Viele Corona-Schnelltests ohne Prüfung im Umlauf

Nun ist auch beim "Spiegel" ange­kom­men, wor­über hier bereits am 11.12. berich­tet wur­de. msn.com zitiert das Blatt heu­te so:

»Eigentlich sol­len sie hel­fen, das Virus zurück­zu­drän­gen. Doch vie­le in Deutschland ange­bo­te­ne Antigentests auf SARS-CoV‑2 sind nicht unab­hän­gig geprüft wor­den. Andere haben die Kontrolle nicht bestanden.

… Schließlich meh­ren sich Zweifel, wie vie­le der auf dem Markt befind­li­chen Tests wirk­lich etwas taugen.

Denn ein Großteil der in Deutschland ange­bo­te­nen Schnelltests auf Sars-CoV‑2 ist nach SPIEGEL-Informationen bis­her nicht unabhängig geprüft wor­den. Zwar wer­den beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mehr als 300 sol­cher Tests geführt. Doch gera­de mal 25 Tests sind vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) unabhängig kon­trol­liert worden.

Um auf die lan­ge BfArM-Liste zu kom­men, dürfen Hersteller ihre Produkte selbst zer­ti­fi­zie­ren, ohne exter­ne Kontrollen.

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Philologenverband lässt an Lehrer verteilte Masken testen – Ergebnis: Minderwertig

»STUTTGART. Der Philologenverband hat Masken tes­ten las­sen, die das Kultusministerium Baden-Würtemberg an Lehrer ver­teilt hat. Ergebnis: Diese KN95-Masken ver­feh­len deut­lich die Anforderungen für FFP2-Masken.«

Das ist am 4.1. zu erfah­ren auf news4teachers.de. Die Philologen den­ken nicht zu Ende.

Gefälschtes Gutachten

»Das Kultusministerium hat­te vom 14. bis 18. Dezember 2020 ins­ge­samt 8,4 Millionen „FFP2“-Masken aus Beständen des Sozialministeriums zum Schutz der Lehrkräfte an alle Schulen, so berich­tet der Verband. Bereits am ers­ten Tag sei­en Rückfragen und Beschwerden zu die­sen Masken ein­ge­gan­gen: Luft, die man durch die­se Masken ein­at­met, habe einen deut­lich che­mi­schen Geruch. Allergiker hät­ten bereits nach eini­gen Minuten Tragezeit deut­li­che Hautrötungen an den Kontaktstellen von Maske und Gesicht.
Die Filterqualität der chi­ne­si­schen KN95-Masken schien zweifelhaft.

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Vom Saulus zum Paulus oder Trojanisches Pferd?

Klaus Stöhr kri­ti­siert Lockdown und die Inzidenzkriterien dafür. Er wird für ein Interview auf welt.de von heu­te so vorgestellt:

»Klaus Stöhr arbei­te­te von 1991 bis 2006 für die WHO, unter ande­rem als Leiter des glo­ba­len Influenza-Überwachungsprogramms und der Pandemievorbereitung. Ein von ihm gelei­te­tes Team, dem auch Christian Drosten ange­hör­te, ent­deck­te 2003 das SARS-CoV1-Virus. Seit 2007 arbei­te­te er beim Pharmakonzern Novartis, unter ande­rem als Leiter der Influenza-Impfstoffforschung. Stöhr ist Honorarprofessor der FU Berlin.«

Mehr zu ihm sie­he unten. Hier eini­ge Passagen aus dem Interview:

»WELT: Der Lockdown in Deutschland wur­de ver­län­gert, in man­chen Regionen sogar ver­schärft. Ist das richtig?

Klaus Stöhr: Um das zu beur­tei­len, müss­te ich erst ein­mal erken­nen kön­nen, wel­che Strategie die Regierung ver­folgt. Grob ist mir die Richtung klar, man will die Zahl der Fälle sen­ken. Und es ist ja auch völ­lig unstrit­tig, dass man das Virus nicht ein­fach durch­lau­fen las­sen kann, das wäre völ­lig abwe­gig. Aber wel­ches Ziel genau strebt man an?

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Gutschein-Irrsinn bei FFP2-Masken – Deutschlands nächstes Corona-Chaos

Noch bei den unsin­nigs­ten Maßnahmen ver­sagt das Gesundheitsministerium. welt.de infor­miert heute:

»Für die zwei­te Runde der Verteilung von FFP2-Masken wur­de ein fäl­schungs­si­che­res Gutscheinsystem ent­wi­ckelt. Nun aber ist die Bundesdruckerei zu spät dran – der Versand ist im Verzug. Experten sind fas­sungs­los – und for­dern eine prag­ma­ti­sche Lösung…

Die neue Strategie des Bundesgesundheitsministeriums… sieht vor, Bürgern ab 60 und jenen mit beson­de­ren Vorerkrankungen FFP2-Masken in Apotheken aus­zu­hän­di­gen – nach­dem sie einen Gutschein der Bundesdruckerei per Post erhal­ten haben, der davor wie­der­um erst an die Krankenkassen gelie­fert wer­den muss.

„In den Apotheken ste­hen nun Menschen, die Gutscheine vor­zei­gen müs­sen, die sie noch nicht haben“

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Das leise Sterben

»Alle bli­cken auf die Corona-Statistik, aber auch die Zahl der Arbeitslosen und Verzweifelten steigt. Künstler und Selbständige trifft der Lockdown beson­ders hart. Letzte Woche nahm sich eine befreun­de­te Schauspielerin das Leben. Was sie vor­her sag­te, lässt mich nicht mehr los.

Das letz­te Mal, als ich Marion (Name geän­dert) sah, hat­te sie ihre sonst blon­den Haare raben­schwarz gefärbt. Sie kam mit einer Gruppe Musiker in einem Restaurant vor­bei, in dem wir gera­de eine Teambesprechung für unser nächs­tes Filmfestival abhielten.

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Spahn – Auch Genesene sollten sich impfen lassen

Der Gesundheitsminister braucht kei­nen Lauterbach mehr. Nicht nur die Umsetzung des Prinzips "Nimm 6, zahl 5!" ("Biontech-Impfstoff: Ab sofort 20 Prozent mehr Impfungen mög­lich"), son­dern auch die­se Meldung zeu­gen davon:

»Gesundheitsminister Jens Spahn plä­diert dafür, dass sich auch Genesene nach einer Corona-Infektion imp­fen lassen.

Die Immunität durch eine Impfung sei nach Erkenntnissen der Wissenschaft deut­lich höher als nach einer über­stan­de­nen Erkrankung, sagt er im SWR4-Radio. "Insofern macht es auch für Genese Sinn, sich imp­fen zu las­sen", fügt er hin­zu. Allerdings müss­ten sich die­se Personen viel­leicht nicht sofort imp­fen las­sen.«

Näheres regelt der Markt.

"Der Lockdown verstößt gegen EU-Recht."

Auf nordkurier.de kommt am 6.1. der Jurist Rolf Karpenstein zu Wort.

»Hamburg. Der Hamburger Rechtsanwalt Rolf Karpenstein (57) ist über­zeugt, dass die Corona-Politik von Bund und Ländern nicht auf den best­mög­li­chen Gesundheitsschutz von Risiko-Gruppen aus­ge­rich­tet ist, son­dern auf macht­po­li­ti­sche und fis­ka­li­sche Ziele. Die mit dem anhal­ten­den Lockdown ver­bun­de­nen Verbote für Unternehmer und Gewerbetreibende sei­en nicht mit den EU-Freiheitsrechten ver­ein­bar, sagt er.

Dem Nordkurier ver­si­chert er, nie­man­den zum offe­nen Rechtsbruch anstif­ten zu wol­len. Sein Standpunkt ist aber: Die Corona-Beschränkungen selbst sind der Rechtsbruch. Wie kommt er dar­auf? Der Nordkurier hat das Naheliegendste getan – und ihn ein­fach gefragt. Hier spricht er über sei­ne Sicht der Dinge.

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Kneipe öffnen in Schweiz billiger als Rodeln in Holzminden

»Ziviler Ungehorsam oder Widerhandlung aus Verzweiflung? Schweizer Gewerbler und Wirte wol­len ab Montag ihre Lokale und Geschäfte öff­nen. Die Aktion ist umstrit­ten, und es dro­hen emp­find­li­che Strafen.

Die Konsequenzen kön­nen schwer­wie­gend sein: Bis zu 10'000 Franken Busse dro­hen, im Extremfall sogar fünf Jahre Haft. Trotzdem wol­len zahl­rei­che Schweizer Wirte und Gewerbetreibende am Montag ihre Beizen und Läden zu den übli­chen Geschäftszeiten wie­der öff­nen – und sich über das vom Bundesrat ange­ord­ne­te Verbot hin­weg­set­zen. Auf diver­sen Plattformen im Internet wird zur­zeit der Aufruf ver­brei­tet, sich unter dem Motto «Wir machen auf» gegen die Corona-Massnahmen zu stellen.

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"Wir beenden das Jahr 2020 in Einsamkeit und Dunkelheit"

Lars Jonas Holger Gardell (* 2. November 1963 in Enebyberg, Gemeinde Danderyd, Schweden) ist ein schwe­di­scher Schriftsteller, Drehbuchautor, Schauspieler, Komiker und Sänger (Wikipedia). Er hat die­sen Text am 29.12 in der schwe­di­schen Boulevardzeitung "Expressen" ver­öf­fent­licht (Danke für die Übersetzung an eine Leserin!):

»Nach fast einem Jahr mit Covid-19 erschei­nen der alte Alltag und die Realität als ein Traum, wäh­rend sozia­le Distanz und Isolation zur Norm gewor­den sind.

Jonas Gardell schreibt dar­über, was Einsamkeit mit dem Menschen macht – und über die Hoffnung, die mit dem Licht kommt.

Text: Jonas Gardell
Veröffentlicht am 29. Dezember 2020 um 13.12 Uhr

ESSAY In die­sem Frühjahr ver­lor Mark sei­ne Mutter. Vielleicht hast Du, der du dies liest, auch jeman­den ver­lo­ren, der dir im aus­ge­hen­den Jahr nahe stand. Diejenigen, die nicht mehr da sind, hin­ter­las­sen eine Lücke vol­ler Trauer und Verlust.

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"Natürlich zahle ich nicht"

»Gastronom am Tegernsee will trotz Lockdown öffnen
Aus Protest gegen den Corona-Lockdown will ein Gastronom ab Montag sein Bistro in Gmund am Tegernsee wie­der öff­nen. „Ich möch­te ein­fach ein Zeichen set­zen, dass die Maßnahmen der Politik nicht ver­hält­nis­mä­ßig sind. Sie zer­stö­ren die Gastronomie“, erklär­te Betreiber Hans Becker. Zuerst hat­te die „Tegernseer Zeitung“ über die geplan­te Öffnung von „Das Becker’s“ berichtet.

Die Polizei und das Landratsamt suchen schon vor­ab das Gespräch mit dem Betreiber, sag­te ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Es ist nicht zuläs­sig, dass gas­tro­no­mi­sche Betriebe öff­nen. Wir hof­fen, dass die Einsicht siegt.“ Die Beamten und zwei Vertreter des Landratsamtes wer­den das Bistro ansons­ten am Montag kon­trol­lie­ren, kün­dig­te eine Sprecherin des Landratsamtes an. „Sollten dabei Verstöße fest­ge­stellt wer­den, wer­den die­se kon­se­quent geahndet.“

Laut Bußgeldkatalog droht dem Gastronom eine Strafe von 5000 Euro. „Natürlich zah­le ich nicht. Im Zweifel zie­he ich bis zum Europäischen Gerichtshof“, sag­te Becker, der sich aus­drück­lich von der rech­ten Szene distan­ziert. Er leug­ne nicht die Existenz des Virus und wol­le sich an die Hygiene- und Abstandsregeln hal­ten, um sei­ne Gäste nicht zu gefähr­den. Zwei Besucher hät­ten trotz dro­hen­der Geldstrafe von 250 Euro schon für Montag reser­viert.« (welt.de)