Polen: Friedhöfe und Straßen dicht

»Corona in Europa: Polen macht alle Friedhöfe dicht
Update vom 30. Oktober, 18.45 Uhr: Aufgrund der Corona-Pandemie hat Polen eine dras­ti­sche Entscheidung gefällt. Über den Feiertag Allerheiligen (1. November) wer­den für einen drei Tage lan­gen Zeitraum von Samstag bis Montag alle Friedhöfe geschlossen.

Wie Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitag bei einer Pressekonferenz ankün­dig­te, kön­ne man ange­sichts der täg­lich wei­ter stei­gen­den Infektions- und Todesfälle nicht erlau­ben, dass eine gro­ße Zahl von Menschen auf Friedhöfen zusammenkommt.

Morawiecki zitier­te dies­be­züg­lich einen Arzt mit dem Satz: "Viele älte­re Menschen, die auf den Friedhof gehen und das Grab ihres Ehepartners besu­chen, könn­ten sonst in drei Wochen eben­falls dort lie­gen." In Polen zählt Allerheiligen zu den wich­tigs­ten Feiertagen.« Quelle

»Zehntausende pro­tes­tie­ren in Warschau
In Polen haben meh­re­re Zehntausend Menschen gegen eine Verschärfung des Abtreibungsrechts pro­tes­tiert. Die Organisation "Allpolnischer Frauenstreik" hat­te dazu auf­ge­ru­fen. Der Marsch durch Warschau soll ein Höhepunkt der Demonstrationen sein, die Polen seit Tagen erschüttern.

In der ver­gan­ge­nen Woche hat­te das Verfassungsgericht ent­schie­den, dass Frauen auch dann nicht abtrei­ben dür­fen, wenn ihr Kind schwe­re Fehlbildungen hat. Dies kommt de fac­to einem Abtreibungsverbot gleich.«

"Wir gehen nicht in Privatwohnungen" – nur manchmal

Auf tagesschau.de sind heu­te halb­ga­re Dementis zu lesen:

»Kanzleramtsminister Helge Braun hat Kontrollen im pri­va­ten Bereich eine Absage erteilt. "Keine pro­ak­ti­ven Kontrollen im Privatbereich, aber sehr deut­li­che Kontrollen im öffent­li­chen Bereich", sag­te er im Bayerischen Rundfunk. "Alle müs­sen sich wirk­lich sehr, sehr kon­se­quent an die Regeln halten."«

Was mit dem Verzicht auf "pro­ak­ti­ve Kontrollen" gemeint ist, sagt Söder:

»Die baye­ri­sche Regierung hat­te bereits am Donnerstag erklärt, dass die Polizei zur Kontrolle der Kontaktbeschränkungen kei­ne neu­en Kompetenzen erhal­te. Vielmehr gehe es dar­um, wie etwa bei einer Ruhestörung auf Anzeige ande­rer zu reagieren.«

Also, auf Denunziationen muß die Polizei dann schon reagie­ren. Und der Unvermeidliche demen­tiert nicht wirklich:

»Mittlerweile stel­le Lauterbach klar: "Natürlich gilt die 'Unverletzlichkeit der Wohnung' nach Artikel 13. Diese stel­le ich auch nicht in Frage. Aber wir dür­fen nicht zulas­sen, dass mit 30 Leuten pri­va­te Feiern statt­fin­den, wenn die Kneipen im Shutdown dem­nächst geschlos­sen sind."«

COVID-19-Simulator: Berlin gut im Rennen

Nun ist er end­lich online, der COVID-19 Simulator der Universität des Saarlandes. Begleitet von hun­der­ten bun­ten Grafiken und Statistiken soll er deut­lich machen: Wir wer­den alle ster­ben. So wird berech­net, daß wir am 30.6.2021 (wei­ter in die Zukunft läßt uns das Tool nicht schau­en) 43 Mio. "Fälle" mit über 500.00 Toten haben wer­den. Abseits der Spökenkiekerei zeigt uns der Werkzeug aber auch rea­le Fakten. Für Berlin, wo wie über­all für eine kur­ze Zeit fast alles ver­bo­ten ist, sieht das etwa so aus:

Oder auch so:

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Welchen IQ hat Karl Lauterbach?

Herr Lauterbach ist noch nicht ein­mal 60 Jahre alt. Nach unten ste­hen­der Rechnung ent­spre­chen 10 Jahre 8,5 IQ-Punkten. Das macht bei 60 Jahren 51 IQ-Punkte. Wo liegt der Fehler?Ist er viel­leicht doch infiziert?

Sind die Intensivbetten mit "Covid-19"-Fällen voll?

In einem Beitrag auf heise.de setzt sich am 29.10. Prof. Dr. Christof Kuhbandner mit der Problematik der Diagnostik bei den "COVID-19-Intensivpatienten" auseinander.

»In der Tat ist laut den Tagesreporten des DIVI-Intensivregisters die Anzahl der Intensivpatienten mit Diagnose "COVID-19" in den letz­ten Wochen stark gestie­gen. Eine offi­zi­el­le Antwort auf eine Anfrage an das DIVI-Intensivregister zur Diagnostik von "COVID-19-Intensivpatienten" offen­bart aber ein fun­da­men­ta­les dia­gnos­ti­sches Problem. Dort wird bestä­tigt, dass (1) jeder Intensivpatient – unab­hän­gig von der Symptomatik – mit einem SARS-CoV-2-PCR-Test getes­tet wird und (2) jeder Intensivpatient – unab­hän­gig von der Symptomatik – mit einem posi­ti­ven SARS-CoV-2-PCR-Testergebnis als "COVID-19-Intensivpatient" geführt wird. Letzteres wird auch in einer offi­zi­el­len Antwort des RKI auf eine ent­spre­chen­de Anfrage bestä­tigt. Selbst wenn dem­nach bei­spiels­wei­se eine Person wegen eines Autounfalls auf Intensivstation lie­gen wür­de und ein posi­ti­ves SARS-CoV-2-PCR-Testergebnis auf­weist ohne jede wei­te­re COVID-19-spe­zi­fi­sche Symptomatik, wür­de die­se Person als "COVID-19-Intensivpatient" zählen…

Der Anstieg in der Belastung der Krankenhäuser: Eine kri­ti­sche evi­denz­ba­sier­te Prüfung
Um empi­risch zu prü­fen, inwie­fern der beob­ach­te­te Anstieg in der Anzahl der Intensivpatienten mit posi­ti­ven PCR-Testergebnissen tat­säch­lich einen Anstieg in der Anzahl der Patienten mit COVID-19-spe­zi­fi­schen Krankheitssymptomen bedeu­tet, kann man sich zunächst die vom DIVI-Intensivregister ver­öf­fent­lich­ten Zahlen zur Belegung der Intensivstationen genau­er ansehen.

Grundlegend ist dafür fol­gen­de Überlegung: Wenn es aktu­ell einen ech­ten Anstieg von Intensivpatienten mit COVID-19-Krankheitssymptomen geben wür­de, dann müss­te eigent­lich auch die Gesamtanzahl der beleg­ten Intensivbetten stei­gen. COVID-19 ist eine neue Krankheit, dem­entspre­chend müss­te die stei­gen­de Anzahl an COVID-19-Intensivpatienten eigent­lich zu den für die­se Jahreszeit ansons­ten typi­schen Krankheiten auf Intensivstation hin­zu­kom­men (außer man wür­de zuguns­ten von COVID-19-Intensivpatienten ande­re Intensivpatienten auf die Normalstation verlegen)…

Es lässt sich kein wirk­li­cher Anstieg in der Anzahl der ins­ge­samt beleg­ten Intensivbetten erken­nen. Das ein­zi­ge, was ansteigt, ist die Anzahl der Intensivpatienten mit posi­ti­vem SARS-CoV-2-PCR-Testergebnis. Dieses Muster wird auch durch wei­te­re Befunde bestä­tigt. Im wöchent­li­chen Influenzabericht des RKI wird die Anzahl sta­tio­när behan­del­ter Fälle mit aku­ten respi­ra­to­ri­schen Infektionen (SARI-Fälle) berich­tet sowie der Anteil die­ser Fälle, wel­cher ein posi­ti­ves SARS-CoV-2-PCR-Testergebnis auf­weist (basie­rend auf den Daten aus 71 Sentinelkliniken)…

Hier zeigt sich prak­tisch das­sel­be Muster: Die Gesamtanzahl der sta­tio­när behan­del­ten SARI-Fälle bleibt gleich bzw. sinkt sogar leicht, es steigt ein­zig der Anteil der SARI-Fälle (schwe­re aku­te Atemwegsinfektionen – seve­re acu­te respi­ra­to­ry infec­tion), wel­che ein posi­ti­ves SARS-CoV-2-PCR-Testergebnis aufweisen.

Man fin­det also sowohl in Bezug auf die Belegung der Intensivstationen als auch in Bezug auf die sta­tio­när behan­del­ten SARI-Fälle fol­gen­des eigen­ar­ti­ge Muster: Die Gesamtanzahl an Intensivpatienten und sta­tio­när behan­del­ten SARI-Fällen bleibt gleich, das ein­zi­ge, was zunimmt ist die Anzahl der Patienten mit posi­ti­vem SARS-CoV-2-PCR-Testergebnis. Sollte es sich also um ech­te "COVID-19"-Fälle han­deln, dann müss­ten in den letz­ten Wochen gleich­zei­tig alle ande­ren Krankheiten auf den Intensivstation bzw. alle sta­tio­när behan­del­ten SARI-Fälle mit ande­ren vira­len Ursachen abge­nom­men haben, und zwar spie­gel­bild­lich zum Anstieg in den "COVID-19"-Fällen. Das erscheint rela­tiv unwahrscheinlich.

Es ist noch dar­auf hin­zu­wei­sen, dass auch die Anzahl der beatmungs­pflich­ti­gen "COVID-19-Intensivpatienten" zunimmt. Hier wird vom DIVI-Intensivregister lei­der nicht die Gesamtanzahl der beatmungs­pflich­ti­gen Intensivpatienten ver­öf­fent­licht. Angesichts der Tatsache, dass die Gesamtanzahl der beleg­ten Intensivbetten über die letz­ten Wochen hin­weg nicht gestie­gen ist, könn­te auch hier zu beob­ach­ten sein, dass zwar die Anzahl der beatme­ten Intensivpatienten mit posi­ti­vem SARS-CoV-2-Testergebnis steigt, nicht aber die Gesamtanzahl der beatme­ten Intensivpatienten. Allerdings ist das mit den ver­füg­ba­ren Zahlen nicht überprüfbar…

Schlussfolgerungen

Die beschrie­be­nen Befunde legen nahe, dass in Wirklichkeit kei­ne natio­na­le Gesundheitsnotlage droht. Weder ist die Gesamtanzahl der beleg­ten Intensivbetten in den letz­ten Wochen gestie­gen, noch die Gesamtanzahl der sta­tio­när behan­del­ten SARI-Fälle, noch die Anzahl der Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung. Das ein­zi­ge, was gestie­gen ist, ist die Anzahl der Personen mit posi­ti­ven SARS-CoV‑2 Testergebnissen, was ange­sichts der sich häu­fen­den Meldungen von falsch-posi­ti­ven Testergebnissen dar­an lie­gen könn­te, dass vie­le Labore Single-Target-Tests ohne Bestätigungstest ein­set­zen, so dass die erhal­te­nen posi­ti­ven Testergebnisse womög­lich zum Teil eher den übli­chen sai­so­nal beding­ten Anstieg harm­lo­se­rer Coronaviren wider­spie­geln, als einen dra­ma­ti­schen Anstieg in SARS-CoV-2-Infektionen.

Da die zen­tra­le Begründung für den dro­hen­den "Lockdown 2.0" ein Anstieg der SARS-CoV-2-Fallzahlen und eine dro­hen­de Überlastung des Gesundheitssystems ist, wäre die poli­ti­sche Entscheidung zur Verordnung des Lockdowns fun­da­men­tal zu hin­ter­fra­gen.«

Prof. Dr. Christof Kuhbandner lehrt Pädagogische Psychologie an der Universität Regensburg.

Rosenheim eingenordet

Am 28.10. war auf rosenheim24.de noch zu lesen:

»Corona-Zahlen in Rosenheim – "Völlig über­dreh­te Einschätzung der tat­säch­li­chen Lage"…

Die Corona-Fallzahlen in der Stadt stei­gen wei­ter. Das Robert Koch Institut (RKI) mel­de­te am Mittwoch, 28. Oktober die Zahl 254,9. Von Seiten der Stadt sieht man die Sache jedoch eher gelassen.

Im RoMed-Klinikverbund für die Region wür­den laut Rosenheims städ­ti­schen Wirtschaftsdezernenten und Pressesprecher Thomas Bugl rund 40 Intensivbetten für Corona-Patienten vor­ge­hal­ten. "Wir haben null Patienten auf Intensiv mit Corona, und wir haben null Corona-Patienten an einem Beatmungsgerät", sag­te Bugl. Es gebe eine "völ­lig über­dreh­te Einschätzung der tat­säch­li­chen Lage durch die Medien."«

Heute knick­te die Stadt ein:

»Neue Allgemeinverfügung für Rosenheim: Härtere Regeln für das Stadtgebiet – Verschärfte Kontrollen«

Im Artikel vom 28.10. hat­te es noch geheißen:

»Stadt Rosenheim zwei­felt an Aussagekraft der 7‑Tage-Inzidenz

„Rosenheim ein­gen­or­det“ weiterlesen

Wie soll es weitergehen?

»Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich wen­de mich als par­tei­lo­ser ehe­ma­li­ger Mitarbeiter des Deutschen Bundestages mit der Funktion eines par­la­men­ta­ri­schen Beraters an Sie. Durch mei­ne Tätigkeit im Parlament bzw. in einer Bundestagsfraktion habe ich Kenntnis davon, dass den Menschen in unse­rem Land Informationen zur Coronakrise, die zur Beurteilung der Situation von ent­schei­den­der Bedeutung sind, gezielt vor­ent­hal­ten wer­den. Aufgrund der enor­men Tragweite der jüngs­ten Ereignisse sehe ich es als Pflicht gegen­über mei­nen Mitbürgern an, die­se Themen öffent­lich anzu­spre­chen. Um mich weit­ge­hend frei dazu äußern zu kön­nen, habe ich mei­ne Anstellung im Bundestag aufgegeben.«

Mit die­sen etwas kryp­ti­schen Worten wen­det sich Sebastian Friebel an sein Publikum. Er hat­te bereits zuvor anonym sei­ne kri­ti­schen Positionen zu den Corona-Maßnahmen ver­öf­fent­licht. Sie kön­nen hier voll­stän­dig gele­sen werden.