Das Virus war schneller

Diesen von einem Leser zuge­sand­ten Beitrag konn­te ich nicht veri­fi­zie­ren. Es spricht aber nichts gegen sei­ne Echtheit. Danach war am 22.1. in "Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau" unter obi­gem frag­wür­di­gen Titel zu lesen:

»Roland Brugger, Einrichtungsleiter des Seniorenheims in Lambrecht, hat­te früh­zei­tig Vorbereitungen getrof­fen und konn­te das Haus als eines der ers­ten im Landkreis Bad Dürkheim „impf­be­reit“ mel­den. Bereits am 6. Januar war das Team des Roten Kreuzes vor Ort und impf­te. Über 90 Prozent der Bewohner ent­schie­den sich für den schüt­zen­den Piks. Doch schon am nächs­ten Tag zeig­te sich: Für eini­ge Bewohner war die Impfung zu spät gekom­men.

Inzwischen sind 28 Bewohner und acht Mitarbeiter in der Lambrechter Einrichtung infi­ziert.

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Behörden prüfen routinemäßig Tod von Pflegekraft (42) nach Impfung

Der Bericht auf t‑online.de vom 22.1. ist von Lars Wienand1, also mit Zurückhaltung aufzunehmen.

»Im Landkreis Uelzen war­ten die Behörden auf das Ergebnis einer Obduktion: Eine Pflegekraft war kurz nach einer Covid-19-Impfung gestor­ben. Allerdings gibt es bis­her kei­ne Hinweise, dass ihr Tod im Zusammenhang damit steht. 

Todesfälle von schwer­kran­ken alten Menschen kurz nach der Schutzimpfung gegen Corona gab es in Deutschland bereits meh­re­re. Nun schlägt ein Fall hohe Wellen: Eine Frau "im mitt­le­ren Alter" ist ver­stor­ben, wie ein Sprecher des Kreises Uelzen bestä­tig­te. In Kreisen von Impfgegnern wird die­ser Vorfall genutzt, um Vorbehalte gegen das Impfen zu schü­ren. Doch es gibt bis­her kei­ne Anzeichen, dass die Frau wegen der Impfung gestor­ben ist.

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Reitschuster verliert Glauben an FDGO. Youtube löscht ein Video von ihm

Auf reitschuster.de schreibt er heute:

»Die Realität ist ein Schelm. Ich sit­ze gera­de in der Bundespressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), RKI-Chef Lothar Wieler und dem Virologen Christian Drosten und habe sie gefragt, ob man nicht einen öffent­li­chen Dialog mit den Kritikern der Corona-Politik wie Sucharit Bhakdi, Wolfgang Wodarg, Stefan Homburg und Stefan Hockertz füh­ren soll­te. Die Frage war expli­zit an Spahn und Drosten gerich­tet. Drosten igno­rier­te sie. Spahn ant­wor­te­te aus­wei­chend dahin­ge­hend, dass gene­rell Dialog not­wen­dig sei.

Kaum hat­te ich die Frage gestellt, sah ich im Computer, dass Youtube zwei mei­ner Videos mit Interviews mit Professor Hockertz gelöscht hat. 

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Weimar: Zweite Runde in Verfahren zu Verfassungswidrigkeit der Kontaktbeschränkungen

mdr.de mel­det am 22.1.:

»Die Staatsanwaltschaft Erfurt geht gegen das vom Amtsgericht Weimar erlas­se­ne Urteil zur Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie vor. Die Staatsanwaltschaft habe beim Amtsgericht einen Antrag auf Zulassung einer Rechtsbeschwerde ein­ge­legt, sag­te der Sprecher der Behörde, Hannes Grünseisen.

Damit will die Staatsanwaltschaft errei­chen, dass das Urteil mit den ihm zugrun­de­lie­gen­den Feststellungen auf­ge­ho­ben und an einen ande­ren Richter zur neu­en Verhandlung und Entscheidung ver­wie­sen wird.

Urteil: Kontaktverbot verstößt gegen Menschenwürde

Das Amtsgericht hat­te am 11. Januar in einem Bußgeldverfahren die Kontaktverbote wegen der Corona-Pandemie als ver­fas­sungs­wid­rig bezeich­net.

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Kritische Linke werden lauter

Es sieht so aus, als ob die "ZeroCovid"-Kampagne, mit der eine Reihe lin­ker AktivistInnen den Drosten-Wieler-Priesemann-Aufruf "Contain COVID-19" unter­stüt­zen, zu einer nun auch medi­al ver­nehm­ba­ren Differenzierung auf der Linken führt. Die Forderungen nach einem Lockdown für ganz Europa, beschleu­nig­tem Impfen und einer Null-Fallzahl haben wohl den letz­ten Anstoß gegeben.

Auf akweb.de ist am 18.1. unter "Warum die Forderung nach einem har­ten Shutdown falsch ist" ein Artikel von Alex Demirović, Sozialwissenschaftler, Mitglied des wis­sen­schaft­li­chen Beirats von Attac und Fellow der Rosa-Luxemburg-Stiftung, zu lesen. Er ent­wi­ckelt eine Argumentation ent­lang der Überschriften "1. Ein euro­päi­scher Lockdown ist nicht rea­lis­tisch", "2. Ein Ende der Pandemie ist nicht mög­lich", "3. Ein har­ter Lockdown kann nur poli­zei­lich durch­ge­setzt wer­den", "4. Die gefor­der­te Solidarität ist zwie­späl­tig", "5. Die Kapitalinteressen sind viel­schich­ti­ger, als der Aufruf behaup­tet", "6. Die Gefahren für die Demokratie fal­len unter den Tisch", "7. Der Verweis auf die Wissenschaft ersetzt kei­ne Politik".

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Tagsüber Bußgelder verhängen, abends Party

Polizeibeamte sind anschei­nend auch nur Menschen – nach Feierabend.

»Verstoß gegen Corona-Regeln:
Polizeischüler in Bayern fei­ern Party in Kaserne

Königsbrunn Während immer stren­ge­re Vorschriften erlas­sen wer­den und die Bürger auf­ge­for­dert sind, auf Treffen mit Freunden zu ver­zich­ten, wird in einer Kaserne der Bereitschaftspolizei in Bayern aus­ge­las­sen gefei­ert. Das hat für die ange­hen­den Ordnungshüter nun unan­ge­neh­me Folgen.

Wegen einer spon­ta­nen Abschlussfeier in den Räumen der Bereitschaftspolizei müs­sen Polizeischüler in Bayern nun mit erheb­li­chem Ärger rech­nen. Wie das Präsidium der baye­ri­schen Bereitschaftspolizei am Freitag berich­te­te, hat­ten die jun­gen Beamten bei ihrer Party in Königsbrunn bei Augsburg die gel­ten­den Hygiene- und Abstandsregeln missachtet…

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Bundesregierung weiß nichts von Klinikschließungen

2020 sind 21 Kliniken in Deutschland geschlos­sen wor­den (s. Kliniken wer­den geschlos­sen, obwohl das Gesundheitssystem vor dem Kollaps steht). Weitere Stilllegungen sind geplant.

Die Bundesregierung will davon kei­ne Ahnung haben.

»Die Bundesregierung hat kei­ne Kenntnis über die Schließung von Kliniken im Pandemiejahr 2020. Für die Sicherstellung der Versorgung in Krankenhäusern sind die Bundesländer zustän­dig. Ihnen obliegt es zudem, die Versorgungslage zu erfas­sen und gege­be­nen­falls not­wen­di­ge Maßnahmen zu ergrei­fen, damit not­wen­di­ge Kapazitäten erhal­ten bleiben.«

So lau­tet am 14.1. ihre Antwort auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko (Die Linke). Die Regierung leug­net auch den Abbau von Intensivbetten. Hunko hat­te gefragt:

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Drosten, Mutanten und Anekdotisches

Auf der heu­ti­gen Bundespressekonferenz mer­ken lang­sam auch JournalistInnen, daß sie es mit einem Schwätzer zu tun haben.

»Ich kann ansons­ten jetzt rela­tiv wenig an Zahlen nen­nen. Ich hab hier zwar so aller­hand Zahlen ste­hen in mei­nen Aufzeichnungen, aber eigent­lich ist das nicht seri­ös… Darum ist das zum Teil etwas andek­do­tisch, was ich hier nur erzäh­len kann.« (4:09) So geht es weiter.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=9D7p5H2ZsUY

Zu den nicht so gemein­ten 100.000 Fällen pro Tag s. Drosten: "Absolut erstre­bens­wert, jetzt auf die Null zumin­dest zu zie­len".

Der höchst unterschiedliche Umgang mit der Quarantäne

Einer Ärztin, die als "Kontaktperson der Kategorie I" gilt, wur­de die Praxis geschlos­sen, die Ärztekammer hat ein "berufs­recht­li­ches Verfahren ein­ge­lei­tet" (s. Ärztin arbei­tet trotz Quarantäne-Pflicht – Stadt Cottbus schließt Praxis).

"Rund 30 Brandenburger sind seit Mai in eine Quarantäne-Station zwangs­ein­ge­wie­sen wor­den, weil sie sich nicht an die ange­ord­ne­te Corona-Quarantäne gehal­ten haben.", ist zu lesen in "Zwangseinweisung für rund 30 Quarantänebrecher".

Über Frau Merkel war vor Weihnachten zu erfahren:

»Stundenlang saß sie mit dem erkrank­ten (so heißt es ja offi­zi­ell kor­rekt) Macron in einem fens­ter­lo­sen Büro. Quarantäne? Pustekuchen. Schließlich ist sie wich­ti­ger als der spa­ni­sche und der por­tu­gie­si­sche Premier und gar der EU-Ratspräsident. Die haben wenigs­tens for­mal den Weg in die Quarantäne gefunden«

Siehe dazu Quarantäne. Für die einen so, für die ande­ren so. Positiv getes­te­te Krankenhausbeschäftigte sol­len zwar arbei­ten, pri­vat aber eine Quarantäne ein­hal­ten (s. Malochen mit Covid-19: Die "modi­fi­zier­te Quarantäne" für Krankenhauspersonal macht es mög­lich).

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Verwaltungsgericht Wiesbaden: Allgemeinverfügung des Landkreises Limburg-Weilburg teilweise rechtswidrig

In einer Presseinformation des Gerichts vom 20.1. ist zu erfahren:

»Die 7. Kammer des VG Wiesbaden hat mit Beschluss vom 15. Januar 2021 Eilrechtsschutz gegen die „Allgemeinverfügung zur Verhinderung der wei­te­ren Ausbreitung des Corona-Virus im Landkreis Limburg-Weilburg im sozia­len und betrieb­li­chen Bereich“ gewährt, soweit dort der Bewegungsradius für tages­tou­ris­ti­sche Ausflüge auf den Umkreis von 15 km des Wohnortes (poli­ti­sche Gemeinde) beschränkt wird. Insoweit hat die von dem Antragsteller noch zu erhe­ben­de Klage auf­schie­ben­de Wirkung.

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