Corona-Patienten: Lage auf Intensivstationen verschärft sich

Diese Falschmeldung wird land­auf, land­ab ver­kün­det, hier in der Variante von waz.de, wo unter genann­ter Überschrift am 31.8. berich­tet wird:

»Aktuell ist vor allem der rasche und frü­he Anstieg besorg­nis­er­re­gend: Die Covid-19-Kurve auf den Intensivstationen zeigt seit vier Wochen steil nach oben. "Innerhalb eines Monats hat sich die Zahl von unter 400 auf über 1000 fast ver­drei­facht", sag­te Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), unse­rer Redaktion.

In eini­gen Regionen in Westdeutschland wer­de es auf den Intensivstationen schon wie­der voll. "Das ist besorg­nis­er­re­gend."«

Um das zu über­prü­fen, hät­te ein Blick auf die offi­zi­el­len Zahlen gereicht:

Von über 22.000 Intensivbetten (ohne die mehr als 10.000 in der Notfallreserve) sind 1.096 durch "COVID-19-PatientInnen" belegt. Das sind jene, die unab­hän­gig von dem Grund ihrer Aufnahme dort posi­tiv getes­tet wurden.

divi.de

Die Gesamtzahl der beleg­ten Betten ist seit Anfang Mai sogar zurückgegangen.

intensivregister.de

Aus NRW, wo die "Intensivstationen schon wie­der voll" sein sol­len, wer­den ins­ge­samt 374 "COVID-19" Fälle gemeldet.

Karagiannidis lügt

Der WDR mel­det gar "Die neu­en Coronapatienten auf der Intensivstation: jung und schwe­rer krank". Das Zweite ist wenig erstaun­lich, wenn auch "schwe­rer krank" ein merk­wür­di­ger Begriff für eine Intensivstation ist , das Erste, sagen wir, miß­ver­ständ­lich. Fast 70 Prozent sind älter als 50, jün­ger als 29 Jahre sind 5,1 Prozent (intensivregister.de). Der Chef des DIVI-Intensivregisters lügt schlicht:

»Und noch etwas sei anders, sagt Christian Karagiannidis, Leiter des DIVI-Intensivregisters: "Bei uns lie­gen der­zeit vor allem jün­ge­re Menschen auf den Intensivstationen, vie­le zwi­schen 20 und 30, ohne Vorerkrankungen." Die meis­ten sei­en unge­impft, aber "immer davon aus­ge­gan­gen, dass sie nicht schwer krank würden".

"Die Delta-Variante macht aber ein­fach viel kran­ker", sagt Karagiannidis, und das brin­ge auch Unsicherheit bei den Prognosen.«

Die meisten seien ungeimpft?

Auch das wäre zu über­prü­fen. Denn anders als bei "Ungeimpften" gilt als "geimpft" offiziell:

»Begriffsbestimmungen
Im Sinne die­ser Verordnung ist 

1. eine asym­pto­ma­ti­sche Person, eine Person, bei der aktu­ell kein typi­sches Symptom oder sons­ti­ger Anhaltspunkt für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV‑2 vor­liegt; typi­sche Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV‑2 sind Atemnot, neu auf­tre­ten­der Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust, 

2. eine geimpf­te Person eine asym­pto­ma­ti­sche Person, die im Besitz eines auf sie aus­ge­stell­ten Impfnachweises ist…«

Siehe dazu Wer ist juris­tisch eigent­lich "geimpft"? Frag die SchAusnahmV!

Nach die­ser Begriffsbestimmung kann es über­haupt kei­ne "Geimpften" auf Intensivstationen geben, denn die sind ja ohne Symptome.

16 Antworten auf „Corona-Patienten: Lage auf Intensivstationen verschärft sich“

  1. "Die Delta-Variante macht aber ein­fach viel kran­ker" – Chapeau, was für eine fun­dier­te und begrün­de­te Aussage! Evtl noch ein mar­tia­li­sches Adjektiv (mas­siv, extrem, exor­bi­tant, expo­nen­ti­ell, ….) dazu und der Angst-Porno flutscht noch besser.

    Da set­ze ich einen drauf: Pils macht viel besof­fe­ner als Helles. Und öfter auf den Abort musst du auch!

    1. Es ist doch laut meh­re­rer Studien längst belegt das Delta die Symptome einer nor­ma­len Erkältung hat. Dazu das sie deut­lich weni­ger töd­lich ist.….sondern nur anste­cken­der und das auch nicht exponentiell.
      Wann wird eigent­lich Ivermectin zugelassen?
      Gegen 2 Studien ohne Peer Review, ste­hen mitt­ler­wei­le fast 100 von denen ein groß­ter Teil Perr Reviewed ist und diver­se Statistiken aus andern Ländern. Japan emp­fiehlt seit neu­es­tem auch Ivermectin. Das beson­de­re ist außer­dem das Ivermectin wohl auch ein Krebsmedikament ist, eben­so wie Hydrochloroquin. Versuche lau­fen aktuell.

      1. Zur Frage " Wann wird eigent­lich Ivermectin zuge­las­sen?" mei­ne böse Vermutung: Wahrscheinlich nie!
        Zur Macht der Pharmalobby, s. hier:
        1. Dr. Tess Lawrie:
        https://alschner-klartext.de/2021/08/29/man-muss-sich-fragen-warum/
        2. Selbst Horst Seehofer gab den ungu­ten Einfluss der Pharmalobby vor vie­len Jahren schon zu, nach dem Motto "Da kann man nichts machen"
        https://m.youtube.com/watch?v=TZDgjPWfZUg
        Ich wür­de mich mit mei­ner Vermutung ger­ne irren.

  2. "Eins, zwei… ja, ganz schön vie­le" (Conan in "Conan der Zerstörer" sowie gleich­lau­tend der Herr DIVI-Chef in jedem Interview zwi­schen den Zeilen). 

    Die Altersmediane sind durch­gän­gig gerin­ger als 2020 im Vergleichszeitraum, soweit stimmt es. Allerdings bewe­gen wir uns auf nied­ri­gem Niveau, sodass schon ver­gleichs­wei­se klei­ne Veränderungen in den Parametern zu Verschiebungen im Ergebnis führen.
    Im übri­gen lag der gerings­te Altersmedian der Hospitalisierungen in 2020 bei 51 (Kalenderwoche 34), in 2021 bei 47 in Kalenderwoche 33. Beides in Zeiten sehr gerin­ger Zahlen und auf Basis unter­schied­li­cher "Teststrategien". Wer aus sowas irgend­et­was kon­stru­ie­ren will in Bezug auf Gefährlichkeit oder betrof­fe­ne Altersgruppen ist nicht nur ein Lügner, son­dern auch noch ein inkom­pe­ten­ter Lügner. Ich kann es nicht lei­den, wenn mich Amateure belü­gen. Ich will, dass das Profis erle­di­gen, wozu zah­le ich Steuern? 😀

    Und trotz der ver­zwei­fel­ten Versuche, Delta zum Jugendkiller zu erklä­ren: der Altersmedian der soge­nann­ten Covid-Verstorbenen will sich ums Verrecken ('tschul­di­gung, muss­te sein) nicht nach unten bewe­gen. Wer es nach­prü­fen will:
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Klinische_Aspekte.html;jsessionid=1E8CC5E893FEDD3E80E0C3452CFB786B.internet092?nn=13490888

    Wie gern wür­de ich der Regierung zu Willen sein, in Panik gera­ten und mich seg­nen, äh, imp­fen las­sen, ich bin doch ein bra­ver Bürger.
    Leider hat mein Gehirn ein Vetorecht, wel­ches in Kraft tritt, wenn unbe­gab­te Schwatzmäuler mich zu etwas bewe­gen wollen.

  3. Es wäre schon viel damit gehol­fen, wenn man ein­deu­ti­ge Zahlen hät­te, wie vie­le denn aus­schließ­lich "wegen" Corona lie­gen und nicht nur "mit", weil es ein Zufallsbefund oder eine her­bei­ge­tes­te­te Infektion ist. Für mich ist ein Verletzter, Herzinfarktler, Schlaganfall usw. klar von den Patienten zu unter­schei­den, die aus­schließ­lich wegen C auf die Station kommen.

  4. Betr. "Jugendkiller DELTA" (Kommentar Rocku o' Roll)
    Bei anstän­di­ger und sau­be­rer Erhebung von Fakten wären vie­le Menschen bereit, sich alles Mögliche anzu­schau­en, auch eine evtl. zuneh­men­de Gefährdung jün­ge­rer Menschen (was van­den Bossche – wenn ich mich recht erin­ne­re – ja genau so auch kom­men sah, und er des­halb vor den Massenimpfungen aus­drück­lich warnte). —
    Nur, wo jeg­li­ches Vertrauen in Anständigkeit und sau­be­re Datenerhebung ver­lo­ren gegan­gen ist, wie soll an dem toxi­schen Punkt, den mitt­ler­wei­le unse­re Gesellschaft erreicht hat noch GEMEINSAM nach Auswegen für die jeweils aktu­el­le Gesundheitslage gesucht wer­den, für wen auch immer? Es gab von vor­ne­her­ein nur eine Antwort: Der Impfstoff ist der erlö­sen­de Ausweg! Dafür wur­den Milliarden aus­ge­ge­ben und das Volk soll glau­ben, dass die­se Investition die ein­zig Richtige ist und dafür wer­den die sog. Impfverweigerer nun als Brunnenvergifter der Nation gebrand­markt (Obwohl sie nach van­den Bossche doch eigent­lich die Solidarischeren sind). —
    Sollte sich das Sprichwort "wer ein­mal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht", in Bezug auf den 2. Teil der Aussage bewahr­hei­ten, dann wäre das
    die Folge eines Irrwegs, der nicht zuge­ge­ben wur­de und sehr sehr tragisch!DWäre es nicht gut, an jedem Punkt eines Irrwegs den Stolz zu besie­gen und umzu­keh­ren? Klar! Aber es wird wei­ter gelo­gen und Vertrauen beschädigt. —
    Mein frü­he­rer Lieblings MdB aus mei­ner Region, warb in einer Email um mein Vertrauen für die nächs­te Bundestagswahl. Ich habe ihm einen Brief geschrie­ben (kei­ne E‑Mail), war­um Vertrauen bei sei­nem Abstimmungsverhalten zum IfSG und den gan­zen Verlängerungen für mich nicht mehr mög­lich ist. Den Brief habe ich per­sön­lich an sei­ner Haustür abge­ge­ben, denn er soll­te ein Gesicht damit ver­bin­den. Eine freund­li­che Familie, die in 3 Generationen auf der Haustür erschien – nicht anders ken­ne ich die­se Leute – nahm den Brief ent­ge­gen (nur er selbst war nicht dabei). Genützt hat es nichts bei der Abstimmung für eine wei­te­re Verlängerung. Und in den BT ein­zie­hen, gilt für ihn wohl auch als gesi­chert. Gönnen wür­de ich es ihm die­ses Mal nicht …

  5. Lernen Sie das eigent­lich nie?

    Aussagen von ande­ren, die man nur wie­der­gibt, und die man schon gar nicht selbst unter­stützt muss man in Anführungszeichen set­zen – weil die­se Aussagen näm­lich sonst als die Ihren gelten.

    "Corona-Patienten: Lage auf Intensivstationen ver­schärft sich"

    ANGEBLICH!

    1. @Albrecht Storz: Von Lauterbach weiß ich, daß er nur Überschriften liest. Bei Ihnen hät­te ich ver­mu­tet, Sie sei­en in der Lage, auch nur den ers­ten Satz des Beitrags auf­zu­neh­men, in dem von einer Falschmeldung die Rede ist…

  6. Es ist unver­kenn­bar, dass die Kurve nach­träg­lich fri­siert wur­de. Ich schaue immer wie­der in die Zeitreihen des DIVI-Registers. Bisher war abge­se­hen von den 7‑Tage-Fluktuationen prak­tisch kei­ner­lei Auf- und Ab-Bewegung bei den Belegungszahlen erkenn­bar. Man konn­te eine prak­tisch waag­rech­te, gera­de Linie in die Kurve legen.

    Ich weiß nicht, wie die das hin­ge­bo­gen haben – aber die Kurve bis wenigs­tens Anfang Januar 2021 ist mE nach­träg­lich mani­pu­liert worden.

  7. Es wird als beun­ru­hi­gen ange­se­hen, dass die Zahl der inten­siv­me­di­zi­nisch behan­del­ten Covid-19 Patienten sich in einem Monat fast ver­vier­facht haet­te. Allerdings hat sich die Anzahl nicht ver­vier­facht, son­dern nur etwas mehr als ver­dei­facht. Doch auch das wae­re womoe­g­lich beso­gnis­er­re­gend, wenn man sich nicht den gesam­ten Verlauf anse­hen wuerde.
    So war die Zahl der inten­siv­me­di­zi­nisch betreu­ten Covid-19 Patienten am 1. Mai noch bei 5009 am 1. Juni bei 2289 und am 1. Juli bei 590 bevor sie am 1. August auf 361 gesun­ken war. Zwar ist sie am 1. September wie­der bei 1135, aber das ist noch nicht ein­mal ganz die Haelfte der Zahl, die wir nur 2 Monate vor­her hat­ten. Vom 1. Juni bis 1. Juli sank die Zahl der inten­siv­me­di­zi­nisch betreu­ten Covid-19 Patienten um fast 75%, aber das war kein Anzeichen fuer "Entwarnung"? Im naechs­ten Monat dann noch­mals um 40%, aber kein Wort der Entwarnung? Nun stieg die Zahl im August um 774 an, was noch nicht ein­mal die Haelfte des­sen ist, was die­se Zahl im Mai gesun­ken ist, und das soll nun die Apokalypse sein? Das ist lae­cher­lich! Zumal auch die­se Zahl noch nicht ein­mal ein Drittel der aktu­ell frei­en ITS-Betten ist (ohne die 10.000 Betten Notfallreserve). Nein, die­se Zahl ist kei­nes­wegs so bedroh­lich, wie man uns weiss machen moech­te, ins­be­son­de­re in Anbetracht des­sen, dass sie noch nicht ein­mal 6% der aktu­ell beleg­ten ITS-Betten ausmacht.
    Aber i den Berichten der DIVI faellt noch etwas ande­res auf:
    Die Zahl der abge­schlos­se­nen ITS-Behandlungen soll 121.315 betra­gen haben. Bei nur 281.074 Hospitaisierungen seit Beginn derPandemie hies­se das, dass mer als ein Drittel der hos­pi­ta­li­sier­ten Patienten auf der Intensivstation gelan­det wae­ren, aber das kann doch wohl nicht wirk­lich sein …
    Des Raetsels Loesung fin­det sich im "Kleingedruckten":
    Denn wenn man sich ansieht, was als abge­schlos­se­ne Behandlung geza­ehlt wur­de, so liest man "Abgeschlossene ITS-Behandlungen (durchGenesen, Versterben, ITS-Verlegung*)".
    Es wer­den als alle Verlegungen als "abge­schlos­se­ne Behandlungen" geza­ehlt und so der Eindruck erweckt, es wae­ren im Laufe der Pandemie ueber 120.000 Patienten auf Intensivstationen behan­delt wor­den, dabei ist die tatsaech­li­che Zahl um vie­le Groessenordnungen gerin­ger gewe­sen, denn es muss sehr vie­le Verlegungen gege­ben haben, da weni­ger als 20% der hos­pit­ta­li­sier­ten und nicht (wie die­se Zahl sug­ge­riert) ueber 40% der hos­pi­ta­li­sier­ten Covid-19 Patienten in inten­siv­me­di­zi­ni­scher Behandlung war.
    Warum wer­den dera­art ver­fa­el­schen­de Zahlen vero­ef­fent­licht? Warum beluegt man die Bevoelkerung so hart­naeckig und mit der­art ver­fa­el­schen­den Zahlen?

  8. Was mich noch immer wun­dert ist,dass so vie­le Ärzte in die­sen Paninchor mit­mi­schen. Auch der SWR hat aus LU berichtet,dass dort ein 25-jäh­ri­ger auf Intensiv liegt und dass die Zahl der wegen Covid auf Intensiv lie­gen­der Patienten so stark gestie­gen sei (13 in LU). Ich fra­ge mich,ob die­se Fälle mal mit Zeiten vor Corona ver­gli­chen wur­den. Lag da nie­mand unter 30 mit einer Lungenentzündung auf Intensiv? Wohl kaum. Aber war­um hören die nicht auf,Ängste zu schü­ren. Das sind Ärzte. Denen müss­te doch gele­gen sein,dass sie eben kei­ne Panik streu­en. Was bringt denen der Panik- und Impfchor?

  9. Solange die­se irr­sin­ni­ge PCR-Zählweise wei­ter­hin bei­be­hal­ten wird, ist JEDWEDE Diskussion über die Zahlen völ­lig absurd.

    Findet kei­ne Differenzierung zw. der Einweisungsdiagnose Covid19 und einem zufäl­lig posi­ti­ven PCR Test nach der Aufnahme im KH statt­fin­det, soll­te sich jeder Mediziner schä­men, der über stei­gen­de Coronazahlen zu schwadronieren.

  10. War vori­ges Jahr auch so, dass im Sommer die "jun­gen Wilden" eine deut­lich höhe­re Inzidenz hat­ten und dem­zu­fol­ge auch mal einen schwe­ren Fall.

  11. Asymptomatisch »Im Sinne die­ser Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19.«

    Ich bin mir sehr sicher, dass im Krankenhaus sehr wohl der Impfstatus im Impfpass ent­schei­dend ist. 😉

    Zur Einordnung der gan­zen Panik (gera­de in mei­ner Altersgruppe) sind auch har­te Daten immer wie­der interessant:
    Mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie gestor­ben (Alter 20–29): 86 Personen
    Verkehrstote im Jahr 2020 (Alter 18–25): 360 Personen

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