Impfung: Zahl der Fälle mit "unerwünschten Reaktionen" in einer Woche verdreifacht

Am 15.1. war hier in Paul-Ehrlich-Institut zufrie­den: 51 Impfungen mit schwer­wie­gen­den Reaktionen, 7 davon gestor­ben zu lesen, daß es bis zum 10. Januar 325 gemel­de­te Verdachtsfälle mit 913 "uner­wünsch­ten Reaktionen" gab. Nach dem aktu­el­len Bericht ist die­se Zahl bis zum 17.1. auf 645 Fälle mit 2.629 Reaktionen angestiegen.

» Die Melderate betrug für alle Einzelfallmeldungen 0,57 pro 1.000 Impfdosen, für schwer­wie­gen­de 0,13 pro 1.000 Impfdosen Comirnaty.«

Vor einer Woche lau­te­ten die Werte 0,53 bzw. 0,08.

»In 145 Fällen wur­den schwer­wie­gen­de Reaktionen gemel­det. Die Personen wur­den ent­we­der im Krankenhaus behan­delt oder die Reaktionen wur­den als medi­zi­nisch bedeut­sam eingeordnet.«

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„Es gibt so viele Gerüchte“

Eigentlich soll­te der Artikel auf faz.net am 17.1. mit obi­gem Titel doch ver­deut­li­chen, wie wich­tig und gefahr­los Impfen sei. Das gelingt nicht.

»Die Mediziner wis­sen noch nicht, wen sie heu­te imp­fen, aber wenn es so läuft wie in den letz­ten zwei Wochen, dann wer­den es wahr­schein­lich vie­le dank­ba­re Alte sein und weni­ge bereit­wil­li­ge Pfleger. „Da wabern so komi­sche Dinge durchs Netz, dass der Impfstoff unfrucht­bar mache“, sagt Professor Rapp. „Dafür gibt es natür­lich kei­ner­lei Anhaltspunkte.“ Er muss laut reden, damit man ihm im Trubel hört. Zwanzig Menschen in Kitteln und Warnjacken wuseln durch einen klei­nen Raum im Impfzentrum des Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhauses, packen Nadeln, Handschuhe und Kochsalzlösung in Kisten. Obwohl sie schon geimpft sind, kriegt jeder auch noch einen Abstrich durch die Nase. Sicher ist sicher. Die Impfteams besu­chen heu­te schließ­lich jene, die das Coronavirus am meis­ten fürch­ten müs­sen: die Alten und Schwachen in den Pflegeheimen.«

Da geht gleich im ers­ten Absatz eini­ges schief.

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Die Gewalt

Im Herbst des letz­ten Jahrhunderts schrieb Erich Fried:

»Die Gewalt fängt nicht an,
wenn einer einen erwürgt.
Sie fängt an, wenn einer sagt:
„Ich lie­be dich:
du gehörst mir!“

Die Gewalt fängt nicht an,
wenn Kranke getö­tet werden.
Sie fängt an, wenn einer sagt:
„Du bist krank:
Du musst tun, was ich sage!“

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"Wie können wir Anreize schaffen, dass sich Menschen impfen lassen?"

Der heu­ti­ge Newsletter der "World Economic Forum Strategic Intelligence" emp­fiehlt die Lektüre eines Artikels der "London School of Economics and Political Science" mit der genann­ten Überschrift. Darin sind am 14.1. die psy­cho­lo­gi­schen und admi­nis­tra­ti­ven Schritte vor­ge­zeich­net, die zur Zeit getan werden.

»Die tat­säch­li­che Durchimpfung ist [also] nicht nur das Ergebnis des Zugangs, son­dern auch der Akzeptanz bestimm­ter Impfstoffe. Es ist wich­tig, die­je­ni­gen zu ver­ste­hen, die sich wei­gern, sich imp­fen zu las­sen, und wie man sie umstim­men kann…

In fast allen Ländern ist der Anteil der Personen, die sagen, dass sie sich imp­fen las­sen wol­len, von Oktober bis Dezember gesunken.

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Lockdown auf Verdacht

Unter die­sem Titel wird am 21.1. auf neulandrebellen.de der Paradigmenwechsel für die neu­en Maßnahmen bespro­chen und kritisiert.

»Etwas war anders an die­ser neu­en Verschärfungsrunde. Es wur­de im Vorfeld über die tiefs­ten denk­ba­ren Einschnitte gespro­chen – und das, wäh­rend die Zahlen bereits etwas abflau­ten. Im Laufe der Berichterstattung vor der letz­ten Ministerpräsidentenkonferenz schwenk­te man dann auch um. Nun ging es weni­ger um das aktu­el­le Infektionsgeschehen an sich als um eines, das uns dro­hen könn­te: Das mutier­te Virus sei näm­lich die nächs­te Katastrophe, weil ver­meint­lich schnel­ler über­trag­bar. Ganz sicher ist man sich aber noch nicht. Zunächst hieß es ja auch, dass die Mutation weni­ger schwe­re Krankheitsverläufe ver­ur­sa­che. Dennoch sah sich die Politik in der Pflicht: Um zukünf­ti­ges Leid zu vermeiden.

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Schweigegebot im öffentlichen Nahverkehr?

Die Schnapsidee ist geklaut, s. Fahrgäste auf Mallorca sol­len den Mund hal­ten. 500 auf ver­bo­te­ner Demo. Auf spiegel.de gibt es heu­te ein Interview mit dem Präsidenten des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen. Er führt dort aus:

»Beim Sprechen sto­ßen Menschen vie­le Aerosole aus, es ist im Hinblick auf eine Übertragung des Coronavirus ähn­lich gefähr­lich wie Husten. Die Aerosole beim Sprechen sind sogar noch etwas fei­ner und kön­nen län­ger in der Luft ver­blei­ben. Wir ver­ste­hen unse­ren Aufruf aber nicht als Schweigegelübde wie im Kloster. Bestimmte Regeln gehö­ren jetzt schon zur guten Etikette, etwa das Husten und Niesen in die Armbeuge. Wir wür­den dem gern einen wei­te­ren Punkt hin­zu­fü­gen und vor allem laut­star­kes Telefonieren verhindern…

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"Amtsträger" pfuschen sich vor bei Impfung

Viele hier wer­den mei­nen: "Laß sie doch!". NRW-Gesundheitsminister Laumann quen­gelt aber, wie einem Artikel vom 21.1. auf rp-online.de zu ent­neh­men ist:

»Laumann appel­liert an Amtsträger mit Corona-Impfung zu warten
„Ich hal­te es mit der Bundeskanzlerin, die der Meinung ist, dass die Repräsentanten des Staates sich erst imp­fen las­sen soll­ten, wenn sie an der Reihe sind“, sag­te Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Bisher wird in Nordrhein-Westfalen im Allgemeinen nur in Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft. Dennoch haben sich mitt­ler­wei­le mehr­fach Amtsträger imp­fen las­sen – immer mit der Begründung, es habe sich um übrig geblie­be­nen Impfstoff gehan­delt, der sonst ver­fal­len wäre.

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Tendenz zu Null-Inzidenz

Die Korrespondenz des Lars Wienand auf t‑online geht in Richtung Demenz und Dekadenz bei völ­li­ger Indolenz und stellt damit einen Präzedenzfall heu­ti­gen Journalismus dar, der sei­ne Existenz auf die Vehemenz der Wiederholung stützt und dabei jede Differenz, Kohärenz oder gar Renitenz ver­mis­sen läßt. Dabei zeich­net sich die Somnolenz noch nicht ein­mal durch beson­de­re Effizienz aus. (Diese Kondolenz muß­te jetzt mal sein.)

In sei­nem heu­ti­gen Beitrag "Wissenschaftler stär­ken Merkel: Ganz Europa braucht Lockdown" kramt er noch ein­mal den Aufruf von Priesemann, Drosten, Wieler und Anderen her­vor, gar­niert mit die­sem Video:

Quelle: t‑online.de

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Mitarbeiter wie Hunde behandelt?

Auf lemonde.fr war bereits am 13.1. zu lesen:

»Covid-19 : der Ausweis zur Kontrolle der Mitarbeiterbewegungen bei Essity sorgt für Kontroversen
Die Gewerkschaften des schwe­di­schen Konzerns pran­gern an der Taille oder um den Hals getra­ge­nen Geräte an, die einen Signalton aus­lö­sen, wenn sich Mitarbeiter zu nahe kommen.

“Würde das Management sei­ne Mitarbeiter wie Hunde behan­deln? ” So lau­tet die pro­vo­kan­te Frage des CFDT von Essity, einem schwe­di­schen Konzern, der Hygieneprodukte (Toilettenpapier, Papierhandtücher usw.) her­stellt, ange­sichts eines Systems zur elek­tro­ni­schen Überwachung der Bewegungen der Mitarbeiter, das die Geschäftsleitung im Rahmen der Bekämpfung von Covid-19 ein­füh­ren will.

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