Schwer zu tragen

»Drosten und Ciesek wer­den mit Urania-Medaille geehrt

Der Virologe Christian Drosten und die Virologin Sandra Ciesek wer­den 2021 mit der Urania-Medaille ausgezeichnet.

Der Festakt zur Preisverleihung fin­det am 3. September statt, die Laudatio wer­de der Journalist und Moderator Jan Böhmermann hal­ten. Das teil­te das Wissenszentrum und Bürgerforum Urania Berlin mit. Es ver­leiht den Preis seit 1988 für inter­na­tio­nal her­aus­ra­gen­de Leistung bei der Vermittlung von Bildung und Aufklärung…«
deutschlandfunk.de (8.6.)

@spasskultur MEMES (Telegram)

Siehe auch Noch Sammler oder schon Messie? und Der alte Mann und das Leer.

14 Antworten auf „Schwer zu tragen“

  1. Herr Böhmermann hält die Laudatio, so so.
    Da ist ja das rich­ti­ge Kaspertheater ja ver­eint. Aber schö­ner wäre, das Kartenhaus wür­de vor­her zusam­men­fal­len, dann kann man den gan­zen Verein gleich­zei­tig in die Puppenkiste packen.

  2. Schwer zu ertra­gen das aus­ge­rech­net so eine Flitzpiepe wie Drosten von der Urania, einer Organisation die von Alexander von Humboldt gegrün­det wur­de, aus­ge­zeich­net wird. Drosten muß sich doch vor­kom­men als hät­te er den Nobelpreis bekommen …
    Aber die Berliner Urania ist lei­der mit der Charite ver­wo­ben und vom Eigentlichen Ziel der Organisation, der Vermittlung wis­sen­schaft­li­cher Erkenntnisse an Laien mehr denn je entfernt … 

    Im Jahr 2020 hat­te der Verein Urania Berlin e. V. rund 1100 Mitglieder. Neben den Mitgliedsbeiträgen wer­den die nicht mit öffent­li­chen Mitteln geför­der­te Einrichtung und das Programm haupt­säch­lich durch Eintritte sowie die Vermietung von Räumlichkeiten finan­ziert. Beratend wirkt ein Kuratorium, dem unter ande­ren die Präsidenten der Berliner Universitäten, der Charité und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Leibniz-Gemeinschaft angehören.[5]
    https://de.wikipedia.org/wiki/Urania_(Berlin)

  3. Es kann doch eigent­lich nicht sein, daß der unsäg­li­che Quatsch von Drosten, Ciesek und Co. nur von weni­gen auf Twitter oder bei Corodok wahr­ge­nom­men wird. Wie kön­nen sich Institutionen wie die Urania, die über Jahrzehnte hin­weg einen ziem­lich tadel­lo­sen Ruf hat­te, dazu her­ge­ben, sol­chen Faslern Auszeichnungen zu ver­lei­hen. Wenn Eule im Bellevue dem Wirrologen alle paar Monate einen Orden anklebt, dann ist das in Ordnung. Die Juxbrosche ziert schon so vie­le Revers, daß ihre Träger meh­re­re Fußballstadien fül­len könn­ten. Entweder hat­te die Urania ein Angebot, das sie nicht ableh­nen konn­te bzw. durf­te, oder die Jury ist bescheuert.

  4. Drosten hat ja nur ein Verdienstkreuz 1. Klasse bekom­men. Das ist nun wirk­lich nichts beson­de­res, wenn man sich die über­bor­den­de Liste von Preislingen vor Augen hält. Da ist also noch Luft nach oben:

    Großes Verdienstkreuz
    Großes Verdienstkreuz mit Stern
    Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband
    Großkreuz
    Grußkreuz in beson­de­rer Ausführung
    Sonderstufe des Großkreuzes.

    Und dann fehlt natür­lich noch der Goethepreis (für sei­ne Eloquenz und sprach­li­chen Fertigkeiten), der Friedenspreis des deut­schen Buchhandels, der Büchner-Preis (hat er schon ein Buch geschrie­ben?), der Chemie-Nobelpreis (für sei­ne PCR), der Medizin-Nobelpreis (auch für sei­ne PCR), der Friedensnobelpreis (kann nicht scha­den), der galak­ti­sche, und natür­lich der inter­ga­lak­ti­sche Preis für her­aus­raus­ra­gen­de Leistungen auf dem Gebiet von Alles Mögliche.)

    Interessant ist übri­gens die Liste von Verdienstkreuz-Verweigerern. Einige davon haben sich auf eine soge­nann­te "Hanseatische Ablehnung" berufen.

    Kurz nach­ge­schaut:

    Auch die­ses Ordensverbot, heu­te Hanseatische Ablehnung genannt, geht auf Hamburger Stadtrecht aus dem 13. Jahrhundert zurück. Die Tatsache, dass die „äußer­lich sicht­ba­ren Ordensinsignien den Dekorierten vor sei­nen Kollegen und Mitbürgern als einen vor­züg­li­che­ren aus­zeich­nen sol­len“, galt schon damals als ein Umstand, der in ent­schie­de­nem Widerspruch zum bür­ger­li­chen Geiste der Verfassung ste­he. („Es gibt über dir kei­nen Herren und unter dir kei­nen Knecht.“) So ist es nach Hamburger Ordenspraxis bis heu­te noch bei allen Senatoren, Bürgerschaftsabgeordneten und Mitarbeitern im öffent­li­chen Dienst zumin­dest ver­pönt, Auszeichnungen anzu­neh­men – auch nach ihrer Pensionierung.

    Keinen Sinn für Lobhudelei, die­se Hanseaten?

  5. Hihi, Journalist? Weil er als 16jähriger als "frei­er Journalist" für eine Lokalausgabe des Weser-Geschmiers gear­bei­tet hat, wie man auf sei­ner Biographie-Seite beim ZDF erfährt? https://presseportal.zdf.de/biografie/Person/jan-boehmermann/

    Da wird einem so lang­sam klar, war­um er glaubt, man müs­se "nur eine Doku" gucken, um sich zu infor­mie­ren, wie er so schön fabu­lier­te, als er gegen #alles­dicht­ma­chen hetz­te. Man muss­te frü­her ja auch nur "Der Schwarzen Kanal" gucken, um alles über die "BRD" zu wissen.
    Mister "Hab nix gelernt" lau­da­tio­niert über die Vermittlung von Bildung durch Tristan den Pfosten – dafür hät­ten die Organisatoren jeden­falls den Comedypreis verdient…

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