Weil Hausärzte nun mal Einzelunternehmer sind – Engpässe bei Grippeimpfung

"Corona treibt Nachfrage nach Grippe-Impfungen in Thüringen an" meint mdr.de am 16.10. Wie stets soll das Virus ver­ant­wort­lich sein und nicht etwa die medi­al gepush­te Werbeaktion von Jens Spahn pro Grippeimpfungen für jedermann.

»Die loka­len Engpässe bei den Impfstoffen soll­ten daher nicht mit einem Versorgungsengpass ver­wech­selt wer­den: "Die Impfstoffe sind da, es klemmt bei der Verteilung im Handel", so Stöcker.«

Die Dame mit die­ser bezwin­gen­den Logik ist Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts. Das eigent­li­che Problem liegt aber dar­in, daß gesund­heit­li­che Vorsorge auch hier Markt- und Gewinnerzielungsmechanismen unterliegt:

»Am Ende stün­den die Ärzte aber selbst in der Verantwortung: Bestellen sie zu vie­le Impfstoffe, blei­ben sie auf den Kosten sitzen.

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Was steht in Spahns Cluster-Kontakttagebuch?

»Jens Spahn gehört zu den Ministern, die trotz Corona-Einschränkungen rela­tiv viel unter­wegs sind. Er besucht Pharmafirmen, hat sich vori­ge Woche öffent­lich­keits­wirk­sam gegen Grippe imp­fen las­sen, er ist zu Gast in Fernsehstudios. Trotz aller Vorsicht wuß­te auch Spahn, daß da ein gewis­ses Restinfektionsrisiko bestand.«

Spahn wird sich gehal­ten haben an die Mahnung sei­nes Ratgebers aus dem legen­dä­ren Podcast 60:

»[Christian Drosten:] Irgendwann muss die Gesellschaft umschal­ten in einen akti­ven Teilnahmemodus. Dazu gehö­ren sol­che Aufmerksam­keitsübungen wie das Führen eines Cluster-Kontakttagebuchs.

Anja Martini
Und damit könn­te dann jeder sei­nen Beitrag auch leisten.«

Oder er wird sein Tagebuch mit der Corona-App geführt haben.

Das wird berich­tet auf tagesschau.de. Vermutlich jeder wird wis­sen wol­len, was Herr Lauterbach dazu meint.

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"Ich durfte nicht in Quarantäne und habe die Schicht zu Ende gemacht"

Auf zeit.de berich­tet am 21.10. ein Notfallsanitäter von sei­nen Corona-Erfahrungen. In der letz­ten Woche wur­de sein Team zu einem älte­ren Mann geru­fen, von dem sei­ne Angehörigen nach der Notversorgung berich­te­ten, er habe Kontakt zu meh­re­ren "Covid-19-Infizierten" gehabt.

»Wir konn­ten dadurch erst nach­dem wir den Mann ver­sorgt haben, unse­rem Vorgesetzten mel­den, dass wir ver­mut­lich Kontakt zu einer infek­tiö­sen Person hat­ten. Seine Reaktion war ohne­hin ent­täu­schend: Ohne ein posi­ti­ves Testergebnis könn­ten kei­ne Maßnahmen ver­an­lasst wer­den, wir sei­en ja auch durch den Mund-Nasen-Schutz und die Handschuhe aus­rei­chend geschützt gewe­sen, sag­te er uns. Ich durf­te dann also nicht in Quarantäne und habe mei­ne Schicht noch zu Ende gemacht und auch am nächs­ten Tag Vollzeit gear­bei­tet. Erst danach kam das Ergebnis, mit dem ich schon län­ger gerech­net hat­te: Der alte Mann war infiziert.

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Aus Prinzip? Bundeskabinett muss nicht in Quarantäne

Regeln gel­ten für alle Otto Normalverbraucher und Maria Mustermänner. Beispielsweise, daß Kontaktpersonen von posi­tiv Getesteten (so heißt bei Jens Spahn in allen Medien, was sonst infi­ziert oder erkrankt genannt wird) von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden.

»Jens Spahn hat Corona: Wie und wo angesteckt?
Das engs­te Umfeld lässt sich nun auch auf Corona tes­ten. Wie und wo sich Jens Spahn mit Corona ange­steckt hat, ist bis­lang unklar.

Spahn nahm noch am Tag der Bekanntgabe sei­ner Infektion am Mittwochvormittag mit Mund-Nasenschutz an einer Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt teil. Auf Fotos ist zu sehen, wie er sich, geschützt mit einer Maske, mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) unter­hält. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm an der Sitzung teil.

Auf den Bildern ist außer­dem zu sehen, wie die Politiker am Tisch die Masken abnehmen.

Am Nachmittag dann folg­te die Nachricht vom pos­ti­ven Corona-Test.

Das Bundeskabinett muss jedoch nicht in Quarantäne, erklär­te ein Regierungssprecher. Das Kabinett tage unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, wie es hieß. Diese Regeln ziel­ten dar­auf, dass im Falle der Teilnahme einer spä­ter coro­na­po­si­tiv ges­tes­te­ten Person nicht auch alle ande­ren Teilnehmer in Quarantäne müss­ten.« Quelle

Berchtesgaden: CSU-Bürgermeister Superspreader?

Es ist schön, wenn Verschwörungstheorien mal von der ande­ren Seite kom­men. Obwohl die­ses Genre hier eigent­lich tabu ist, soll mit einem Bericht auf focus.de von heu­te eine Ausnahme gemacht wer­den. Dort erfährt man:

»In den sozia­len Netzwerken ver­brei­ten sich der­weil Gerüchte über die Feier, die vor etwas mehr als einer Woche in Anger statt­ge­fun­den haben soll. Eine Frau schreibt etwa, dass es sogar zwei Feiern – bei­de von älte­ren Männern aus­ge­rich­tet – in Anger gege­ben habe, die ursäch­lich für das Geschehen sei­en. Eine ande­re Frau behaup­tet, bei der Feier wären der Bürgermeister und "vie­le von der CSU" vor Ort gewesen.

"Alles Quatsch", sagt Markus Winkler, Erster Bürgermeister von Anger im Gespräch mit FOCUS Online. "Ich war auf kei­ner Feier in der Gemeinde Anger anwe­send." Dass sich jetzt vie­le Gerüchte um die Party in Anger ver­brei­ten, ver­ste­he er zwar, müs­se sie aber ent­schie­den zurück­wei­sen. Eine pri­va­te Feier in Anger habe es zwar gege­ben, so Winkler, "aber, dass die­se Party der Infektionsherd für Berchtesgaden war, kann ich nicht bestä­ti­gen."«

Ist das der Grund für das media­le Zurückrudern der CSU?

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Bill Gates: vier Jahre Maßnahmen und zehn Jahre Wiederaufbau

Unter dem Titel "Der gro­ße Reset" ist heu­te ein Artikel auf rubikon.news zu lesen. Er wird so eingeleitet:

»Viele Menschen fra­gen sich in die­sen Tagen, wie es wohl wei­ter­geht. Wie lan­ge wer­den Einschränkungen und Maskenpflicht blei­ben? Noch über den Winter? Bis es einen Impfstoff gibt? Oder gar noch ein gan­zes Jahr? Da hier­über noch weit­ge­hend Unklarheit herrscht, ist es gut, einen Mann zu befra­gen, der offen­bar über all das zu bestim­men hat. Nicht wir Bürger — offi­zi­ell der "Souverän" in der Demokratie — wer­den ent­schei­den, wie wir in einem und in vier Jahren leben wol­len; Bill Gates wird das für uns tun. Ein Mann ohne medi­zi­ni­sche Ausbildung, den nie­mand auf der Welt je in ein poli­ti­sches Amt gewählt hat. Bill Gates also, so sag­te er es in sei­nem jüngs­ten Interview, will uns noch vier wei­te­re Jahre quä­len, vier wei­te­re Jahre die Welt, wie wir sie gekannt haben, zer­stö­ren, um sie dann auf­wän­dig und nach sei­nem Gusto wie­der auf­zu­bau­en. Wenn wir ihn las­sen …«

Der Artikel zeigt Quellen und erklärt, war­um es nicht nur um Bill Gates geht, son­dern um einen prä­zi­sen Plan des World Economic Forum (WEF). Siehe dazu auch hier Weltwirtschaftsforum droht mit "Great Reset".