Ohne Maske nur in Grünanlagen – Mindestabstand 5 Meter

Der neue Oberbürgermeister von Düsseldorf zeigt es sei­nem Volk. rp-online.de mel­det heute:

»In Düsseldorf gilt wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen ab Mittwoch nahe­zu im gesam­ten Stadtgebiet eine Maskenpflicht. Dies hat die Stadtverwaltung am Dienstagabend bekannt­ge­ge­ben. Ausnahmen gel­ten ledig­lich für nicht bebau­te Gegenden wie Grünlagen. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt für Fußgänger und ande­re Verkehrsteilnehmer, die Gehwege benut­zen dür­fen. Rad- und Autofahrer sind ausgenommen…

Keller begrün­det den Schritt auch damit, dass am Wochenende vie­le Verstöße gegen die Maskenpflicht fest­ge­stellt wor­den waren, die bis­lang nur in bestimm­ten Straßen und Gebieten galt, etwa der Altstadt.«

Darauf muß man kom­men. Weil eine Maßnahme in der Altstadt nicht wirkt, wird sie auf die gan­ze Stadt ausgedehnt.

»Wörtlich heißt es in der Verfügung, die Maskenpflicht bestehe, "sofern und solan­ge nicht auf­grund von Tageszeit, räum­li­cher Situation und Passantenfrequenz objek­tiv aus­ge­schlos­sen ist, dass es zu Begegnungen mit ande­ren Personen kom­men kann, bei denen ein Abstand von fünf Metern unter­schrit­ten wird."«

Bedauerlicherweise wird die­se sehr kla­re Aussage gleich wie­der vernebelt.

»Diese neue Abstandsregel von fünf Metern sorgt auch im Rathaus für Erstaunen, das Robert-Koch-Institut gibt die­se Zahl nicht vor. Rechtsdezernent Christian Zaum spricht von einer miss­ver­ständ­li­chen Formulierung, es sei­en eher fünf Quadratmeter um eine Person her­um, um die es gehe.

Die neue Allgemeinverfügung habe vor allem den Grund, in der Stadt für kla­re Verhältnisse zu sor­gen, sagt auch Zaum. So habe es trotz meh­re­rer hun­dert Schilder immer wie­der Anfragen von Bürgern gege­ben, wo die Maskenpflicht nun gel­te und wo nicht. Diese Unsicherheit wer­de nun besei­tigt. Natürlich erwar­te nie­mand, dass man um Mitternacht auf einer lee­ren Straße eine Maske tra­ge, sagt der Dezernent.«

Die fünf Meter hät­ten sie Viele in der Stadt der Fortuna wohl noch mer­ken kön­nen. Aber "fünf Quadratmeter um eine Person her­um"? Der Vorteil ist immer­hin, daß meh­re­re hun­dert Schilder wie­der ein­ge­sam­melt wer­den können.

Von w:de:Benutzer:Pumbaa1980 – selbst gezeich­net mit OpenOffice.org Draw von Thomas Rosenau, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4338558

Breite Zustimmung. Aus der Politik

»Aus der Politik kommt brei­te Zustimmung. "Ich habe mich immer gewun­dert, war­um an der Luegallee auf der einen Seite die Maskenpflicht gilt und auf der ande­ren nicht", sagt CDU-Fraktionschef Rolf Tups. "Für das Virus macht die Straßenseite kei­nen Unterschied. Jetzt haben wir Klarheit und die Hoffnung, dass mit der Maßnahme die Zahlen heruntergehen."

Auch Norbert Czerwinski (Grüne) lobt, jetzt bestehe mehr Klarheit. "Vorher ließ es sich nicht gut unter­schei­den, an wel­chen Straßen die Maskenpflicht gilt und an wel­chen wie­der nicht." Außerdem gebe es ja nicht nur in den bis­her aus­ge­wähl­ten Zonen Gedränge, son­dern auch in ande­ren Vierteln und in Seitenstraßen.

Markus Raub, Fraktionsvorsitzender der SPD, ver­weist dar­auf, dass das Tragen einer Maske hel­fe, die Verbreitung des Virus zu ver­min­dern. "Und weil wir alle not­wen­di­gen Möglichkeiten nut­zen soll­ten, fin­de ich die Maßnahme gut." Es sei bis jetzt schwie­rig gewe­sen, da mit einer Art Flickenteppich gear­bei­tet wor­den sei. Die neue Lösung sei ein­fach und plau­si­bel. "Ich sehe auch nicht das Problem, dass mit der Maskenpflicht mei­ne per­sön­li­che Freiheit ein­ge­schränkt wird."

FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kann den Grundgedanken Zaums nach­voll­zie­hen. Wenn die Regel nun hei­ße, auf die Straße gehe es nur mit Maske, dann sei dies gut. "Je ein­fa­cher die Regel, des­to bes­ser." Sie woh­ne in Nähe des Rheins und fra­ge sich jedes Mal, ob sie gleich nach dem Verlassen des Hauses oder erst am Carlsplatz die Maske auf­set­zen müs­se, so Strack-Zimmermann. Jetzt habe sie Klarheit.«

Die Linkspartei wird knat­schig sein, hier nicht mit­lo­bend erwähnt zu wer­den. Für sie sind Menschen, die "ohne Atemschutzmasken quer durch die Innenstadt" lau­fen, ein Greuel, vor allem wenn sie Corona leugnen.

Ach, übri­gens:

»Die Schilder, die auf die bis­her bestehen­de Maskenpflicht nur auf bestimm­ten Straßen hin­wei­sen, blei­ben ste­hen. Die Zusatzschilder, die dar­auf hin­ge­wie­sen haben, dass die Pflicht bis­lang nur zu bestimm­ten Uhrzeiten galt, wer­den hin­ge­gen demontiert.«

12 Antworten auf „Ohne Maske nur in Grünanlagen – Mindestabstand 5 Meter“

      1. … @AA – contenance … 

        Ich, Exil-Kölner, bin immer wie­der total beein­druckt von den Geschichten rhein­ab­wärts – wich­ti­ge Grössen wie Tups, Czerwinski, Raub und Strack-Zimmermann sind ech­te Schnellbegreifer von wegen "end­lich Klarheit" …

  1. Wenn wir dann Bürgerkrieg haben wer­den sich eini­ge die­ser Vollidioten wün­schen, sie hät­ten das ein oder ande­re Schild nicht aufgestellt/abgebaut et al und statt­des­sen die Kohle unter­schla­gen – ja ist ne Straftat, aber bei den aktu­el­len Geschehnissen verm. nur ein Kavaliersdelikt.….
    Dass Menschen der­ma­ßen blöd sein kön­nen, mag mir ein­fach nicht in den Sinn gehen.

    1. Oh mein Gott was für ein Schwachsinn! Ich fra­ge mich war­um zum Henker die Leuge ihren Maulkorb nicht ein­fach immer und über­all tra­gen wenn Sie doch so pflicht­be­wusst sein wol­len. Bitte sehr, macht doch. Warum.muas da eine Pflicht für alle kom­men? Eine ein­fa­che Regel wäre auch gewe­sen: Maske weg.

  2. Leute, merkt ihr denn das nicht !?
    Diese Salamitaktik seit der Einführung der sch… Maskenpflicht seit Ende April. Immer mehr Orte, wo die­se gilt. Am Ende des Jahres geht man damit noch ins Bett .…

  3. Es wird schritt­wei­se immer schlim­mer, und wie Heribert Prantl (https://www.corodok.de/grenzen-ertraeglichen-prantl/) gesagt hat, es ist ein Kampf des gegen­sei­ti­gen Überbietens. Das Thema ist schon lan­ge nicht mehr die Gesundheit.

    Aber die Justiz in Österreich und auch in klei­nen Teilen in Deutschland las­sen noch ein wenig Hoffnung zu. So auch z.B. in Koblenz:
    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/koblenzer-maskenpflicht-rechtswidrig-100.html
    Auch wenn man die Begründung hin­ter­fra­gen kann, ist der Weg zumin­dest erst­mal richtig.

  4. Und die Lüge natür­lich gleich zur Einleitung damit sie schnell über­le­sen wird:

    "wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen "

    Es gibt kei­ne "hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen"!

    Es gibt nur eine hohe Zahl an Testungen und daher eine hohe Zahl auch an Positiv-Getesteten was aber in kei­ner Weise auf den Erkrankungszustand der Personen schlie­ßen lässt.

    Wenn in einer Gesellschaft die Lüge zur ver­ord­ne­ten Wahrheit wird, wird Widerstand zur Pflicht!

  5. Und: Maskenpflicht ist vor­sätz­li­che Körperverletzung:

    Bei BittelTV wich­ti­ges zum Thema zur unleu­gen­ba­ren Schädlichkeit von “Alltags-Masken”, Arbeitsschutzvorschriften, Körperverletzung, Haftung von Arbeitgebern, Ärzten, viel­leicht auch Lehrer, Möglichkeiten der Gegenwehr, …

    () https://youtu.be/FPL65fTvbNk

    “Expertenteam prä­sen­tiert erdrü­cken­de mög­li­che Gesundheitsgefahren durch Masken”

    Ich hof­fe dass mit Schadensersatzansprüchen und Klagen wegen Schädigung Schutzbefohlener und ähn­li­chem so ein Druck auf­ge­baut wer­den kann, dass die vie­len Mitläufer und Vollstrecker in die Knie gezwun­gen wer­den oder es sich zumin­dest zwei­mal über­le­gen wer­den ihre Zwangsmaßnahmen anzuordnen.

  6. Das Zurückrudern zu den "5 Quadratmetern" könn­te auf einen Vollpfosten in der Verwaltung zurück­zu­füh­ren sein, der sich vage an sei­ne Schulzeit erin­nert hat: 1,5m rings­um, dann irgend­was mit Pi – ergo 1,5*3,14159 = 4,71 … auf­ge­run­det. Den Quadratradius kann man ja weglassen.

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