Noch einmal: Bill Gates ist kein Verschwörer

Im Juni wur­de hier berich­tet, daß die Charité im März die­ses Jahres von der Bill & Melinda Gates Stiftung 249.550 $ zu dem Zweck der "Entwicklung von Diagnose- und Virologietools, um eine schnel­le Reaktion auf das neu­ar­ti­ge Coronavirus 2019 zu ermög­li­chen" erhielt.

Einen Monat zuvor spen­de­te die Stiftung 900.000 $ an die Swiss Agency for Therapeutic Products. Sie ist als öffent­lich-recht­li­che Anstalt die Zulassungsbehörde der Schweiz für neue Arzneimittel. Der ange­ge­be­ne Zweck der Spende bestand dar­in, "Fachwissen und Know-how zum Aufbau von Kapazitäten im kon­ti­nen­ta­len Rahmen, von regio­na­len Wirtschaftsgemeinschaften und von natio­na­len Regulierungsbehörden in Afrika bei­zu­tra­gen" ("to con­tri­bu­te exper­ti­se and know-how in buil­ding the capa­ci­ty of con­ti­nen­tal frame­works, RECs and NRAs in Africa"). Näheres sie­he hier.

Die Stiftung ist betei­ligt an dem deut­schen Unternehmen Biontech (s. Biontech: Milliardär mit Impstoffen und Wer ist Biontech?). Sie koope­riert mit dem Hamburger Biotechnologieunternehmen EVOTEC.

Bill Gates ist kein Verschwörer. Es lohnt aber zu lesen, was 2017 Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung ("Die grü­ne poli­ti­sche Stiftung"), über ihn schrieb.

Dividenden mit staatlicher Coronahilfe – "Deutsche Unternehmen besonders dreist"

»Der Coronakrise zum Trotz leis­ten sich Konzerne welt­weit hohe Dividenden, zeigt eine Oxfam-Studie. Deutsche Firmen gin­gen beson­ders dreist vor.«

Darüber schreibt am 10.9. der Tagesspiegel.

»Die 25 pro­fi­ta­bels­ten Unternehmen der Welt wer­den dem­nach in die­sem Jahr 378 Milliarden Dollar an ihre Aktionäre aus­schüt­ten – mehr als sie 2020 mut­maß­lich ver­die­nen wer­den. Gemessen an den abso­lu­ten Zahlen lie­gen dabei zwar die gro­ßen US-Konzerne von Apple bis Walmart vor­ne. Die deut­schen Unternehmen zeich­ne­ten sich jedoch beson­ders "durch Dreistigkeit und Maßlosigkeit aus", schreibt Oxfam.

„Dividenden mit staat­li­cher Coronahilfe – "Deutsche Unternehmen beson­ders dreist"“ wei­ter­le­sen

RKI: Zahlen, die nicht sein dürfen

In sei­nem aktu­el­len Influenza-Monatsbericht schreibt das RKI:

»Seit der 8. KW 2020 wer­den die AGI-Sentinelproben bei Proben­eingang am RKI auch auf SARS-CoV‑2 unter­sucht. Durch nach­träg­li­che Analysen zuvor ein­ge­sand­ter Sentinelproben wur­den Daten für den Zeitraum vor der 8. KW erho­ben. Seit der 40. KW 2019 wur­den damit bis­her in 4.132 unter­such­ten Sentinelproben ins­ge­samt in 13 (0,3 %) Proben SARS-CoV‑2 nach­ge­wie­sen. Alle SARS-CoV-2-Nachweise wur­den im Zeitraum zwi­schen der 10. bis 15. KW 2020 detek­tiert. Seit der 16. KW 2020 gab es kei­ne Nachweise mehr von SARS-CoV‑2 im Sentinel.«

Wie erklärt das RKI sei­nen ver­blüf­fen­den Befund?

Ein Sentinel ist ein auf frei­wil­li­ger Mitarbeit der Beteiligten auf­bau­en­des Werkzeug der epi­de­mio­lo­gi­schen Überwachung.

Über die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) infor­miert das RKI so:

„RKI: Zahlen, die nicht sein dür­fen“ wei­ter­le­sen

Ist der Chinese noch schlimmer als der Russe?

"Wuhan Wunderland" heißt der Aufmacher der FAZ-Seite "Die Lounge" am 12.9. In der Druckausgabe liest man dort:

»Nach Virus- und Verbalattacken ist Chinas Ruf dahin. Damit sich jetzt nicht auch noch Europa abwen­det, insze­niert sich das Land als Vorbild für die Welt – mit zwei­fel­haf­tem Erfolg…

In Wuhan läuft die Propagandamaschine bereits auf Hochtouren… Den Krieg gegen das Virus habe China gewon­nen, jubelt der Kader… 4500 Menschen star­ben in der Volksrepublik offi­zi­ell an Corona. In Deutschland sind es bis heu­te dop­pelt so vie­le, in den Vereinigten Staaten mehr als 190000 Menschen. "Die Welt kann von China ler­nen", ruft der Parteisekretär. "Das Virus ist kon­trol­lier­bar, heil­bar und zu ver­hin­dern."«

Bei uns gibt es natür­lich kei­ne Propagandamaschine, die Kader hei­ßen hier Chefvirologen und die Parteisekretäre Experten. „Ist der Chinese noch schlim­mer als der Russe?“ wei­ter­le­sen

Schuss in den Mond: Mit Schnelltests in den Brexit

Der bri­ti­sche Premierminister Boris Johnson hat am 10. September für den kom­men­den Herbst nicht weni­ger als eine „Operation Moonshot“ ange­kün­digt. Das klingt schwer nach James Bond, aber es ist

„der Codename des neu­es­ten Massentestungsprogramms der bri­ti­schen Regierung mit dem Ziel, Tests der Bevölkerung auf COVID-19 bis Anfang 2021 auf 10 Millionen täg­lich zu stei­gern. Alles für angeb­lich 100 Milliarden Pfund Sterling. […] Eine schnel­le Durchsicht der Folien voll von Mengenlehre-Diagrammen, falsch zuge­ord­ne­tem Text, uner­klär­ter Farbcodierung, schwach­sin­ni­gen Berater-Slogans – und sogar die größ­ten Optimisten unter uns wer­den begin­nen, Vertrauen zu ver­lie­ren. Es sieht ehr­lich aus und liest sich wie eine Silicon Valley PowerPoint-Präsentation aus den 1990ern von einem Verkaufsleiter, der weiß, daß er eine Technologie und eine Idee anpreist, die es noch nicht gibt und die uner­reich­bar sind. […]
Aber wenn du noch irgend einen Zweifel hast, ob die­ses Dokument eine völ­li­ge Zeitverschwendung ist, soll­te die fol­gen­de Phrase der Nagel in den Sarg sein: Hebel-Synergien. Yup, das ist rich­tig, die Regierung plant die Ausgabe von 100 Milliarden Pfund und Durchführung von 10 Millionen COVID-19 Tests täg­lich durch Hebel-Synergien. Ich ken­ne Sie über­haupt nicht, aber wann auch immer ich Synergien hebe­le, weiß ich, daß ich einen guten Job mache. […] Es scheint, dass Großbritannien COVID-19 ein­hän­dig mit einem schreck­li­chen PowerPoint geknackt und einen Haufen Privatunternehmen gleich­zei­tig reich gemacht hat!“ [1] „Schuss in den Mond: Mit Schnelltests in den Brexit“ wei­ter­le­sen

"junge Welt" kriegt die Kurve nicht

Eine gan­ze Seite wid­met die Tageszeitung am Samstag der "Corona-Lage" in Indien. "Plötzlich stieg die Kurve an" ist er über­schrie­ben. Die ent­schei­den­de Information wird in einer Randspalte ver­steckt: "Die Todesrate in Indien ist äußerst gering; 34 Covid-19-Todesfälle wer­den pro Million Einwohner gezählt." Indien liegt damit knapp über der der BRD und sehr deut­lich hin­ter Spanien.

Der rest­li­che Artikel ist geprägt von den übli­chen Mainstream-Alarmismen:

»In den ers­ten Septembertagen hat Indien inner­halb von 24 Stunden mehr als 90.000 neue Fälle von Covid-19 regis­triert und liegt damit vor Brasilien. Mehr als 75.000 Infektionen kamen zuletzt täg­lich hin­zu. In Delhi wur­den an einem Tag mehr als 3.200 Infektionen fest­ge­stellt. Bereits Anfang August hat­te Indien als drit­tes Land der Welt zwei Millionen Fälle gemel­det.«

Das Ranking wird auch für ein­zel­ne Bundesstaaten vor­ge­nom­men. Für Kerala wird als besorg­nis­er­re­gend berich­tet:

„"jun­ge Welt" kriegt die Kurve nicht“ wei­ter­le­sen

Mit Küchentuch Abstand reduzieren: Orchester-Hilfe

Im Mai war auf br-klassik.de zu lesen, womit Charité und Bundeswehr sich so beschäf­ti­gen:

»Wie hoch ist die Infektionsgefahr für Covid-19 bei ver­schie­de­nen Musikergruppen? Wieviel Abstand ist wirk­lich not­wen­dig? Mit die­sen Fragen beschäf­ti­gen sich zwei aktu­el­le Studien der Universität der Bundeswehr München und der Berliner Charité. Während die Charité einen Leitfaden für alle Orchester­instrumente ent­wi­ckelt, unter­sucht die Universität der Bundeswehr das Infektionsrisiko spe­zi­ell beim Chorsingen und Musizieren mit Blasinstrumenten.«

Während bei­de Institute sich inzwi­schen Herrn Nawalny wid­men, wis­sen wir nun aus einer wei­te­ren Studie:

»Ein ein­fa­ches Küchentuch könn­te die Corona-Abstandsregeln für Orchester ent­schär­fen: Zumindest legen das Ergebnisse eines Experiments der Bauhaus-Universität in Weimar nahe. Doch so sim­pel ist es dann doch nicht, wie eine Hörprobe "Berliner Luft" zeigt…

„Mit Küchentuch Abstand redu­zie­ren: Orchester-Hilfe“ wei­ter­le­sen