Winterberg: Touri-Werbung mal anders

Skurrile Zeiten: Winterberg will kei­ne TouristInnen, die kom­men trotzdem.

https://www.winterberg.de/

zeit.de meldet:

»Der Ansturm von Tagestouristen auf das ver­schnei­te Winterberg im Sauerland hat auch über Neujahr ange­hal­ten. «Gut besucht» sei der Ort gewe­sen, sag­te eine Stadtsprecherin am 1. Januar. «Wir hät­ten uns gewünscht, dass die Menschen zu Hause blei­ben», sag­te Rabea Kappen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur – «aber es klappt nicht».«

und fügt inter­es­san­te Links hinzu:

Homepage Stadt mit Hinweis
Abgeschaltete Webcams in Winterberg
Tankstelle Annika Dünnebacke

Berlins Innensenator "mit schalldichten Ohropax und Scheuklappen"

Selten kommt es vor, daß ich der Gewerkschaft der Polizei zustim­men kann. Wenn sie dem Innensenator das genann­te Urteil (tagesspiegel.de) zum Verlauf der Silvesternacht in Berlin aus­stellt, muß man ihr Recht geben. Sicher war in die­sem Jahr weni­ger Böllerei als zuvor zu beob­ach­ten, kein Wunder, gab es legal auch kei­ne Feuerwerkskörper zu kau­fen. Der Berliner GdP-Chef faßt zusammen:

»Um die 56 Böllerverbotszonen als gelun­ge­nes Erfolgskonzept dar­zu­stel­len, muss man mit schall­dich­ten Ohropax und Scheuklappen ins Jahr 2021 gerutscht sein. Es wur­de zwar weni­ger, aber eben stadt­weit Pyrotechnik abge­feu­ert, auch zahl­reich in ver­bo­te­nen Zonen.«

Der Tagesspiegel teilt wei­ter mit:

„Berlins Innensenator "mit schall­dich­ten Ohropax und Scheuklappen"“ weiterlesen

Nun auch italienischer Regierungschef Verschwörer

Die ita­lie­ni­sche Regierung ist sau­er. Sie wirft der Bundesregierung Rechtsbruch bei der Sonderbestellung des Biontech-Impfstoffs vor. faz.net schreibt:

»Der Juraprofessor Giuseppe Conte weiß, wie man bei­ßen­de Kritik mit nüch­ter­nen Worten zuspitzt. Gefragt zum Verhalten Deutschlands, sag­te der Ministerpräsident, es sei eine gemein­sa­me Entscheidung gewe­sen, sich bei der Versorgung mit Impfstoffen auf der Ebene der EU zusam­men­zu­tun. Italien bekom­me schon Hunderte Millionen Impfdosen über die EU und wer­de über­zäh­li­ge Impfstoffe ärme­ren Ländern zur Verfügung stel­len. Auf eige­ne Faust habe Italien nichts bestellt. „Italien hat das nicht getan, weil der Artikel 7 des Vertrages das Verbot ent­hält, sich auf direk­tem Weg zu ver­sor­gen. Punkt“.«

Die FAZ stellt Conte in eine Reihe mit rechts­po­pu­lis­ti­schen Aussagen:

»„Berlin betrügt die EU, pfeift auf den Pakt und kauft den Deutschen 30 Millionen Impfdosen“, schrieb etwa die rech­te Zeitung „La Verità“.

Im glei­chen Spektrum ist auch das Blatt „Libero“ ange­sie­delt, das am Dienstag titel­te: „Berlin legt uns rein“, und zudem eine Fotomontage abbil­de­te mit dem Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz und dem ins Tor mon­tier­ten Titel „Der Impfstoff macht frei“. Unter die­ser Fotomontage stand zwar ein Artikel über Impfverweigerer, doch kor­re­spon­dier­te die Illustration auch mit der gegen­über­lie­gen­den Seite über die angeb­li­chen deut­schen Gemeinheiten.

Die seit Tagen im rech­ten Lager ange­heiz­te Polemik inspi­rier­te schließ­lich auch Roms Lokalzeitung „Messaggero“ zu einem krie­ge­ri­schen Einstieg in den Kommentar auf der ers­ten Seite: „Angela Merkel schnappt sich mit einem Blitzkrieg zusätz­li­che 30 Millionen Impfdosen“.«

Wozu der ganze Wirbel?

fragt die FAZ und kennt Antworten:

»Das ist die Frage, die im Geburtsland von Macchiavelli immer sofort gestellt wird. Die Antworten sind sehr unter­schied­lich: „Conte will von den eige­nen Schwierigkeiten ablen­ken und hat lie­ber die Diskussion über einen Sündenbock im Ausland“, lau­tet die Antwort von einem aus­län­di­schen Beobachter in Rom. Schließlich sind die Zeitungen voll von Spekulationen über eine bevor­ste­hen­de Regierungskrise. Und die ita­lie­ni­schen Vorbereitungen für Impfungen im gro­ßen Stil sind auch noch nicht abge­schlos­sen. Vor zwei Tagen lief gera­de die Bewerbungsfrist aus für ein Auswahlverfahren, mit dem irgend­wann in nächs­ter Zeit 3000 Ärzte für die Impfungen ein­ge­stellt wer­den sollen.«

Im Geburtsland von Goethe, Schiller und manch Anderen, kön­nen sol­che Gründe selbst­re­dend nicht wir­ken für poli­ti­sche Entscheidungen…

Weitere Medienstars fragen: "Die zweite Dosis verschieben?"

Sie wol­len das Feld nicht Karl Lauterbach über­las­sen (s. Erstmal auf zwei­te Impfung ver­zich­ten? Lauterbach fin­det das gut). Neben Hendrik Streeck fin­det auch der Chef der RKI-Impfkommission die Idee ganz brauch­bar. Thomas Mertens ist der Mann, der schon Anfang des Monats Falschinformationen über Risiken des Impfstoffs für Schwangere und Stillende ver­brei­tet hat­te (s. Auch "Bild" ent­larvt Lüge des Stiko-Chefs). Nun erfah­ren wir von ihm auf faz.net:

»Um mög­lichst schnell mög­lichst vie­le Menschen gegen das Coronavirus zu imp­fen, könn­te es Experten zufol­ge sinn­voll sein, den Zeitpunkt der Auffrischungsimpfung nach hin­ten zu ver­schie­ben. „Da der Abstand zwi­schen bei­den Impfungen mit gro­ßer Wahrscheinlichkeit in wei­ten Grenzen varia­bel sein kann und der Schutz auch nach einer Impfung schon sehr gut ist, ist es durch­aus über­le­gens­wert, bei Impfstoffmangel zunächst bevor­zugt die ers­te Impfung zu ver­ab­rei­chen“, sag­te Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut. Allerdings stel­le dies eine zusätz­li­che Herausforderung bei der Planung der zwei­ten Impfung dar, die letzt­lich erfol­gen müsse.

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Werk eines militanten Impfgegners? Impfdosen zerstört

»FESTNAHME IN WISCONSIN:
Apotheker zer­stört mehr als 550 Corona-Impfdosen«

ist heu­te auf faz.net zu lesen. Ist er ein­fach durch­ge­dreht? Wollte er alte Menschen schüt­zen? Die Behörden tap­pen noch im Dunkeln.

»Ein Mitarbeiter einer Krankenhausapotheke im ame­ri­ka­ni­schen Bundesstaat Wisconsin ist fest­ge­nom­men wor­den, weil er rund 570 Dosen eines Coronavirus-Impfstoffes rui­niert haben soll. Zunächst sei man von einem Versehen aus­ge­gan­gen. Doch die Ermittlungen hät­ten erge­ben, dass der Verdächtige den Impfstoff vor­sätz­lich aus der Kühlung genom­men und über Nacht ste­hen gelas­sen habe, erklär­te die Polizei in Grafton am Donnerstag. Der Mann habe zuge­ge­ben, dass er gewusst habe, dass die Impfdosen damit unbrauch­bar wurden.

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Wann werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen?

"Charité in Personalnot – Ärzte sol­len in der Pflege hel­fen" heißt es heu­te auf t‑online.de. Seit Jahren war­nen Gewerkschaften vor die­ser Situation. Sie ist alles ande­re als neu und wie­der­holt sich stets in jeder Grippesaison. Dabei fehlt es der Charité nicht an Geld. Auf ihrer Internetseite ist zu lesen:

»Mit 15.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirt­schaf­tet die Charité 2,0 Milliarden Euro Gesamteinnahmen pro Jahr und ist damit einer der größ­ten Arbeitgeber Berlins. Mit Tochterunternehmen hat die Charité 18.700 Beschäftigte.«

»Die Charité hat­te im Jahr 2019 rund 2,0 Milliarden Euro Gesamteinnahmen und 0,1 Millionen Euro Jahresüberschuss erzielt. Bereits zum neun­ten Mal in Folge erreich­te die Charité ein posi­ti­ves Jahresergebnis.«

So heißt es an ande­rer Stelle. Die Erlöse wer­den auch erwirt­schaf­tet mit einer schlech­ten Personalausstattung und unter­ta­rif­li­cher Bezahlung in den Tochterunternehmen.

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Wie war das noch mit… 1,3 Millionen Impfdosen?

»"Bis Ende die­sen Jahres wer­den über 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer aus­ge­lie­fert und von die­sen an die Impfteams ver­teilt", kün­dig­te Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an.

Die Auslieferung star­te­te bereits am Mittwoch. Die deutsch­land­weit ers­ten 151.125 Impfdosen wer­den nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit am Samstag erwar­tet. Bis Ende Januar sol­len schließ­lich drei bis vier Millionen Dosen zur Verfügung ste­hen. Für das ers­te Quartal wird ins­ge­samt mit elf bis 13 Millionen gerech­net – deren Verteilung ist eine logis­ti­sche Mammutaufgabe.«

Das war am 24.12. auf tagesschau.de zu lesen. Mehr als eine Woche spä­ter mel­det die Tagesschau heu­te einen Erfolg und ein lee­res Versprechen:

»160.000 Impfungen – und bald Lockerungen?«

Bezeichnenderweise heißt der Link https://www.tagesschau.de/inland/corona-deutschland-lock­down-ver­la­en­ge­rung-101.html

Dampfende Shisha-Wasserpfeifen als Beweismittel sichergestellt

»Dampfende Wasserpfeifen ver­ra­ten Covid-Verstoß
11:21 Uhr

Bei einer Razzia in einem Shisha-Cafe im Londoner Stadtteil Wembley hat die Polizei gra­vie­ren­de Verstöße gegen das Covid-Kontaktverbot fest­ge­stellt. Zwar hät­ten rund 50 Personen, die sich dort mit Rauchen, Musikhören und Fußballschauen beschäf­tigt hät­ten, uner­kannt flie­hen kön­nen, teil­te die Polizei mit. Doch habe man 21 war­me und damp­fen­de Shisha-Wasserpfeifen als Beweismittel sicher­ge­stellt. Der Besitzer des Cafes müs­se nun mit einem Bußgeld von umge­rech­net 11.000 Euro rech­nen.« (tagesschau.de)

"Es ist schier unmöglich, per Gesetz jeden Corona-Todesfall zu verhindern."

Hat sich Wolfgang Schäuble bei den "Corona-LeugnerInnen" eingereiht?

»Schäuble ruft vor Gipfel zu "aus­ge­wo­ge­nen Entscheidungen" auf
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat vor dem anste­hen­den Corona-Gipfel von Bund und Ländern "aus­ge­wo­ge­ne Entscheidungen" ange­mahnt. Bei den Corona-Maßnahmen "bleibt es zen­tral, dass die Exekutive die Verantwortung des Einzelnen fest im Blick hält und auf so viel Freiheit wie mög­lich setzt", sag­te Schäuble der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Es ist schier unmög­lich, per Gesetz jeden Corona-Todesfall zu ver­hin­dern." Es sei daher sei­ne "Grundüberzeugung", dass die Politik die Abwägung zwi­schen dem Schutz des Lebens und den Nachteilen der Corona-Maßnahmen "nicht kom­plett per Verordnung oder Gesetz auf­lö­sen kann, son­dern dass die Verantwortung auch in den Händen der Ärzteschaft, von Wissenschaft und Ethikern liegt".«

So stellt es tagesschau.de dar. Es wird wohl eher dar­um gehen, daß die Wirtschafts-Fraktion, die vom Lockdown über­haupt nicht pro­fi­tiert, sich zu Wort mel­det. Es wird deut­lich, daß die aus­schließ­li­che Orientierung der Regierungspolitik an den Think-Tanks rund um die Pandemie-Planspiele zu Widersprüchen führt.