ti­on, with the pro­blems of raw mate­ri­als and ener­gy shor­ta­ges as well as pol­lu­ti­on of the envi­ron­ment. The growth socie­ty and the belief in pro­gress have come to an end, and this deman­ds a fun­da­men­tal chan­ge to a decen­tra­li­zed, eco­lo­gi­cal­ly based eco­no­mic sys­tem, which aims for qua­li­ta­ti­ve rather than quan­ti­ta­ti­ve growth. Politics and eco­no­mics must be “huma­ni­zed” again and not stay in the hands of the bureau­crats. Technology must limit its­elf. Not ever­ything that is tech­ni­cal­ly pos­si­ble must the­re­fo­re be done.
    The limit­less com­mer­cia­liz­a­ti­on of basic com­mo­di­ties must be stop­ped. Multinational firms must no lon­ger be allo­wed to deci­de about struc­tu­ral chan­ges. The impo­ve­rish­ment of the Third World must be taken serious­ly. Kelly did not expect sal­va­ti­on from the State: this pro­gram­me is to be car­ri­ed out by “demo­cra­tic and non-vio­lent grass-roots movements.”
    We have the poten­ti­al to sol­ve our pro­blems. Weapons pro­duc­tion must be con­ver­ted to non-mili­ta­ry pro­duc­tion. The Western pro­fit-based eco­no­my and the Eastern plan­ned eco­no­my are both to be rejec­ted. Finally, we must demand work for all, inclu­ding women.
    Arthur Scargill made a strong attack on capi­ta­lism in gene­ral and the Thatcher Government in par­ti­cu­lar. He advo­ca­ted a socia­list socie­ty as the way out of our trou­bles. Under Mrs. Thatcher the British eco­no­my, and the capi­ta­list eco­no­my in gene­ral, is hea­ding for collapse.
    This can lead towards a neo-fascist situa­ti­on, whe­re the poli­ce are left to deal with the pro­blem of insta­bi­li­ty. Scargill, too, sees mul­ti­na­tio­nal com­pa­nies as pri­ma­ri­ly respon­si­ble for misus­ing the tech­no­lo­gi­cal means at our dis­po­sal. The free mar­ket eco­no­my, which invests more in dest­ruc­tion than in con­struc­tion, has fai­led. There is only one solu­ti­on: the socia­list system,
    in Britain and throughout the world, a sys­tem that is no lon­ger based on pro­fit but on the needs of the peop­le, a world of peace.

    1. @some1: Ja, dan­ke für die­se Erinnerung. Das gedul­di­ge groß­vä­ter­li­che gön­ner­haf­te Zuhören kann man sich bei Schwab gut vor­stel­len. Die Argumente von Kelly und Scargill hat er trotz­dem nicht berücksichtigt.

  7. Dieses Talent macht die Neue Weltordnung so unan­greif­bar: sie inte­griert Teile JEDER exis­tie­ren­den Weltanschauung auf dem Planeten und lässt den­noch bei jeder das weg, was sie als Alleinstellungsmerkmal fall­wei­se hat­te. So kann jeder etwas an die­ser Ordnung für oder gegen sich fin­den: sie ist syn­kre­tis­tisch und baut die gefun­de­nen Teile neu zusam­men, ohne selbst wel­che zu erfin­den. Das ist auch ihre Limitierung: sie baut nur, hat kei­nen ein­zi­gen neu­en oder eigen­stän­di­gen Gedanken außer dem, die vor­han­de­nen Puzzlesteine zuzu­schnei­den und nach eige­ner Idee zusam­men­zu­set­zen – genau­so funk­tio­niert auch die Gentechnik: die NWO erfin­det kei­ne neu­en Gene, son­dern baut zusammen.

    Der Weltenbaumeister ist das Ideal der NWO, und er ver­wen­det – "inte­griert" – alles, was er findet.

    Das ist den Ideologen jeder Couleur so zuwi­der, dass sie abstrei­ten, dass er auch ihre gelieb­ten und ver­ehr­ten Ziegel ein­fach so nimmt und ein­baut, sie sind ihm gram, dass er es kann, dass die­se Ziegel so wenig aus­sa­ge­kräf­tig sind, dass sie sich dem nicht wider­set­zen – ob katho­li­sche Kirche, Neoliberalismus oder Sozialismus, es ist bei allen das glei­che – und so bleibt ihnen nichts, als wütend zu leug­nen, dass er auch ihr Evangelium (hier: den Sozialismus) ver­wen­det hat, wäh­rend die Gegner tri­um­phie­rend auf das Bruchteil zei­gen und behaup­tet, es wei­se dar­auf hin, dass man dort auch die gesam­te Ideologie wiederfinde.

    Überall sah ich vie­le Laster und weni­ge Tugenden; über­all sah ich Eitelkeit, Neid, Geiz und Unmäßigkeit, die den Schwachen den Launen des Mächtigen ver­skla­ven; über­all konn­te ich den Menschen auf zwei Klassen redu­zie­ren, die bei­de glei­cher­ma­ßen zu bemit­lei­den sind: In dem einen der rei­che Sklave sei­ner Vergnügungen, in dem ande­ren das unglück­li­che Opfer des Schicksals; und ich sah in dem einen nie den Wunsch, bes­ser zu sein, noch in dem ande­ren die Möglichkeit, bes­ser zu wer­den, als ob bei­de nur für ihr gemein­sa­mes Unglück gear­bei­tet, nur ihre Fesseln zu ver­meh­ren gesucht hät­ten: Ich sah immer, wie die Üppigere ihre Fesseln ver­grö­ßer­te, indem sie ihre Wünsche ver­dop­pel­te; und die Ärmere, die von der ande­ren belei­digt und ver­ach­tet wur­de, erhielt nicht ein­mal die Ermutigung, die nötig war, um das Gewicht ihrer Last zu tra­gen: Ich for­der­te Gleichheit, man hielt sie für eine Schimäre; ich erkann­te bald, dass die­je­ni­gen, die sie ablehn­ten, nur die Verlierer waren, und von die­sem Augenblick an hielt ich sie für mög­lich . Von die­sem Augenblick an glaub­te ich, es sei der ein­zi­ge Weg für ein Volk, glück­lich zu sein; alle Menschen kom­men gleich aus den Händen der Natur, die Meinung, die sie unter­schei­det, ist falsch; wo sie gleich sind, kön­nen sie glück­lich sein; wo Unterschiede bestehen, ist es ihnen unmög­lich, glück­lich zu sein. Diese Unterschiede kön­nen höchs­tens einen Teil der Nation glück­lich machen, und der Gesetzgeber muss dar­auf hin­wir­ken, dass sie alle glei­cher­ma­ßen glück­lich sind. Widersprechen Sie nicht den Schwierigkeiten der Annäherung der Entfernungen; es geht nur dar­um, Meinungen zu zer­stö­ren und Vermögen aus­zu­glei­chen, und die­se Operation ist weni­ger schwie­rig als die Einführung einer Steuer. […]
    Nachdem das Projekt der Gleichheit aner­kannt wor­den war, unter­such­te ich die zwei­te Ursache für das Unglück des Menschen; ich fand sie in sei­nen Leidenschaften, die stän­dig mit­ein­an­der und mit den Gesetzen im Streit lie­gen, und ich über­zeug­te mich davon, dass die ein­zi­ge Möglichkeit, ihn in die­sem Bereich weni­ger unglück­lich zu machen, dar­in bestand, dass er sowohl weni­ger Leidenschaften als auch weni­ger Gesetze hat­te. Eine wei­te­re Operation, die ein­fa­cher ist, als man sich vor­stel­len kann: Durch die Unterdrückung des Luxus, durch die Einführung der Gleichheit, habe ich bereits den Stolz, die Gier, den Geiz und den Ehrgeiz ver­nich­tet. Worauf kann man stolz sein, wenn alle gleich sind, wenn nicht auf die eige­nen Talente oder Tugenden; was gibt es zu begeh­ren, wel­chen Reichtum zu ver­ber­gen, wel­chen Rang anzu­stre­ben, wenn alle Vermögen gleich sind und jeder mehr besitzt, als zur Befriedigung sei­ner Bedürfnisse not­wen­dig ist? Die Bedürfnisse der Menschen sind gleich

    Wer hat das geschrieben?

    😉

    1. @some1, "Wer hat das geschrieben?": 

      Ich muss­te gugeln, aber jetzt weiß ich es. Nicht ganz über­ra­schend, wir haben es mit Perversen zu tun.

        1. @Weißer Rabe: Ja, nicht schlecht. Pathokratie oder Psychopathokratie. Wirkt auf den ers­ten Blick nicht unrea­lis­tisch, ich den­ke mal dar­über nach. Ohnehin scheint die­se Dude-Seite nicht unin­ter­es­sant zu sein. Ich schau sie mir mal genau­er an.

  8. "Klaus Schwab & Co ver­wen­den offen­sicht­lich eine lin­ke und grü­ne Terminologie, die von „Linken“ und „Grünen“ begeis­tert auf­ge­nom­men wird und die die „Rechten“ erschreckt. Die Rechten „hören“ die­se lin­ke bzw. öko­lo­gi­sche Wortwahl, was dazu führt, dass sie den Great Reset kri­ti­sie­ren. … Sie kri­ti­sie­ren den Great Reset, weil sie es für einen „lin­ken“ Plan halten.

    Amen. – Und eigent­lich ein so ein­fa­cher Trick, dass es wun­dert, wie er von vie­len so lan­ge über­se­hen wer­den kann.

    Es ist aber auch ein Armutszeugnis für die Linken, die sich damit ein­fan­gen las­sen, weil es offen­bart, dass sie Parolen hin­ter­her­ren­nen, bevor sie sich über die Sache selbst klar werden.

    1. @분석

      Ein Trick wäre es, wenn er in Wahrheit Rassismus und Frauenunterdrückung anstre­ben wür­de und die seit­he­ri­gen 3. Weltländer benach­tei­li­gen würde.

      All das tut er und die Konzerne aber gar nicht, im Gegenteil: die Panel des WEF sind so bunt und weib­lich, wie es sich links­grü­ne nur wün­schen kön­nen und er und sei­ne Organisationen plä­die­ren unauf­hör­lich, gera­de auch in der 3. Welt Impffabriken zu errich­ten und das Know How freizugeben.

      Können Sie mir also die Frage beant­wor­ten, wor­in genau hier der "Trick" bestehen soll? Er hält die lin­ken Versprechungen doch ein, wes­halb auch nicht weni­ge Linke ihn befür­wor­ten: sie kön­nen ja, sehen, dass er tut und durch­setzt, wovon sie nur reden. Das tut er, weil es es kann – weil er die Mittel hat. Wer soll­te es sonst tun?

      1. @some1: Es gibt durch­aus Linke, zu ihnen zäh­le ich mich, die den Widerspruch zwi­schen Besitzenden und Besitzlosen im Kapitalismus nicht über­deckt sehen durch die Widersprüche zwi­schen Geschlechtern oder Hautfarben. Eine Gutsherrin an der Spitze der EU bleibt Gutsherrin, ein far­bi­ger Kriegstreiber als US-Präsident bleibt Kriegstreiber. (Ebenso bleibt ein schwu­ler Pharma-Lobbyist ein Handlanger der Industrie und ein pfäf­fi­scher Bundespräsident eine Sprechpuppe der wirk­lich Mächtigen.)

        Linke, die an Kapitalismuskritik fest­hal­ten, wer­den sich nicht an Quoten für Geschlechter, Hautfarben etc. fest­bei­ßen. So gese­hen kön­nen sie vom WEF nicht ein­ge­fan­gen werden.

      2. Nein, nicht unbe­dingt. "Trick" bedeu­tet nicht zwin­gend das Gegenteil des vor­geb­lich Angestrebten. Es kann eben­so bedeu­ten, einer Bewegung einen Dreh zu geben, der sie in eine ganz ande­re Richtung lenkt und damit zu neu­tra­li­sie­ren, oder für eige­ne Absichten zu nutzen.

        Die Autorin meint, dass Begriffe ihres ursprüng­li­chen Gehalts ent­klei­det und als lee­re Parolen dazu genutzt wer­den, Leute anzuführen.
        So wie ich Sie ver­ste­he, mei­nen Sie, die Begriffe sei­en ori­gi­när so hohl oder ver­schie­den inter­pre­tier­bar, dass die Mächtigen sie sich unver­än­dert zu eigen machen kön­nen, weil es ihren Interessen nicht zuwi­der­lie­fe oder gar nütze?!
        Vielleicht ent­schei­det hier die Frage, wer die­se Begriffe ver­wen­det und wie tief sie theo­re­tisch durch­drun­gen werden.

        Sie brach­ten das Beispiel des "bunt und weib­lich besetz­ten WEF-Panels" auf. Dazu gäbe es viel zu sagen, es wür­de aber den Rahmen des Forums spren­gen. Eine ursprüng­li­che Forderung nach gleich­be­rech­tig­ter Teilhabe und glei­chen Rechten war ein ori­gi­när lin­kes Anliegen, aber die­ses Label ist eigent­lich unwich­tig. Die Frage ist, ob die Travestie, die uns vor­ge­spielt wird, das glei­che bedeu­tet wie die auf die Stärkung der indi­vi­du­el­len Rechte zie­len­de ursprüng­li­che Forderung. Das kann man bezwei­feln: Die äußer­lich bun­ten Gremien sind bekann­ter­ma­ßen in ihren Ansichten alles ande­re als "bunt" (also kei­ne Stärkung der indi­vi­du­el­len Rechte, son­dern ein Casting der Sprechpuppen); die Repräsentanz in den Führunsggremien, die letzt­lich auch nur Angestellte der Besitzer sind, ist für die 99% der Bevölkerung abso­lut unwich­tig; die Instrumente zur "Gleichstellung" sind selbst ein Mechanismus der Produktion von Ungleichheit und wer­den stän­dig miss­braucht. (Wenn man das nicht für einen Zufall hält, könn­te man mit der Frage begin­nen, wel­che Vorteile es den "Eliten" brin­gen könn­te, den Gedanken der schein­bar natur­ge­ge­be­nen Feindschaft selbst in die instims­ten Beziehungen der Menschen zu pres­sen – mit Geschlechtsunterschieden hat das nichts mehr zu tun.)

        Das Problem – der Trick – ist die Umdefinition von Worten, aber das geschieht andau­ernd und bezieht sich nicht allei­ne auf lin­ke Konzepte. Wenn der Bundespfarrer A.D. von "Freiheit" spricht, ist das nicht die­sel­be Freiheit, die sei­ne Landsleute 1989 auf die Straße trieb; und die "Verantwortung", von der NATO-Uschi ger­ne hät­te, dass wir sie über­näh­men, ist das exak­te Gegenteil der Verantwortung, in der Deutschland sich nach dem zwei­ten Weltkrieg sah.

    2. @분석: "Amen. – Und eigentlich ein so einfacher Trick, dass es wundert, wie er von vielen so lange übersehen werden kann.

      Es ist aber auch ein Armutszeugnis für die Linken, die sich damit einfangen lassen, weil es offenbart, dass sie Parolen hinterherrennen, bevor sie sich über die Sache selbst klar werden."

      Sie trafen mit Ihrer Analyse den Nagel auf den Kopf. Viele vermeintlich "Linke", vor allem die Bildungsfernen, scheinen in der Tat nicht die hellsten Kerzen auf einer Torte zu sein. Eine beliebte Parole zum Nachplappern, ist zum Beispiel der vermeintlich gut- und besser-menschlich klingende Satz: "Kein Mensch ist illegal" !

      Dreimal dürfen Sie raten, warum der Urheber (Elie Wiesel), dieser, nur bei oberflächlichsterer Betrachtung als Menschenfreundlich wahrgenommenen, Parolen, exakt die Wortfolgen

      "Kein Mensch ist illegal" anstatt "Jeder Mensch ist legal" od.

      "Kein Mensch darf getötet werden" anstatt "Jeder Mensch darf Leben" in Umlauf gebracht hat ???

      Bin gespannt ob Sie mit Ihrem Spürsinn auch das schon herausfinden konnten.

      Wie auch immer
      MfG

      1. @분석
        Haben Sie DAS schon gele­sen: https://www.lehestener-kolumne.de/offener-brief-holocaust-ueberlebender/

        Ich zitie­re:
        Nachdem uns die erschre­cken­de Meldung erreich­te, dass die staat­lich finan­zier­ten Medien Professor Sucharit Bhakdi als Antisemiten beschul­digt haben, haben wir uns ent­schlos­sen, die­sen Brief zu schrei­ben. Wir ste­hen hin­ter Professor Bhakdi, weil er die Wahrheit spricht.

        Sie, die Medien, haben das Volk jah­re­lang belo­gen, indem Sie fal­sche Lehren aus dem Holocaust gepre­digt haben. Das ist nicht die Lehre aus dem Holocaust, dass Juden nicht getö­tet oder in Frage gestellt wer­den dür­fen. Kein Mensch darf getö­tet werden!

        Die Lehre aus dem Holocaust ist, dass man nicht zuse­hen und nicht mit­ma­chen darf, wenn eine Minderheit ver­folgt wird. Sie haben den Holocaust für das Gegenteil instru­men­ta­li­siert: um den Menschen den Willen zu neh­men, sich gegen Unrecht zu weh­ren. Und auf die­se gott­lo­se Weise haben Sie einen neu­en Holocaust vor­be­rei­tet und sind dabei, ihn umzusetzen.

        Wir war­nen aus­drück­lich davor, dass sich ein wei­te­rer Holocaust ent­fal­tet, nur grö­ßer und raf­fi­nier­ter. Die Brutalität, mit der Sie die Opposition sowohl ver­bal als auch phy­sisch bekämp­fen, ver­leug­nen, ver­let­zen und demü­ti­gen, dient dazu, die Wahrheit zu unter­drü­cken. Zerstörte Existenzen, Wohnungsdurchsuchungen, Berufsverbote, Zwangsanweisungen in die Psychiatrie und Schlimmeres – das könn­te die Geschichte aus unse­rem Leben sein, doch ist das die Realität die wir in Deutschland beobachten.

        Wir las­sen uns nicht zum Schweigen bringen.
        Zitat Ende 

        (fet­te Hervorhebung von Fledgling01)

        MMn liest sich eine ehr­li­che Verteidigungsschrift ganz anders, aber, wie gesagt, mei­ner Meinung nach 😉

  9. Ich bin dank­bar, dass aa das hier auf­ge­nom­men hat. Wollte sel­ber schon dar­auf hin­wei­sen. Dieses irre Geschwafel vom dro­hen­den Sozialismus kommt natür­lich aus der rech­ten Ecke und irgend­wie haben eini­ge ver­lernt, dass von dort in der Regel BS kommt. Nur weil das Thema Corona eine löb­li­che Ausnahme macht, heisst das eben nicht, dass sich dar­an grund­sätz­lich etwas geän­dert hät­te. Man soll­te auch nie ver­ges­sen, dass die Rechten (viel­leicht zusam­men mit den Grünlinken..hihi) genau den Zustand – oder noch tota­li­tä­rer – for­dern wür­den, den wir gegen­wär­tig ertra­gen müs­sen, wenn die Regierung auf einen "nor­ma­len", sof­ten Kurs im Umgang mit Corona gesetzt hät­te. Das ist so sicher, wie die nächs­te Warnung vom Lauterbach.

    1. @ Zebraherz

      Ich zäh­le mich zu kei­ner die­ser Richtungen, schon des­halb, weil ich sie teils nicht ver­ste­he, und den Teil, den ich ver­ste­he, für jeweils unlo­gisch halte. 

      Ich weiß nicht, was die Linken ande­res als schö­ne Worte und ein wenig Grabenkampf haben und ich weiß auch nicht, was die Fokussierung der Rechten auf den "bösen Islam" soll. Beide Seiten han­deln hoch-irra­tio­nal – sicht­bar beim Thema Migration/Asyl, aber auch in ande­ren Bereichen. Was wür­de eine "Rechte" tun, wäre sie an der Macht? Sicher alle Muslime raus­wer­fen und für Ordnung auf den Straßen sor­gen? Würde sie aber Kriege füh­ren? Ausländer mor­den? Ich weiß es nicht, wirk­lich nicht. Aber ich bin mir ziem­lich sicher, dass die EU einen Krieg gegen Russland anzet­teln wird und es ihr der­zeit egal ist, wer an den expe­ri­men­tel­len Stoffen und den Maßnahmen zugrun­de geht. 

      PS: Totalitarismus hat nichts mit poli­ti­scher Richtung zu tun. Er kommt bei bei­den "Geschmacksrichtungen" vor".

      1. Ich den­ke es wer­den eher gegen China schwe­re Geschütze auf­ge­fah­ren. S. U‑Boote Deal, deut­sches Kriegsschiff in chi­ne­si­schen Gewässern. Das ist auch leich­ter durch­zu­set­zen, da wei­ter weg und eher weni­ge per­sön­li­che Verbindungen. 

        China hat auch mili­tä­risch nicht ganz so viel dagegenzusetzen. 

        Man scheut sich jedoch nicht, von China zu ler­nen, was Überwachung und Kontrolle anbelangt.

        1. @ak: „Kommt ihr vor den Feind, so wird der­sel­be geschla­gen! Pardon wird nicht gege­ben! Gefangene wer­den nicht gemacht! Wer euch in die Hände fällt, sei euch ver­fal­len! Wie vor tau­send Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in Überlieferung und Märchen gewal­tig erschei­nen läßt, so möge der Name Deutscher in China auf 1000 Jahre durch euch in einer Weise bestä­tigt wer­den, daß es nie­mals wie­der ein Chinese wagt, einen Deutschen scheel anzu­se­hen!“ (Kaiser Wilhelm II., 27.7.1900 zur Verabschiedung des deut­schen Ostasiatischen Expeditionskorps (China-Expedition) zur Niederschlagung des Boxeraufstandes)

          Die Bundeswehr steht halt zu ihrer patrio­ti­schen Tradition.

        2. @ak

          Das sehe ich anders:

          Begleitet von Protesten zele­briert die NATO am Mittwoch in Ulm die vol­le Einsatzfähigkeit ihres neu­en Hauptquartiers JSEC (Joint Support and Enabling Command) in der Ulmer Wilhelmsburgkaserne. Aufgabe des Hauptquartiers ist es, die Verlegung von NATO-Truppen und Material im gesam­ten euro­päi­schen Bündnisgebiet zu koor­di­nie­ren. »Wir sor­gen dafür, dass mili­tä­ri­sche Kräfte in der rich­ti­gen Stärke mit der rich­ti­gen Ausrüstung zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort sind« – so hat Generalleutnant Jürgen Knappe, Kommandeur des JSEC, des­sen Funktion kürz­lich zusam­men­ge­fasst. Faktisch geht es vor allem dar­um, den schnellst­mög­li­chen Aufmarsch des west­li­chen Kriegsbündnisses Richtung Russland vor­zu­be­rei­ten. Die Aufstellung des JSEC war 2018 aus­drück­lich im Kontext des Machtkampfs gegen Moskau beschlos­sen wor­den. Das neue Hauptquartier, in dem zunächst 400, im Krisen- oder Kriegsfall 600 Soldaten arbei­ten wer-den – die Hälfte davon Deutsche –, ist dem NATO-Oberbefehlshaber in Europa (SACEUR), Tod D. Wolters, direkt unterstellt.
          Mit dem jetzt abge­schlos­se­nen Aufbau des JSEC trägt die Bundesrepublik der »Schlüsselrolle« Rechnung, die sie laut Bundeswehr wegen ihrer »zen­tra­len geo­gra­phi­schen Lage« mit­ten in Europa inne­hat – »als logis­ti­sche Drehscheibe, Transitland und rück­wär­ti­ger Operationsraum, in dem mili­tä­ri­sche Kräfte ver­sorgt, aus­ge­stat­tet und für den Einsatz vor­be­rei­tet wer­den«. Das JSEC ist denn auch bereits vor dem Erreichen sei­ner vol­len Einsatzfähigkeit in Teilübungen der »Defender Europe«-Manöver 2020 und 2021 inte­griert gewe­sen, die die schnellst­mög­li­che Verlegung von US-Großverbänden über den Atlantik und den euro­päi­schen Kontinent in unmit­tel­ba­re Nähe zur rus­si­schen Grenze trai­nier­ten. »Drehscheibe Deutschland, Schnittstelle JSEC« – so for­mu­liert es die Bundeswehr. Dabei bezieht das neue NATO-Hauptquartier in sei­ne Verlegeplanungen nicht nur mili­tä­ri­sche, son­dern auch zivi­le Stellen ein, etwa die Bahn, und berei­tet damit die Nutzung sämt­li­cher gesell­schaft­li­cher Ressourcen im Kriegsfall vor.
          Die Tätigkeit des JSEC steht in unmit­tel­ba­rem Zusammenhang mit einem zwei­ten neu­en NATO-Hauptquartier, dem Joint Force Command (JFC) in Norfolk (US-Bundesstaat Virginia). Dessen Aufgabe ist es, die Bewegung von Truppen und Material aus den Vereinigten Staaten und Kanada über den Atlantik nach Europa zu orga­ni­sie­ren; dort über­nimmt dann das JSEC. Die Verbindung wird dadurch erleich­tert, dass mit Flotillenadmiral Stefan Pauly ein Soldat der Bundeswehr als Stabschef beim JFC Norfolk tätig ist. Dieses koope­riert zudem eng mit der U.S. Second Fleet, die ihr Hauptquartier eben­falls in Norfolk hat. Konteradmiral Daniel W. Dwyer befeh­ligt neben dem JFC Norfolk auch die Second Fleet. Sie war schon im Kalten Krieg für den Truppentransport über den Atlantik zustän­dig; sie wur­de 2011 außer Dienst gestellt. 2018, nach der Eskalation des Machtkampfs gegen Russland, wur­de sie reaktiviert.

          https://www.jungewelt.de/artikel/print.php?id=409944

          Auch wenn man die Strategie der EU 2021
          https://ec.europa.eu/info/sites/default/files/foresight_report_com750_en.pdf
          liest, wird klar, dass vor allem Russland offen als Feind betrach­tet wird, wäh­rend man von China abhän­gi­ger sich fühlt. Die Chinastrategie der EU kann man abru­fen, für die Strategie ggü. Russland müs­sen Sie den Zugriff bean­tra­gen. Meine Glaskugel sagt, dass sie bezo­gen auf Ukraine einen Zwischenfall ähn­lich Sarajewo orga­ni­sie­ren könn­ten, dann, wenn der Schwindel mit dem Impfen immer mehr auf­fliegt und zudem klar wird, dass es eine Inflation gibt, die irgend­wann sehr deut­lich zu Tage tritt. Da ist es dann oppor­tun, die Aufmerksamkeit auf ein ande­res star­kes Ereignis zu lenken.

          Der ster­ben­de Riese USA wird vie­les mit sich rei­ßen und nicht zulas­sen, dass die eins­ti­ge Kolonie EU ande­ren in die Hände fällt. Da bie­tet es sich an, die Kolonie unbrauch­bar für ande­re zu machen.

        3. @aa

          „Die Geschichte wird freund­lich mit mir umge­hen, denn ich habe vor, sie zu schreiben.“
          ―Winston Churchill

          Lassen Sie mal eine Sekunde den Nationalmasochismus bei­sei­te und wen­den Sie sich dem ande­ren Imperium zu, dem British Empire.
          https://www.wirtschaft-global.de/der-opiumkrieg-zwischen-china-und-grosbritannien.html
          Die haben auf dem klei­nen Inselchen eigent­lich abso­lut nix außer einem "Finanzmarkt" und dem gewal­ti­gen poli­ti­schen Geschick für "Narrative", das sie ins­be­son­de­re auch im letz­ten Jahrhundert sehr erfolg­reich ein­ge­setzt haben. Ich hal­te die Destabilisierung der Konkurrenz für eine der größ­ten Begabungen des Britischen Imperiums – zu dem auch die USA gehört (1776 erklär­te sich die USA für unab­hän­gig, das Empire hat nie zuge­stimmt und sei­ne schein­bar frei­en Kolonien finan­zi­ell an sich gebunden).

        4. @ ak (nr. 2)

          Anscheinend sind die Schnepfen jetzt wirk­lich wahn­sin­nig gewor­den, sich mit allen anzulegen:

          Nach ihrem Stopp auf Diego Garcia hat die Fregatte Bayern nun Kurs auf Australien genom­men. Die Bundesrepublik baut ihre Militär- und Rüstungskooperation mit dem Land seit gerau­mer Zeit aus. So haben deut­sche Rüstungsunternehmen in den ver­gan­ge­nen Jahren mil­li­ar­den­schwe­re Geschäfte mit Canberra abge­schlos­sen; Australien zählt mitt­ler­wei­le regel­mä­ßig zu den Top Ten-Kunden deut­scher Waffenschmieden.[3] Am 10. Juni haben Außenminister Heiko Maas und sei­ne aus­tra­li­sche Amtskollegin Marise Payne eine Erklärung über eine "Erweiterte Strategische Partnerschaft" geschlos­sen, die einen Schwerpunkt auf mili­tä­ri­sche Vorhaben legt.[4] So soll die "Sicherheits- und Verteidigungskooperation … durch Ausbildungsmaßnahmen und Übungen, ins­be­son­de­re im Seefahrtsbereich und in Partnerschaft mit Staaten der Region", erwei­tert wer-den. Vorgesehen ist zudem ein gemein­sa­mer "Fähigkeitsaufbaum (sic) im indo­pa­zi­fi­schen Raum". Ein der Erklärung bei­gefüg­ter "Aktionsplan" sieht nicht nur die "Verstärkung der Zusammenarbeit zwi­schen den Streitkräften" und eine "regel­mä­ßi­ge Entsendung deut­scher Streitkräfte in den Indo-Pazifik" vor, son­dern auch die "Finalisierung einer Absichtserklärung für eine mili­tä­ri­sche Weltraum-Partnerschaft". Die Fregatte Bayern trägt zum Kooperationsausbau bei.
          Provokationen
          Dabei wird die Fregatte Bayern nicht, wie zunächst geplant, ledig­lich die Marinebasis bei Perth im Westen Australiens ansteu­ern, son­dern anschlie­ßend auch die­je­ni­ge bei Darwin im Norden des Landes. Das kün­dig­te das Bundesverteidigungsministerium vor eini­gen Tagen an. Zuvor hat­te die chi­ne­si­sche Regierung mit­ge­teilt, ein Hafenbesuch des deut­schen Kriegsschiffs in Shanghai wer­de nicht geneh­migt. Berlin hat­te einen Besuch in Shanghai gewünscht, um chi­ne­si­sche Proteste gegen die Asien-Pazifik-Fahrt der Fregatte Bayern, die sich im Kern gegen chi­ne­si­sche Interessen rich­tet, zu besänf­ti­gen. Der Versuch ist miss­lun­gen. Ein Sprecher des chi­ne­si­schen Außenministeriums wur­de mit der Äußerung zitiert, Patrouillen wie etwa die­je­ni­ge der "Bayern" pro­vo­zier­ten ledig­lich "Zwischenfälle" und schü­fen "Widersprüche"; statt­des­sen soll­ten Staaten, die nicht in der Region rings um das Südchinesische Meer lägen, "die Bemühungen von Ländern der Region respek­tie­ren, Frieden und Stabilität aufrechtzuerhalten".[5] Seit Beijings Absage in Berlin ein­traf, wer­den zum wie­der­hol­ten Mal Forderungen laut, bei der Durchquerung des Südchinesichen (sic) Meeres direk­te Provokationen gegen die Volksrepublik vor­zu­neh­men – so zum Beispiel die Durchquerung der Zwölfmeilenzone um umstrit­te­ne Inseln oder eine Fahrt durch die Straße von Taiwan.[6]

          https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8708/

          Schönen 3. Weltkrieg noch!

  10. Andrea Drescher sagt:"Hinter dem Great Reset und Klaus Schwab steht wer?

    Großkonzerne!

    Was scheint deren Ziel zu sein?
    Global Governance und die neue Weltordnung!

    Durch wen werden diese Ziele vorangetrieben

    Durch den Staat?"

    JA, durch den Staat ! Um genau zu sein: Durch den Staat als Institution (siehe Verfassung / GG)

    -----
    Andrea Drescher sagt: "Natürlich wird das von Politikern „umgesetzt“. Also macht es vordergründig den Eindruck, als ob das eine staatliche Aktion wäre"

    Es macht nicht nur vordergründig - subjektiv - den Eindruck, sondern stellt sich auch bei genauem Studium als objektiv "wahr" dar, dass es die jeweils mehrheitlich vom Volk gewählten und somit amtierenden Politiker einer Bundesregierung sind, also die Volksvertreter einer Nation, welche für das Wohl bzw Unwohl in einer Volksgemeinschaft als letzt-verantwortlich zeichnen. Klarheit dazu verschafft ein gewollter Blick in die Verfassung / ins GG.

    ------
    Andrea Drescher sagt: "Ich würde mich als grüne-linksliberale Antifaschistin einordnen – aber aus einer Zeit, als diese Begriffe noch etwas Wert waren…

    So so ?! 😉

    Wie auch immer
    MfG

    1. @Fledgling01

      Die Bündelung von FinanzMacht und StaatsGewalt ist das Kernelement von Faschismus (fascie = Bündel). Wenn der Staat auf­hört, die Finanzmacht zu regu­lie­ren und statt des­sen sich von ihr beherr­schen lässt dann han­delt es sich stets um Faschismus.

      1. @some1

        Falsch ist –> "Die Bündelung von FinanzMacht und StaatsGewalt ist das Kernelement von Faschismus"

        Richtig ist: Faschismus erkennt man am Fehlen von Rechtssicherheit* !!! 

        *Rechtsunsicherheit, wel­che schlimms­ten­falls, (ver­glei­che die SchreckensHerrschaft der NSDAP), in der tota­len Entrechtung aus­zu­gren­zen­der Personen‑, Personengruppen oder Bevölkerungsanteile mün­den kann.

        Wie auch immer
        MfG

        1. @ Fledgling

          Sehe ich anders. Der Begriff Faschismus ist im Grunde eine Worthülse, in die jeder rein­packt, was ihm gefällt. Im engs­ten Sinn und ety­mo­lo­gisch fasst er den auto­ri­ta­ti­ven Korporatismus – nicht mehr als das. Man soll­te für alle ande­ren Umstände ande­re Bezeichnungen ver­wen­den. Nationalsozialismus war noch mal eine ande­re Hausnummer, und als Faschismus weit weni­ger aus­ge­prägt als z.B. der ita­lie­ni­sche. Dafür waren die Deutschen bezo­gen auf Eugenik "stark", die mit der Ausgrenzung, die sie nen­nen, beginnt, aber nicht endet.

          1. @some1
            Wenn für Sie der Begriff Faschismus bloß eine Worthülse sein soll, wie bewer­ten Sie dann den Begriff Holocaust, wel­cher nach­weis­lich ein Produkt der faschis­ti­schen Struktur wur­de und jeder­zeit, bei Leichtsinnigkeit, wie­der sein könn­te ??? Oder soll der Begriff Holocaust Ihrer geschätz­ten Meinung nach auch wie­der nur eine Worthülse sein, in der jeder rein­packt, was gera­de gefällt ???

            Merke:
            Notstandsverordnungen bzw Ermächtigungen der Bundesregierung dazu, schaf­fen RechtsUnsicherheit (zB Jede Woche ande­re kru­de Regeln)

            Faschismus erkennt man am Fehlen von RechtsSicherheit. 

            Rechtssicherheit ist das Erkennungsmerkmal eines Rechtsstaates.

            Wie auch immer
            MfG 

            P.S.: Nur Faschistenschützer scheu­en den Terminus Faschismus. Wer den Faschismus leug­net, leug­net auch den Holocaust. (screen­shot)

  11. Guter Artikel, denn das Verrückte der augen­blick­li­chen Entwicklung besteht ja dar­in, dass sich SPD, Grüne und Linke nahe­zu geschlos­sen auf die Seite des glo­ba­len Monsterkapitals stellen. 

    Aber liegt das wirk­lich dar­an, dass sie alle auf eine lin­ke und grü­ne Terminologie von Klaus Schwab her­ein­ge­fal­len sind? 

    Die Schröder/Münte/Clement-SPD fährt schon seit den 1990er Jahren einen streng neo­li­be­ra­len und glo­ba­lis­ti­schen Kurs. Sie sind für die kri­mi­nel­le Bankenpolitik ver­ant­wort­lich, die Oskar noch ver­hin­dern woll­te. Zusammen mit den Grünen haben sie Deutschland erst­mals seit WK II wie­der in den Krieg geschickt, und auf der Seite von wem? Jawohl, der glo­bal­ka­pi­ta­lis­ti­schen, impe­ria­lis­ti­schen USA und deren NATO.

    Daran war nicht Klaus Schwab schuld. 

    Allerdings steht Klaus Schwab in der Tradition des eli­tä­ren Globalistenclubs of Rome, die Teile der SPD und vor allem der Grünen von Beginn an begeis­tert hat. Grenzen des Wachstums waren zuerst das Thema. Es wird sie geben, aber sie sind offen­bar nicht so eng zu zie­hen wie es der Club tat. In den­sel­ben eli­tä­ren, groß­den­ken­den Kreisen ent­stand dann die Klimahysterie, die das seit Menschengedenken wan­del­ba­re Klima ins enge Korsett eini­ger Grad Celsius zwin­gen möchte. 

    Die Klimahysterie hat die Grünen fest im Griff, so sehr, dass sie dar­über die natür­li­che Umwelt und die eige­ne Gesundheit ver­ges­sen: "CO2-neu­tra­le" Holzheizkraftwerke bedro­hen über­all, wo sie ste­hen, die nach­hal­ti­ge Forstwirtschaft, weil sie nun mal mit Holz gefüt­tert wer­den müssen. 

    Und die eige­ne Gesundheit? Ein mikro­sko­pisch klei­nes Wesen, das aller­dings noch nie jemand gese­hen hat, hat die Grünen alle bis dort­hin gehul­dig­ten hei­li­gen Prinzipien über Bord wer­fen las­sen. Warnten sie vor­her – zurecht – vor che­mi­ka­lisch ver­seuch­ten, gen­ma­ni­pu­lier­ten und nano­ver­gif­te­ten Lebensmitteln, las­sen sie sich das Zeug jetzt sogar sprit­zen. Und nicht nur das, sie wol­len dar­über hin­aus auch noch, dass alle es ihnen gleichtun. 

    Ist die grü­ne Terminologie von Klaus Schwab für die­se irr­sin­ni­ge Perversion urei­ge­ner grü­ner Grundsätze ver­ant­wort­lich? Schwab ist ver­mut­lich schon mit­ver­ant­wort­lich, aber nicht durch sei­ne Terminologie, son­dern weil er zum Kreis derer gehört, die mit­tels der Panik vor einer vor­ge­gau­kel­ten Pandemie in west­li­chen Staaten chi­ne­sisch-auto­ri­tä­re Strukturen ein­füh­ren möchte. 

    Wer China als lin­kes Land sieht, wür­de die­ses Treiben als Globalsozialismus bezeich­nen müs­sen. Dieser wäre dann aller­dings vom Globalfaschismus als Endstadium des Kapitalismus nicht zu unterscheiden.

      1. @some1
        Kapitalismus: pri­va­te Kapitalakkumulation, Faschismus/Diktatur, Imperialismus, Krieg.

        Sozialismus: Volksherrschaft, Volkseigentum, Völkerrecht/Selbstbestimmung, Frieden.

        1. @Andi67

          Aus wel­cher Broschüre ist das?
          Es muss eine sozia­lis­ti­sche sein, denn sie ersetzt Erklärung durch Werbung, unge­fähr so:

          Querdenker/Ungeimpfter: Gefährdung der ande­ren, Egoismus, Antisemitismus, Faschismus, Spaltung der Gesellschaft

          Mainstreamling/Geimpfter: soli­da­risch, gemein­wohl­ori­en­tiert, frei­heits­lie­bend, demo­kra­tisch, inklusiv

          Na?

          😀

  12. Sozialismus wird eben nicht mehr ver­stan­den. Die Bedeutung ist verlorengegangen.

    Bei Epoch Times (wo ich ansons­ten sehr gern lese) ist auch die­ser angeb­li­che Sozialismus-Unsinn-Vergleich zu lesen.
    Das liegt sicher dar­an das immer wie­der der "Sozialismus" aus der DDR und aktu­ell China (bei­des auto­ri­tä­re Sozialismus Versuche, wo sich wie­der eine klei­ne­re Elite aus dem Volk her­aus­kris­tal­li­sier­te die kei­nen Bezug mehr zu den "nor­ma­len" Menschen haben), als Vergleich her­an­ge­zo­gen wird.
    Da passt der Vergleich dann natür­lich, ändert aber nichts dar­an das Sozialismus als sol­cher nicht ver­stan­den wird. 

    Der Begriff ist eh ver­brannt, eini­ge haben dann dafür den Begriff: "Gemeinwohlökonomie" aus­ge­dacht, denn mit Begriffen die ver­brannt sind lässt sich kein Staat machen.
    Staaten wird es auch immer geben, es gibt aber kei­nen "bösen" Staat, denn der wird nur von den­je­ni­gen be-und ge-nutzt, die die Macht haben.
    Wer hat die Macht im Kapitalismus? die Ausbeuter / kri­mi­nel­le Banden.
    Ja selbst die­se wol­len den Staat abschaf­fen, ein Angriff auf das inter­na­tio­na­le Völkerrecht, wel­ches ihnen im wege steht um glo­bal agie­ren zu kön­nen. Um die Ware "Mensch" für ihre Zwecke über den Globus hin und her zu schie­ben und sie aus­zu­neh­men wie die Weihnachtsgänse.

    Es macht auch kei­nen sinn, sich dau­ernd über den angeb­li­chen Sozialismus zu den Kapitalisten ange­geb­lich hin­steu­ern, auf­zu­re­gen. Ist natür­lich Quatsch: wenn Kapitalisten angeb­lich Sozialismus wol­len, müss­ten sie ja ihre gan­ze Macht und ihre Konzerne, die koml­pet­te Ökonomie den Bürgern überlassen.
    Das fin­det aber nicht statt, im Gegenteil.

    Im Sozialismus gibt es auch Staaten. 

    Es kommt also nicht dar­auf an wie sich ein Staat nennt, son­dern wer den Staat beherrscht und dar­in die öko­no­mi­sche und öko­lo­gi­sche Macht hat. 

    Das ist ent­we­der das Kapital (die Ausbeuter / kri­mi­nel­le Banden) oder die Volksmacht selber.

        1. @Weißer Rabe

          Das ist das Problem, ja.

          Ich arbei­te seit März wei­ter an mei­ner Landkarte bezüg­lich des "save capi­ta­lism" Projekts. Ich habe es um his­to­ri­sche Grundlagen und Ideologien ergänzt, bin noch dabei.…

          In zwei Fällen ist es auf­fäl­lig, wie eine einst­mals sozia­lis­ti­sche Gruppe oder Person, WEIL der Sozialismus den Anhängern anders nicht umsetz­bar schien, zur poli­tisch-öko­no­mi­schen Initiative im Sinne des Klaus Schwab führte:

          1. Die Fabian Society
          Thomas Davidson – Fellowship of the New Life (1883)
          Fellowship of the New Life war eine lin­ke bri­ti­sche Bewegung im spä­ten 19. Jh., aus der die be-kann­te­re Fabian Society her­vor­ge­gan­gen ist.
          Die Kameradschaft wur­de 1883 gegrün­det. Ihr Kopf war der in London leben­de schot­ti­sche In-tel­lek­tu­el­le Thomas Davidson. Mitglieder waren Dichter wie der Aktivist der homo­se­xu­el­len Be-wegung Edward Carpenter und John Davidson, der Tierschutzaktivist Henry Stephens Salt, der Sexualforscher Havelock Ellis, die Feministin und les­bi­sche Aktivistin Edith Lees, die süd­afri­ka­ni-sche Romanautorin Olive Schreiner und der künf­ti­ge Fabian-Sekretär Edward R. Pease. Eine Zeitschrift trug den Titel Seed-Time.
          Das Ziel war die „Kultivierung eines per­fek­ten Charakters in jeder Hinsicht“. Die Gesellschaft soll­te umge­stal­tet wer­den durch ein Beispiel von sau­be­rem, ein­fa­chem Leben. Viele tra­ten für Pazifismus, Vegetarismus und ein ein­fa­ches Leben nach dem Vorbild von Leo Tolstoj, Thoreau und Ralph Waldo Emerson ein.
          Als eini­ge dies auch als poli­ti­sche Bewegung umset­zen woll­ten, wur­de die Gründung einer eige-nen Organisation beschlos­sen, der jeder nach Wunsch bei­tre­ten konn­te. Die 1884 gegrün­de­te Fabian Society wur­de erfolg­rei­cher, die Fellowship lös­te sich 1898 auf.
          Davidson stand unter dem Einfluss des ita­lie­ni­schen Philosophen und Priesters Antonio Rosmini-Serbati. „Nach ihm kön­ne rei­ne Intelligenz eine bes­se­re Gesellschaft herbeiführen.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/The_Fellowship_of_the_New_Life

          Allen Mitgliedern war frei­ge­stellt, sich der einen oder ande­ren oder bei­den Gesellschaften anzu-schlie­ßen. Die Fellowship of the New Life lös­te sich in den frü­hen 1890er Jahren auf, wäh­rend die Fabian Society wuchs und eine beacht­li­che intel­lek­tu­el­le Komponente im Vereinigten König-reich in der Zeit des Königs Eduard VII. wurde.
          Sofort nach ihrer Gründung begann die Gesellschaft auf­grund ihres sozia­lis­ti­schen Ansatzes vie­le Intellektuelle anzu­zie­hen, dar­un­ter George Bernard Shaw, H. G. Wells, Sidney und Beatrice Webb, Annie Besant, Graham Wallas, Hubert Bland, Sidney Olivier und Emmeline Pankhurst. Auch Bertrand Russell trat ihr spä­ter bei. Ihr Handlungsprinzip war eher die sozio­kul­tu­rel­le Evo-luti­on der Gesellschaft anstatt einer Revolution.
          Viele Fabier nah­men an der Gründung der Labour Party im Jahr 1900 teil, und die Verfassung der Gruppe, von Shaw geschrie­ben, hat vie­le Parallelen zu den Gründungsdokumenten der Labour Party.
          In der Zeit zwi­schen den Weltkriegen war die mitt­ler­wei­le zwei­te Generation von Fabiern – da-run­ter die Schriftsteller Richard Henry Tawney, George Douglas Cole und Harold Laski – ein wich­ti­ger Einflussfaktor bei der Sozialdemokratisierung der Labour Party.
          Seit den 1920er Jahren war die Gruppe durch­ge­hend ein­fluss­reich in den Kreisen der Labour Par-ty, mit Mitgliedern wie Ramsay MacDonald, Clement Attlee, Anthony Crosland, Richard Cross-man, Tony Benn, Harold Wilson, und jetzt Tony Blair und Gordon Brown.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Fabian_Society

          Die Ideologie der Fabianer – Kommunismus?
          The Fellowship was foun­ded in his Chelsea rooms around September/October 1882,
          In the ori­gi­nal minu­tes the object of the orga­ni­sa­ti­on is expres­sed thus: mem­bers would join tog­e­ther “for the pur­po­se of com­mon living, as far as pos­si­ble on a com­mu­nistic basis, real-ising among them­sel­ves the hig­her life.”
          On top of this, aims were fur­ther clarified:
          • “Object: The cul­ti­va­ti­on of a per­fect cha­rac­ter in each and all.
          • Principle: The sub­or­di­na­ti­on of mate­ri­al things to spi­ri­tu­al things.
          • Fellowship: The sole and essen­ti­al con­di­ti­on of fel­low­ship shall be a sin­gle-min­ded, sin­ce­re and stre­nuous devo­ti­on to the object and principle.”
          Manual labour was to be united with intel­lec­tu­al pur­suits; edu­ca­ti­on and impro­ve­ment would be at the cent­re of the community’s life, and mem­bers would meet regu­lar­ly for reli­gious com­mun-ion, lec­tures and stu­dy groups.
          From its birth, though, the group was divi­ded by one of the gre­at pola­ri­sa­ti­ons of late 19th cen-tury libe­ral intel­lec­tu­als: what would crea­te a bet­ter way of life: would it be prac­ti­cal social re-form, or per­so­nal moral and spi­ri­tu­al self-deve­lo­p­ment? This led to the ‘split’ that crea­ted the Fellowship’s more famous off­shoot, the Fabian Society….
          The incli­na­ti­on of many ear­ly Fellowship mem­bers towards immedia­te poli­ti­cal action was a main sti­cking point from ear­ly on, lea­ding in late 1883 to the stir­rings that gave birth to the Fa-bian Society, which also met in houses around Bloomsbury in its ear­ly days (for instance Stewart Headlam’s house). As Frank Podmore (a moving for­ce in the ‘seces­si­on’) put it, many Fellowship mem­bers aspi­red to a group built “on some­what broa­der and more inde­ter­mi­na­te lines.” (Its not that often that lef­ties split deman­ding a LESS spe­ci­fic program!)
          Or as future Fabian lea­ding light George Bernard Shaw (not a Fellowship mem­ber, though he had come into con­ta­ct with Davidson, almost cer­tain­ly at an ear­ly Fellowship mee­ting, and clai­med he had been “bored as he had never been bored befo­re”!) put it: “cer­tain mem­bers of [the Fellowship], modest­ly fee­ling that the Revolution would have to wait an unre­a­son­ab­ly long time if post­po­ned until they per­so­nal­ly had attai­ned per­fec­tion… estab­lis­hed them­sel­ves inde-pendent­ly as the Fabian Society.”
          Shaw’s sar­casm asi­de, its easy to see that many peop­le would balk at the rigid hones­ty and com­mit­ment deman­ded by the Fellowship’s pro­gram. Their pro­gram com­bi­ned both nai­ve­ty and eli­tism, in the idea of a deve­lo­p­ment of a per­so­nal per­fec­tion that could be the only herald of a new society…
          In reply to this the Doughty Street Fellowship mem­bers (like others who set up expe­ri­ments in com­mu­nal living) might well have coun­te­red that they were the prac­ti­cal ones, get­ting right down to working out on a day to day level how a ‘new life’ could be created.
          It would be inte­res­ting to know how much the two groups divi­ded, were the­re cross­overs, peo-ple who tried to work through both ave­nues? Did some folk work for ‘prac­ti­cal’ reforms with the Fabians but car­ry on with the Fellowship on a more per­so­nal level? Founder Thomas Davidson hims­elf was cri­ti­cal of the Fabians, dis­mis­sing the kind of sta­te socia­lism they came to stand for; he thought that even if socia­lists should ‘take over’ the sta­te, “sel­fi­sh­ness would find means to explo­it and opp­ress igno­ran­ce, simp­le hones­ty and unsel­fi­sh­ness,, as much as it does today”. Did the Fabians’ more cyni­cal­ly deci­de that ‘the mas­ses’ would never reform them­sel­ves into vir­tue and would have to have a fre­er life orga­nis­ed for them?
          Non-con­for­mist minis­ter and ILP mem­ber Reginald Campbell cal­led the Fabian Socie-ty “aristo­cra­tic socia­lists… a high­ly supe­ri­or set of peop­le, and they know it tho­rough­ly.” With their prag­ma­tic and gra­dua­list pro­gram, the Society was to long out­last and out­grow their par-ent orga­ni­sa­ti­on, even­tual­ly joi­ning the Labour Party, and by ortho­dox accounts beco­m­ing a gui­ding for­ce of refor­mist sta­te ‘socia­list’ ide­as in Britain – up until our own times… Their influ-ence in the Labour par­ty cul­mi­na­ted in post 1945 Parliament, with Prime Minister, 9 cabi­net minis­ters and a majo­ri­ty of the 394 Labour MPs mem­bers of the Society. The Fabians’ own claims would give it a huge influ­ence on social chan­ge, espe­cial­ly bet­ween the 1880s and 1914, claims wide­ly accep­ted by his­to­ri­ans, alt­hough Marxist his­to­ri­an Eric Hosbawm dis­pu­tes much of the Fabians’ impact, credi­t­ing them with excel­lent Public Relations, hel­ped by the high num­ber of jour­na­lists in their ranks, and that the Fabians have crea­ted a mytho­lo­gy around them­sel­ves and their histo­ry which infla­tes their impact…
          The ori­gi­nal Fellowship, chan­ging its name to just the New Fellowship, enjoy­ed a new lea­se of life around 1889/ 1890. In 1889 they issued a jour­nal, ‘The Sower’, later ‘Seed Time’, prin­ted by a ‘saint­ly’ Tolstoyan ‘anar­chist’ William Frey (Originally Vladimir Geins), a Russian for­mer aris­to and gene­ral! who later emi­gra­ted to New York, beco­m­ing a lea­der of the ‘New Odessa colo­ny’. Frey was a veg­gie huma­nist who influ­en­ced com­mu­nal living ide­als in New York and pos­si­b­ly foun­ded a Russian com­mu­ne in Kansas.
          According to Seed Time the group was hol­ding lec­tures wee­kly, (at Doughty St?) alter­na­te­ly the-ore­ti­cal and prac­ti­cal (still never nai­led that dual natu­re eh?).. examp­les of the sub­jects being ‘Moral and Social Reform’. “Christianity and Communism’, ‘The Moral Basis of the New Order’. The Fellowship was still in exis­tence until at least 1896.
          Both Seed Time and the groups acti­vi­ties could not have sur­vi­ved if not sup­por­ted (pres­um­a­b­ly finan­cial­ly) by William Morris, Ramsay MacDonald, and other lumi­na­ries. Morris was a huge in-flu­ence on the Fellowship, as he was on the ear­ly Fabians.
          https://pasttenseblog.wordpress.com/2017/10/24/today-in-mystic-socialist-history-the-fellowship-of-the-new-life-formally-founded-1882/

          2. James Burnham – von Trotzki zur Managerial Revolution (1940)
          James Burnham (* 22. November 1905 in Chicago; † 28. Juli 1987 in Kent, Connecticut) war ein US-ame­ri­ka­ni­scher Philosoph, Soziologe und poli­ti­scher Theoretiker. In den 1930er Jahren beein-fluss­te er als trotz­kis­ti­scher Intellektueller die Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten; spä­ter wur­de er zu einem Vorkämpfer der kon­ser­va­ti­ven Bewegung.[…}
          James Burnham war in den 1930er Jahren Mitglied der trotz­kis­ti­schen, anti-sta­li­nis­ti­schen Socialist Workers Party.
          Sein 1941 erschie­ne­nes Buch The Managerial Revolution (dt. Das Regime der Manager) beein-fluss­te vie­le Intellektuelle; so etwa inspi­rier­te es George Orwell zu des­sen Bestseller 1984.
          Stalins Angriff auf Finnland 1939 mach­ten ihn zu einem ent­schie­de­nen Gegner der Sowjetunion, eine Einstellung, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg noch ver­stärk­te, als Burnham begann, für die CIA zu arbei­ten. Wie kaum ein ande­rer hat er – als einer der füh­ren­den Köpfe der ame­ri­ka­ni-schen Konservativen – die poli­ti­sche Diskussion zur Zeit des Kalten Krieges geprägt. 1950 war er einer der Mitverfasser des Manifests des Kongresses für kul­tu­rel­le Freiheit in Berlin.[1] 1964 er-schien Suicide of the West (dt. Der Selbstmord des Westens), wor­in er die im Lager der Konser-vati­ven weit­hin ver­brei­te­te Ansicht ver­trat, der Westen wer­de durch den Liberalismus ge-schwächt. Obwohl er ein erklär­ter Konservativer gewor­den war, wand­te er sich jedoch gegen die Politik Joseph McCarthys, Kommunisten aus den öffent­li­chen Ämtern aus­zu­schlie­ßen und zu verfolgen.
          Ronald Reagan ver­lieh ihm 1983 die Freiheitsmedaille (Presidential Medal of Freedom), die höchs­te Auszeichnung, die ein US-Präsident zu ver­ge­ben hat.[2]
          Bekannt wur­de Burnham mit sei­nem Buch Das Regime der Manager, das zunächst von zehn Verlagen abge­lehnt wor­den war. Er sieht in der Gegenwart (1940; das Buch erschien dann 1941) eine sozi­al­re­vo­lu­tio­nä­re Epoche, den Übergang von einem Gesellschaftstyp zu einem ande­ren, die er „Revolution der Manager“ nennt. Burnham geht dabei posi­ti­vis­tisch vor und will ledig­lich eine beschrei­ben­de Theorie ent­wi­ckeln, die sich jedes Werturteils ent­hält. Manager sind „Admi-nis­tra­to­ren, Experten, lei­ten­de Ingenieure, Produktionsleiter, Propagandaspezialisten und Tech-nokra­ten“. Ihr Tätigkeitsfeld ist das Planen, Überwachen und Zusammenfügen der gesell­schaft-lichen Prozesse.
          Er sagt vor­aus, dass sowohl kapi­ta­lis­ti­sche Gesellschaften als auch die kom­mu­nis­tisch oder fa-schis­tisch geführ­ten alle­samt von einer Gesellschaftsformation abge­löst wer­den, in der die Manager die neue Elite dar­stel­len, die den Rest der Gesellschaft unter ihre Herrschaft brin-gen. Dies sei belegt durch den zuneh­men­den Trend von Technisierung und Verwissenschaftli-chung der Gesellschaft. Dabei unter­stell­te er eine künf­tig füh­ren­de Rolle der USA.
          In einer Rezension des Buchs kri­ti­siert C. Wright Mills Burnhams Kurzschluss von Änderungen in der inne­ren Machtstruktur von Organisationen auf gleich­lau­fen­de Änderungen in der Macht-struk­tur einer Gesamtgesellschaft sowie deren Klassenstruktur.[3] Wesentlicher Mangel der Di-agno­se Burnhams sei, dass Burnham in der Kategorie „Manager“ die Führungspositionen der un-ter­schied­lichs­ten Organisationen, von Konzernen bis hin zu Staatsverwaltungen und Massenor-gani­sa­tio­nen, zusam­men­wür­fe­le, so dass er letzt­hin nichts wei­ter als einen zuneh­men­den Trend zur Bürokratisierung bewei­se, wor­auf schon vor ihm Max Weber hin­ge­wie­sen hat­te. Die Tren-nung von Eigentümerrolle und Managerrolle ände­re nichts an der grund­sätz­li­chen Macht- und Klassenstruktur des Kapitalismus.[4] Insbesondere sei der deut­sche Nationalsozialismus nicht als Machtergreifung der Manager bzw. der Mittelschicht zu begrei­fen, son­dern wei­ter­hin als Kapi-talis­mus, der ledig­lich durch Kriegswirtschaft und Imperialismus modi­fi­ziert sei.
          https://de.wikipedia.org/wiki/James_Burnham

          Es han­delt sich also NICHT, wie die Linken hier glau­ben, um einen Etikettenschwindel, son­dern zumin­dest his­to­risch um die Suche "eins­ti­ger" Linker, den Kommunismus oder Sozialismus zu "mana­gen" bzw. über­haupt in die Umsetzung zu brin­gen. Von Burnham gibt es auch die­ses ent­zü­cken­de Dokument, das ich erst über­flo­gen habe (ich bin noch mit­ten­drin, mei­ne "Landkarte" zu vervollständigen)
          https://www.marxists.org/history/etol/writers/burnham/1940/02/style.htm

          Das nur auf die Schnelle, falls Sie selbst dem nach­ge­hen wollen.

          1. @some1: Die Liste ehe­ma­li­ger Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten (m/w/d), die ins ande­re Lager über­wech­sel­ten, ist lang. Das besagt nun nicht, daß es die Lager nicht mehr gäbe. Wenn der frü­he­re ver­bal­ra­di­ka­le Juso-Vorsitzende Schröder nun Berater eines Großkonzerns ist, heißt das doch nicht, daß der Konzern damit irgend­wel­che lin­ke Ideen auf­ge­grif­fen hätte.

          2. @Weißer Rabe und aa
            Markant ist zudem, dass es von Anfang an die Idee des Bildungsbürgertums war und nicht etwa die der Arbeiter selbst. Bereits die­se Top-Down-Gestaltung ist eine Art Geburtsfehler, der bei man­chen heu­ti­gen Linken dahin­ge­hend durch­schlägt, dass sie weni­ger den WEF bekämp­fen als die Blaupause "Aldi-Kassiererin" zum Klassenbewusstsein mis­sio­nie­ren wol­len. Die aber hat oft ganz ande­re Sorgen .…

          3. @aa

            Man kann es als "Lagerwechsel" ver­ste­hen, oder aber auch als Vorantreiben des Sozialismus mit ande­ren Mitteln – ins­be­son­de­re bei der Fabian Society ist das der Fall. Zum "Geburtsfehler" habe ich gera­de an Weißer Rabe geschrie­ben: Sozialismus war von Anfang an die Idee des Bildungsbürgertums dar­über, wie die Arbeiter idea­ler­wei­se zu leben haben. Oder hat je ein ech­ter Arbeiter die Idee des Sozialismus maß­geb­lich beeinflusst?

          4. @some1: Wenn es hier nicht zu weit füh­ren wür­de, könn­te ich aus­führ­lich zitie­ren aus mei­ner Diss. Die hat sich mit der Rolle der "Massen" in der Oktoberrevolution beschäf­tigt und gezeigt, wie bewußt und aktiv und klug die Arbeiter 1917 waren. So wie von Ihnen geschil­dert, konn­ten übri­gens nicht nur SozialistInnen ihre Ideen ver­ra­ten, son­dern umge­kehrt Leute aus dem Bürgertum auf die Seite der Arbeiter wech­seln. R. Luxemburg und B. Brecht sind nur zwei Beispiele.

          5. @aa

            Du mei­ne Güte, Sie bren­nen ja rich­tig für Ihre Religion.

            Um bei den Tatsachen zu blei­ben: beim Sozialismus/ Kommunismus han­delt es sich um eine Idee, die genau in die­sem ande­ren Lager – dem bür­ger­li­chen, kapi­ta­lis­ti­schen – erfun­den wur­de, nicht in der Arbeiterschaft. Daher kann man die­sem ande­ren Lager schwer unter­stel­len, es habe die Idee geklaut oder ver­ra­ten, denn sie hat in die­sem Lager unbe­streit­bar ihren Ursprung – Marx war Bildungsbürger, Engels sogar Unternehmer.

            Das Beunruhigende dar­an ist, dass die­se Lehre den Arbeiter "erzie­hen" will, denn der hat oft genug aus Sicht der bür­ger­li­chen sozia­lis­ti­schen Lehre das "fal­sche Bewusstsein", wobei die Vertreter die­ser Lehre jeweils bestim­men, was "falsch" bedeutet.

            Was nun der ein­zig wah­re Sozialismus sei, dar­über strei­ten sich sei­ne Anhänger seit lan­gem und nicht weni­ger als ande­re reli­giö­se Gemeinschaften über deren wah­re Lehre. Die beob­acht­ba­ren Ergebnisse sind bes­ten­falls .…. dürftig.

          6. @some1: Da lag ich ja gar nicht falsch mit mei­ner Erwartung, daß der Beitrag auf einen Ihrer Nerven trifft… 

            Es ist eine Binse, daß revo­lu­tio­nä­re Ideen den zuvor herr­schen­den Klassen ent­stam­men. Wer hät­te die Botschaften der bür­ger­li­chen Revolutionen in Frankreich, England und anders­wo sonst for­mu­lie­ren sol­len als Vertreter der bis­lang herr­schen­den Gesellschaftsordnung? Das Entscheidende ist, daß sie sich zum Bruch mit dem Bisherigen ent­schie­den haben. Der Bildungsbürger Marx und der Unternehmer (und Streetfighter) Engels haben Klassen nicht erfun­den. Ihr Anliegen war es, einer absicht­lich unge­bil­det gehal­te­nen Arbeiterklasse ein Bewußtsein ihrer Bedeutung und poten­ti­el­len Macht als Klasse anzu­bie­ten. Diese Klasse hat­te bis­lang sehr wohl revol­tiert, mit­un­ter sogar hef­tig, aber über kei­ne Begrifflichkeit ver­fügt. Nennen Sie es Erziehung, ich hal­te den Begriff nicht für so nega­tiv wie Sie. Ich habe mei­ne Kinder erzo­gen und mich dabei bemüht, dabei ihre Autonomie zu ach­ten. (Ob mir das gelun­gen ist, kön­nen nur sie ent­schei­den.) Das Wort klingt auf erwach­se­ne Menschen bezo­gen tat­säch­lich befremd­lich. Entkleidet man es von sei­nem patria­scha­li­schen Gehalt, so sind wir nahe bei dem, was wir hier auf dem Blog betrei­ben: Informationen bereit­stel­len, Zusammenhänge auf­zei­gen mit der Absicht, daß Menschen sie auf­neh­men, kri­tisch befra­gen und viel­leicht zu einer Klarheit dar­über gelan­gen, wo ihre eige­nen Interessen lie­gen und wer ihnen dabei gegen­über­steht. Ist das Religion?

          7. @aa Ich weiß, dass Sie den Beitrag für mich gemacht haben – da war noch was offen .

            Mein Nerv ist immer der­sel­be: ich fra­ge dort wei­ter, wo geschwur­belt wird. Wäre das hier ein rech­ter Blog, wäre es ähn­lich – aber schwie­ri­ger für mich, weil Rechte ihre Irrtümer meist auf irgend etwas Reales auf­set­zen, das sie auf­bau­schen und mys­ti­fi­zie­ren, wäh­rend Linkssein nur auf Wolken bil­dungs­bür­ger­li­cher Ideale schwebt.

            Nein, es ist kein Naturgesetz, dass herr­schen­de Klassen Gesellschaftsordnungen für "alle" ent­wer­fen müs­sen – auch wenn Schwab et al und Sie das glauben. 

            Erziehung bzw. das Vermitteln von Sinnangeboten kennt vie­le Missionare, die Welt ist voll davon und kei­ner kann dem entgehen. 

            Jemandem Selbstverantwortung "bei­brin­gen", kann nie­mand, auch wenn Sie das mei­nen. Die ist näm­lich von Natur aus DA, und das Zulassen von Erfahrungen – durch­aus auch Erfahrung mit Indoktrination – ermög­licht man­chen, sie zu finden. 

            Diese Erfahrungen soll man nicht steu­ern oder gar ver­hin­dern wol­len. Man kann das zwar – Menschen ver­bie­gen – das Ergebnis ist die Ausbildung von blin­dem Gefolge oder Feindschaft.

            Nun dür­fen Sie also beru­higt wei­ter­ma­chen, denn Sie haben mir ja erklärt, was Sie unter Linkssein ver­ste­hen. Was Sie erklä­ren, ist weder kon­sis­tent noch wider­spruchs­frei – aber glau­ben Sie ger­ne weiter.

        2. @Weißer Rabe, Sozialismus ist kei­ne Ideologie, son­dern beruht auf Wuissenschaft, da die Menschheitsgeschichte und deren öko­no­mi­sche zusam­men­hän­ge erforscht wur­den (zb: wie konn­ten sich ein­zel­ne Menschen so berei­chern, das sie ein­fluss und Macht beka­men, wie ent­wi­ckel­te sich die Stufen der Menscheheitsgeschichte, was ist Mehrwert, wie funk­tio­nie­ren Banken und die Geldschöpfung usw).
          Ideologien sind dage­gen annah­men wie etwas sein könn­te, ohne irgend­wel­che Hintergründe zu erfor­schen und dann die­se zu propagieren.

          1. @Andi67

            Ähm, nein. Sozialismus ist eine Theorie, ein Modell von vie­len, und inso­fern zur Wissenschaft gehö­rig. Wie die Virologie zwar der­zeit auch nur EIN Modell zulässt, es aber in Wahrheit auch ande­re gibt. Man kann aber die Theorie von Marx oder Drosten wie eine Religion ver­eh­ren und kei­ne ande­ren mehr zulas­sen. Dann ist es kei­ne Wissenschaft mehr, son­dern ein Glaube, dass genau die­ses und kein ande­res Modell wahr sei..

            Im Übrigen erfor­schen auch Religionswissenschaften Hintergründe. Glauben Sie des­we­gen an deren Modelle?

  13. Oh ja, ich per­sön­lich wür­de mir ja fast wün­schen, dass »es« ein Hidden Socialist Coup (for real) ist, aber ich sehe kei­nen ein­zi­gen Grund das zu ver­mu­ten. Es ist eine alber­ne Vorstellung …
    Im übri­gen scheint mir die­se »Angst« einem zeit­geis­ti­gen Weltbild zu ent­spre­chen, das man (in ver­schie­de­nen Abstufungen) häu­fig bei Liberalen, Libertären, Konservativen, und sogar Nazis fin­den kann. 

    Basierend auf der Tatsache, dass der gan­ze Kapitalismus von die­sen Leuten als Freiheit gese­hen wird, dem bloß der fal­sche Staat im Weg stün­de (ent­we­der zu ein­fluss­reich oder mit den fal­schen Zielen), wird jede(!) Infragestellung von Freiheiten als »lin­ker«, »kom­mu­nis­ti­scher« oder »sozia­lis­ti­scher« Terror ange­se­hen. Die Widersprüchlichkeit im Kapitalismus bleibt unent­deckt oder kürzt sich über das fal­sche Staatsprogramm raus.
    Konsequent ist, dass dann für man­che sogar der Hitler-Faschismus eine im Grunde »lin­ke Angelegenheit« gewe­sen sein muss (vgl. z.B. Erika Steinbach's Betonung auf »National-SOZIALISMUS«).

    Dass im kapi­ta­lis­ti­schen China die »kom­mu­nis­ti­sche Partei« regiert macht die Sache nicht durchsichtiger …
    Selbst man­che Linke wer­den zu hal­ben China-Fans, weil sie den­ken, da wäre noch etwas am Leben, das tau­gen könn­te für die eige­nen Ideale. Absurd.
    Linke (und alle ande­ren), die glau­ben in China wär irgend­wie Kommunismus, sol­len sich mal die Entwicklung der Vermögensverteilung, die Arbeitsbedingungen, wie mit den Leuten gerech­net wird, das Florieren der Prostitution, die ver­steck­te Armut in den Städten etc. anschau­en und dann noch mal nachdenken …

    Mao hat­te Recht als er von den «capi­ta­list roa­ders» sprach, die alles über­neh­men wer­den. Sie taten es. Und wirk­lich ver­meid­bar ist das sowie­so nicht gewesen.
    Für mich ist die Sache klar: We're hea­ded for Authoritarian capi­ta­lism. Quasi Überwachungskapitalismus aus dem Lehrbuch.

    Meine These wäre ohne­hin, das die Demokratie als Herrschaftsform kei­ne gigan­ti­sche Halbwertszeit hat und dem­entspre­chend schnell an Stahlkraft ver­liert, wäh­rend aus der dar­ge­stell­ten Illusion her­aus der Anspruch auf »wirk­li­che, ech­te Mitbestimmung« (»jetzt aber rich­tig« sozu­sa­gen) zunimmt.

    Der gro­ße Konflikt ver­läuft also heu­te eigent­lich ent­lang der Linie zwi­schen der Forderung nach ech­tem Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft auf der einen und einem orga­ni­sier­ten Entkoppeln der Machstrukturen von die­sem Anspruch auf der ande­ren Seite.

    Man könn­te sogar sagen: Den Mächtigen wird die Luft lang­sam etwas zu dünn. Eigentlich kei­ne schlech­ten Voraussetzungen. Aber ver­ges­sen wir nicht: Die herr­schen­den Gedanken sind gera­de die Gedanken der Herrschenden. So offen wie heu­te konn­te man deren Fratze aller­dings lang nicht mehr bestau­nen. Darin lie­gen vie­le Möglichkeiten.

    1. @Felix

      Die meis­ten Menschen heu­te sind so lan­ge ("immer schon") dar­an gewöhnt, dass ande­re sich küm­mern und sie fall­wei­se nur eine Initiative star­ten müs­sen, um zu bekom­men, dass ihnen der Gedanke, sie selbst könn­ten und dürf­ten – und müss­ten! – etwas tun, etwas Eigenständiges, gar auch noch völ­lig Ungenehmigtes und nicht Vorgedachtes, voll­kom­men absurd und als Zumutung erscheint. Der heu­ti­ge West-Mensch hält kon­su­mie­ren für ein Menschenrecht und alles für ein Konsumgut.

  14. @some1: Das ist das Geniale am Kapitalismus, daß er es vor­züg­lich ver­steht, (poten­ti­ell) oppo­si­tio­nel­le Kräfte ein­zu­he­gen. Wenn er dabei auch immer gewief­ter wird, ist es ein alter Hut. Man hat gelernt, daß es oft­mals klü­ger ist, den Unteren den Anschein der Mitsprache zu ver­mit­teln. Ganz offen­sicht­lich ist das wirk­sa­mer als die bru­ta­le Unterdrückung, zu der man im Notfall selbst­ver­ständ­lich auch greift, man­che nen­nen das Faschismus.

    Doch was ändert das an den Machtverhältnissen? In Aufsichtsräten sit­zen Gewerkschaftsmenschen, was kön­nen die bewe­gen gegen die Eigentümer der Fabriken und Dienstleistungsunternehmen? Letzten Endes ent­schei­den die Besitzer der Produktionsmittel.

    Die Unteren dür­fen ger­ne in Kommissionen ange­hört wer­den, mit­un­ter selbst den Einen oder die Andere in eine Regierung schi­cken. Ändert das etwas dar­an, daß die Gesetze von den Lobbys der Großunternehmen for­mu­liert werden?

    Wenn es eine Stimmung gibt gegen Fleischverzehr, für Umweltschutz etc., dann kom­men Schwab und BDI rasch auf ent­spre­chen­de Angebote. Doch auch bei denen gilt das "Immer mehr", der Zwang zur Profitmaximierung. Statt dem Schweinekotelett gibt es dann jeden zwei­ten Tag das vega­ne mit nicht uner­heb­li­chen Auswirkungen auf die Ökologie. Statt mit einem Verbrenner fah­ren wir dann mit dem (Zweit-?)Elektroauto.

    Diese irre Logik wei­ter­zu­spin­nen ist die Idee von WEF & Co. Klar geht es dabei nicht nur um Profit, son­dern auch um Kontrolle. Wichtig bleibt in jedem Fall, hin­ter die freund­li­che Fassade zu schau­en. Dann kommt man, ob bei "Sozialer Markwirtschaft", "Great Reset", "Kriegen für Menschenrechte" sehr schnell auf den häß­li­chen Kern des Kapitalismus

    1. @aa

      Den ers­ten drei Absätzen stim­me ich zu. Allerdings hat das damit zu tun, dass selbst bei WG-Versammlungen irgend­wann unwei­ger­lich die Cleveren die Naiven über den Tisch zu zie­hen ver­ste­hen. Sie wer­den es nicht ver­hin­dern kön­nen, dass Menschen unter­schied­li­che Strebungen haben. Jemand hat das mal sehr sim­pel erklärt: es wird immer die Alphas geben, die ger­ne Betas ver­prü­geln und Betas, die sich das gefal­len las­sen. Dann gibt es noch die Gammas, die die­ses Bedürfnis nicht haben, aber sich von den Alphas auch nicht ver­prü­geln las­sen. Sie dür­fen ger­ne dar­über nach­sin­nen, wie man den Menschen gleich macht – sie sind es von Natur aus nie­mals, dar­an ändert auch Erziehung nur mar­gi­nal etwas – ein Umstand, mit dem die sich Sozialisten eben­so wie Klaus Schwab kon­fron­tiert sehen.

      Wenn es eine Stimmung gibt gegen Fleischverzehr, für Umweltschutz etc., dann kom­men Schwab und BDI rasch auf ent­spre­chen­de Angebote.

      Ab hier stim­me ich nicht mehr zu, denn: die media­le und aus­bil­den­de Maschinerie macht die­se Stimmungen, sie erzeugt die Bedürfnisse, die über den Bedarf hin­aus­ge­hen. Das war stets Aufgabe der Werbung, und ich weiß noch wie ich gezuckt habe, als vor ein paar Jahren irgend­wo zu lesen war, dass nun die Studiengänge Journalismus und PR zusam­men­ge­fasst wür­den. In mir zuck­te die halb­be­wuss­te Verwunderung "Nanu, Journalismus ist doch aber das Gegenteil von PR!", aber ich habe das nicht wei­ter verfolgt.

      Wer brach­te die Rechten auf die Idee, dass es eine Überbevölkerung in Afrika gebe, die zu ver­hin­dern sei?

      Wer brach­te die Grünen auf die Idee, dass Tierhaltung zum Zweck des Fleischverzehrs "böse" sei? Und wer brach­te die glei­chen Leute auf die Idee, dass es legi­tim sei, Tiere für medi­zi­ni­sche Experimente zu benut­zen, sie also krank zu machen und zu töten, wenn man sie nur sonst anstän­dig behandle?

      Wer brach­te ins­be­son­de­re die jün­ge­re Klientel auf den Gedanken, sich vor Viren und Tieren und letzt­lich vor dem eige­nen Körper zu ekeln, weil er krank wer­den kann und schwach und ihnen statt des­sen die gen­tech­ni­sche Optimierung als Heil der Zukunft zu verkaufen?

      Es geht immer um Beute, das ist klar. Interessanterweise erin­ne­re ich nicht, dass "Friede" je auf dem Programm bei Schwab stand. Es gibt zwei "Großreiche" – Russland und China – die nun ganz oben auf der Speisekarte der UN-EU-NATO ste­hen. wie immer soll­te man cui bono? fra­gen – spä­tes­tens dann muss man jedoch weit über Schwab hin­aus­den­ken. Er ist eine Art Heerführer, ein bril­lan­ter Stratege – aber nicht der unsterb­li­che Kopf der Hydra.

  15. @Ehrlicher Handwerker: Wir soll­ten nicht auf die Schwabs her­ein­fal­len. Wenn sie von Frieden, Umwelt, Gesundheit und Entwicklung reden, haben sie die Interessen der Kapitalbesitzer, die sie ja sind, im Blick. Das ändert nichts dar­an, daß Frieden, Umwelt, Gesundheit und Entwicklung für die Menschen ver­dammt wich­tig sind. Mir begeg­net öfter der fata­le Schluß "Wenn die für etwas sind, muß das 'etwas' falsch sein".

    1. @aa: Eben, ver­steh mich bit­te rich­tig: Klaus Schwab ist für mich Kapitalismus im Endstadium, Kaptitalismus pur. Und sei­ne Worte sind ver­rä­te­risch, schlau gewählt und ver­füh­re­risch: Da stim­me ich Frau Drescher voll­kom­men zu. Ich mei­ne nur, dass SPD und Grüne nicht erst durch die Worte von Herrn Schwab auf Kapitalismus- und Globalismuskurs gekom­men sind. Sie waren es schon frü­her, spä­tes­tens seit Schröder-Fischer.

      1. @Ehrlicher Handwerker, .…weil Macht eben kor­rum­piert. Macht kor­rum­piert auch gute Vorsätze. Wie kommt man als Partei auf die Idee inner­halb des Kapitalismus etwas ande­res als Kapitalismus als umset­zen zu kön­nen? Der Druck der Macht wird inner­halb des Bundestages am ende zu groß und es wird immer Kapitalismus herauskommen.

        1. @Andi67: Ja, das ist auch mei­ne Erklärung. Macht- und Geldgeilheit. Sie ist bei sozia­lis­ti­schen Leadern, Gewerkschaftsbonzen oder Betriebsratsvorsitzenden über­all auf der Welt zu beob­ach­ten: Die von unten kom­men­den Sozis las­sen sich vom Auftreten der Geld- und Machtelite beein­dru­cken und wol­len es ihr gleich­tun. Bei den Grünen ist das nicht anders.

          1. @Ehrlicher Handwerker, …weil die­se inner­halb eine kapi­ta­lis­tisch geführ­ten Systems agie­ren und es nicht anders wis­sen und kön­nen. Demzufolge tra­gen sie nur den Mantel von Sozialisten, weil es chic ist. Das reicht wohl aber nicht zum Sozialisten, zumal es sich vie­le lie­ber gemüt­lich machen solan­ge es noch den wohl­fühl Kapitalismus gibt.

          2. @Andi67: Ja, genauso. 

            Das liegt dar­an, dass vie­le Sozialisten nur zwei Klassen ken­nen: Kapitalisten und Proletarier, Besitzende und Nichtbesitzende, Reiche und Arme, Oben und Unten. Dazwischen gibt es bei ihnen nichts. Da schlägt dann eine even­tu­ell vor­han­de­ne Unterschichtmentalität leicht ins Gegenteil um, so bald sich die Gelegenheit bietet. 

            Mit die­ser Einschätzung der Gesellschaft als Zweiklassengesellschaft ste­hen die­se Sozialisten nicht allein, denn der Kapitalist sieht das genau­so. Nur betrach­tet er von oben, was der Sozialist von unten wahrnimmt. 

            Die Stärke von Wirtschaft und Gesellschaft der Bonner Republik war aller­dings immer eine drit­te, mitt­le­re Klasse: der Mittelstand. 

            Diese Klasse stand schon durch Amazon und den Internethandel stark unter Druck, wird aber durch den Pandemiebetrug an den Rand des Abgrunds gedrängt.

            Der Druck kommt von den Globalkapitalisten: Big Finance, Big Tech, Big Pharma, die eine Zweiklassengesellschaft wollen. 

            Aber die genann­ten Sozialisten hel­fen kräf­tig mit, indem sie die Interessen des Mittelstandes igno­rie­ren und den Endsieg des Proletariats anstre­ben. Der Mittelständler war ja immer der Kleinbürger, der Bourgeois, den es genau­so zu bekämp­fen galt wie den Großkapitalisten. 

            Wir sol­len aber nicht alle Proletarier, son­dern Citoyen, also Staatsbürger, wer­den: Das sah Marx noch so wie die fran­zö­si­schen Revolutionären, nur dass Marx zurecht nicht mehr dar­an glaub­te, dass sich die­ses Ideal unter Bedingungen des Manchester-Kapitalismus (einer Zweiklassengesellschaft) rea­li­sie­ren ließ. 

            Arbeiterklasse und Mittelstand soll­ten sich zusam­men­tun, um die momen­tan ver­such­te glo­ba­le Machtergreifung durch das Großkapital nach Möglichkeit zu stö­ren und für die Zukunft zu verhindern.

  16. Ja, für Leute die aus dem, ver­ein­facht gesagt, "Patriotischen" Lager kom­men ist " Sozialismus" kein posi­tiv beset­zer Begriff.

    Die Corona-kri­ti­sche Bewegung ist nicht homo­gen, wird sie auch nie. Denn wenn sie es wird, dann läuft etwas gewal­tig schief.

    Geduld bit­te. Es geht um Austausch unter­ein­an­der und die Bereitschaft zu ler­nen. So wächst Frieden unf Freiheit.

    1. @info, umge­dreht sind Sozialisten sind sehr wohl patrio­tisch. Patriotismus ist inhalt der sozia­lis­tisch / kom­mu­nis­ti­schen Weltanschauung (Vergleiche auch aus­sa­gen von Ernst Thälmann, Clara Zetkin, Che Guevara, oder aber der KPD (Ost) – im Video (der Titel in etwa): Kommunisten und Patriotismus, passt das zusammen?)

        1. @Info, hab sel­ber noch ein­mal nachgesehn…falls du hier noch mal lesen soll­test. Auch als Nicht-Kommunist kann man sich dazu mal fol­gen­des Video von der KPD (Ost) ansehen: 

          "Patriotismus und Sozialismus – ist das vereinbar?"
          https://www.youtube.com/watch?v=9L0x18fzI64

          das im Bericht erwähn­te Thälmann Kassiber (aus­zugs­wei­se):
          Wir Kommunisten lie­ben unser Volk und unser Land. Darum wol­len wir frei sein von kapi­ta­lis­ti­scher Lohnsklaverei, frei von faschis­ti­scher Diktatur, frei von Konzentrationslagern und Unterdrückung. …Weil wir unser Volk und Land lie­ben, kämp­fen wir für Rätedeutschland … für ein frei­es, sozia­lis­ti­sches Deutschland. Wir beja­hen die natio­na­le Frage"…und:
          “Mein Volk, dem ich ange­hö­re und das ich lie­be, ist das deut­sche Volk, und mei­ne Nation, die ich mit gro­ßem Stolz ver­eh­re, ist die deut­sche Nation, eine rit­ter­li­che, stol­ze und har­te Nation.” 

          noch eini­ge Zitate zum Thema Patriotismus / Nation, ande­rer Sozialisten / Kommunisten:

          Ernst Bloch:
          Patriotismus bezeich­net die Verbundenheit mit der eige­nen Nation. Nicht als „stu­re Hingabe ans Land, wor­in man gebo­ren, ganz gleich, wie es drein­sieht“, nicht als „Angriff gegen ande­re und eit­le Zärtlichkeit für sich selbst“, son­dern als „huma­ner Wert, der sich in der jewei­li­gen Sprach- und Kulturgemeinschaft Volk kon­kret aus­ge­stal­tet, und der sich an der ‘Wiedergeburt der Menschheit’ zu bewäh­ren hat“.

          Marx / Engels:
          „Obgleich nicht dem Inhalt, ist der Form nach der Kampf der Proletarier gegen die Bourgeoisie zunächst ein Nationler. Das Proletariat eines jeden Landes muss natür­lich zuerst mit sei­ner eige­nen Bourgeoisie fer­tig werden.“

          Friedrich Engels:
          „Wenn eine frem­de Macht ein Volk ermahnt, die eige­ne Nationalität zu ver­ges­sen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, son­dern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen.“
          und:
          „Obgleich nicht dem Inhalt, ist der Form nach der Kampf der Proletarier gegen die Bourgeoisie zunächst ein Nationaler. Das Proletariat eines jeden Landes muss natür­lich zuerst mit sei­ner eige­nen Bourgeoisie fer­tig werden.“

          Clara Zetkin: "„Der Patriotismus des Proletariats ist revolutionär.“

          Che Guevara:
          „Vaterland oder Tod!“

          Georgi Dimitroff:
          „Geschichtlich hat der Imperialismus die natio­na­len Interessen sei­nen Klasseninteressen unter­ge­ord­net und damit die natio­na­len Interessen preis­ge­ge­ben. Zugleich steht die Arbeiterklasse vor der Aufgabe, nun­mehr die natio­na­len Interessen mit aller Entschiedenheit zu vertreten.“

  17. Es sind nicht nur Konzerne, auch Familien, Dynastien. Die glei­chen wie damals. Damals hat Opa Juden ent­eig­net und ver­sklavt, heu­te tra­gen Ihre Stiftungen jüdi­sche Namen und machen sich in den wich­tigs­ten Unis der Welt für die Seuchenverhütung stark. Aber die reichs­ten sind sie wei­ter­hin. Die guten Deutschen und ihre Affinität für medi­zi­ni­sche Experimente, es ist ein Trauerspiel.

    Von denen ist kei­ner rechts und kei­ner links, kei­ner hat was gegen das Judentum als Religion, aber sicher­lich eben­so­we­nig dafür.

    Die Ideologie heißt Sieg! Gemessen wer­den die Erfolge in Euro und in Zahl Besiegter (klar erkenn­bar an den Masken).

    1. @ Impfadmiral

      Worauf Sie eigent­lich hin­aus­wol­len, ist mir nicht klar?

      Richtig ist sicher, dass sich angeb­lich eins­ti­ge Machthaber nie­mals end­gül­tig ver­ab­schie­den, son­dern im Hintergrund Bestand haben. So sind die eins­ti­gen Adelshäuser zwar auf dem Papier bedeu­tungs­los gewor­den, haben aber durch alte Verbindungen und Vermögen wei­ter­hin Einfluss. Die glo­bal maß­geb­li­chen Stiftungen tra­gen im Übrigen kei­ne jüdi­schen Namen, wen mei­nen Sie denn konkret?

  18. Ich habe mich hier nun eine Stunde durch die Begrifflichkeiten gequält und wun­de­re mich über die auf mich etwas pla­ka­tiv wir­ken­den Formulierungen. ZB. las ich kein ein­zi­ges Wort über den Kern, der eine Sache aus­macht, die mensch­li­chen "Werte" wer­den hier fest­ge­macht an den Begriffen "Geld und Macht". Ich bin ein Mensch der induk­ti­ven Betrachtungsweise, und wenn ich zB. über den viel­zi­tier­ten Sozialismus rede, defi­nie­re ich zunächst einmal
    das Wort "sozi­al" was sinn­ge­mäß "fol­gen, beglei­ten, gemein­sam" bedeutet.Festgemacht an den für mich ver­bind­li­chen Werten eines mensch­li­chen Miteinanders umfasst es zunächst ein­mal alles, was dem Nächsten dient, und damit mei­ne ich nicht den Zaster. Der Humanist Albert Schweitzer äußer­te ein­mal, dass man nie den Nächsten, wer immer das auch sei,in sei­ner Verzweiflung allein­las­sen sol­le. Daraus ergibt sich ein Sozialverhalten, das als ver­bind­li­che Haltung gese­hen wer­den kann und grö­ße­re Kreise zie­hen soll­te, was, wie man weiß, noch nie geklappt hat, Sozialismus hin oder her schei­tert mE.immer anden mensch­li­chen Egoismen .WIR sind Utopia, fan­gen wir doch damit an, denn die Großkopferten haben es lan­ge verlernt.

    1. @Lucy

      auch nett: Sozialismus als Geselligkeits- und Abstimmungszwang mit Kontrolle der Abweichungen. Ja, das ist unge­fähr das, wofür ich es auch hal­te. Und nicht befür­wor­te. Da könn­te ich ja gleich zu Schwab gehen und mit den Seinen Solidarität spie­len – denn war­um soll­te man die ver­zwei­fel­ten Besitzenden allein­las­sen, von denen nur die Kommunisten in ihrer eige­nen Gier mei­nen, dass es "denen da" "nur" um Geld gin­ge? Nein, sie wol­len ja Gutes tun mit ihrem Geld – war­um soll man das denn nicht zulas­sen und ihnen dabei hel­fen, ganz solidarisch?

      😀

      1. @some1, vie­len Dank für die Antwort ,hab ich ver­nom­men, und: eben, des­halb habe ich mich bereits lan­ge für den Individualismus und die Nächstenliebe statt (des gesell­schafts­prak­ti­zier­ten)" Sozialismus" ent­schie­den , auch, wenn der Wind mir manch­mal hef­tig ins Gesicht bläst, ich oft allein damit ste­he, egal.

  19. Aus einer anderen Welt ...


    Werte
    Das grundlegende Prinzip dieser Gesellschaft ist die Selbstverantwortung, die ein Handeln ohne Rücksicht auf Konsequenzen erfordert, sofern die Selbstverantwortung gefährdet wird. Es ist alles erlaubt, um seine Selbstverantwortung zu schützen und zu verteidigen. Gerechtigkeit ist das oberste Prinzip im Falle einer Verletzung oder eines Schadens, und sie wird ohne Ansehen der Person angewandt, erlaubt aber die Zahlung von Schadenersetz, um Strafe zu vermeiden. Gefängnis wird als ungerechtfertigte Sklaverei aufgefasst, die in jedem Fall ungerecht ist und zudem die Zahlung von Schadenersetz unmöglich macht. Das Gesetz der Gastfreundschaft verlangt, dass jeder in der Gemeinschaft jeden, der darum bittet, willkommen heißen und ihm auch Zuflucht gewähren muss. Im Rahmen der Verantwortung muss der Gast vollkommen sicher und vor jeglichem Schaden bewahrt werden, solange er Gast ist. Neben der Selbstverantwortung und der Gerechtigkeit gilt auch diese Regel absolut, kann also nicht legal verhindert oder gar negiert werden.

    Regierung
    Das jeweils lokale Regierungsorgan wird nur zu besonderen Anlässen einberufen. Jeder Teilnehmer hat das Recht zu sprechen. Es gibt niemanden, der den Vorsitz führt, denn niemand darf je übergeordnet sein. Die Entscheidungen beruhen auf einem Mehrheitskonsens. Wer sich der Entscheidung widersetzt, macht sich strafbar. Eine Repräsentation ist nicht zulässig: Es handelt sich um eine direkte und nicht um eine repräsentative Demokratie. Entscheidend ist auch, dass sich die Versammlung das Recht vorbehält, jede zuvor getroffene Vereinbarung aufzukündigen, wenn die Versammlung über denselben Gegenstand zu neuen Erkenntnissen gelangt. An der Versammlung können nur die Mitglieder der eigenen Gemeinschaft teilnehmen.
    Die einzig legitime Autorität liegt bei den regionalen Gruppen, kommt also stets von innen und bleibt autonom und dezentralisiert. Beauftragte für bestimmte Funktionen, z.B. für Verhandlungen, können von der Versammlung bei Bedarf benannt werden. Diese sind an die Beschlüsse des Gremiums gebunden und haben keinen eigenen Gestaltungsspielraum. Die Beauftragung endet mit der Erfüllung des Auftrags oder dem Austausch durch die Gemeinschaft.

    Diese Gemeinschaft gibt es tatsächlich, ihre Merkmale habe ich jedoch hier selbst zusammengeschrieben - es hilft also nichts, im Netz zu suchen. Und ich werde dieses Mal nicht verraten, wer das ist. 😉

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