Was soll das Getöse um die Drosten-Dissertation?

Janet ist eine enga­gier­te Kommentatorin. Mit bis­lang 22 Beiträgen bemüht sie sich, Herrn Drosten und die UB Frankfurt in Sachen Doktorarbeit zu verteidigen.

Sie hat gestern zwei klu­ge Fragen gestellt.

    1. Was soll mein Geschrei um die­ses Thema?
    2. Warum mache ich mich zum nütz­li­chen Idioten von Verschwörungstheoretikern vom äußer­sten rech­ten Rand?

Hier der Versuch einer Antwort.

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Drosten-Dissertation: Wird das jetzt ein Krimi?

Einem auf­merk­sa­men Mitleser fiel Merkwürdiges auf:

Wie bereits gemel­det, steht über einen Link der Frankfurter UB das Inhaltsverzeichnis der Dissertation von Christian Drosten zur Verfügung. Auf wun­der­sa­me Weise ist seit weni­gen Tagen die Doktorarbeit auch bei der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) gemel­det (s. Drosten-Dissertation: Zeichen und Wunder und Tricks). Auch dort kann man das Inhaltsverzeichnis herunterladen.

Beide Texte sind offen­bar weit­ge­hend inhalt­lich iden­tisch. Allerdings han­delt es sich um unter­schied­li­che Scans.

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Drosten-Dissertation: Zeichen und Wunder und Tricks

Es bewegt sich etwas. 17 Jahre lang war auf dem Portal der Deutschen Nationalbibliothek die Dissertation von Christian Drosten nicht ver­zeich­net. Sucht man dort heu­te, wird man fündig.

Zu Recht kann ein Kommentator ver­mu­ten: "Ich habe nicht den Eindruck, dass Sie sich son­der­lich schlau anstel­len." Doch er irrt.

Einem tech­ni­schen Begleitdokument ist zu ent­neh­men, daß der Datensatz erst am 13.7.2020 dort ein­ge­stellt wurde.

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Drosten-Dissertation: Zweifel wachsen

Die "Fakten-Checker" haben ja Recht. Es gibt eine Doktorarbeit von Christian Drosten. Sie hät­ten sich die Recherche spa­ren kön­nen, wenn sie hier nach­ge­le­sen hätten.

Ihre Checks ähneln sich. Es wird eine völ­lig absur­de Behauptung wider­legt ("D. hat gar kei­nen Dr.-Titel") und damit ist die wei­ter­füh­ren­de Frage, war­um es schwie­rig bis unmög­lich ist, die Dissertation zu lesen, ad acta gelegt. So beim sich links geben­den Volksverpetzer ("Echten Corona-Expert*innen wie Dr. Drosten oder der WHO glau­ben sie nicht" Quelle) oder auf mimi​ka​ma​.at ("Zuerst den­ken, dann klicken").

Unterdessen bleibt es dabei: Es gibt abseh­bar kei­nen Zugang zu den bei­den ein­zi­gen öffent­lich bereit­ge­stell­ten Exemplaren des Werks. Beide sind aus­ge­lie­hen, Vormerkungen nicht möglich.

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Drosten-Diss. erst im Jahr 2130 verfügbar?

Wie gemel­det bleibt es äußerst schwie­rig, an die ein­zi­gen bei­den phy­si­schen Exemplare der Dissertation von Christian Drosten zu gelan­gen. Nach Auskunft des Sachgebietsleiters Information/Anmeldung/Lesesäle der Frankfurter Universitätsbilbiothek wird man sich etwa bis zum Jahr 2130 gedul­den müs­sen, um mehr als 10% des Textes wenig­stens digi­tal lesen zu können.

Die Annahme geht davon aus, daß Prof. Drosten noch 40 Jahre leben wird.

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Dissertation Christian Drosten: Kein Drankommen?

In frü­he­ren Beiträgen war ver­mel­det wor­den, daß sich die Dissertation von Christian Drosten in der Frankfurter Universitätsbibliothek befin­det. Es gibt dort zwei Exemplare. Eines darf nur im Lesesaal ein­ge­se­hen werden.

Bedauerlicherweise ste­hen bei­de für die näch­sten Wochen nicht zur Verfügung. Zum Glück gibt es theo­re­tisch wei­te­re Möglichkeiten.

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Drosten-Dissertation

Zahlreiche Kommentare zum Beitrag Drosten-Dissertation unter Verschluß? haben ver­sucht, Klarheit in die­se Angelegenheit zu bringen.

Interessant dabei ist ein Hinweis auf die von der Kultusministerkonferenz ver­öf­fent­lich­ten "Grundsätze für die Veröffentlichung von Dissertationen". Dort sind Vorgaben zu fin­den, die im vor­lie­gen­den Fall ver­mut­lich nicht ein­ge­hal­ten wurden:

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