Ecuador: Ausnahmezustand gekippt

Mit der Begründung des "mutier­ten Virus" hat­te Präsident Lenín Moreno am 21.12. einen Ausnahmezustand über das Land ver­hängt. Er wur­de nun vom Verfassungsgericht gekippt. Moreno war 2017 mit einem lin­ken Programm ange­tre­ten, aber sehr bald auf einen neo­li­be­ra­len Kurs ein­ge­schwenkt, was 2019 zu schwe­ren Unruhen und einem Generalstreik führ­te. Er hat also Erfahrung mit auto­ri­tä­rer Politik.

»Das Plenum des Verfassungsgerichts hat in einer außer­or­dent­li­chen Sitzung am 27. Dezember 2020 mit Mehrheitsbeschluss die Verfassungswidrigkeit des Exekutivdekrets Nr. 1217 vom 21. Dezember 2020, in dem der Präsident der Republik den "Notstand wegen öffent­li­cher Notlage auf dem gesam­ten Staatsgebiet auf­grund der schwer­wie­gen­den Zunahme der Übertragung von COVID-19, auf­grund der Ballungen sowie der Exposition gegen­über einer aus dem Vereinigten Königreich impor­tier­ten Mutation mit höhe­rer Virulenz, um die Ausbreitung des Coronavirus und sei­ne nega­ti­ven Folgen für die öffent­li­che Gesundheit ein­zu­däm­men" aus­rief, weil er zu dem Schluss kam, dass er nicht mit den Verfassungsnormen übereinstimmte.

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Kriegt "Rheinische Pest" Kosmetiker klein?

"Krefelder Kosmetiker will am Montag trotz Lockdown öff­nen" mel­det rp-online.de am 6.1. und ist wenig ange­tan von der Idee.

»Er will sei­nen Laden auf­ma­chen, trotz des Lockdowns, trotz der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus und der hohen Infektionszahlen. Er sei am Ende sei­ner Existenz, sagt der Krefelder Kosmetiker. Um sei­ne Aktion ver­sam­meln sich seit eini­gen Tagen vie­le Unterstützer. Die Botschaften in sei­nem Telegram-Kanal lesen Stand Mittwoch 57.000 Menschen mit. Der Kosmetiker, des­sen Name unse­rer Redaktion bekannt ist, sagt, er sei kein soge­nann­ter „Querdenker“. Allerdings hat die Initiative „Wir machen auf“ Verbindungen zu meh­re­ren bekann­ten Figuren aus der „Querdenker“-Szene, die das Coronavirus und sei­ne Auswirkungen öffent­lich leugnen.

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10 Gründe warum eine Impfung gegen Corona derzeit wenig Sinn macht

»Die [öster­rei­chi­sche] Initiative für evi­denz­ba­sier­te Corona Informationen ist ein spon­ta­ner Zusammenschluss aus zivil­gesellschaftlich enga­gier­ten Menschen. Darunter befin­den sich u.a. Ärzte, Anwälte, Wissenschafter.«

So beschreibt sich eine Gruppierung auf deren Seite ein Dokument mit obi­gem Titel erhält­lich ist. Als Leseanreiz hier das Inhaltsverzeichnis:

»1. Impfung mit wenig Nutzen
2. Keine nor­ma­le Zulassung
3. Neue Technologie mit unbe­kann­ten Risiken
4. Impfung viel zu spät
5. Wirksamkeit nicht gesichert
6. Geimpfte wei­ter­hin ansteckend?
7. Nebenwirkungen häu­fig, aber nur teil­wei­se bekannt
8. Laufende Veränderung des Virus
9. Keine Impfung für bereits Infizierte nötig
10. Fragliche Haftung bei Impfschäden«

Unternehmerinstitut: Möglichst Tag und Nacht impfen

Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des "Instituts der deut­schen Wirtschaft", hat­te sich bereits für die Bestrafung von "ImpfverweigerInnen" ein­ge­setzt (s. IW for­dert finan­zi­el­le Sanktionen für Impfverweigerer). Nun legt er noch einen drauf. Es geht natür­lich um die Gewinne der deut­schen Wirtschaft:

»Die Industrie dage­gen könn­te die­sen Lockdown im Vergleich zum Frühjahr 2020 bes­ser über­ste­hen. Dafür müs­sen Grenzen offen blei­ben, Wertschöpfungsketten und die Weltwirtschaft müs­sen die Gelegenheit bekom­men, sich zu sta­bi­li­sie­ren. Wenn das gelingt, kos­tet jede Lockdown-Woche rund 3,5 bis 5 Milliarden Euro, je nach­dem, wie schnell sich die betrof­fe­nen Branchen nach Lockdown-Ende wie­der sta­bi­li­sie­ren und Fahrt auf­neh­men. Unklar ist indes noch, wel­che lang­fris­ti­gen Schäden der Lockdown ver­ur­sa­chen wird und wie vie­le Unternehmer Insolvenz anmel­den müssen.

Möglichst Tag und Nacht impfen

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Todesfälle bei Pflegeheimbewohnern nach Impfung

Auf der Webseite der nor­we­gi­schen Arzneimittelbehörde ist am 5.1. zu lesen:

»Die nor­we­gi­sche Arzneimittelbehörde und das nor­we­gi­sche Institut für öffent­li­che Gesundheit unter­su­chen zwei gemel­de­te Todesfälle sorg­fäl­tig, um fest­zu­stel­len, ob ein Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoff besteht.

Während der Pandemieimpfung über­wa­chen die nor­we­gi­sche Arzneimittelbehörde und das Nationale Institut für öffent­li­che Gesundheit Nebenwirkungen, die kon­ti­nu­ier­lich gemel­det wer­den, und reagie­ren schnell, wenn der Verdacht auf uner­war­te­te, neue oder schwer­wie­gen­de Nebenwirkungen besteht. Am Dienstag, dem 5. Januar, erhiel­ten wir zwei Berichte über Todesfälle, die weni­ge Tage nach der Impfung auftraten.

Derzeit haben Bewohner aus­ge­wähl­ter Pflegeheime den Corona-Impfstoff Comirnaty (BioNTech / Pfizer) erhalten.

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Effekte der SARS-CoV-2-Pandemie auf die stationäre Versorgung von Januar bis November 2020

Das ist Inhalt einer Analyse der Initiative Qualitätsmedizin (IQM)1 mit Daten aus 284 Kliniken. Es heißt dort:

»Bis November 2020 wur­den in den betei­lig­ten Krankenhäusern 3.393.480 Fälle sta­tio­när behan­delt, was ca. 22% der Krankenhaus­patienten in Deutschland entspricht.

Die Analyse ist trä­ger­über­grei­fend und umfasst die unter­schied­li­chen Versorgungsstufen der Krankenhäuser…

In der Studienperiode wur­den 22.050 Fälle mit einer nach­ge­wie­se­nen Corona-Infektion sta­tio­när behandelt…

Die Sterblichkeit aller Krankenhausfälle lag im Jahr 2019 bei 2,2% und war mit 2,5% im Jahr 2020 signi­fi­kant erhöht. Das liegt im Wesentlichen dar­an, dass bei 13% Abnahme aller Fälle die Zahl der Todesfälle ledig­lich um 3,5% abnahm. Eine Zunahme der Letalität um 0,2 Prozentpunkte bei einer Fallzahl von 3.393.480 ent­sprä­che ca. 6.787 Todesfällen, sodass die­se Zunahme nicht allein durch die 3.425 COVID-19 beding­ten Todesfälle erklär­bar ist. Wir neh­men an, dass die Verschiebung der Krankenhausfälle dazu geführt hat, dass die weni­ger schwer erkrank­ten Patienten nicht ins Krankenhaus gekom­men sind, sodass es zu einer rela­ti­ven Zunahme der schwe­re­ren Verläufe mit leicht erhöh­ter Sterblichkeit gekom­men ist.

Im Untersuchungszeitraum 2020 beob­ach­te­ten wir bis KW 48 kei­ne Zunahme für den Verlauf der Intensivbehandlungen und für die Anzahl der maschi­nell beatme­ten Patienten im Vergleich zu 2019…

In den ers­ten 11 Monaten des Jahres 2020 wur­den ins­ge­samt weni­ger Patienten im Krankenhaus behan­delt als im Vergleichszeitraum 2019. Auch die Gesamtzahl der SARI2-Fälle, Intensivfälle und Beatmungsfälle war im Untersuchungszeitraum nicht höher als 2019. Vor dem Hintergrund stei­gen­der Infektionszahlen wird hier die Analyse der Dezemberdaten von beson­de­rem Interesse sein.

Die Krankenhaussterblichkeit sowie auch die Sterblichkeit des SARI, der Intensiv- und Beatmungsfälle waren 2020 im Vergleich zu 2019 erhöht. Neben dem direk­ten Effekt der COVID-19-Infektion müs­sen die Folgen der ver­min­der­ten Krankenhausbehandlungen zeit­nah ana­ly­siert wer­den, um auch anhand die­ser Daten zu bilan­zie­ren, wel­che Maßnahmen ange­mes­sen sind.

Diskussion vor dem Hintergrund der kürzlich publizierten Bundesstatistik der Sterbefälle

In Zusammenhang mit unse­ren Beobachtungen ist die Publikation der Sterbefälle für das Jahr 2020 durch das Statistische Bundesamt inter­es­sant, die eine Analyse der soge­nann­ten Übersterblichkeit ermög­licht, also den Vergleich der auf­tre­ten­den mit den erwar­te­ten Sterbefällen, die typi­scher­wei­se aus einem Durchschnitt der Vorjahre berech­net wer­den (https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/_Grafik/_Interaktiv/woechentlichesterbefallzahlen-jahre.html?nn=209016) (Stand 20.12.2020).

Bis KW 47 sind im Jahr 2020 ins­ge­samt 855.309 Menschen ver­stor­ben, was in Summe ca. 17.173 (2,0%) über dem Durchschnitt der Jahre 2016–19 liegt, wobei auch die Jahre 2016–19 rele­van­te Unterschiede der Sterbefälle auf­wei­sen (Abb. 8), mit dem Maximum von 860.975 im Jahr 2018…

Während im April die Übersterblichkeit zeit­lich mit der Sterblichkeit an Corona zusam­men­fiel, war die Übersterblichkeit im August, September und Oktober augen­schein­lich nicht oder nur zum gerin­gen Teil auf COVID-19 zurück­zu­füh­ren. Das Statistische Bundesamt gibt in sei­ner Publikation die Hitzewelle als mög­li­che Ursache der Beobachtung im August an. Der Effekt könn­te aller­dings auch auf die ver­min­der­te Krankenhausversorgung gera­de bei Notfällen wäh­rend der vor­her­ge­hen­den Monate zurück­führ­bar sein. Eine tie­fe­re Analyse der zugrun­de­lie­gen­den Zusammenhänge ist zur wei­te­ren Beurteilung wün­schens­wert. Auch seit der zwei­ten Welle fal­len die wie­der stei­gen­den Zahlen der COVID-19-Verstorbenen mit der mess­ba­ren Übersterblichkeit zusam­men.«

1 Zu den "Gründungsinitiatoren" der Initiative Qualitätsmedizin gehören:

»Die HELIOS Kliniken GmbH, die Johanniter GmbH Gemeinnützige Gesellschaft für sozia­le Einrichtungen, die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die MTG Malteser Trägergesellschaft gGmbH, die SRH Kliniken GmbH, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden, die Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken, das Universitätsspital Basel und die Ärztekammer Berlin grün­de­ten 2008 die Initiative. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Damp Holding AG, die Gesundheit Nordhessen Holding AG, die Klinikum Saarbrücken gGmbH, die Klinikum St. Elisabeth Straubing GmbH und die Ludwig-Maximilians-Universität München sind 2009 als wei­te­re Gründungsinitiatoren dazugekommen.«

2 SARI: Severe acu­te respi­ra­to­ry infec­tion, schwe­re aku­te Atemwegsinfektion


Einige der Illustrationen:

https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie

Der Irland-Irrtum der Leopoldina

Unter die­sem Titel räumt heu­te ein Artikel auf welt.de mit einer Legende auf, die als Begründung für die win­ter­li­chen Lockdowns her­hal­ten muß­te. Ganz vor­ne dabei damals und heu­te die Physikerin Viola Priesemann, deren "Modelle" zu abstru­ses­ten Forderungen füh­ren (s. Physikerin toppt Ramelow).

Im Artikel der "Welt" heißt es:

»Mit dem Hinweis auf Entwicklungen in Irland recht­fer­tig­te die Leopoldina-Akademie den Lockdown. Doch die jüngs­ten Zahlen zei­gen, dass die Strategie zwei­fel­haft war. In Irland ist die Lage noch schlim­mer. Zeit, die Alternativlosigkeit des Lockdowns in Frage zu stellen.

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Mitherausgeber des "British Medical Journal" skeptisch zu Daten von Pfizer und Moderna

Peter Doshi, Mitherausgeber des renom­mier­ten Fachblattes British Medical Journal (BMJ), ver­öf­fent­licht dort am 4.1. einen Beitrag mit kri­ti­schen Fragen zu den neu­en Impfstoffen (dort auch die Links zu genann­ten Publikationen).

»Als ich vor fünf Wochen Fragen zu den Ergebnissen der Covid-19-Impfstoff-Studien von Pfizer und Moderna auf­ge­wor­fen habe, waren nur die Studienprotokolle und ein paar Pressemitteilungen öffent­lich zugäng­lich. Heute sind zwei Zeitschriften­veröffentlichungen und etwa 400 Seiten zusam­men­ge­fass­ter Daten in Form von meh­re­ren Berichten ver­füg­bar, die der FDA vor der Notfallzulassung des mRNA-Impfstoffs der bei­den Unternehmen vor­ge­legt wur­den. Während eini­ge der zusätz­li­chen Details beru­hi­gend sind, sind eini­ge es nicht. Hier skiz­zie­re ich neue Bedenken hin­sicht­lich der Vertrauenswürdigkeit und Aussagekraft der berich­te­ten Wirksamkeitsergebnisse.

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IW fordert finanzielle Sanktionen für Impfverweigerer

»BERLIN (Dow Jones)–Das arbeit­ge­ber­na­he Institut der deut­schen Wirtschaft (IW) spricht sich für finan­zi­el­le Sanktionen für Impfverweigerer aus. IW-Direktor Michael Hüther sag­te der Wochenzeitung Die Zeit, er kön­ne sich vor­stel­len, dass gesetz­lich Versicherte, die sich ohne medi­zi­ni­sche Begründung nicht imp­fen las­sen wol­len, einen Teil ihrer Behandlungskosten selbst tra­gen müs­sen, wenn sie sich mit Corona infi­zie­ren. Ein sol­cher "Selbstbehalt" kön­ne die Bereitschaft zur Impfung erhöhen.

Hüther argu­men­tier­te, dass Impfgegner sich dem Solidargedanken der Krankenversicherung ent­zie­hen. Deshalb kön­ne es im Umkehrschluss mög­lich sein, sie im Fall einer Corona-Erkrankung teil­wei­se vom Versicherungsschutz auszunehmen.

Hintergrund ist, dass sich Umfragen zufol­ge nur ein Drittel der Deutschen schnellst­mög­lich imp­fen las­sen wol­len. Um die Ausbreitung des Virus zu stop­pen, sind aber Durchimpfungsraten von bis zu 80 Prozent nötig.«

Zu lesen heu­te auf finanzen.ch.