Österreich riegelt erstmals eine ganze Stadt ab – und stellt das Militär auf Abruf

Das berich­tet welt.de am 8.3. (Bezahlschranke).

»Österreichs Öffnungsstrategie setzt vor­aus, dass Gebiete mit hoher Inzidenz abge­rie­gelt wer­den – not­falls mit­hil­fe der Armee. Nun trifft das erst­mals eine gan­ze Stadt. Die 50.000 Einwohner dür­fen sie nur ver­las­sen, wenn sie nega­ti­ve Schnelltests vor­wei­sen. Es gibt aller­dings ein Problem.

Testen und öff­nen lau­tet die Strategie von Sebastian Kurz im Kampf gegen die Pandemie. Testen, öff­nen, vor allem aber auch eines: punk­tu­ell schlie­ßen, wenn die Zahlen dras­tisch stei­gen. In der Stadt Wiener Neustadt stei­gen sie seit Wochen. Sie liegt etwa 50 Kilometer süd­lich von Wien, und mit ihr wird ab Mittwoch nun erst­mals ein urba­ner Ballungsraum mit 50.000 Einwohnern abgeriegelt.

Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, dür­fen die Bürger ihre Stadt ab dann nur noch mit einem nega­ti­ven Corona-Test ver­las­sen. Kontrolliert wer­den soll das von der Polizei und ver­mut­lich auch von der Armee…

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Statistikerin: Positive Schnelltests sind meist falsch – selbst wenn sie Mediziner durchführen

Unter die­sem Titel ist am 9.3. auf focus.de Verwirrendes zu lesen. Katharina Schüller vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Statistik schreibt dort:

»Dazu hat das Robert-Koch-Institut erst vor weni­gen Tagen eine aktua­li­sier­te Fassung sei­ner Infografik zur Verlässlichkeit von Antigen-Schnelltests ver­öf­fent­licht, die aller­dings mit Vorsicht zu lesen ist…

Die RKI-Grafik ver­deut­licht, dass Massen-Schnelltests zwar sehr zuver­läs­sig Infizierte erken­nen kön­nen. Das Risiko, dass ein posi­ti­ver Corona-Schnelltest falsch ist, beträgt im Szenario aber gan­ze 98 Prozent. Fast alle, näm­lich 49 von 50 Getesteten, die ein Massen-Schnelltest als infi­ziert dia­gnos­ti­ziert, sind also gesund!«

Die Statistikerin glaubt aber:

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"Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da!"

Das glau­ben selbst Laumann und Wieler nicht. Für Berlin mel­det tagesspiegel.de heu­te: "Die Zahl der Tests soll rasch auf 25.000 am Tag stei­gen, 400.000 wären theo­re­tisch not­wen­dig… Der Senat rech­net mit 3,1 Millionen not­wen­di­gen Testungen pro Woche." Bei die­sem ange­streb­ten Tempo dau­ert es 124 Tage, bis jede Berlinerin getes­tet ist, hat­te der rbb ausgerechnet.

Auf youtube.com ist eine schö­ne Zusammenstellung die­ser PK vom 5.3. durch Herrn Reitschuster zu sehen.

Wieder freihändig: Spahn vergibt Auftrag für digitalen Impfpass an IBM-Konsortium

Das berich­tet rnd.de am 9.3. Was nicht gemel­det wird: Wieder ein­mal hat die Bundesregierung einem Großkonzern frei­hän­dig den Auftrag mit einem (geplan­ten) Volumen von rund 3 Millionen Euro zuge­schanzt. heise.de spricht von "einem beson­ders eil­be­dürf­ti­gen Vergabeverfahren". Anstelle eines ordent­li­chen Verfahrens hat­te Spahn am 8.3. eine "Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung" ver­öf­fent­licht, wonach der Auftrag bereits am 3.3. erteilt wur­de. Mit im Boot: das Kölner Unternehmen Ubirch, das bereits den digi­ta­len "Impfpaß" für Altötting fabri­ziert hat­te (s. Altötting geht vor­an. Legal, ille­gal, hal­le­lu­jal.) und des­sen Ruf umstrit­ten ist. In der Bekanntmachung heißt es.

»Der digi­ta­le Impfnachweis ist eine zusätz­li­che Möglichkeit zum gel­ben Impfpass, um Impfungen zu doku­men­tie­ren. Statt nur im gel­ben Impfpass Impfzeitpunkt, Impfstoff und Namen vor­wei­sen zu kön­nen, sol­len Nutzerinnen und Nutzer die­se Informationen künf­tig auch per­so­na­li­siert bequem auf ihren Smartphones digi­tal spei­chern kön­nen. Der digi­ta­le Impfnachweis umfasst eine Impfnachweis-App, eine Prüf-App und ein Backendsystem für die Integration in Arztpraxen und Impfzentren…

Verfahrensart
Verhandlungsverfahren ohne vor­he­ri­ge Bekanntmachung

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Vitamin D: "Prävention die beste Strategie zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie"

"The Impact of Vitamin D Level on COVID-19 Infection: Systematic Review and Meta-Analysis" ist eine Arbeit vom 5.3. über­schrie­ben, die auf der Plattform "fron­tiers in Public Health" ver­öf­fent­licht wur­de (und ver­blüf­fen­der­wei­se im neu­es­ten Newsletter der "World Economic Forum Strategic Intelligence" emp­foh­len wird). Dort ist zu erfahren:

»Die qua­li­ta­ti­ve Synthese deu­te­te dar­auf hin, dass Personen mit Vitamin-D-Mangel ein höhe­res Risiko für eine COVID-19-Infektion hat­ten als Patienten mit aus­rei­chen­dem Vitamin‑D. Die gepool­te Analyse zeig­te, dass Personen mit Vitamin-D-Mangel ein 80% höhe­res Risiko hat­ten, eine COVID-19-Infektion zu erwer­ben, im Vergleich zu Personen mit aus­rei­chen­dem Vitamin-D-Spiegel (OR = 1,80; 95%CI: 1,72, 1,88)…

Schlussfolgerungen: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein nied­ri­ger Serum 25 (OH) Vitamin-D-Spiegel signi­fi­kant mit einem höhe­ren Risiko für eine COVID-19-Infektion asso­zi­iert war. Die begrenz­ten der­zeit ver­füg­ba­ren Daten legen nahe, dass ein aus­rei­chen­der Vitamin-D-Spiegel im Serum mit einem signi­fi­kant ver­rin­ger­ten Risiko für eine COVID-19-Infektion asso­zi­iert ist…

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Impfung kontra gute Ernährung

Mitunter sind die Lesetips im Newsletter der "World Economic Forum Strategic Intelligence" wenig durch­dacht. Aktuell wird die Lektüre eines Artikels auf orfonline.org emp­foh­len, der – zu Ende gedacht – das Impfprogramm ad absur­dum führt. Zu lesen ist:

»[Es] ist bekannt, dass eine durch Unterernährung her­vor­ge­ru­fe­ne Immunschwäche die effek­ti­ve Reaktion auf Impfstoffe ver­rin­gert. Sowohl Unterernährung als auch Fettleibigkeit dro­hen die Sterblichkeitsrate wäh­rend der COVID-19-Pandemie zu erhö­hen, und bei­de kön­nen lang­fris­tig die Wirksamkeit neu­er Impfstoffe untergraben…

Veränderungen im Lebensstil und der erhöh­te Konsum von ultra-ver­ar­bei­te­ten Lebensmitteln haben zu einer Adipositas-Epidemie geführt, die einen Anstieg von Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck zur Folge hat. Nicht-über­trag­ba­re Krankheiten (NCDs) sind für etwa 70 Prozent aller Todesfälle welt­weit ver­ant­wort­lich. Die Pandemie hat die Fähigkeit, NCDs zu bekämp­fen, durch die Unterbrechung der Gesundheitsdienste in Ländern auf der gan­zen Welt beeinträchtigt.«

Richtiger wäre die Formulierung, daß die "Gesundheitsdienste in Ländern auf der gan­zen Welt" beschä­digt wer­den durch "Maßnahmen" wie die Lockdowns.

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Die Forderung nach Impfpässen für bestimmte Aktivitäten: Diskriminierung oder Verhaltensänderung?

Wieder ein­mal gibt es einen Newsletter der "World Economic Forum Strategic Intelligence". Wieder ein­mal wird dort ein Artikel "London School of Economics and Political Science" emp­foh­len. Wieder zum Thema "Wie klop­fen wir die Menschen weich fürs Impfen" und wie­der von die­sem Autor:

Der Artikel trägt die oben genann­te Überschrift. Selbstverständlich kommt Herr Costa-Font zum erwar­te­ten Ergebnis. Bis dahin bekun­det er aller­dings Bemerkenswertes:

»Wer sind die Impfresistenten?
In allen Gesellschaften hat es schon immer Querdenker ["con­tra­ri­an peop­le"] gege­ben, und ihre Existenz mag gesund sein und dazu bei­tra­gen, unse­re Sicht auf die Welt zu bereichern. 

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Maskenaffäre – was soll die künstliche Empörung?

Das ist die Überschrift eines Artikels auf nachdenkseiten.de vom 9.3. Dort heißt es:

»Die Empörung ist groß. Man gibt sich hoch mora­lisch. Dass zwei Unionsabgeordnete sich per­sön­lich bei der Vermittlung von Maskenlieferungen berei­chert haben, wirkt – voll­kom­men zu recht – unmo­ra­lisch. Aber ist es mora­li­scher, sich selbst an mil­li­ar­den­schwe­ren Bankenrettungen auf Steuerzahlerkosten zu berei­chern? Oder an der sys­te­ma­ti­schen und vor­sätz­li­chen Beschädigung der gesetz­li­chen Rente? Ist es mora­lisch, finan­zi­el­le oder geld­wer­te Vorteile von der Rüstungsindustrie zu erhal­ten und sich von den Falken aus den USA und der NATO für eine Konfrontationspolitik ein­span­nen zu las­sen, die in einem Krieg mün­den könn­te, der alle Folgen von Corona weit in den Schatten stel­len wür­de? Politische Korruption ist all­ge­gen­wär­tig und nie mora­lisch. Aber sie ist auch System. Daran wird auch die „Maskenaffäre“ nichts ändern.

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Was ModelliererInnen schon 2013 wußten

"PANDEMISCHE INFLUENZA IN DEUTSCHLAND 2020. Szenarien und Handlungsoptionen" ist ein Papier des "FRAUNHOFER-INSTITUTS FÜR NATURWISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHE TRENDANALYSEN" über­schrie­ben. Es wur­de 2013 ver­öf­fent­licht, anschei­nend aber bereits 2010 erstellt.

Ausführlich wird dar­ge­stellt, wie man über die Gewichtung von Schlüsselfaktoren zu erwünsch­ten Ergebnissen gelan­gen kann. "Aus den ermit­tel­ten ca. vier Milliarden kon­sis­ten­ten Szenarien wur­den durch Anwendung von Kriterienbündeln drei Szenarien aus­ge­wählt."

»Szenario 1: „Krisenanzeichen trotz beherrsch­ba­rer Pandemielage“
Im Jahr 2020 erreicht uns eine glo­ba­le Pandemie. Fünf Millionen Deutsche erkran­ken, von denen 5000–15000 Menschen dem Influenzavirus erlie­gen. Trotz die­ses ver­gleichs­wei­se gerin­gen Ausmaßes der Pandemie in Deutschland – die Zahlen der Betroffenen sind auch für eine sai­so­na­le Influenza nicht unüb­lich – ent­ste­hen erheb­li­che Probleme: Die Stimmungslage in der Bevölkerung ist ver­un­si­chert und ver­ängs­tigt. Die Krankenhäuser sind mit dem sta­tio­nä­ren Patientenaufkommen über­las­tet. Auf wel­che Faktoren las­sen sich die­se Anzeichen einer Krise zurückführen?

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