Facke-Attack und irritierende Kostüme

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts von der "STEINWURF-ATTACK AUF ARD-REPORTER":

Quelle: bild.de

Wird Stuttgart jetzt eigent­lich dahin­ge­rafft wie schon im letz­ten August Berlin? Siehe dazu die Reitschuster-Doku: https://www.youtube.com/watch?v=vdcH_2ET7XM, der aller­dings das sei­ten­ver­kehr­te Spiel "Gute Demo – böse Demo" mitspielt.

Man zieht das Kostüm an wie einen Strampelanzug, vorn ist ein Reißverschluss.

Jeder bla­miert sich so gut, wie er kann. Der Tagesspiegel fin­det es toll.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=4uBXNPpD0qI

»Wo immer in Berlin Coronaskeptiker:innen auf­mar­schie­ren, sind auch die Echsenmenschen nicht weit. Unter dem bun­ten Kunststoff ste­cken aller­dings kei­ne Pandemieleugner:innen, son­dern Gegendemonstrant:innen…

Ihre Verkleidung ist eine Anspielung auf einen beson­ders bizar­ren Verschwörungsglauben…
Als Außenstehende kann man sich das schwer vor­stel­len, aber es gibt tat­säch­lich Menschen, die glau­ben, die Welt wer­de von soge­nann­ten Reptiloiden beherrscht. 

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Test für den Ostergottesdienst? Och nö. Auch Läden leer

Jedenfalls für Berlin galt die­ses Jahr: So hoch ist der Feiertag auch wie­der nicht, als daß man sich dafür Zwangstests unterzöge.

»Für den Besuch von Gottesdiensten muss­ten Gläubige einen nega­ti­ven Corona-Test vor­wei­sen. Folge etwa im Berliner Dom: Der evan­ge­li­sche Bischof Christian Stäblein muss­te am Sonntag vor weit­ge­hend lee­ren Kirchenbänken pre­di­gen, ein Stream soll­te Abhilfe schaffen.

Die Test-Regel hat dem Einzelhandel eben­falls lee­re Läden beschert. „Die Auslastung lag zwi­schen zwei und zehn Prozent“, sag­te der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, der dpa am Samstag. „So bringt das nichts, das kann kein Modell für län­ger sein.“ Die Kosten lägen für eine sol­che Nachfrage zu hoch. „Eigentlich müss­ten wir die Bude zuma­chen“, umschrieb er die Stimmung in vie­len Häusern.«
tagesspiegel.de (5.4.)

Trotz sehr kal­ten Wetters ist zu vermelden:

»Laut Senatsverwaltung waren 700 Kräfte im Einsatz. An den ers­ten bei­den Tagen sei­en etwa 10.000 Menschen ange­spro­chen wor­den. „Das wich­tigs­te Instrument für die Polizei ist das Wort“, sag­te Geisel.«

Wenn es schon nicht von der Kanzel kommt.

Wenn das mal gut geht: KI soll Impfung planen

"Künstliche Intelligenz" soll "die Dauer des Impftermins auf ein Minimum ver­kür­zen", wenn es nach einem Arzt, geht, der gemein­sam mit einem Unternehmen, das Ticketing-Plattformen ent­wi­ckelt, einen "Impfplaner 4.0" auf den Markt brin­gen will. tagesspiegel.de berich­tet, was die Software ver­mei­den soll.

»Er [der Arzt, AA] berich­tet von Fällen, in denen bereits mit dem Biontech-Vakzin geimpf­te Menschen zwei Tage vor ihrer Zweitimpfung eine Einladung zur Astrazeneca-Impfung erhiel­ten – weil es kei­nen Kontrollmechanismus durch eine zen­tra­le Datenbank gab. Das lie­ße sich durch künst­li­che Intelligenz ver­hin­dern, ist sich Andreas Steinbauer, Vertriebsleiter bei Navatec, sicher.«

Software klärt auf

»Es sind vier Punkte, an denen die „Krisenplattform“, wie Wallau sie nennt, ansetzt: Datenerfassung, Patientenaufklärung, Terminvergabe, Logistik. Gehen soll das so: Die Software über­nimmt zuerst die Vorbereitung mit Erfassung der Patientendaten und orga­ni­siert die Aufklärung des Patienten über die Risiken der Impfung. „Wenn das mal gut geht: KI soll Impfung pla­nen“ weiterlesen

Impf-Akquise läuft schleppend

Für Berlin teilt tagesspiegel.de am 5.4. mit:

»Immer noch, sagen Mitarbeiter der Impfzentren, gebe es eine „Astrazeneca-Skepsis“. Die Berliner KV teilt auf Anfrage mit: „Die aktu­el­le Situation um Astrazeneca führ­te in den Praxen dazu, dass die Akzeptanz des Impfstoffes gesun­ken ist. In Verbindung mit der Priorisierungsvorgabe müs­sen Arztpraxen sehr vie­le Patienten anru­fen, bis sich hin­rei­chend vie­le zu einer Impfung bereit erklä­ren. Häufig gelingt es erst im indi­vi­du­el­len Arzt-Patienten-Gespräch, die Vorbehalte gegen den Impfstoff abzubauen.“

Nach Tagesspiegel-Informationen haben eini­ge der schon seit März akti­ven Impf-Modellpraxen auf­ge­hört, den bri­tisch-schwe­di­schen Impfstoff anzu­bie­ten. Das RKI emp­fiehlt das Astrazeneca-Mittel nur noch für Plus-60-Jährige. Jüngere kön­nen den Impfstoff nach ärzt­li­cher Aufklärung frei­wil­lig neh­men. Wer haf­tet, wenn die Astrazeneca-Spritze dann nega­ti­ve Folgen hat?

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Wenn das keine gute Nachrichten sind… [sic]

Der Tagesspiegel meint damit eine Ankündigung von Jens Spahn.

»So kann es doch gehen: Zwölf Prozent der Deutschen sind bis­her geimpft, zehn Millionen, und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht von Fortschritten aus – noch in die­sem Monat. Kein Aprilscherz – es könn­ten bis Anfang Mai 20 Prozent sein. Wenn das kei­ne gute Nachricht ist.

Die ist auch drin­gend nötig. Denn immer mehr Deutsche begin­nen gera­de zu zwei­feln, dass die Bundesregierung, nament­lich Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihr Impfversprechen hal­ten kann. Aktuell sind es nur noch 23 Prozent, die glau­ben, dass alle die, die impf­wil­lig sind, bis zum 21. September den hel­fen­den Pieks erhal­ten haben wer­den. Diese Zahl sinkt. Ebenso die der­je­ni­gen, die den­ken, dass der Bund die Sache im Griff hat oder mehr Zugriff bekom­men sollte…

In Grippezeiten imp­fen sie 20 Millionen Menschen in zwei Monaten, seit Jahren.«

Deutschland befin­det sich welt­weit auf Platz 40 im Ranking der Geimpften pro 100.000 Ew., weit hin­ter den Seychellen, Katar, Barbados, aber immer­hin vor Kuwait.

So viel Freiheit gibt Spahn

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spahn-impfung-freiheit-105.html

Denn die Wissenschaft hat fest­ge­stellt, fest­ge­stellt, bzw. Herr Wieler hat einen "gegen­wär­ti­gen Kenntnisstand". Danach sind 15 Tage nach der zwei­ten Impfung Gepikste noch weni­ger anste­ckend als nega­tiv getes­te­te Symptomlose. Donnerwetter! Allerdings sind die Menschen in den Altenheimen immer noch inter­niert und dür­fen über­wie­gend noch nicht ein­mal gemein­sam spei­sen. Denn Kenntnisstand hin oder her, Freiheiten will der Minister erst "nach dem nun drin­gend not­wen­di­gen Brechen der drit­ten Welle" gewäh­ren. Wann das sein wird und wie es defi­niert wird, ent­schei­det der Minister. Quelle: bild.de, 4.4. (Bezahlschranke)

Mit "Ein biss­chen Frieden" gewann 1982 Nicole den Eurovision Song Contest. Wer wird "Ein biss­chen Freiheit" träl­lern? Nicole hat­te 1981 schon den Titel "Flieg nicht so hoch, mein klei­ner Freund" geschrie­ben. Der Refrain lautet:

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Welle wächst und wächst

"Vom Sinne befreit sind Spahn und Lauterbäche
durch des Frühlings hol­den, bele­ben­den Blick." (frei nach JWG)

»"Die drit­te Welle wächst"
Spahn warn­te, dass die Ansteckungsgefahr anhal­tend hoch sei. "Impfen ver­hin­dert nicht die drit­te Welle, die drit­te Welle wächst", sag­te er und ver­wies auf Länder mit bereits höhe­rer Impfquote wie Chile, Großbritannien oder die USA: Diese Beispiele zeig­ten, dass Kontaktbeschränkungen wei­ter not­wen­dig sei­en. Die Situation in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen nann­te Spahn ange­sichts stei­gen­der Auslastungszahlen besorg­nis­er­re­gend."«
tagesschau.de

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Apr_2021/2021–04-05-de.pdf?__blob=publicationFile

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Ein Jahr corodok.de. What's left?

Fast hät­te ich es über­se­hen. Am 3.4. des letz­ten Jahres star­te­te die­ser Blog mit einer Handvoll LeserInnen. Die ers­ten Beiträge stell­ten ein Anschreiben aus der lin­ken Ecke gegen die Verzweiflung dar. Niemand bis auf die ver­mu­te­ten Drahtzieher hät­te den­ken kön­nen, daß das Thema uns noch ein gan­zes Jahr spä­ter beschäf­ti­gen wür­de. Inzwischen lesen hier täg­lich Tausende mit, im März gab es knapp 1,5 Millionen Seitenaufrufe. Mehr als drei­ßig­tau­send Kommentare wur­den in dem Jahr ver­öf­fent­licht (ca. 100 nicht, weil sie recht­lich straf­wür­di­ge Formulierungen ent­hiel­ten). Daraus sind Ansätze einer Diskussion mit sehr viel­fäl­ti­gen Positionen ent­stan­den. Es ani­miert mich, wei­ter­zu­ma­chen. (Bitte jetzt kei­ne Lobeshymnen auf den Mut, den braucht es nicht…)

Der aller­ers­te Beitrag Burgfrieden beschäf­tig­te sich mit der Rolle der Linken in punc­to Corona. Daran anknüp­fend wird auch heu­te die Frage gestellt:

What’s left?

„Ein Jahr corodok.de. What's left?“ weiterlesen