"Hochgradig irrational"

Unter dem Titel »"Es geht auch ohne Lockdown"« nimmt auf sr.de Prof. Julian Nida-Rümelin in einem Interview Stellung zum Corona-Krisenmanagement. Dort ist zu lesen:

»"Museen zum Beispiel zu schlie­ßen, mit sechs Meter hohen Decken, mit Air Condition, mit gesit­te­ten Leuten und außer­dem ohne Touristen ohne­hin fast leer – ist gro­tesk!" Sogar Theater- oder Opernaufführungen mit Schachbrettmuster-Bestuhlung wür­den "kein zusätz­li­ches Risiko" ber­gen. "Wir sind da hoch­gra­dig irra­tio­nal vor­ge­gan­gen", stell­te Nida-Rümelin klar.

Deutschlands gro­ßer Fehler sei gewe­sen, sich in den Sommermonaten 2020 nicht genü­gend auf eine "zwei­te Welle" vor­be­rei­tet zu haben: "Wir haben die Gesundheitsämter nicht digi­ta­li­siert, wir haben die Schulen nicht vor­be­rei­tet – völ­lig unter­ver­ständ­lich – und wir haben kei­ne kla­ren Kriterien ent­wi­ckelt, die in einem neu­en Gesetz oder novel­lier­ten Infektionsschutzgesetz Eingang hät­ten fin­den müs­sen", sag­te Nida-Rümelin. All das schaf­fe Unmut – "und zwar zu Recht".

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Nun wird offen über Zensur gesprochen

Wieder ein­mal gibt es im Newsletter der "World Economic Forum Strategic Intelligence" Leseempfehlungen. Eine davon bezieht sich auf den Artikel "Entschärfung medi­zi­ni­scher Fehlinformationen: Ein gesamt­ge­sell­schaft­li­cher Ansatz zur Bekämpfung von Spam, Betrug und Hoaxes". Er stellt die von der WHO finan­zier­te Studie eines "Expertenteams von Forschern am Harvard Shorenstein Center on Media, Politics and Public Policy" vor. Unumwunden wer­den detail­liert Zensur- und ande­re Zwangsmaßnahmen gegen abwei­chen­de Informationen zu Corona dis­ku­tiert und befür­wor­tet. Zuvor wird vor­ge­schla­gen, die berüch­tig­te "Zivilgesellschaft" einzubinden:

»Die Erkundung poten­zi­el­ler Koalitionen jen­seits von Organisationen und Einzelpersonen, die tra­di­tio­nell mit den Medien, der Technologie und der Regierung in Verbindung gebracht wer­den (wie z. B. loka­le Gemeinde­gruppen, Frauenorganisationen, Nachbarschafts­vereinigungen, Bildungsgruppen, LGBTQ-Befürwortergruppen und mehr), kann sich daher als nütz­lich für eine effek­ti­ve Koalitionsbildung erweisen.«

Sollte sich das – wie mit dem Flop von #ZeroCovid – als weni­ger nütz­lich her­aus­stel­len, bleibt:

»Verfügbarkeit von Informationen und Zensur

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IDT Biologika: Corona-Impfstoffproduktion ab Anfang 2023

Noch ein paar Wochen durch­hal­ten, dann sind alle geimpft und haben ihre Freiheit wie­der. So lau­tet die offi­zi­el­le Erzählung (wäh­rend selbst dop­pelt geimpf­te SeniorInnen immer noch sepa­riert blei­ben). Bis zum Ende des Sommers erhal­ten wir alle ein "Impfangebot". Auf faz.net ist am 8.4. zu lesen:

»Derweil hat das Pharmaunternehmen IDT Biologika in Dessau-Roßlau den Grundstein für ein wei­te­res Gebäude zur Impfstoffproduktion gelegt. Ab Anfang 2023 will das Unternehmen dort den Corona-Impfstoff von Astra-Zeneca pro­du­zie­ren. Insgesamt inves­tie­re das Unternehmen rund 100 Millionen Euro in den Ausbau des Standortes in Sachsen-Anhalt, sag­te ein Sprecher am Donnerstag. Damit wer­de das Projekt etwa dop­pelt so schnell umge­setzt, wie in der Branche üblich. Bereits seit Mitte März füllt das Unternehmen auch den Impfstoff des ame­ri­ka­ni­schen Pharmakonzerns Johnson & Johnson ab und ver­packt die Ampullen. Die ers­ten Chargen sind bereits in der Qualitätskontrolle und sol­len ab Mitte April aus­ge­lie­fert werden.«

Nicht nur die­ses Unternehmen stellt sich auf dau­er­haf­te Profite ein. Bereits am 28.3. war auf faz.net (Bezahlschranke) zu erfah­ren, daß die Bundesregierung die Gelddruckmaschine längst ange­wor­fen hat:

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Wie die Corona-Impfung in der Praxis Arzt und Patient glücklich macht

Darüber berich­tet am 7.4. aerztezeitung.de. Das Glück beruht auf unter­schied­li­chen Faktoren. Für die schles­wig-hol­stei­ni­sche KV-Chefin Dr. Monika Schliffke ist es das Geschäft:

»Ihre Zuversicht nimmt sie nicht nur aus dem Wissen, dass Impfen zum Kerngeschäft in den Praxen zählt, son­dern auch aus der gut ein­ge­spiel­ten Lieferkette, die in der Startwoche rei­bungs­los funk­tio­niert habe.«

Für Julia L., medi­al vor­ge­führ­te Erstgeimpfte in der Praxis, die Illusion:

»Wenn sie auch die zwei­te Impfung durch ihren Hausarzt erhal­ten hat, freut sie sich dar­auf, ihren neu­en Enkel in den Händen hal­ten zu kön­nen – ein Beispiel für den Wunsch Gargs [Gesundheitsminister, AA], was die Impfungen neben dem Schutz als Folge bewir­ken wer­den: „Endlich wie­der ein Stück mehr Normalität.“«

"Nicht jede Person, die einer Verschwörungstheorie zustimmt", ist automatisch psychisch gestört

Das ent­nimmt ein Artikel auf univadis.de einer Studie, zu der er noch nicht ein­mal kor­rekt ver­linkt. Sie wird so kolportiert:

»Auch Denkverzerrungen im Fokus
Erfasst wur­den bei der Befragungsstudie aus­ser demo­gra­phi­schen Angaben auch die Zustimmung zu meh­re­ren Coronavirus-bezo­ge­nen Aussagen, die eine Verschwörung hin­ter der Entstehung der Pandemie oder der Kommunikation dazu ver­mu­ten. Zudem wur­den in der Befragung momen­tan emp­fun­de­ner Stress, Paranoia-ähn­li­chen Erfahrungen sowie anhand von Schlussfolgerungs-Aufgaben ver­schie­de­ne Denkverzerrungen erho­ben. Unter letz­te­re fal­len bei­spiels­wei­se die Tendenzen, sys­te­ma­tisch auf Basis unzu­rei­chen­der Informationen Schlüsse zu zie­hen oder auch Informationen, die der eige­nen Haltung wider­spre­chen, weni­ger in eige­ne Schlussfolgerungen zu integrieren…

Teilnehmer, die den prä­sen­tier­ten [Verschwörungs-]Aussagen stär­ker zustimm­ten, waren im Durchschnitt jün­ger, gestress­ter und berich­te­ten über mehr Paranoia-ähn­li­che Erfahrungen (zum Beispiel „Fremde und Freunde schau­en mich kri­tisch an“). Sie wie­sen aus­ser­dem eine poli­tisch extre­me­re Haltung sowie ein gerin­ge­res Bildungsniveau auf…

Verzerrtes Denken, aber nicht immer

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„Übersehene“ bitte bei der Impfhotline melden

»Rund 700.000 Impfeinladungen sind an die Über-70- und 80-Jährigen in Berlin raus­ge­gan­gen (Basis: Daten aus dem Melderegister) – damit, sag­te uns ges­tern Abend ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung, müss­te die gesam­te Altersgruppe erfasst sein. („Übersehene“ bit­te bei der Impfhotline melden).«
checkpoint.tagesspiegel.de

In dem Artikel hin­ter der Bezahlschranke geht es um das Thema "Immunisiert zurück in die Freiheit?" Als habe es mehr als 200 Jahre bür­ger­li­cher Demokratie nicht gege­ben, wer­den dort Hofschranzen zitiert, die unter Umständen bereit wären, gewis­sen Gruppen Freiheiten zu "gewäh­ren".

Die Wirtschaftssenatorin über­legt, ob irgend­wann Geimpfte "ihre vol­len Freiheiten leben kön­nen". Der Justizsenator geruht zu ver­kün­den: "Natürlich spricht nichts dage­gen, wenn sich zehn Geimpfte tref­fen". Beide sit­zen für die Grünen im Senat.

Auch RedaktionsmitarbeiterInnen machen sich die feu­da­lis­ti­sche Argumentation zu eigen. Einer "ist bereits durch­ge­impft" und will end­lich mal in die Philharmonie oder nach Hiddensee. Eine andere, …

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Schon 149 Fälle in MV: Zweimal geimpft – und trotzdem Corona

»NEUBRANDENBURG · Ein posi­ti­ver Coronatest, teil­wei­se auch Krankheitssymptome – trotz voll­stän­di­gem Impfstatus: Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) kommt das in Mecklenburg-Vorpommern seit Beginn der lan­des­wei­ten Impfkampagne im Dezember 2020 immer wie­der vor.

Fälle in fast allen Landkreisen
149 Fälle hat das Lagus (Stand 07.04.21) bis­lang regis­triert. Lagus-Sprecherin Anja Neutzling zum Nordkurier: „Diese Fälle tra­ten bis­her in fast allen Landkreisen und kreis­frei­en Städten auf, mit Ausnahme von Vorpommern-Rügen.“

Dem Lagus zufol­ge han­delt es sich dabei nicht nur um Test-Positive, son­dern auch um Patienten, die trotz Impfung mit Symptomen zu kämp­fen haben…«
nordkurier.de

Druck auf Luca-App wächst

tagesschau.de berich­tet am 7.4. über eine inter­es­san­te Aktions-Idee:

»Die Luca-App gilt als Hoffnungsträger bei der Kontaktnachverfolgung. Doch kri­ti­sche Stimmen häu­fen sich: Es geht um fal­sche Check-Ins und um recht­li­che Bedenken. Konkurrenten füh­len sich übergegangen.

Es soll viel los gewe­sen sein im Osnabrücker Zoo in der Nacht auf Mittwoch. Wie sich auf Twitter nach­le­sen lässt, sol­len sich mehr als 100 Nutzer über die Luca-App beim eigent­lich geschlos­se­nen Zoo ein­ge­checkt haben – von zuhau­se aus. Nötig dafür war nur ein Foto des QR-Codes vom Zoo-Eingang, das jeder mit der Luca-App ein­le­sen kann.

Das eigent­li­che Ziel von Luca: Die Gästeregistrierung, egal ob bei Zoos oder Restaurants, soll digi­ta­li­siert und mit den Gesundheitsämtern ver­knüpft wer­den. Die Twitter-Trolle wol­len wie­der­um zei­gen, dass das Funktionsprinzip der App feh­ler­an­fäl­lig ist, wenn sich nur genug Menschen in den sozia­len Medien zusammentun. 

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