Haben die Corona-Tests in Deutschland 1,5 Mrd. Euro gekostet?

Die bis­lang aus­ge­ge­be­ne Summe für Tests wird offi­zi­ell nicht aus­ge­wie­sen. Deshalb sind die fol­gen­den Zahlen mit Vorsicht zu betrach­ten. Als gesi­chert kann der Wert für die Anzahl der Tests laut RKI gelten.

rnd.de ver­weist auf das Ministerium:

»Laut dem Bundesministerium für Gesundheit gilt: Ärzte erhal­ten für einen Abstrich pau­schal 15 Euro. Labordiagnostiker erhal­ten für den Nachweis ein­schließ­lich der all­ge­mei­nen ärzt­li­chen Laborleistungen, Versandmaterial und Transportkosten 50,50 Euro. Abgerechnet wird über die Kassenärztliche Vereinigung. Für PoC-Antigen-Tests, also Schnelltests, fal­len Kosten in Höhe von 9 Euro an.«

Privat erwor­be­ne Testergebnisse kön­nen deut­lich teu­rer sein. Für die Berechnung wur­den die eher nied­ri­ge­ren ver­schie­dent­lich in der Presse genann­ten Preise verwendet.

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Polizei warnt vor falschen Testern und informiert falsch

»Auch im Bereich Kaiserslautern sind inzwi­schen fal­sche Corona-Tester unter­wegs. Ein angeb­li­ches Test-Team aus zwei Frauen klin­gel­te bei einer 84-Jährigen in Otterbach. Während der Durchführung eines fal­schen Tests ent­fern­te sich eine der Frauen zwi­schen­durch auf die Toilette und konn­te so die Wohnung durchsuchen.

Die Polizei warnt: Lassen Sie kei­ne unbe­kann­ten Personen in die Wohnung, die ange­ben im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen unter­wegs zu sein. Weder Impfungen noch Tests fin­den ohne Ankündigung und vor­an­ge­gan­ge­nen Abklärungen zuhau­se im häus­li­chen Bereich statt! Auch Personen, die einer Risikogruppe ange­hö­ren und nicht in der Lage sind, ein Impfzentrum zu besu­chen, wer­den nicht durch unbe­kann­te Impfteams auf­ge­sucht, son­dern durch den ihnen bekann­ten Hausarzt geimpft.«

Die Information des Polizeipräsidiums Westpfalz ist unzu­tref­fend. Laut Gesundheitsministerium wer­den letz­te­re Impfungen "von den mobi­len Impfteams vor­ge­nom­men". Das gilt etwa auch für Berlin.

Kein Anschluß unter dieser Nummer

»Die auch als Corona-Impf-Hotline genutz­te Nummer 116 117 des ärzt­li­chen Bereitschaftsdienstes ist teil­wei­se schwer erreich­bar. Den „sehr ernst­zu­neh­men­den Hinweisen auf eine Überlastung der Hotline gehen wir der­zeit inten­siv nach“, sag­te ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums der „Welt am Sonntag“. Erste Erkenntnisse wür­den auf tech­ni­sche Gründe als Ursache hindeuten.

Seit dem 21. Dezember sind dem Bericht zufol­ge Callcenter mit rund 1100 Beschäftigten in Betrieb, die wöchent­lich bis zu 200 000 Anfragen bear­bei­ten könn­ten. Ab 8. Januar soll die Maximalkapazität schritt­wei­se auf wöchent­lich 500 000 Anrufe hoch­ge­fah­ren wer­den, hieß es unter Berufung auf das Ministerium.« (rp-online.de)

SPD Berlin im Selbst-Lockdown aka Betriebsferien

Ein Einzelhändler wen­det sich mit der Bitte, den Lockdown nicht zu ver­län­gern, an die SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. So sieht die Antwort aus:

»Von: Fraktionsbüro <Fraktionsbuero@spd.parlament-berlin.de>
Gesendet: Sonntag, 3. Januar 2021 10:20
An: xxx
Betreff: Automatische Antwort: DRINGEND: Bitte kei­ne Schließung des Einzelhandels über den 10. Januar 2021 hinaus

Sehr geehr­te Damen und Herren,
auf­grund der aktu­el­len Lage sind sämt­li­che Mitarbeiter/innen der SPD Fraktion bis vor­erst 10. Januar 2021 in Betriebsferien und nicht erreichbar. 
Nachrichten wer­den nicht gele­sen und nicht auto­ma­tisch weitergeleitet.
Wir hof­fen, ab dem 11. Januar 2021 wie­der für Sie da zu sein.

Wir wün­schen allen eine besinn­li­che Weihnachtszeit und blei­ben Sie gesund!

xxx
Geschäftsstelle
der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin
Niederkirchnerstr. 5
10117 Berlin«

Los Angeles: Wohin nur mit den unnötigen Impfstoffen?

Unter der Überschrift "Einige Mitarbeiter im Gesundheitswesen wei­gern sich, den COVID-19-Impfstoff zu neh­men, selbst bei vor­ran­gi­gem Zugang" berich­te­te die "Los Angeles Times" am 31.12.:

»Sie sind Mitarbeiter an vor­ders­ter Front, die mit höchs­ter Priorität Zugang zum COVID-19-Impfstoff haben, aber sie wei­gern sich, ihn zu nehmen.

Im St. Elizabeth Community Hospital in Tehama County waren weni­ger als die Hälfte der 700 Krankenhausmitarbeiter, die für den Impfstoff in Frage kamen, bereit, die Impfung zu neh­men, als sie zum ers­ten Mal ange­bo­ten wur­de. Im Providence Holy Cross Medical Center in Mission Hills hat jeder fünf­te Krankenpfleger und Arzt die Impfung abge­lehnt. Etwa 20 % bis 40 % der Mitarbeiter des Bezirks L.A., denen der Impfstoff ange­bo­ten wur­de, haben dies eben­falls getan, so die Gesundheitsbehörden des Bezirks.

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"Volksverpetzer" in Panik

Kaum war #WirMachenAuf in der Welt, muß­te sich der "Volksverpetzer"-Chef an die Tastatur bege­ben. Unerhörtes war gesche­hen (s. „WIR MACHEN AUF”: Läden wol­len aus Protest trotz Lockdown öff­nen).

Unter dem wie stets groß geschrie­be­nen Titel "#WIRMACHENAUF: QUERDENKER RISKIEREN IHRE GEWERBEERLAUBNIS & 5 JAHRE HAFT" droht er – und natür­lich darf der Nazi-Vorwurf nicht fehlen – :

»Jetzt haben eini­ge ande­re Pandemie-Leugner:innen rund um Querdenken, aber auch eini­ge rechts­ex­tre­mis­ti­sche Gruppierungen, die Idee für den nächs­ten Pseudo-Aktionismus gefun­den, der es sogar in die Twitter-Trends geschafft hat. Man wol­le die “Corona-Diktatur” been­den, indem man … shop­pen geht. Kein Scherz: Mit dem Hashtag #WirMachenAuf wird dazu auf­ge­ru­fen, dass Unternehmer:innen sich ein­fach selbst­er­mäch­tigt über die Lockdown-Verordnungen hin­weg­set­zen sol­len und am 11. Januar ihre Läden ohne Erlaubnis öff­nen sol­len. Das tei­len qua­si alle Verschwörungsideolog:innen, von Querdenkern bis zu Neonazis.

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Leere Impfzentren: "Als ob nicht jeder Tag zählte"

Die "Welt" ist entsetzt.

»Leere Impfzentren, Chaos bei der Terminvergabe, allein­ge­las­se­ne Pflegekräfte: In Deutschland erweist sich der lang­ersehn­te Beginn der Massenimpfungen gegen Corona als Flop. Wie kann das nach all der Vorbereitungszeit sein?«

schreibt sie heu­te. Wird ihr die Antwort aus ihrer Blase her­aus gelin­gen, in der "ein klei­ner Pieks" von den Massen her­bei­ge­sehnt wurde?

Wie ein Regionalflughafen kurz vor der Pleite

»Ein Dutzend Check-in-Schalter hat das Impfzentrum in Saarbrücken, zwei gro­ße Wartehallen mit Hunderten Stühlen und zahl­lo­sen Monitoren an der Wand. Service-Desks war­ten auf Menschen mit vie­len Fragen. In der Lobby und im Freien for­men Absperrgitter lan­ge Entlastungsschleifen. Das alles soll den Ansturm der Impfwilligen in geord­ne­te Bahnen len­ken. Das Problem: Da ist kein Ansturm.

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Bodo Rambolow will ThüringerInnen an 15-Kilometer-Leine legen

»Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält ange­sichts der noch immer hohen Infektionswerte eine Verschärfung der Corona-Regeln in dem Bundesland für nötig. Er habe dem Kabinett vor­ge­schla­gen, nach dem Beispiel von Sachsen den Bewegungsradius der Menschen im Freistaat auf 15 Kilometer im Umkreis ihres Wohnortes zu beschrän­ken, sag­te Ramelow in Erfurt. Entscheidungen wer­de das Thüringer Kabinett am Dienstag nach den Bund-Länder-Gesprächen fäl­len. Ramelow reagier­te damit auch auf den Ansturm, den es am Wochenende auf die Wintersportgebiete im Thüringer Wald gab, wo sich ent­ge­gen den Kontaktbeschränkungen Menschen aus ver­schie­de­nen Landesteilen sowie aus Franken begegneten.«

Das berich­tet rp-online.de. Zudem for­dert er "eine Verlängerung des Lockdowns um drei Wochen" (t‑online.de).

Mehr auch zu Prof. Frauke Zipp („Grobes Versagen der Verantwortlichen“)

Prof. Frauke Zipp hat sich in die Medien gebracht mit dem Vorwurf an die Regierung, nicht genug vom guten deut­schen Impfstoff ein­ge­kauft zu haben (s. Noch ein Leuchtturm der Ethik. Moralisches Win-win einer Bekannten des Biontech-Chefs).

Die "Frankfurter Rundschau" hat­te 2012 mit dem Titel "CHARITÉ BERLIN – Untersuchung wegen wis­sen­schaft­li­chen Fehlverhaltens" berich­tet:

»Eine wis­sen­schaft­li­che Publikation, an der Zipp als ver­ant­wort­li­che Seniorautorin betei­ligt war, ist dort gegen­wär­tig Gegenstand einer inter­nen Untersuchungskommission zu wis­sen­schaft­li­chem Fehlverhalten. In der Studie aus dem Jahr 2003 wer­den Zellschädigungen im Gehirn untersucht.

Bereits drit­te Untersuchungskommission an der Charité
„Der Charité wur­de vor über drei Jahren eine Liste von mehr als 20 inkri­mi­nier­ten Publikationen vor­ge­legt, dar­un­ter auch das Paper, an dem Zipp mit­ge­ar­bei­tet hat“, sag­te Christoph Berndt, Vorsitzender des Personalrats der Fakultät. 

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