Dummfug in und aus der FAZ von heute

Ob das Blatt über Unfug berich­tet oder selbst Dummheiten schreibt, zum Thema "Corona" fin­det sich reich­lich Material. Hier eine Auslese:

»[Im] Hotel "Mariandl zum Singenden Wirt" im Bayerischen Wald… hat man schon viel getan, um einen unge­fähr­li­chen Aufenthalt für die Gäste zu gewähr­leis­ten: Man hat ein Hygienekonzept erar­bei­tet, das gan­ze Lokal wur­de tisch­wei­se ein­ge­glast.«
So im Artikel An den Rändern der Kontrollierbarkeit.

»Nachdem nun an die­sem Donnerstag mehr als 4000 Neuinfektionen gemel­det wur­den und Gesundheitsminister Jens Spahn von Zahlen sprach, die ihn "sehr besor­gen", sprang der Dax im Tagesverlauf über die Marke von 13.000 Punkten. Das ist der höchs­te Stand seit rund drei Wochen.«
Zu lesen im Kommentar Die selek­ti­ve Wahrnehmung der Märkte 

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Auch in Belgien rebellieren ÄrztInnen

Ein 5.9. am gestar­te­ter Appell trägt inzwi­schen die Unterschrift von 610 ÄrztInnen, 1.911 in Gesundheitsberufen Beschäftigten und 14.050 BürgerInnen. Dort heißt es:

»Wir, Ärzte und Angehörige der Gesundheitsberufe, möch­ten unse­re erns­te Besorgnis über die Entwicklung der Situation in den letz­ten Monaten im Zusammenhang mit dem Ausbruch des SARS-CoV-2-Virus zum Ausdruck brin­gen. Wir for­dern die Politiker auf, unab­hän­gig und kri­tisch über den Entscheidungsprozess und die obli­ga­to­ri­sche Durchführung von Korona-Maßnahmen infor­miert zu sein. Wir for­dern eine offe­ne Debatte, in der alle Experten ohne jede Form von Zensur ver­tre­ten sind. Nach der anfäng­li­chen Panik um Covid-19 zei­gen die objek­ti­ven Fakten nun ein völ­lig ande­res Bild – es gibt kei­ne medi­zi­ni­sche Rechtfertigung mehr für eine Notfallpolitik.

Das der­zei­ti­ge Krisenmanagement ist völ­lig unver­hält­nis­mä­ßig gewor­den und rich­tet mehr Schaden an, als dass es etwas nützt.
Wir for­dern ein Ende aller Maßnahmen und for­dern die sofor­ti­ge Wiederherstellung unse­rer nor­ma­len demo­kra­ti­schen Regierungs- und Rechtsstrukturen und aller unse­rer bür­ger­li­chen Freiheiten…

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Licht und Schatten in Tagen der Wirrnis

Es wäre lang­wei­lig und ermü­dend, das Schauspiel mit künst­lich in die Höhe getrie­be­nen "Fällen" – etwa durch den Zwang, einen nega­ti­ven Test vor­le­gen zu müsen, um sei­nen Stadtteil zu ver­las­sen – gäbe es nicht auch schö­ne Bilder und Nachrichten. Hier eini­ge aus dem aktu­el­len NewsTicker von tagesschau.de.

Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann | Bildquelle: dpa
Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann | Bildquelle: dpa

Der Text zu die­sem Bild mit hübsch bestick­ter Maske lau­tet über­ra­schen­der­wei­se: "'Mir berei­tet die­se Entwicklung sehr gro­ße Sorge', heißt es in einem Redemanuskript Kretschmanns anläss­lich der Corona-Lage. Die Zahlen stie­gen rasant, eine zwei­te Welle ste­he bevor, so Kretschmann."

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Der gute Virologe – Tests nicht nach "Goldstandard"

Der größ­te Teil der Medienschaffenden plap­pert immer noch auch die absur­des­te Botschaft von Christian Drosten nach. Doch die Front der Papsttreuen brö­ckelt. Während auf den Titelseiten über­wie­gend auf Panik gemacht wird, fin­den sich doch immer wie­der nach­denk­li­che­re Stimmen wei­ter hin­ten.

So ist es auch in der "Zeit". Eingebettet in einen gru­se­li­gen Home-Story-Ton lesen wir in einem Artikel vom 8.10. doch erstaun­li­che Informationen.

»Eine klei­ne Küche mit rosa Wänden und rotem Boden. Auf dem Tisch liegt eine Wachstuchdecke mit gol­de­nen Weihnachtssternen. Sie ist aus dem letz­ten Winter übrig geblie­ben, jenem Winter, in dem ein Virus begann, die Welt zu erobern. Seine Ausbreitung hat Menschenleben gekos­tet und Existenzen. Die Frau, die vor der rosa Wand sitzt, erzählt von den Schulden, die sich seit Monaten bei ihr anhäu­fen…

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Geschichte aus der nahen Zukunft

Niemand macht sich die Mühe, die Trümmer fort­zu­räu­men. Lediglich eine Polizeistreife kon­trol­liert rund um die Uhr, daß nicht mehr als die erlaub­ten drei Kerzen von Karl Lauterbach und Stefan Quandt auf­ge­stellt wer­den.Dabei genoß der Gestürzte bis vor weni­gen Wochen noch hohes Ansehen. "Dem gro­ßen Erfinder von Corona – sein dank­ba­res Volk" ist noch immer auf dem Sockel zu lesen. Eigens für ihn wur­de ein Nobelpreis für Perkolationismus gestif­tet, kein Tag ver­ging über Monate, an dem sei­ne wei­sen Worte nicht über alle Kanäle schall­ten.

Was genau der Grund für den uner­war­te­ten Sturz des unge­krön­ten Kaisers der Virologie war, liegt noch immer im Dunklen. Ob es der unlau­te­re Doktor­titel war, das stän­di­ge Sprechen in sich aus­schlie­ßen­den Konjunktiven, das für alle Ewigkeit gel­ten sol­len­de "Stay at home" – sicher ist nur: Nun liegt er da.

Der Große Bruder kommt auf Samtpfoten

Es gibt in die­sem Land (noch?) kei­ne Lager für "Corona-LeugnerInnen" und RegelbrecherInnen; für Geflüchtete an Europas Außengrenzen sieht das schon anders aus. Was es gibt, ist eine media­le Stimmungsmache, die tota­li­tä­re Züge hat, und ein Verordnungs-Regime, das mit der Verfassung nicht in Übereinklang steht.

Wie weit die Pläne zu umfas­sen­der Überwachung vor allem im Arbeitsleben bereits gedie­hen sind, dar­über plau­dert in einem Artikel vom 8.10. auf faz-net der Deutschland-Chef der Boston Consulting Group*.

»Geschäftstüchtig, wie Berater sind, wirbt er im Gespräch mit der F.A.Z. gleich für eine zusätz­li­che App, die BCG spe­zi­ell für Unternehmen ent­wi­ckelt hat, um ihren Pflichten als Arbeitgeber in Corona-Zeiten bes­ser nach­kom­men zu kön­nen.«

Was die BCG mit Christian Drosten und der Charité zu tun hat, davon spä­ter. Hier ist zunächst die Information inter­es­sant, daß das Großunternehmen bei der Entwicklung der Corona-App ent­schei­dend mit­ge­mischt hat:

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"Publikationskrimi" um die Doktorarbeit des Star-Virologen Christian Drosten steht vor der Auflösung

plagiatsgutachten.com legt nach:

»Zweites Update 09.10.2020, 11:00 Uhr: Der aktu­el­le Wissensstand ist der fol­gen­de:

Herr Drosten dürf­te im Jahr 2003 gemäß § 12 Abs. 1 b der damals gül­ti­gen Promotionsordnung drei gebun­de­ne Exemplare (und nicht 30) sei­ner Dissertation ord­nungs­ge­mäß an der Universität abge­lie­fert haben. Davon wur­de offen­bar kein Exemplar an die Deutsche Nationalbibliothek über­mit­telt, was zwar nicht Usus, aber doch mög­lich ist. Alle drei Exemplare sind laut Eigenangabe der Universität Frankfurt (E‑Mail an Markus Kühbacher vom Juli 2020) wegen eines Wasserschadens unbe­nutz­bar gewor­den.

So kam es 2020, als plötz­lich die Nachfrage nach der Dissertation da war, zu einem Neudruck der Dissertation im Umfang von min­des­tens vier Exemplaren, die alle­samt neue Katalognummern bekom­men haben (Scan auf Basis der ursprüng­li­chen Exemplare).

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Elferrat soll's richten

Vor drei Wochen titel­te rp-online noch "Spahn will Karneval wegen Corona bun­des­weit aus­fal­len las­sen". Soeben lesen wir auf boerse-online.de:

»12.47 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich ange­sichts der stark stei­gen­den Corona-Infektionszahlen am Freitag mit den Oberbürgermeistern der elf größ­ten deut­schen Städte bera­ten, heißt es in Regierungskreisen. Dabei soll es um die Frage gehen, was getan wer­den kann, um vor allem die schnel­le Ausbreitung des Virus in gro­ßen Städten ein­zu­däm­men.«

Für Nicht-KarnevalistInnen erklärt Wikipedia:

»Der Elferrat ist das Parlament des Narrenreiches in Karneval, Fastnacht, Fasching und Fastelovend. Dieses besteht aus elf Würdenträgern.«

Was sich jetzt dadurch qua­li­täts­mä­ßig ändern soll, bleibt nebu­lös. Wie hier bereits ver­mu­tet wur­de: Wo geschun­kelt wird, fal­len Spähne.

In Brandenburg hat keiner die Absicht, …

»Kein Bett für Berliner in Brandenburg
12:13 Uhr

In Brandenburg gilt ein Beherbergungsverbot für Berliner. Betreiber von pri­va­ten und öffent­li­chen Beherbergungsbetrieben dürf­ten solan­ge kei­ne Berliner Gäste auf­neh­men, wie die Sieben-Tage-Inzidenz des Landes Berlin über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern lie­ge, erklär­te das Brandenburger Gesundheitsministerium.

"Wir befin­den uns mit­ten in einer neu­en Welle und damit in einer Zeit, in der man auf unnö­ti­ge Reisen ver­zich­ten und sozia­le Kontakte ver­mei­den soll­te", erklär­te die bran­den­bur­gi­sche Gesundheitsministerin Ursula Nonnenmacher (Grüne). Von der Regelung aus­ge­nom­men sind Gäste, die einen nega­ti­ven Corona-Test vor­wei­sen kön­nen. Dieser darf aller­dings nicht älter als 48 Stunden sein.« mel­det tagesschau.de.

Sie beneh­men sich düm­mer und aggres­si­ver als 2‑Jährige im Sandkasten. Jede Dorschultin stellt medi­en­wirk­sam ihre Hirn-Inkontinenz zur Schau.

»Mit dem Begriff Inkontinenz bezeich­net man in der Medizin den unge­woll­ten Abgang von Ausscheidungen…

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Leuchtturm der Wissenschaft appelliert

»10:20 Uhr: Corona-Pressekonferenz in Berlin – Virologe Drosten atta­ckiert "vie­le Irrlichter"
Bei einer Pressekonferenz in Berlin zu den stei­gen­den Corona-Zahlen in deut­schen Großstädten gab es Klartext von Virologe Christian Drosten. Er kön­ne nicht ver­ste­hen, wie­so über den gan­zen Sommer hin­weg öffent­lich dis­ku­tiert wur­de, ob die Erkrankung wirk­lich noch so gefähr­lich sei. Da sei­en "vie­le Irrlichter unter­wegs momen­tan in der Öffentlichkeit".

Der Direktor der Virologie der Charité in Berlin for­der­te die Medien dazu auf, die Quellen der­je­ni­gen zu hin­ter­fra­gen, die so etwas behaup­ten. Es brau­che eine "Qualitätskontrolle" bei Wissenschaftlern, auf wel­cher Basis argu­men­tiert wer­de, ob emo­tio­nal oder auf Basis wis­sen­schaft­li­cher Fakten. Das soll­te mehr hin­ter­fragt wer­den.«

Von die­ser Form desTotalitarismus war hier bereits vor zwei Tagen die Rede: Wissenschafts-Blockwart bei der FAZ.

»Drosten sag­te, dass es mitt­ler­wei­le sehr kla­re Zahlen zur Infektions­sterblichkeit gibt. Wenn man alle Infizierten betrach­te, und nicht nur die regis­trier­ten Fälle, kön­nen man in Deutschland von einer Sterblichkeit "im Bereich von einem Prozent oder sogar etwas mehr" aus­ge­hen. Das wäre eine etwa 20-mal höhe­re Sterblichkeit als bei der Grippe.

Entscheidend bei Covid-19 sei das Alter, was auch eine Erklärung sei, wie­so es in den jun­gen Gesellschaften in Afrika rela­tiv weni­ge Todesfälle gibt.

Der Virologe appel­lier­te an die Bevölkerung, im Alltag die "rich­ti­gen Entscheidungen" zu tref­fen. "Das ist das, was uns ret­ten wird vor einer schwie­ri­gen Situation". Dafür brau­che es eine gute Informiertheit.«

Ja, Mann, wir tun ja unser bes­tes! Was uns obi­ges Medium da an "Information" anbie­tet, ist von A‑Z schwar­zes Loch, jetzt mal naiv licht­mä­ßig gese­hen…