Duisburg vergibt Impfstoff per SMS

Das ist am 1.3. auf spiegel.de zu lesen.

»Um auf­ge­tau­te Biontech-Impfdosen nicht weg­schmei­ßen zu müs­sen, nutzt die Stadt Duisburg ein neu­es Programm, das per Zufallsgenerator Impfwillige benach­rich­tigt. Wer zuerst ant­wor­tet, wird geimpft.«

Unbestätigt sind die Pläne der Stadt, den Impfstoff per "Delivery Hero" direkt an die Pharma-KundInnen aus­zu­lie­fern. Auch Berichte über Mengenrabatte konn­ten nicht veri­fi­ziert wer­den. Es scheint sich eher um eine Art "Online-Bingo" zu han­deln. Der "Spiegel" weiter:

"Das Impfzentrum der Stadt Duisburg setzt eine neu ent­wi­ckel­te Software namens »Impfbrücke« ein, um übrig geblie­be­nen, bereits auf­ge­tau­ten Biontech-Impfstoff noch ver­wer­ten zu kön­nen. Aus einer Liste von Impfwilligen aus der jeweils prio­ri­sier­ten Gruppe wählt die Software per Zufallsgenerator Personen aus, die dann per SMS ange­schrie­ben, wie Stadtsprecherin Anja Kopka am Montag berich­te­te. Wer das Angebot anneh­me, kön­ne sich noch am sel­ben Tag imp­fen las­sen. »Es geht um etwa 15 Dosen am Tag.« Die Erfahrungen sei­en gut.

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Nachtrag: Der aktuelle Drosten-Podcast

Fast hät­te ich den letz­ten Podcast mit Christian Drosten im NDR über­se­hen. Das wäre scha­de gewe­sen. Er wur­de am 16.2. gesen­det und ent­hält wie­der sehr schö­ne Passagen sowohl vom Meister selbst als auch von sei­ner kon­ge­nia­len Interviewerin Korinna Hennig. (Weitere schö­ne Erlebnisse die­ser Art fin­det man hier mit dem Stichwort "Podcast".) Frau Hennig kommt gleich zur Sache:

»Korinna Hennig Die gro­ße Euphorie vorm Jahreswechsel dar­über, dass wir jetzt imp­fen kön­nen, scheint manch­mal fast ein biss­chen ver­flo­gen. Es geht lang­sam vor­an. Es gibt ver­wir­ren­de Schlagzeilen um die ein­zel­nen Impfstoffe und ihre Wirksamkeit, gera­de mit Blick auf die Virusvarianten. Wenn man sich aber fragt, wie gut sind wir im Impfplan, dann kann man auf die Rohdaten gucken. Man kann aber auch den inter­na­tio­na­len Vergleich her­an­zie­hen. Da gibt es ganz unter­schied­li­che Lesarten, weil es sehr drauf ankommt, mit wel­chen Ländern man das ver­gleicht.… Ganz all­ge­mein gefragt, Herr Drosten, wie schät­zen Sie das ein? Wie gut ste­hen wir da beim Impfen in Deutschland?

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„Exempel statuiert“ – Bürgermeister rechnen in Brief an Söder mit Corona-Politik ab

Das berich­tet (hin­ter der Bezahlschranke) am 28.2. welt.de.

»Es sind dras­ti­sche Worte, mit denen sich 15 Bürgermeister und ein Landrat in Bayern an ihren Ministerpräsidenten wen­den. „Wir füh­len uns, als ob der Staat im Oktober ein Exempel an uns sta­tu­iert hat und uns nun im Stich lässt“, steht in dem Brief an Markus Söder (CSU), über den die „Passauer Neue Presse“ zuerst berich­te­te und der auch WELT vor­liegt. Das Schreiben stammt von den 15 Gemeindeoberhäuptern und dem Landkreis-Chef aus dem Berchtesgadener Land. Der Region, die im längs­ten Lockdown Deutschlands ausharrt.

Am 20. Oktober 2020, einem Dienstag, wird in dem ober­baye­ri­schen Landkreis das öffent­li­che Leben her­un­ter­ge­fah­ren. Die Infektionszahlen sind von einem Tag auf den ande­ren förm­lich explo­diert. Das Berchtesgadener Land, das noch mit eher gerin­gen Inzidenzwerten durch die ers­te Corona-Welle gekom­men war, ist plötz­lich der deut­sche Hotspot. Wenn es gut läuft, so lau­tet damals der Plan, soll in zwei Wochen wie­der alles aufmachen.

Stattdessen folgt zwei Wochen spä­ter ganz Deutschland dem Berchtesgadener Land: Der zwei­te Lockdown, in den der Landkreis ging, gilt seit Anfang November bun­des­weit. Mittlerweile sind Einzelhandel, Gastronomie und Hotels in der vom Tourismus gepräg­ten Region seit mehr als vier Monaten dicht… „„Exempel sta­tu­iert“ – Bürgermeister rech­nen in Brief an Söder mit Corona-Politik ab“ weiterlesen

In "The Lancet": Forderung nach Nutzen-Risiko-Bewertungen von COVID-19-Kontrollmaßnahmen

In einer "Korrespondenz" der Professoren Günter Kampf und
Martin Kulldorff an die Zeitschrift vom 4.2. ist zu lesen:

»Wir den­ken, dass staat­li­che Lockdowns erheb­li­che gesund­heit­li­che Kollateralschäden ver­ur­sa­chen. Zum Beispiel waren die Krankenhauseinweisungen in den USA für die Notfallbehandlung von aku­ten ischä­mi­schen Schlaganfällen im Zeitraum Februar-März 2020 deut­lich nied­ri­ger als im Zeitraum Februar-März 2019, was zu einer ver­zö­ger­ten Behandlung führ­te. Im Vergleich zu einer his­to­ri­schen Basislinie gab es in bri­ti­schen Pflegeheimen und Hospizen zwi­schen Februar und Juni 2020 einen Anstieg der Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit aku­tem Koronarsyndrom (ein Anstieg um 41 %), Schlaganfall (ein Anstieg um 39 %) und Herzversagen (ein Anstieg um 25 %).

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Vorwurf: Bethel-Manager ließen sich vor Pflegekräften impfen

Diese Nachricht von ndr.de am 1.3. wirft ein wei­te­res Schlaglicht auf die Bigotterie so man­cher Corona-Prediger:

»In Niedersachsen haben sich einem Medienbericht zufol­ge zwei wei­te­re Manager noch vor den Pflegekräften gegen Corona imp­fen las­sen. Dafür sol­len sie durch halb Hannover gefah­ren sein.

Bei den bei­den Männern han­delt es sich dem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zufol­ge um zwei Geschäftsführer bei Bethel im Norden – einem Ableger der kirch­li­chen Stiftungen Bethel in Bielefeld. Wie die Zeitung unter Berufung auf Mitarbeiter berich­tet, hat­ten die Manager kei­nen Kontakt zu Bewohnern der Pflegeeinrichtungen und hiel­ten sich "selbst von den Pflegenden fern". Sie sei­en kei­nem erhöh­ten Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

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Landkreis verhindert Obduktionen nach Impfung

Pikant an der Aushebelung rechts­staat­li­cher Untersuchungen ist, daß der Chef des Pflegeheims, in dem es nach der zwei­ten Impfung zu sechs Todesfällen gekom­men war, stell­ver­tre­ten­der Landrat des Landkreises Cloppenburg ist.

Der letz­te Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts vom 18.2. führt 223 Todesfälle nach einer Impfung auf. "In 96 Fällen war die Todesursache als unbe­kannt ange­ge­ben wor­den." Da mutet die fol­gen­de Nachricht auf ndr.de vom 26.2. merk­wür­dig an:

»Corona-Tote im Seniorenheim: Landkreis gegen Obduktion
Obwohl in einem Emsteker Seniorenheim trotz zwei­fa­cher Corona-Impfung sechs Personen mit Corona gestor­ben sind, hält der Landkreis Cloppenburg wei­te­re Untersuchungen für unnötig.

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Impfung: Ganze Rettungsteams ausgefallen

»Corona in Mönchengladbach
Auch Malteser und DRK berich­ten von Impf-Nebenwirkungen
Mönchengladbach – In eini­gen Städten sind durch die Nebenwirkungen der Corona-Impfung gleich gan­ze Teams von Rettungsdiensten aus­ge­fal­len. Auch in Mönchengladbach berich­ten DRK und Malteser von Krankmeldungen.

Die Nebenwirkungen der Impfungen gegen das Coronavirus haben auch die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes in Mönchengladbach getrof­fen. „Von 50 Mitarbeitern sind fünf wegen stär­ke­rer Nebenwirkungen aus­ge­fal­len“, sagt Carsten Junghans, Pressesprecher des DRK-Kreisverbands Mönchengladbach. Insgesamt hät­ten zwei Drittel der Mitarbeitenden von Nebenwirkungen berich­tet. „Die meis­ten hat­ten ein bis zwei Tage lang mit Grippesymptomen zu kämp­fen“, sagt Junghans.

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